Nummer: 2047 Erschienen: 14.11.2000   Kalenderwoche: 46 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Finale für die NACHT
Die SOL sucht den weg zurück - durch den Puls von Segafrendo
Horst Hoffmann     

Zyklus:  

31 - Die Solare Residenz - Hefte: 2000 - 2099 - Handlungszeit: Mai 1303 - Mai 1304 NGZ (4890 - 4891 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Segafrendo   Hesp Graken   NACHT         
Zeitraum: 17.995.095 v. Chr.
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 02047
Ausstattung:  Risszeichnung
Anmerkungen: 
Enthalten in Edition Terrania Band 12
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Die Besatzung der SOL wurde Zeuge eines ungeheuerlichen Vorgangs von kosmischer Bedeutung: Im INSHARAM, einem Kosmos, der gewissermaßen »zwischen« den Universen liegt, erlebten die Menschen an Bord des Hantelraumschiffes mit, wie die Superintelligenz ES entstand. Daß dieses Geschehen 18 Millionen Jahre in der Vergangenheit ablief, verstärkte noch den fremdartigen Charakter des ganzen.
Damit haben die »Einsamen der Zeit«, an ihrer Spitze Atlan, der alte Arkonide, im Prinzip ihre wichtigsten Aufgaben erfüllt, die ihnen ES, der Mentor der Menschheit, im PULS von DaGlausch gestellt hatte. Die Menschheit der Zukunft ist gerettet, die Superintelligenz entstanden, der Weg zurück theoretisch frei.
Doch vor der Rückkehr in die reale Gegenwart des fünften Jahrtausends stehen große Gefahren. So muß die SOL aus dem INSHARAM zuerst in die Galaxis Segafrendo reisen, in der ein grauenvoller Krieg tobt. Die mörderischen Mundänen haben in dieser Galaxis die friedliche Kultur der Galaktischen Krone so gut wie zerstört. In wenigen Jahren werden die Invasoren komplett gesiegt und Segafrendo in die Mächtigkeitsballung der Superintelligenz K'UHGAR eingegliedert haben.
Die Besatzung der SOL hat keine andere Wahl. Die Galaktiker müssen das Wagnis eingehen, wollen sie die Heimkehr in die Milchstraße schaffen. So kommt es zum FINALE FÜR DIE NACHT ...

 
Die Hauptpersonen
Atlan Der Arkonide will mit der SOL zurück in die Real-Gegenwart und in die Milchstraße
Crom Harkanvolter Der Lord-Eunuch der Mom'Serimer kämpft für das Überleben seines Volkes
Rue Kantasiak Der Indoktrinator ist der wichtigste Vertreter der Zyniker der NACHT
Ronald Tekener Der Smiler bietet Psychospiele und Wetten
Fee Kellind Die Kommandantin der SOL steuert das Schiff in eine ungewisse Zukunft

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Der geschlossene Kreis (I)
PR-Kommunikation: Seelenquell - der neue Handlungsabschnitt im Zyklus "Die Solare Residenz"
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Manuel Wörner / Andreas Gebhardt / Michael Beck / Alex Franklin / Susanne Buck / Werner Koessler / Lisa Crosz / Alex Knuffig / Chris Lemming / Jim Baker / Peter Behn
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Finstergrenze    Gruelfin     Hangay    Hypertakt-Triebwerk    Hypertakt-Vakuole    Jetboote    Lethos, Tengri    Seg / Segaf    Tarkan    Terkonit    Thermostrahler                           
Computerecke:
Preisauschreiben:
Mark Fleck : ZENTRIFUGE - Extraterrestrische Raumschiffe

Journal

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Innenillustrationen

Impressionen - Alien
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:25
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


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Inhaltsangabe

Die Besatzung der SOL hat zwar ihre Aufgabe im INSHARAM erfüllt und die Geburt von ES sowie die Genesung von ESTARTU eingeleitet, jedoch ist die Lösung der aufgetragenen Aufgabe nicht gleichbedeutend mit dem Ende aller Probleme. Um in ihre Zeit zurückzukehren, muss die SOL innerhalb der nächsten 3 Tage die NACHT ereichen und über den Megadom in die Realgegenwart  zurückkehren. Auch um INSHARAM durch den Dimensionstunnel wieder zu verlassen, gibt ihnen die Botin von ESTARTU nur eine begrenzte Frist. Sollte diese ungenutzt verstreichen, dann würde die SOL für immer innerhalb der Dimensionsblase gefangen sein. Eine Rückkehr durch den Dimensionstunnel ist überhaupt nur deshalb möglich, weil die Superintelligenz ES bei ihrer Geburt die gesamte PSI Materie aufgebraucht hat, die bisher die Blase ausfüllte. Durch den fehlenden Innendruck der Blase, der beim Eindringen der SOL zu schweren und gefährlichen, energetischen Begleiterscheinungen geführt hat, ist der Tunnel momentan passierbar. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit bis sich INSHARAM wieder mit nachströmender PSI-Materie gefüllt hat. Atlan muss handeln befiehlt umgehend den Abflug. Doch was erwartet die SOL am Ausgang des Dimensionstunnels?
 
Mit Sicherheit die Flotte der Mundänen, die kurz vor der Vernichtung von Auroch-Maxo-55 über dem Planeten und innerhalb der Silberwolke Position bezogen hat. Einer Übermacht von mehreren Zehntausend Schiffen ist selbst die SOL nicht gewachsen und Sorgen über den ungewissen Ausgang dieser Mission machen sich selbst unter der Kommandocrew breit. Ronald Tekener versucht durch seine berühmten Psychospiele die Spannung zu lockern, was ihm teilweise gelingt. Grund zur Sorge gibt es genug, denn seit der Entstehung von ES, bei der es zu spektakulären Wechselwirkungen der Umgebung mit dem CARIT der Schiffshülle kam, besitzt das seltene Material keinen Schutzwert mehr. Die Hülle des Schiffes ist zwar noch immer golden, jedoch fehlen die höherdimensionalen Eigenschaften des Materials gänzlich. Da es sich bei dem »degenerierten« Material um etwas handelt, das wahrscheinlich im ganzen Universum nur auf der Hülle der SOL zu finden ist, bezeichnen die Wissenschaftler die neue Zustandsform des ehemaligen CARIT mit Solonium. Trotz der eingebüßten Eigenschaften ist das Solonium noch immer ein sehr widerstandsfähiges Material und ideal als Schutzhülle eines Raumschiffes geeignet. So besitzt es die 1,56 fache Festigkeit von Ynkelonium-Terkonitstahl und zeigt keinerlei Verformungserscheinungen unterhalb einer Temperatur von 150.544 Grad Celsius. Die anfängliche Befürchtung, das Hypertakt-Triebwerk hätte nach der Umwandlung des CARITs seine Funktion verloren, erweist sich glücklicherweise als unbegründet.
 
Als die SOL aus dem Dimensionstunnel und der verwehende Plasmawolke des sterbenden Planeten ins Normaluniversum zurückkehrt, wird sie bereits erwartet. Die Mundänen greifen ohne Warnung an und werfen ihre Schiffe in die Schlacht. Der Kampf gegen die Übermacht scheint hoffnungslos und die SOL steht kurz vor ihrer Vernichtung, da stellen die Mundänen plötzlich das Feuer ein. Der Grund dafür ist schnell ausgemacht, eine im All treibende Pflanzeninsel! Die Pflanzeninsel scheint den Widrigkeiten des Alls standzuhalten, sich sogar in diesem Medium fortbewegen zu können und verbreitet eine Aura des Friedens. In dieser Aura brechen alle Kampfhandlungen schlagartig ab und der SOL wird eine Feuerpause eingeräumt. Atlan erkennt die einzige Chance die bleibt. Er lässt die SOL dicht auf die Pflanzeninsel aufschließen und kann so die Linien der Mundänen durchbrechen und ihren Flug zur NACHT fortsetzen. In der NACHT machen die Mom'Serimer eine erschreckende Entdeckung. Die Grenzen ihres Lebensraumes beginnen zu schrumpfen!
 
Der Durchmesser der NACHT, welcher ursprünglich 0.42 Lichtjahre betrug, zeigt nach letzten Messungen nur noch 0,35 Lichtjahre und die Finstergrenze rückt langsam aber stetig weiter auf NACHT-ACHT vor. Der Führer und Lord Eunuch der Mom'Serimer, Crom Harkanvolter, versucht besonnen zu bleiben, kann aber nicht verhindern das die sogenannten Zyniker der NACHT, mehr und mehr Macht erlangen. Die Opposition vertritt die Meinung das die Mom'Serimer von ESTARTU verlassen wurden und selbst ihr Schicksal in die Hand nehmen müssen. Als die SOL schließlich die Stromschnelle erreicht, welche den Eingang zur NACHT markiert, wartet wieder eine große Mundänenstreitmacht auf sie. Es bedarf erneut einiger taktischer Manöver um die Wachflotte abzulenken und in die NACHT einzufliegen. Als Atlan mit dem Führer der Mom'Serimer zusammentrifft und ihm die Wahrheit über die Lage in Segafrendo erörtert, bricht für die Wächter der NACHT eine Welt zusammen. All ihren Hoffnungen entzogen, beschließen die Mom'Serimer den kollektiven Selbstmord.
 
Nach kurzer Beratung der Schiffsführung, stimmt die Kommandocrew der SOL Ronald Tekeners Vorschlag zu, eine Evakuierung der Mom'Serimer in die Zukunft vorzunehmen. Die SOL bietet genug Platz für das Volk von Crom Harkanvolter, und so tritt die SOL ihren Rückflug durch den Megadom mit 350.000 Mom'Serimer an, denen in der zusammenstürzenden NACHT nur der Tod geblieben wäre. Also die SOL Fahrt aufnimmt und in den Megadom eintaucht, bricht die NACHT hinter ihr endgültig zusammen. Ein Schlag erfasst die gesamte Besatzung und Atlan beginnt zu ahnen, das etwas unerwartetes beim Rücksprung in die Realgegenwart geschehen ist......

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Die SOL überwindet den Dimensionstunnel und erreicht die Auroch-Maxo-Dunkelwolke. Dort wird das Hantelschiff von 60.000 Mundänenschiffen erwartet. Gegen diese Übermacht hat die SOL keine Chance, doch im letzten Augenblick taucht eine Inzaila Onda aus Alshma Ventor auf. Ihre Frieden stiftende Ausstrahlung zwingt Mundänen und Galaktiker zur Einstellung jeglicher kriegerischer Handlungen. Die Pflanzeninsel bleibt in der Nähe der SOL, bis der Rand der Dunkelwolke erreicht ist. Hier trennen sie sich, und das Hantelschiff nimmt Kurs auf die 175.530 Lichtjahre entfernten Feuer von Hesp Graken.
 
Unterwegs sucht Atlan da Gonozal Mondra Diamond auf und kann ihre Verbitterung und Trauer etwas mildern. Sie beide zieht es in die Gegenwart und in die heimatliche Milchstraße. Derweil finden Steph La Nievand und seine Mitarbeiter heraus, dass sich das Carit in ein Material verwandelt hat, das die 1,56-fache Festigkeit und Widerstandskraft von Ynkelonium-Terkonit aufweist und bedenkenlos Temperaturen von 150.544 Grad Celsius aushält. Das neue Material erhält die Bezeichnung Solonium.
 
Das bei Hesp Graken stehende Mundänen-Kontingent unter Mun-4 Shriftenz kann die SOL durch ein Scheinmanöver ablenken und dringt ungehindert in das Kugelfeld der Stromschnelle ein.
 
Indessen geschieht Folgendes: Die NACHT, der letzten Stabilisierung durch ESTARTUS Überreste beraubt, beginnt zu schrumpfen. Dabei kommt es vermehrt zu Energieausbrüchen. Als der Durchmesser nur noch 0,35 Lichtjahre beträgt, sterben mehrere Mom'Serimer, weil sie der verschobenen Finstergrenze zu nahe kommen. Lord-Eunuch Crom Harkanvolter, der weiterhin mit der Rückkehr ESTARTUS rechnet und dabei große Hoffnungen in die SOL setzt, versucht, die Bedrohung zunächst geheim zu halten. Doch das Oberhaupt der Zyniker der NACHT, der Indoktrinado Rue Kantasiak, macht die Veränderungen öffentlich und die SOL dafür verantwortlich. Dann beschädigt ein weiterer Energieausbruch den Wohnplanetoiden Nacht-Acht-7 und tötet dabei knapp 1000 Mom'Serimer. In einer offiziellen Zusammenkunft beantragt Kantasiak die Abschaltung der Stromschnelle, der Ewigen Batterien und aller übrigen Anlagen. Nur durch eine flammende Rede kann der Lord-Eunuch bei der anstehenden Abstimmung ein Patt erzielen.
 
Der radikale Zyniker Mars Overlott versucht nun durch einen Sabotageakt, das Ende von Nacht-Acht herbeizuführen. Der Anschlag wird jedoch vereitelt, und Kantasiak sieht sich gezwungen, ein Bündnis mit Harkanvolter einzugehen. Overlott gibt aber nicht auf, und es kommt zu heftigen Kämpfen. Sie enden abrupt mit dem Auftauchen der SOL, denn jetzt geht Overlott in den Freitod.
 
Atlan informiert den Lord-Eunuchen über die Lage in Segafrendo und das Aufgehen ESTARTUS in ES. Mit der Erkenntnis, dass die Zyniker recht behalten und das Ende der NACHT unausweichlich ist, bittet Harkanvolter den Arkoniden, die Mom'Serimer in Sicherheit zu bringen. Da die Zeit aber drängt, macht Ronald Tekener den Vorschlag, sie in die Zukunft mitzunehmen, und Fee Kellind lässt sogleich damit beginnen, Platz zu schaffen.
 
Lediglich 95.000 Mom'Serimer wechseln mit Harkanvolter auf die SOL. Die Restlichen, auch Kantasiak, bleiben in der NACHT zurück. Nachdem die SOL in die Säule der NACHT, den Mega-Dom, eingeflogen ist, schaltet Kantasiak die Ewigen Batterien und die Stromschnelle ab.
 
Mun-4 Shriftenz und seine Mundänen beobachten, wie die Feuer von Hesp Graken unter kräftigen Strukturerschütterungen von ihrem Zentrum her aufgesaugt werden. Im Mittelpunkt des bis auf Spuren heißen Plasmas ausgedünnten Bereichs entsteht ein 0,42 Lichtjahre durchmessender Protostern, der sich zu einer blauweißen Riesensonne entwickeln wird.
 
Während des Transfers geht ein Schlag durch die SOL, und Atlan ahnt, dass der Sprung durch Zeit und Raum misslungen ist.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Der geschlossene Kreis (I)

Im PERRY RHODAN-Kosmos beschreibt die Gesamtheit der Paralleluniversen ein als Ganzes existent-statisches Weltbild, das in seinen Teilen für den eingebundenen »Beobachter« jedoch nur von Wahrscheinlichkeiten geprägt wird, in dem das Bewußtsein und das damit verbundene Wissen die maßgeblichen Instanzen darstellen. Zu unterscheiden sind hierbei die umfassende Sicht von der der Alltagserfahrung. Das omnipräsente Alles-Jetzt bedeutet Freiheit in alle Richtungen (siehe PR-Computer 1989, 1990 und PR-Kommentar 2019, 2035, 2045, 2046). In anderer Weise formulierten das schon die Flüsternden Stimmen der Superintelligenzen, als die Kunstwelt Wanderer in den Kessel von DaGlausch vorstieß. Muster der Bewußtwerdung sind nur so lange als Gegenstände wahrzunehmen und zu gebrauchen, wie die Aufmerksamkeit auf jene Dimensionalität konzentriert ist, für die sie aufgebaut sind. Ziel ist es, die Bewußtheit des Individuums zu steigern; mit der Entfaltung beziehungsweise Konzentration in die materielle Wirklichkeit verbunden ist jedoch, daß nur beschränkt Erfahrungen höherer Art bewußt gemacht werden können, weshalb die eigentliche Natur des Egos darin besteht, die scheinbaren Grenzen der Individualität einer Persönlichkeitsgestalt aufrechtzuerhalten.
 
Was mit den fünf Sinnen eines Individuums als Wirklichkeit erfahren wird, ist letztlich die Vergegenständlichung der ursprünglichen Erfahrung des Bewußtseins, die sich im niederdimensionalen System der Welt manifestiert. Alles körperlich-materiell Verwirklichte kann deshalb als Ausdehnung von Bewußtsein gekennzeichnet werden, wobei die individuellen Körper dessen Projektionen sind. Die subjektive Realität eines einzigen WESENS, für sich allein genommen, reicht deshalb aus, ein Universum für sich zu formen... (PR 1993) Ein solches »Universum«, geprägt von Wissen und einer ihm eigenen subjektiven Realität, stellt, wie wir nun erfahren haben, auch die Superintelligenz ES in ihrem geschlossenen Kreis dar. Eintrittspunkt war die Vereinigung der in ihren Ursprüngen weiterhin unbekannten Entitäten des Koridecc-Schmetterlings und der Sorrmo-Sporenwolke zum Grenzenlosen Glück von ESTARTU. Ihr Versuch, ein Thoregon zu schaffen und in der NACHT einen PULS zu stabilisieren, scheiterte: Angewiesen auf die Anker in Form der Pflanzenväter und der Kym-Jorier - in ihrem Potential wohl dem analog zu sehen, was ES in anderem Zusammenhang einmal Eiris nannte, »raumzeitliche Stabilisierungsenergie« - bedeutete der Angriff K'UHGARS die Reduzierung auf eine extrem geschwächte, vom Untergang bedrohte Rest-Entität.
 
Der Auftrag der SOL war nun, die über 18 Millionen Jahre reichende Zeitschleife zu schließen. Als Träger des Wissens, die informelle Essenz, befand sich der Chronist »Delorian Rhodan« an Bord - von seiner Natur her in der in sich geschlossenen Existenz stets mehr als die Summe seiner »Teile«: Deshalb lästere niemand darüber, Perry Rhodan sei letztlich wohl irgendwie der Vater von ES, denn Delorian war im Grunde nie wirklich sein Sohn, sondern in seiner Gestalt als Baby immer nur das »Gefäß« des Chronisten und der mit diesem verbundenen Gesamtinformation! Im Ableger des Pflanzenvaters Arystes und dem zum Kym-Jorier geschlüpften Kym erhält die Rest-Entität ESTARTUS einen letzten Anker; hinzu kommt der Chronist und die Psi-Materie im INSHARAM - und es geschieht wie es geschah und geschehen wird: Jenes geschwächte Geisteswesen entsteht, das erst später zur eigentlichen Superintelligenz namens ES wird (wir kennen ja, im Gegensatz zu den Beobachtern an Bord der SOL, die von Lotho Keraete in Band 2000 berichtete weitere Geschichte).
 
Es muß davon ausgegangen werden, daß das über den Chronisten einfließende zeitlose Wissen dem Wanderer nicht von Anfang an bewußt zur Verfügung steht, sondern erst nach und nach als solches erkannt wird. In seiner Gänze wird es vielleicht sogar erst mit dem Schlagen des PULS erfaßt - bestimmt aber dennoch die Handlungen, die wir von ES kennen. Ein erster »Schub« kann in dieser Hinsicht als die scheinbar ins Außen projizierte Wahrnehmung des »sechsdimensional funkelnden Juwels« angesehen werden, also der Verankerung der Superintelligenz mit der Erde (sofern hier nicht das zu jener Zeit schon von den Loowern auf der Erde deponierte Auge Laires ebenfalls eine Rolle gespielt hat), anderes bezieht sich auf das mitunter unlogisch, rätselhaft oder geheimnisvoll erscheinende Handeln und die typischen Orakel-Aussagen. Fest steht, daß der Wendepunkt mit dem PULS und dem Durchgang der SOL durch den Mega-Dom erreicht ist: Fortan beschränkt sich das Wissen von ES auf die Wahrscheinlichkeiten im Geflecht des Multiversums, die exakte Kenntnis der »Zukunft« ist unwiderruflich beendet. Alles, was nach dem 2. Mai 1291 NGZ geschieht, ist offen, eine Sicherheit gibt es nicht mehr - aber auch keine Determination, die die Universalsequenzen von 18 Millionen Jahren in eine »starre Form« goß und zu dem festschrieb, im Kreislauf festschreibt und weiterhin festschreiben wird, was als die bekannte Geschichte zu bezeichnen ist.
 
Er verstand sich als junges, geschwächtes Geisteswesen auf Wanderschaft durch Raum und Zeit, auf der Suche nach einer Heimat... Seine Aufmerksamkeit fiel auf einen Sauerstoffplaneten, der sich objektiv gesehen durch keinerlei Besonderheiten auszeichnete... Ein kosmisches Kraftfeld umhüllte jedoch den Planeten, ein sechsdimensional funkelndes Juwel, und die Verlockung schien ihm so mächtig, daß der Wanderer sich nicht entziehen konnte. Er glaubte sagen zu können, daß er seine Heimat gefunden hatte; auf dem dritten Planeten einer gelben Sonne (PR 2000).
 
Den Rest hat Lotho Keraete berichtet, der Kreis ist somit geschlossen…

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Der Aufenthalt der SOL in der Vergangenheit. der Galaxis Segafrendo scheint zu Ende zu sein; mit den Erkenntnissen dieser unfreiwilligen Reise werden sich die Wissenschaftler der Milchstraße noch viele Jahre beschäftigen müssen. Die Menschen an Bord der SOL allerdings haben in nächster Zeit wohl ganz andere Sorgen...
 
Der PERRY RHODAN-Roman der nächsten Woche spielt in der realen Gegenwart zu Beginn des 14. Jahrhunderts Neuer Galaktischer Zeitrechnung.
 
Schauplatz ist die Galaxis DaGlausch, in deren PULS die unglaubliche Reise der SOL begonnen hat.
 
Was dort in den letzten Jahren geschehen ist, schildert Rainer Castor in seinem PERRY RHODAN-Roman, der folgenden Titel trägt:
 
INSEL DES FRIEDENS

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