Heft: PR 1534
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22.11.2017

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2328 / 2410 / 2491
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Lexikon II:
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F-K 246 - 250
Atlan-Lexikon in HC:
Encyclopädia Terrania:
Kartanin
Alias
Kartanin

Beschreibung - Autor: PR-Redaktion

(Der Kartanin, die Kartanin (weibl. Einz.), die Kartanin (Mz.), kartanisch) - Die beherrschende Lebensform der Galaxis M33 (-> Triangalum); von katzenähnlichen Vorfahren abstammende, jedoch humanoide Geschöpfe mit sehr menschenähnlicher Gestalt, aber katzenhaften Gesichtszügen. Von der Stirn bis tief in den Nacken reicht ein schmaler, silberfarbener Fellstreifen. Statt Finger- und Zehennägeln besitzen die Kartanin ausfahrbare, rasierklingenscharfe Krallen. Männliche Kartanin haben seidige, lange Schnurrbarthaare.
 
Die Kleidung besteht in der Regel aus blütenweißen, hochgeschlossenen Uniformen mit schwarzem Abzeichen in Form eines stilisierten Spiralnebels an der rechten Brustseite. Die Kartanin sind kräftige, zähe Wesen, sie bewegen sich lautlos und geschmeidig. Ihre Krallen sind tödliche Nahkampfwaffen. Die Geschichte der Kartanin ist lang und abenteuerlich. Im Laufe der ersten Kontakte zwischen Galaktikern und Kartanin erfahren die Milchstraßenbewohner zunächst nur, was die Beherrscher Triangulums bis zu dieser Zeit selbst über ihre Entwicklung wissen (Ausnahme: die Wissenden Frauen, -> hierzu Stimme von Ardustaar). Danach wurde um das Jahr 3000 auf ihrem Heimatplaneten Kartan ein Transitions-Überlichttriebwerk gefunden, womit für die Kartanin das Zeitalter der interstellaren Raumfahrt begann.
 
Im Lauf der nächsten 200 Jahre wurde die Westside Triangulums besiedelt. Es kam zur Konfrontation mit Fremdvölkern und interstellaren Kriegen, die mit dem Sieg der Kartanin endeten, im Anschluß daran zum Ausbau des Imperiums, das um das Jahr 3500 eine Raumkugel von rund 4000 Lichtjahren Durchmesser umfaßte. Zu diesem Zeitpunkt war die kartanische Gesellschaft noch patriarchalisch organisiert. Es folgten erste Expeditionen in die Northside Triangulums, die zu heftigen Auseinandersetzungen mit den dort lebenden Maakar führten. Der erste Giftatmer-Krieg brachte auf beiden Seiten große Verluste. Als im Jahr 3587 in der Milchstraße (für die Kartanin der »Ferne Nebel«) die Weltraumbeben ausgelöst wurden, hatte das auch Auswirkungen auf andere Galaxien der Lokalen Gruppe.
 
In Fornax waren vor allem mit Paratau übersättigte Zonen betroffen. Um eine Katastrophe zu verhindern, leitete der Weise von Fornax den überschüssigen Paratau nach M33 ins System der Sonne N'jala ab, deren starke Hyperstrahlumg bei den besonders sensiblen weiblichen Kartanin bereits vorher zur Herausbildung schwacher parapsychischer Kräfte führte. Die Paratau-Tropfen machten aus ihnen nun hochbefähigte Esper. Es kam zum zweiten Giftatmer-Krieg, der von den Kartanin nur dank des Eingreifens der Esper gewonnen werden konnte. Die Folge waren die Umwandlung der kartanischen Gesellschaft in ein Matriarchat und weitere Veränderungen, die zur Herausbildung der sieben Großen Familien führten, Zusammenschlüssen besonders begabter Esper, die in verschiedenen Regionen des Imperiums, den sogenannten Protektoraten, die Macht übernahmen. Die mentale Suche nach dem Ursprung des Parataus führte zum Bau gewaltiger Femraumschiffe, um die 2,5 Millionen Lichtjahre nach Fomax zurückzulegen.
 
Es kam zum Kontakt mit dem Weisen von Fomax und Bau eines Stützpunkts zur organisierten Entsorgung der Tauregionen. Der permanente Parataunachschub führte zur Festigung der Macht der Großen Familien, Stabilisierung des matriarchalischen Gesellschaftssystems und wachsender Abhängigkeit der kartanischen Zivilisation von den Espern. Im dritten Giftatmerkrieg im Jahr 3991 wird Paratau als Overkill-Waffe gegen die Maakar eingesetzt und bringt den Kartanin den Sieg. Ein Friedensvertrag wird geschlossen. Starke Hyperkomsignale aus der Milchstraße machen die Kartanin auf den »Fernen Nebel« aufmerksam. Kurz darauf, im Frühjahr 429 NGZ, kommt es zu ersten Zusammenstößen zwischen Kartanin und Galaktikern in Fomax, wo inzwischen auch die Milchstraßenbewohner den Paratau entdeckt haben und für sich nutzen wollen. Im Jahr 431 NGZ wird von galaktischer Seite die PIG, Pinwheel Information Group, gegründet, um in M33 dem immer geheimnisvoller werdenden Treiben der Kartanin auf die Spur zu kommen. Die PIG entdeckt schließlich die Wissenden und erfährt von ihnen nach langem Versteckspiel, weshalb die Kartanin Fernraumschiffe in die Mächtigkeitsballung ESTARTU schicken, mit Riesenmengen Paratau an Bord. Damit enthüllt sich auch die wahre Geschichte dieses Volkes, das viel weiter in die Vergangenheit zurückreicht.
 
Danach stammen die Kartanin aus dem sterbenden Universum Tarkan, und zwar aus der Galaxis Hangay. Ihre Ursprungswelt dort ist der Planet Vinau. Als sie in Tarkan keine Zukunft mehr für sich sahen, schickten sie (mit Hilfe der Superintelligenz ESTARTU) rund 50030 Jahre v. Chr. ein gigantisches Raumschiff, die NARGA SANT in unser Standarduniversum. Neben Erkundungsaufgaben hatte es vor allem den Auftrag, das kosmische Großprojekt der Versetzung einer ganzen Galaxis, nämlich Hangay, aus dem sterbenden Universum ins Standarduniversum vorzubereiten. Wesentliche Hilfe beim Angehen dieses Projekts leistete den Tarkan-Kartanin die Superintelligenz ESTARTU, die vorher ihrem aus Tarkan empfangenen Hilferuf gefolgt war. Die Kartanin, angeführt von Oogh at Tarkan', und die mit ihnen gekommenen Angehörigen von rund fünfzig anderen Hangay-Völkern wurden in der Mächtigkeitsballung ESTARTU zunächst freundlich aufgenommen.
 
Als sie jedoch zu mächtig zu werden und das Erbe der Superintelligenz an sich zu reißen drohten, kam es zum Kräftemessen zwischen ihnen und den eifersüchtig gewordenen Pterus, die sich selbst für das "auserwählte Volk" ESTARTUS hielten. Die Kartanin mußten mit der NARGA SANT fliehen, nachdem sie große Teile der Mächtigkeitsballung vermessen und katalogisiert und das Tarkanium erstellt hatten. Von diesem aus sollte durch eine Manipulation des Kosmonukleotids DORIFER der Transfer Hangays ins Standarduniversum eingeleitet werden, allerdings sollte Hangay nicht in der Mächtigkeitsballung der ESTARTU materialisieren, sondern in der Lokalen Galaxiengruppe, die als günstigster Zielort ausgemacht worden war. Die Kraft, die DORIFER manipulieren sollte, war bereits vorher im Paratau von Fornax gefunden worden.
 
Beim Eintreffen der NARGA SANT in der Lokalen Gruppe (ca. 49990 v.Chr.) tobte dort noch der Krieg zwischen Lemurern und Halutern. Die Kartanin gingen allen Kontakten mit den verfeindeten Parteien aus dem Weg und suchten sich ihre neue Heimat in M33, von ihnen »Ardustaar« genannt. Dann jedoch begannen die Kartanin unter dem Einfluß des erlittenen Strangeness-Schocks zu mutieren, sie degenerierten und verloren allmählich ihr Wissen. Oogh at Tarkan errichtete die Robotdynastie von Ctl (-> Roboter von Ctl), um die Kartanin über ihre Aufgabe aufzuklären, wenn sie sich nach Generationen - oder Jahrtausenden - erholt haben würden. Außerdem flog er mit der NARGA SANT nach Fornax und lockte Noctumenschwärme heran, um auf dem Schiff Stöcke zu bilden. Die Nocturnenstöcke und die Ctl-Rototer sollten den inzischen auf Kartan angesiedelten Kartanin später ihr volles Wissen wiedergeben. Für sich und dreizehn ausgesuchte Spitzenwissenschaftler, die »Erleuchteten«, wählte Oogh den biologischen Tiefschlaf an Bord der NARGA SANT, um nach drei Generationen wieder geweckt zu werden. Dann wollte er das Schicksal der Kartanin erneut in die Hand nehmen. Es kam allerdings anders. Als der Lemurer Nermo Dhelim, mit dem Oogh sich vorher verbündet hatte, die Degeneration der Kartanin erkannte, schaltete er die Weckautomatik der dreizehn Tiefschlafzellen der Wissenschaftler ab.
 
Oogh at Tarkan brachte die NARGA SANT in einen anderen Sternensektor, hinterließ die Daten bei den Ctl-Robotern und erschuf die Tabuzone, um ungestört schlafen zu können. Er sollte nun erst wieder geweckt werden, wenn der Transfer Hangays ins Standarduniversum unmittelbar bevorstünde. Seine Erweckung vollzieht sich dennoch etwas verfrüht im Jahr 447 NGZ, nachdem die Roboter von Ctl und in der Folge die NARGA SANT von einer Gruppe Kartanin wiederentdeckt wurden. Aus diesen Kartanin bildete sich der Clan der Hohen Frauen, die als Stimme von Ardustaar begannen, die Geschicke ihres Volkes aus dem Verborgenen zu lenken und das Projekt Lao-Sinh in Angriff nahmen. Im Jahr 446/447 ist auf den Welten des Tarkaniums so viel Paratau gelagert, daß der Transfer Hangays über die Manipulation DORIFERS beginnen kann.
 
Die Völker der Milchstraße erfahren die Wahrheit über das angebliche Siedlungsprojekt in ESTARTU. Als der Transfer Hangays in vier Schritten erfolgt, kommen die in Tarkan lebenden Kartanin mit ihren Welten ins Standarduniversum. Sie leben weiterhin im Patriarchat. Es gibt demnach vor dem Transfer eine Kartanin-Zivilisation in M33 und eine andere, die ursprüngliche, in Tarkan. Beide Gruppen unterscheiden sich äußerlich so gut wie nicht voneinander. Schwerwiegender sind die unterschiedlichen gesellschaftlichen Strukturen. Zwangsläufig kommt es bei der Begegnung zwischen matriarchalisch und patriarchalisch organisierten Kartanin zu Konflikten, wobei die Tarkan-Kartanin mit ihren Artgenossen aus M 33 nicht zimperlich umgehen. Es kommt zu Szenen, in denen sie sich wie Sklavenhändler aufführen, mit knüppelartigen Waffen, die Blitze mit elektroschockartiger Wirkung versprühen. Die Sprache der Tarkan-Kartanin wirkt gegenüber derjenigen aus M33 etwas verfremdet.
 
Die sieben Großen Familien der M33-Kartanin sind bei der Entdeckung des Felidenvolkes durch die Galaktiker die Familien H'ay, D'orja, V'irn, K'yon, L'agyr, G'ahd und T'uos. Die H'ay-Familie mit Sitz auf der Hauptwelt Kartan, wo auch die Oberhäupter der Familien (die Hohen Frauen) tagen, ist die mächtigste. Die Hohen Frauen der einzelnen Familien sind: Shu-Han-H'ay, Na-Gyn-D'orja, Dei-Kiu-V'irn, Foo-Hel-K'yon, Chai-Zsa-L'agyr, Vin-Lin-G'ahd und Jao-Tan-T'uos. Als durch die Veränderung der universehen Psi-Konstante der Paratau seine Eigenschaft als Psichogon verliert, ist die Folge der völlige Zusammenbruch der kartanischen Zivilisation in M33, die auf der Macht der Esper beruhte und folglich vom Paratau abhängig war. Fast 700 Jahre später, im Jahr 1143, findet der Tarkan-Verband in M33 ein zwar auf rund 800 Lichtjahre Durchmesser geschrumpftes, aber in sich wieder stabilisierten Kartanin-Reich vor, während die mit Hangay ins Standarduniversum gekommenen Tarkan-Kartanin sich in viele kleinere Sternenreiche aufgesplittert haben, unter denen es Koalitionen, aber auch Kämpfe gibt. Das mächtigste Reich ist das der Karaponiden.
 
Die Hangay-Kartanin dringen immer wieder kriegerisch in M33 ein, was die Verteidigungsbemühungen der M33-Kartanin anspornt. Deren Technologie entspricht inzwischen jener der anderen Völker der Lokalen Galaxiengruppe. Es gibt mittlerweile nur noch fünf Hohe Frauen, und zwar: Mei-Mei-H'ar, Pe-You-L'ing, Nan-Dar-Sh'ou, Ga-Shan-P'ing und Ter-Diu-M'en. Zu den Raumschiffen der M33-Kartanin (Mitte 5. Jahrhundert NGZ) siehe MASURA und UMBALI. Im Jahr 1143 NGZ ist die typische Diskusform zwar nach wie vor vorhanden, für den Überlichtflug gibt es allerdings inzwischen Metagrav-Triebwerke mit Überlichtfaktoren bis zu 55 Millionen. Die Hangay-Kartanin verwenden hauptsächlich Trimarane (-> KLOTZ-Schiffe). Datenblatt in PR 1350 - Auflage 1 - LKS
PR 753 - Auflage 3 - LKS


Quellen: Glossareintrag in PR
Beschreibung 2 - Autor: PR-Redaktion

Verbreitung
Die viele Jahrtausende lang matriarchalisch organisierten »Ardustaar-Kartanin« stammen aus der Galaxis M33/ NGC 598 (von den Terranern als »Pinwheel« oder »Trian-gulum« und von den Kartanin als »Ardustaar« bezeichnet); von den ebenfalls dort ansässigen Maakarwerden sie »Felnachin« genannt. Die Zentralwelt der Ardustaar-Kartanin ist Guunen IV (Kartan) im Zwölfplanetensystem der gelben Sonne Guunen in derWestside von M33. Weitere Kartanin leben im so genannten Tarkanium in der estartischen Galaxis Absantha-Gom.
 
Die eigentliche Heimat der Kartanin und deren nach wie vor großes Siedlungsgebiet ist allerdings die Galaxis Hangay aus dem Universum Tarkan (kartanisch: »das Schrumpfende«), aus dem es sie vor rund 50.000 Jahren in das Standarduniversum (Meekorah, d.h. »das Große, auswärts Strebende«) zog. Innerhalb Hangays sowie in den Außenbereichen kann von einem einheitlichen kartanischen Volk nicht gesprochen werden, da sich zahlreiche Kolonien selbständig gemacht haben, wovon eine der bekanntesten Karapon darstellt. Das »Hauptvolk« der Kartanin hat sein Zentrum auf dem Planeten Vinau. Zwischen den einzelnen Reichen der Kartanin herrschten besonders zwischen 448 und 1150 NGZ im besten Fall Ressentiments, im schlimmsten Fall offene Feindseligkeiten. Innerhalb Hangays waren die Kartanin eines der am höchsten entwickelten Völker und maßgeblich verantwortlich für die Gründung der Kansahariyya (»Bund der Zweiundzwanzig«).
 
Geschichte
Die Kartanin entwickelten sich auf dem Planeten Vinau in der Galaxis Hangay im Universum Tarkan, wo sie schon ca. 51.000 Jahre v. Chr. zu den am höchsten entwickelten und bedeutendsten Völkern zählten. Sie gründeten die Kansahariyya, den Bund der Zweiundzwanzig, um unter der Bezeichnung »Projekt Meekorah« ganz Hangay in ein anderes, jüngeres und expandierendes Universum zu befördern - in das Standarduniversum. Die Kansahariyya konnte Kontakt mit der Superintelligenz ESTARTU in Meekgrah knüpfen, die daraufhin nach Tarkan eilte, um sie zu unterstützen. Doch das Projekt Meekorah verlor immer mehr an Schwung, eine schleichende Abwärtsentwicklung der Vinau-Kartanin trug nicht unwesentlich dazu bei.
 
Ehe es vollends zum Stillstand kam, gelang es 50.035 v. Chr., das Riesenraumschiff NARGASANT nach Meekorah zu schicken. Aus den Zwölf Galaxien der ESTARTU führte der Weg der NARGA SANT in die Lokale Gruppe, wo die Besatzung sich in der Galaxis M33 (Ardustaar) ansiedelte. Als Langzeiteffekt des Universenwechsels degenerierten die Kartanin allmählich. Erst ab dem Jahr 3000 n. Chr. konnten die Kartanin wieder eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung beginnen. Der Paratau aus Fornax begünstigte die Entwicklung eines Matriarchats unter den Ardustaar-Kartanin, da er weiblichen Kartanin Psifähig-keiten gewährte. Bis 420 NGZ herrschten 18 weibliche Kartanin, die Wissenden, von der NARGA SANT aus insgeheim über die Hohen Frauen Kartans, mit denen sie nur mittelbar - meist per Telepathie - in Kontakt traten.
 
430 NGZ trafen in Fornax zum ersten Mal Terraner und Kartanin aufeinander. Beide Völker versuchten sich an der Paratau-Entsorgung. Erst nach geraumer Zeit schlossen die Kosmische Hanse und die Kartanin einen Vertrag, der sie zu gleichberechtigten Partnern in Fornax machte und Kartan technische Entwicklungshilfe zusicherte. Als 445 NGZ das zweite große Fernraumschiff aus Tarkan, die NARGA PUUR, das Standarduniversum erreichte, führte dies dazu, dass die Kartanin - maßgeblich durch Dao-Lin-H’ay - ihre Geschichte und Herkunft wiederentdeckten. Dies wiederum trug entscheidend zum Niedergang des politischen Terrorregimes der Ewigen Krieger in den Zwölf Galaxien bei, doch mit deren Ende kam auch das Ende der Paratau-Psionten unter den Kartanin.
 
Durch eine schreckliche Verkettung von Umständen verpuffte der gesamte Paratau der Kolonie Lao-Sinh, und die dabei frei werdenden Kräfte rissen Tausende Kartanin in Tod oder Wahnsinn (448 NGZ). Alle ehemals psibegabten Kartanin verfielen in Verzweiflung und Raserei und begannen blindwütigzu morden, die »Wissenden« starben ebenfalls. Von dieser Notlage motiviert, bemühten sich die Kartanin erstmals um einen starken, dauerhaften Frieden mit den Maakar, und das Reich der Kartanin schrumpfte auf eine Raumkugel von 800 Lichtjahren Durchmesser. Dort erlebten die Ardustaar-Kartanin in der Folge eine neue technologische und zivilisatorische Blütezeit. Im Rahmen politischer Umwälzungen gewannen auf Kartan neue Familien an Einfluss, die Regierung schrumpfte auf fünf Hohe Frauen, von denen eine das Amt der Höchsten Frau ausübt. Zunehmend setzten sich Tendenzen zu einer Gleichberechtigung der Geschlechter durch.
 
Seit 1149 NGZ normalisierten sich die Beziehungen zwischen den Ardustaar- und Hangay-Kartanin. 1123 NGZ kam es zum ersten Kontakt zwischen Lao-Sinh und Ardustaar-Kartanin seit fast 700 Jahren. Die Lao-Sinh spielten mit dem Gedanken, mittelfristig nach Ardustaar zurückzukehren. Durch die unablässigen Bemühungen der Zellaktivatorträger Dao-Lin-H’ay und Ronald Tekener verstanden sich seit etwa 1200 NGZ endlich alle Kartaninvölker als Kartanin und bildeten eine feste Koalition. Nachdem 1290 NGZ das Galaktikum nach Mirkandol gezogen war, wurden dort auch kartanische Repräsentanten Ardustaars akkreditiert.
 
Der Hyperimpedanz-Schock setzte alldem ein drastisches Ende, da die zwischen den einzelnen kartanischen Reichen liegenden Distanzen faktisch nicht mehr überwindbar waren.
 
Raumschiffe
Die typische Raumschiffsform der Kartanin ist die des Trimarans, der aus drei zusammenhängenden Schiffskörpern besteht. Das Bugsegment kann abgetrennt werden und autark operieren. Am trapezförmigen, nach hinten spitz zulaufenden Hauptschiffskörper befindet sich beiderseits je ein Ausleger mit dreieckigem Querschnitt, der nach ebenfalls nach hinten spitz zuläuft und sich dort mit dem Hauptkörper vereinigt. Am häufigsten kommen drei Typen vor:
 
Erkunder: 30 Meter lang, Auslegerlänge je 20 Meter (kein Überlichttriebwerk, eine Geschützkuppel).
Jäger: 100 Meter lang, Auslegerlänge je 60 Meter (Lineartriebwerk, drei Geschützkuppeln).
Transporter: 200 Meter lang, Auslegerlänge je 150 Meter (Lineartriebwerk, drei Geschützkuppeln).
Die Trimarane wurden nach dem Vorbild der Beiboote der NARGA SANT konstruiert.
 
Risszeichnungen
  • Heft 1299 (Fernraumschiff der Kartanin).
  • Heft 1315 (Planetenfähre der Kartanin).
  • Heft 1331 (Raumüberwachungsstation der Kartanin).
  • Heft 1347 (MASURA - Fernraumschiff der Kartanin).
  • Heft 1351 (Rettungsboot der Kartanin).
  • Heft 1363 (Trimaran (KLOTZ-Raumschiffstyp)).
  • Heft 1480 LKS (Modulraumschff SERRAIO).
  • Heft 1481 LKS (Modulraumschff SERRAIO Teil 2).
  • Heft 1483 (Trägereinheit der Karaponiden mit angekoppeltem Aufklärer).
  • Heft 1627 (NJALA - Raumschiff der Kartanin).
  • Heft 1807 (LEPSO - Raumschiff der Kartanin).
 
Bekannte Zweigvölker
Die Graukartanin sind ein Zweigvolk der Kartanin in der Galaxie Hangay.
Im Lazaruu-Sternhaufen, der Hangay vorgelagert ist, gibt es zahlreiche Kartanin-Splittergruppen. Es handelt sich um Piraten, Sklavenhändler und ähnlich zwielichtige Gestalten.
In der Galaxie Ambriador lebt ein Zweigvolk der Kartanin, über das noch nichts Näheres bekannt ist.
 
Bekannte Kartanin
  • Dao-Lin-H'ay, ehemals Wissende Frau, Zellaktivatorträgerin
  • Oogh at Tarkan, Expeditionsleiter beim ersten Vorstoß ins Standarduniversum, Quasi-Begründer des Permanenten Konflikts
  • Bao at Tarkan, der Königstiger
  • Mei-Mei-H'ar, eine der Hohen Frauen der Kartanin
  • Zhu-Go-L'ung, eine Hohe Frau aus der Kartanin-Familie der L'ung


Quellen: Glossareintrag in PR 2328 / 2410 / 2491
Beschreibung 3 - Autor: Perrypedia

Die Kartanin sind ein katzenähnliches Volk, das sich im Universum Tarkan auf dem Planeten Vinau in der Galaxie Hangay entwickelt hatte.
 
Meist ebenfalls nur kurz als Kartanin bezeichnet werden die sogenannten Ardustaar-Kartanin. Bei ihnen handelt es sich um Nachkommen der ehemaligen Besatzung der NARGA SANT, die im 50. Jahrtausend v. Chr. nach Meekorah wechselte und sich dort auf dem Planeten Kartan niederließ. Diese Zivilisation der Ardustaar-Kartanin entstand nach einer vorübergehenden Devolution und entwickelte sich schließlich zu einem der vorherrschenden Völker in der Galaxie Triangulum (M 33 / Ardustaar).
 
Erscheinungsbild
Zwar stammen die Kartanin von katzenartigen Raubtieren ab (PR 1770), sind aber humanoid. An den katzenhaften Gesichtszügen kann man ihre Abstammung noch erkennen, ebenso an den ausfahrbaren, rasiermesserscharfen Krallen, die sie anstelle der Finger- und Zehennägel besitzen. Ihr Körper ist von einem dichten, kurzen und glatten Pelz bedeckt, der von Silbergrau über Hellbraun bis Schwarz alle Erdfarben zeigen kann und je nach Individuum oder Abstammung charakteristische Sprenkel, Flecken oder Streifenmuster aufweist. Männliche und weibliche Kartanin tragen einen schmalen, bürstenartigen Fellstreifen, der von der Stirn bis tief in den Nacken reicht; dieser Fellstreifen ist meist silbergrau, wird aber häufig auch künstlich eingefärbt. Männliche Kartanin haben darüber hinaus lange Schnurrbarthaare. Auch ihre geschmeidigen, lautlos-eleganten Bewegungen sowie ihre große körperliche Stärke weisen darauf hin, dass die Vorfahren der Kartanin Raubtiere waren.
 
Anmerkung: Die Beschreibungen der Kartanin sind in Bezug auf den Körperpelz nicht einheitlich. Nach manchen Quellen haben die Kartanin bis auf den Fellstreifen auf dem Kopf keinen Pelz, anderen Quellen zufolge (z. B. PR 2328) ist jedoch ihr ganzer Körper von Fell bedeckt.
 
Angesichts der Tatsache, dass die Kartanin ein eher kaltes Klima bevorzugen und zumeist kühle Planeten mit Schneefall besiedeln, macht jedoch ein dichtes Fell mehr Sinn als nackte Haut. Außerdem wurde Dao-Lin-H'ay von Anfang an mit Pelz beschrieben. Im Tarkan-Zyklus wurde mehrfach erwähnt, dass eine sehr alte Kartanin durch Ausfall des Pelzes »nackt« aussah, und dass jenen Kartaninfrauen, die durch zu viel Paratau an Psiphrenie erkrankt waren, büschelweise das Fell ausging und sie aussahen, als ob sie Räude hätten.
 
Darstellung im »Völker-Datenblatt – ESPER DER KARTANIN« (PR 1350 – LKS) von Frank Jaeckel.
 
Bekannte Zweigvölker
Die Graukartanin sind ein Zweigvolk der Kartanin in der Galaxie Hangay.
 
Im Lazaruu-Sternhaufen, der Hangay vorgelagert ist, gibt es zahlreiche Kartanin-Splittergruppen. Es handelt sich um Piraten, Sklavenhändler und ähnlich zwielichtige Gestalten.
In der Galaxie Ambriador lebt ein Zweigvolk der Kartanin, über das nichts Näheres bekannt ist.
 
Die Karaponiden in Hangay entwickelten sich in Tarkan nach dem Transfer des ersten Teilstücks von Hangay. Sie leben in einer patriarchalisch geprägte, monarchistischen Gesellschaft (Imperium von Karapon). Unter dem Einfluss des Vibra-Psi der beginnenden Negasphäre in Hangay wurden in dieser Population mehr und mehr psibegabte Emanationen geboren. (PR 2490)
 
Die Lao-Sinh besiedelten vier benachbarte Sonnensysteme in der nördlichen Peripherie der Galaxie Absantha-Gom und bildeten so zusammen das Tarkanium, dessen Hauptwelt Hubei war. Die Lao-Sinh hatten helleres Fell als die ursprünglichen Kartanin - ihr Fell wirkte wie ausgebleicht.
 
Bekannte Kartanin
  • Adra-Mayn (PR 1403)
  • Ali-Sin-G'ahd (PR 1341)
  • Aneesh-Kem-H'ay (PR 1280)
  • Aroa-Ais-Voica (PR 1345)
  • Bao at Tarkan (PR 1320)
  • Bao-Tinhyr-H'ay (PR 1279)
  • Catman-Thar-Car (PR 1279)
  • Chi-Toa-H'ay (PR 1357, S. 8)
  • Dao-Lin-H'ay (PR 1274)
  • Dara-Moe-Tuos (PR 1606)
  • Dir-Ka-S'hulds (PR 2462)
  • Fessen-Kon-H'ay (PR 1279)
  • Ga-Liu-M'igay (PR 1292)
  • Ge-Liang-P'uo (PR 1372)
  • Gil-Gor (PR 1373)
  • Giu-Nal-H'ay (PR 1534)
  • Guang-Da-G'ahd (PR 1334)
  • Gua-Zon (PR 1280)
  • Gyon-T'an (PR 2328)
  • Hen-Kwa (PR 1399)
  • Hue-Win (PR 1372)
  • Jammur-Trahl-L'agyr (PR 1279)
  • Jarmin-Vyn-H'ay (PR 1279)
  • Jiu-Quon-H'ay (PR 1283)
  • Ju-Mei-H'ay (PR 1357)
  • La-Kira (PR 2356)
  • Log-Aer-M'in (PR 2489)
  • Lo-Qing (PR 1372)
  • Man-Gro
  • Mei-Mei-H'ar (PR 1534)
  • Nung-Ha-V'irn (PR 1357, S.18 ff.)
  • Oogh at Tarkan
  • Piit-Sa-M'rar
  • Rob-Ert-K'uzelj (PR 1337)
  • Shi-Sai-D'orja (PR 1292)
  • Shu-Dan-H'ay (PR 1357)
  • Shu-Han-H'ay (PR 1292)
  • Zeppe-Fao-F'ay
  • Zhu-Go-L'ung
 
Gesellschaft
Ardustaar-Kartanin
Bei den Ardustaar-Kartanin besitzt die standesgemäße Beisetzung Verstorbener eine sehr große Bedeutung. Es herrscht die Ansicht, dass Verstorbene als Geist wiederkehren und sich rächen könnten, wenn ihre Beisetzung nicht angemessen erfolgte. (PR 1357, S. 17-18)
 
Anmerkung: Aus der Quelle geht nicht hervor, inwiefern das auch auf die in Hangay heimischen Kartanin zutrifft.
 
Mit der Entdeckung des Parataus, das vielen weiblichen Kartanin Esper-Fähigkeiten verlieh, begann sich die Gesellschaft der Ardustaar-Kartanin zu wandeln. Im 5. Jahrhundert NGZ war so die gesamte Gesellschaft durch die Esper geprägt: Esper gaben den Ton im medizinischen und psychologischen Bereich an. Esper nahmen die führenden Rollen in den Bereichen Politik, Kunst, Wissenschaft und Technik ein. Die Kriminalistik und Rechtsprechung basierte auf den Fähigkeiten der Esper. Die so genannte Esper-Polizei oder kurz Espo diente als Ordnungsmacht und auch Militär und Nachrichtendienst bauten auf den Fähigkeiten der Psibegabten auf. (PR 1357, S. 16, PR 1370, S. 37)
Für die zum allergrößten Teil nicht auf die Wirkung des Parataus ansprechenden männlichen Kartanin blieben in dieser Gesellschaft nur nachrangige Aufgaben. Gleichzeitig verheimlichten die Esper das hohe Risiko, das mit der dauerhaften Nutzung des Paratau einherging. Für die Nicht-Esper musste es so scheinen, als ob den Esperinnen ihre Fähigkeiten nur Vorteile bringen würden. Zudem traten die Esper Nicht-Espern gegenüber oft arrogant auf. (PR 1357, PR 1370, S. 36 - 39)
 
Obwohl es durchaus männliche Kartanin und auch weibliche Kartanin ohne Esper-Fähigkeiten gab, die mit ihrer Stellung in der Gesellschaft unzufrieden waren, kam es zunächst zu keinen gesellschaftlichen Unruhen. Zu rigoros war die Überwachung durch die Psibegabten. Als im Herbst des Jahres 447 NGZ im Zuge der Normalisierung der Psi-Konstante im Bereich des Kosmonukleotids DORIFER das Paratau begann, seine Eigenschaft als Psichogon zu verlieren, änderte sich das. Immer mehr Esper verloren ihre Fähigkeiten, die Überwachung der Nicht-Esper wurde immer lückenhafter. Die Gesellschaft der Ardustaar-Kartanin sah sich am Rande eines Bürgerkrieges. (PR 1370, S. 36 - 39)
 
Voica
? Voica.
Oberste Instanz der Ardustaar-Kartanin waren die Voica, eine Gruppe aus 18 besonders begabten Esperinnen, die aus dem Hintergrund regierten und nicht offiziell in Erscheinung traten. Sogar gegenüber den Hohen Frauen tarnten sie sich als Stimme von Ardustaar. (PR 1313)
 
Hohe Frauen
Die Hohen Frauen stellten die offizielle Regierung der Kartanin dar. Ihr gehörten bis zum Verlust der Psi-Fähigkeiten als Folge des DORIFER-Schocks ausschließlich hervorragende Esperinnen an, wobei neben diesen Fähigkeiten auch politische Überlegungen eine Rolle spielten. (PR 1370, S. 42)
 
Bekannte Hohe Frauen
  • Chai-Zsa-L'agyr (PR 1370)
  • Dei-Kiu-V'irn (PR 1370)
  • Foo-Hel-K'yon (PR 1370)
  • Jao-Tan-T'uos (PR 1370)
  • Mei-Mei-H'ar (PR 1534)
  • Na-Gyn-D'orja (PR 1370)
  • Shu-Han-H'ay (PR 1370)
  • Vin-Lin-G'ahd (PR 1370)
 
Protektorinnen
Nur besonders fähige Esper bekommen den Rang einer Protektorin verliehen, und nur weibliche Kartanin haben überhaupt parapsychologische Fähigkeiten. Die einzige bekannte Ausnahme ist Ga-Liu-M'igay, Protektor der KASAMU. (PR 1292)
 
Bekannte Protektorinnen
  • Dao-Lin-H'ay (PR 1292)
  • Gan-Lan-T'uos (PR 1370)
  • San-Mion-K'yon (PR 1357, S. 14)
 
Große Familien
Die Angehörigen der Großen Familien haben entscheidenden Anteil am politischen Geschehen der Ardustaar-Kartanin. So ist es zum Beispiel sehr ungewöhnlich, wenn eine Kartanin Protektorin wird, die zu keiner der Großen Familien gehört. Im Jahre 447 NGZ gehörte einzig die Protektorin von N'jalin zu keiner der Großen Familien. (PR 1370, S. 10)
 
Bekannte Große Familien
  • D'orja (PR 1292, S.26)
  • H'ay (PR 1274, S.64)
  • K'yon (PR 1370, S. 19)
 
Zeitrechnung
Ein kartanisches Standardjahr dauert 372,33 terranische Standardtage. (PR 1362, S. 21)
 
Raumschiffe
Planetenfähren
Die scheibenförmigen Planetenfähren wurden als Beiboote auf größeren Einheiten (z. B. Schiffen vom MASURA-Typ) mitgeführt. Sie haben einen Durchmesser von 160 Metern und eine Höhe von 40 Metern. Es sind sechs Esper-Kuppeln mit einem Durchmesser von je 30 Metern angeflanscht.
 
Fernraumschiffe
Für die Paratau-Ernte in Fornax wurden Fernraumschiffe vom MASURA-Typ benutzt.
Für den Transport von Paratau und Kolonisten nach Estartu wurden die UMBALI-Fernraumschiffe eingesetzt, die auf geheimen Werftplaneten gebaut wurden.
 
Trimarane
Die typische Raumschiffsform der Kartanin nach dem Hangay-Transfer ist die des Trimarans, der aus drei zusammenhängenden Schiffskörpern besteht. Das Bugsegment kann abgetrennt werden und autark operieren. Am trapezförmigen, nach hinten spitz zulaufenden Hauptschiffskörper befindet sich beiderseits je ein Ausleger mit dreieckigem Querschnitt, der nach ebenfalls nach hinten spitz zuläuft und sich dort mit dem Hauptkörper vereinigt. Am häufigsten kommen vier Typen vor:
Erkunder: 30 Meter lang, Auslegerlänge je 20 Meter (kein Überlichttriebwerk, eine Geschützkuppel).
Jäger: 100 Meter lang, Auslegerlänge je 60 Meter (Lineartriebwerk, drei Geschützkuppeln).
Transporter: 200 Meter lang, Auslegerlänge je 150 Meter (Lineartriebwerk, drei Geschützkuppeln).
Schlachtschiff: 750 Meter lang, Auslegerlänge je 500 Meter.
Die Trimarane wurden nach dem Vorbild der Beiboote der NARGA PUUR konstruiert.
 
Risszeichnungen
  • »Fernraumschiff der Kartanin« (PR 1299) von André Höller
  • »Planetenfähre der KARTANIN« (PR 1315) von Heinz Haßfeld
  • »Raumüberwachungsstation der KARTANIN« (PR 1331) von Heinz Haßfeld
  • »MASURA – Fernraumschiff der Kartanin« (PR 1347) von Georg Joergens
  • »RETTUNGSBOOT DER KARTANIN« (PR 1351) von Bernd Held
  • »TRIMARAN (KLOTZ-Raumschiffstyp)« (PR 1363) von Heinz Haßfeld
  • »Modulraumschff Serraio« (PR 1480 – LKS) von Ronald Klemp und »Die Leserrißzeichnung – Teil 2« (PR 1481 – LKS) von Ronald Klemp
  • »Trägereinheit der Karaponiden mit angekoppeltem Aufklärer« (PR 1483) von Armin Preisendörfer
  • »Extraterrestrische Raumschiffe – NJALA – Raumschiff der Kartanin« (PR 1627) von Oliver Johanndrees
  • »Die LEPSO« (PR 1807) von Daniel Schwarz
  • »Extraterristrische Raumschiffe – TRIMARAN der Kartanin« (PR 2459) von Daniel Schwarz
 
Geschichte
Ursprünglich stammen die Kartanin nicht aus dem Einsteinuniversum, sondern aus der Galaxie Hangay im Universum Tarkan. Dort war der Planet Vinau ihre Heimatwelt.
Um 50.700 v. Chr. schlossen sich die Kartanin mit 21 anderen Völkern aus Hangay zur Kansahariyya zusammen mit dem Ziel, ihre Heimatgalaxie aus dem sterbenden Universum Tarkan ins Einsteinuniversum zu versetzen. (PR 2332 – Perry Rhodan Report)
 
50.617 v. Chr. sandte die Kansahariyya einen Hilferuf aus, der von der Superintelligenz ESTARTU im so genannten Standarduniversum empfangen wurde. (PR 1348, PR 2332 – Perry Rhodan Report)
 
50.030 v. Chr. unternahmen die Hangay-Kartanin mit Hilfe der Superintelligenz ESTARTU, deren bevorzugtes Hilfsvolk sie waren, Versuche, das sterbende Universum Tarkan zu verlassen. Zu diesem Zweck sandten sie das gigantische Raumschiff NARGA SANT zu Erkundungszwecken ins Einsteinuniversum. Kommandant des asteroidengroßen Schiffes war der Kartanin Oogh at Tarkan. Die Kartanin von der NARGA SANT hatten außerdem den Auftrag, die Versetzung der Galaxie Hangay ins Einsteinuniversum vorzubereiten. Zu diesem Zweck errichteten sie in der Galaxie Absantha-Gom, die zur Mächtigkeitsballung Estartu im Einsteinuniversum gehörte, vier Kolonien.
 
Nach Auseinandersetzungen mit den Pterus mussten die Kartanin um 49.999 v. Chr. in die Lokale Gruppe fliehen, wo zu dieser Zeit der Krieg zwischen Lemurern und Bestien tobte. Hier ließen sie sich in M 33 - von ihnen Ardustaar genannt - nieder und entdeckten bei ihren Expeditionen in die benachbarte Galaxie Fornax die Wirkung des Parataus. Zu diesem Zeitpunkt entstanden erste Theorien, der Transfer Hangays nach Meekorah könne durch den Einsatz von Paratau begünstigt werden. Schließlich mutierten und degenerierten die Kartanin jedoch infolge des Strangeness-Schocks, den sie beim Wechsel von Tarkan ins Einsteinuniversum erlitten hatten. In dieser Zeit verloren die Kartanin jegliches Wissen über ihre Herkunft. Oogh at Tarkan hatte jedoch die später als Roboter von Ctl bekannte Roboterdynastie gegründet, welche die Kartanin zu gegebener Zeit über ihre Herkunft und Aufgabe aufklären sollte. Die NARGA SANT wurde in der Galaxie Fornax mit Nocturnenstöcken versehen. Oogh at Tarkan ließ sich zusammen mit den zwölf Erleuchteten auf dem Schiff in Tiefschlaf versetzen. Eine Weckautomatik sorgte dafür, dass immer abwechselnd einer der dreizehn geweckt wurde, um die aktuelle Lage zu überprüfen. (PR 1349)
 
Bei einem Überfall durch Tefroder unter der Leitung Nermo Dehlims wurden die zwölf Erleuchteten getötet. Oogh at Tarkan gelang es zwar, die Eindringlinge zu besiegen, nun auf sich alleine gestellt, programmierte er allerdings die Weckautomatik um: Er wollte erst wieder geweckt werden, wenn sich die mit der NARGA SANT aus Tarkan eingewanderten Völker von der Devolution durch den Strangeness-Schock erholt hätten. (PR 1349)
 
Die bekannte Geschichtsschreibung der Ardustaar-Kartanin setzte in der Zeit um 3000 wieder ein, als auf Kartan ein Transitionstriebwerk entdeckt wurde, welches die Grundlage für die kartanische Raumfahrt bildete. Im Verlauf der nächsten 500 Jahre errichteten die Kartanin in M 33 ein großes Imperium, was unter anderem zu heftigen Kriegen mit den dort beheimateten Maakar führte. Eine Gruppe weiblicher Kartanin entdeckte die Roboter von Ctl und die NARGA SANT. Aus ihnen entstand die Gruppe der Wissenden Frauen, die Voica, die über die wahre Geschichte der Kartanin informiert war und ihren Sitz in der NARGA SANT hatte. Als Stimme von Ardustaar übermittelten sie auf telepathischen Wege Anweisungen an die kartanische Führung (später die Hohen Frauen) und waren somit die eigentliche Regierung der Kartanin. Die Wissenden Frauen nahmen auch das Projekt der Versetzung Hangays wieder in Angriff.
 
In den nächsten Jahren bildeten sich die bis dahin patriarchalisch orientierte Gesellschaftsform der Kartanin in ein Matriarchat um. Die latenten Parakräfte vor allem weiblicher Kartanin konnten durch die Verwendung von Paratau enorm gesteigert werden. Große Mengen von Paratau waren nach den Weltraumbeben des Jahres 3587 in M 33 materialisiert, seine Verwendung brachte die Entscheidung in zwei weiteren Giftatmerkriegen gegen die Maakar. Als offizielle Regierungsspitze der Kartanin etablierten sich die Hohen Frauen.
 
Im Jahre 429 NGZ erfolgte das erste Zusammentreffen von Kartanin und Galaktikern in Fornax, Streitigkeiten über die Nutzung des Parataus waren die Folge.
 
445 NGZ: Ein zweites Gigantraumschiff der Hangay-Kartanin erschien im Einstein-Universum: Die NARGA PUUR (von Perry Rhodan Der KLOTZ genannt).
 
446/447 NGZ: Die Kartanin hatten ausreichende Mengen an Paratau gesammelt, um den Transfer Hangays einleiten zu können. Gucky und die Kartanin Dao-Lin-H'ay klärten die Kartanin über ihre Geschichte und Bestimmung auf, nachdem die Wissenden Frauen dem Wahnsinn anheimgefallen waren und sich mit einem Beiboot der NARGA SANT in die Sonne Ctl gestürzt hatten. Zusammen mit der Galaxie Hangay kamen die dort noch immer lebenden, noch immer patriarchalisch organisierten Ur-Kartanin in der Lokalen Gruppe an. Nach der Normalisierung der universellen Psi-Konstante im Einwirkungsbereich DORIFERS verlor der Paratau seine Wirkung als Psichogon, somit brach die gesamte auf Psi-Kräfte gestützte Zivilisation der Ardustaar-Kartanin zusammen.
 
1143 NGZ: Die Tarkan-Kartanin hatten sich in untereinander zerstrittene kleine Sternenreiche aufgesplittert, die Ardustaar-Kartanin hatten es geschafft, ein verkleinertes, aber stabiles Reich zu erhalten. Kriegerische Konflikte zwischen Hangay- und Ardustaar-Kartanin waren an der Tagesordnung.
 
Um 1330 NGZ waren die Tarkan-Kartanin immer noch in viele Reiche zersplittert. Einigungsversuche scheiterten, da eine galaktische Konferenz führender Staatsmänner von Unbekannten, wahrscheinlich Assassinen des Chaos, in ein Blutbad verwandelt wurde. Seitdem lebten viele Führer unter strengen Sicherheitsmaßnahmen. Das Misstrauen untereinander war hoch, und viele Reiche stehen am Rande eines Kriegsausbruchs. Die Kartanin waren Mitglied der Noquaa-Kansahariyya.
Vermutlich setzte um 1342 NGZ zusammen mit dem Grenzwall das Vibra-Psi ein. (PR 2416)
 
Anmerkung: Das Vibra-Psi muss bereits bedeutend früher eingesetzt haben, denn 1347 NGZ gibt es erwachsene Kartanin, die unter dem Einfluss des Vibra-Psi geboren wurden. Dies widerspricht aber der Aussage, dass GLOIN TRAITOR selbst 1347 NGZ noch immer nicht fertig gestellt ist und somit auch nicht mit voller Kapazität arbeiten kann.
 
Im Jahre 1347 NGZ gab es unter den Kartanin bereits eine kleine Minderheit, die vom Vibra-Psi geprägt wurde. Dabei war es nicht von Bedeutung, ob die Eltern normal oder ebenfalls mutiert waren. In jeder neuen Generation wurden weniger normale Kinder geboren. Diese neuen Kartanin besaßen verschiedene der bekannten Paragaben, manchmal mehr als eine: Telepathie, Telekinese, Teleportation. Außerdem konnten alle diese neuen Kartanin durch eine Negasphäre navigieren und im Mentalblock ihre Anwesenheit telepathisch verschleiern. Allerdings war ihr Leben mit großen Gefahren verbunden: Manche starben einfach plötzlich aus unerfindlichen Gründen. Manche wurden von chaotischen Pararealitäten verschluckt und schafften es nicht zurückzukehren. (PR 2484) Diese neuen Kartanin waren offensichtlich Emanationen.
 
Diese neuen Kartanin wurden misstrauisch beäugt, da sie »Kinder des Chaos« waren. Da sie aber immer wieder ihre Treue betonten, und die Noquaa-Kansahariyya keine große Wahl hatte, wurden sie in ihrem Bemühen unterstützt, ihre Fähigkeiten zu trainieren. Mit ihren Fähigkeiten ermöglichten sie der NK den Bau einiger Basen entlang der Kernregion Hangays. Sie wurden zu Vibra-Staffeln zusammengefasst. Eine solche Vibra-Staffel begleitete Dao-Lin-H'ay bei ihrer Expedition zu Kontaktwald 126, aber ihre mentalen Kräfte reichten nicht aus, als sie gegen die String-Legaten KOLTOROCS bestehen mussten, und sie schafften nur durch Glück eine heile Rückkehr. (PR 2484)
 
Die Kartanin bildeten das Gros der Ultima-Flotte, die den Kernwall Hangays Ende Oktober 1347 NGZ durchdrang und sich wenig später mit den Einheiten der Galaktiker vereinigte. Zahlreiche der in den Schiffen der Ultima-Flotte eingesetzten Kartanin der Vibra-Staffel wurden als Piloten auf die OREON-Kapseln der Friedensfahrer verlegt. (PR 2489, PR 2490)


Quellen: PR 1292, PR 1348, PR 1349, PR 1357, PR 1362, PR 1369, PR 1370, PR 2416, PR 2484, PR 2489, PR 2490 / PR 2332 – Report
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Quellen:
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Quellen:

Heft: PR 2484
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Verweise:

Heft: PR 1313 Innenillustration 1
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Heft: PR 1283 Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt






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