Merz-Kreuzer VESTA Teil 1 (1989) |
Bild und Text © André Höller |
Datenblatt aus PR 1504 Auflage 1 Report Nr.188 | ►Index | ►Datenblätter PR 1501 - 2000 | ◄► |
1. Geschichtliches über die Entwicklung der MERZ-Raumer In früheren Zeiten waren die Raumschiffe nur für einen bestimmten Einsatzbereich konzipiert, so daß es in der terranischen Flotte von einem Raumschiffstyp eine Vielzahl von Varianten gab. Allein von dem 100m-Kugelraumer wurden viele unterschiedliche Spezialmodelle für die Erledigung der jeweiligen Einsätze gebaut, wobei sich die Modellpalette vom Kampfraumer über das Passagierschiff bis hin zum Explorerkreuzer erstreckte. Da die einzelnen Raumschiffe nur für ihre Aufgabenbereiche eingesetzt wurden, standen die Raumer während der übrigen Zeit, ohne gewinnbringenden Nutzen zu erzielen, in irgendwelchen Raumhäfen herum. Aufgrund der hohen Kosten für den Bau und die Instandhaltung der Raumer, sowie der schlechten wirtschafts- politischen Situation der galaktischen Völker, welche infolge des Auftauchens der Cantaro und der Hauri hervor- gerufen wurde, mußte die Struktur der Raumflotte entschieden verändert werden. Hierauf wurde die Entwicklung eines neuen Raumschiffstyps eingeleitet, der in der Lage war, eine Vielzahl von Aufgabenbereichen abzudecken. Die Ingenieure der Entwicklungsabteilungen bezeichneten das Projekt des neuen Raumers als die Mehrzweckeinheit, auch kurz MERZ-Raumer genannt. Aus den gewonnenen Know-how der Spezialeinheiten der Explorerflotte wurden verschiedene Technologiemerkmale in die Projektierung der neuen MERZ-Raumer übernommen. Mit der Entwicklung des damals neuen Metagrav-Antriebs änderte sich auch der grundlegende Aufbau der Kugelraumer. Der altbewährte Ringwulst wurde bei neukonstruierten Raumern durch Antriebspole oder Triebwerksgondeln ersetzt. Nur bei alten, umgebauten Kaugelraumschiffen blieb der Ringwulst, welcher mit vektorierbaren Metagravprojektoren ausgestattet wurde. Das erste bedeutende MERZ-Raumschiff war die ODIN, die im Jahre 489 NGZ ihren Jungfernflug absolvierte.
2. Allgemeines: Die Grafik zeigt die Konstruktionszeichnung des 100m durchmessenden MERZ-Kreuzers der Vesta-Klasse. Das wichtigste Merkmal dieser Mehrzweckkugel ist die knapp unter dem äquatorialen Aggregateband befindliche MERZ-Bucht liegt ein verschließbarer Roll-on-Roll-off-Hangar. Die 40m breite MERZ-BUCHT dient zur Aufnahmen von Modulen, die den Raumkreuzer für seine jeweilige Aufgabe spezifi- zieren. Mit Hilfe der verschiedenen Module wird ein großes Einsatzspektrum erzielt. Ohne Modul läßt sich in der MERZ-BUCHT sperriges Material transportieren, welches mittels Fesselfelder und Traktorstrahlen in der MERZ-Bucht bzw. Modul-Bucht gehalten wird. In der äquatorialen sowie in den beiden ortoäquatorialen Aggregatbändern befinden sich neben den Metagrav-Antrieben auch die defensiven und offensiven Verteidigungsanlagen. Auf der unteren Hälfte des Datenblattes ist das Kreuzer-Modul abgebildet. Über die verschiedenen Module und deren Technik wird im nächsten Teil dieser DB-Serie ausführlich berichtet. Die Abbildung 1 zeigt das Logo des MERZ-Raumers der Vesta-Klasse. ZUm Poster: Der MERZ-Raumer EIDOLON ist im Anflug auf die Kunstwelt Wanderer2. Aus einem Hangar wird eine Kleinst- Space-Jet für einen Exkursionsflug ausgeschleust.
3. Technische Daten Kategorie: MERZ-Kreuzer Durchmesser: 100m Geschwindigkeit: 75 millionenfache Lichtgeschwindigkeit Beschleunigung: 930 km/s² (900-540 km/s² (mit Modul oder max. Zuladung)) Antriebe: Metagrav-Überlichttriebwerke, Impuls- und Antigrav-Triebwerke Masse: 180 000 Tonnen Bewaffnung offensiv: 22 Transformkanonen, 18 Desintegratoren Bewaffnung defensiv: Paratron-, Prallfeld und Absorberschirmfelder Beiboote: 8 Minor-Discs (Kleinst-Space-Jets), 2 Shift-Panzer Zusätzlich können im Roll-on-Roll-off-Hangar noch 2 TS-Space-Jets (30m-Klasse) oder 3 Starlifter aufgenommen werden
Design, Zeichnung und Text André Höller 1989
Allgemeines:
Trotz der zahllosen Modelle und Konfigurationen
(s.a. ältere Folgen dieser DB-Serie) galt für fast alle Space-Jet-Typen seit
den Tagen der 3. Macht unverändert die klassiche Grundkonzeption eines
axialsymetrischen Rumpfes mit äquatorialem Ringwulst und oberliegender
Zentral-Kuppel. Dieses scheinbar unabänderliche Design-Dogma stieß jedoch im
Jahre 442 NGZ an seine Grenzen, als man für die neuen TSUNAMI-Einheiten der
CORDOBA-Klasse eine ATG-flugfähige Space-Jet benötigte. Die beengten
Platzverhältnisse an Bord der CORDOBA erlaubten keinen größeren
Rumpfdurchmesser als 30 m, trotzdem mußte ein voluminöses ATG-Aggregat in die
neue Space-Jet integriert werden. In ihrer Not griffen die terranischen
Raumfahrt-Ingenieure zu einem Trick - der gesamte ATG-Komplex wurde mit einer
raumflugtauglichen Schutzhülle versehen und außenbords in zwei Transportfinnen
eingehängt. Die so erzeilte Platzersparnis ermöglichte den Einbau eines
stärkeren Metagrav-Triebwerks und leistungsfähigerer Schutzschirm-Generatoren,
zudem konnte das kostspielige ATG-Aggregat problemlos ausgeklinkt werden, falls
das Missionsziel seinen Einsatz nicht erforderte. In diesem fall standen die
Transportfinnen für die Aufnahme anderer Lasten mit bis zu max. 12 m Breite
bzw. für die Verankerung von Beibooten der Typen SHIFT oder KLEINST-SPACE-JET
zur Verfügung. Als Konsequenz konnte der raumfordernde Hangar im Unterschiff
verkleinert werden und in den Äquatorialbereich zwischen die Transportfinnen
verlegt werden. Auch die Kommandozentrale verlor in Folge des größeren
METAGRAV-Aggregates ihren angestammten Platz am oberen Schiffpol und wanderte in
eine neue Position über dem Hangar. Da die beiden stärksten Zugprojektoren des
METAGRAV-Triebwerks in die Transportfinnen eingebaut wurden, definierten
diese von nun an die Hauptflugrichtung der neuen Space-Jet, ohne daß diese
jedoch gegenüber älteren Modellen an Manövrierfähigkeit einbüßte. Die aus
diesem Entwurf resultierenden räumlichen Vorteile waren auch bei der Verwendung
in nicht ATG-flugfähiugen Standard-Space-Jets offensichtlich, so daß die
"TSUNAMI-Konfiguration" sehr schnell innerhalb der terranischen
Raumfahrt an Popularität gewann, während der HAURI-Kriege und der
nachvollgenden Ereignisse wurde sie in großen Stückzahlen und zahlreichen
Versionen weitverbreitet eingesetzt. Der 35-m-Typ entwickelte sich schließlich
zum Standardmodell der terranischen Flotte. Da die technische Entwicklung der
terranischen Raumfahrt durch die SYSTEM-Herrschaft fast vollständig zum
Erliegen gebracht wurde, gilt dies auch uneingeschränkt für den aktuellen
Handlungszeitraum. Das Datenblatt zeigt eine jener 30-m-Versionen, wie sie vor
allen Dingen auf den Einheiten der TSUNAMI-Flotte verwendet werden.
Technische Daten:
Abmessungen: Rumpfdurchmesser 30 m, Länge mit
Transportfinnen 36 m; Rumpfhöhe 12 m, Höhe mit ausgefahrener Transformkuppel
14 m
Antrieb: 1 METAGRAV-Triebwerk (Überlichtfaktor max 59 Millionen, Beschleunigung
max. 1020 km/s², Reichweite mit einer Gravitraf-Speicherladung
ca. 61.000 Lichtjahre), 2 GRAVO JET-Außenstrom-Triebwerke, 2
Antigrav-Triebwerke
Bewaffnung: 1 Transformkanone (Abstrahlleistung max. 800 GT), 2 MHV-Geschütze
(wahlweise Thermo-, Desintegrator- und Paralyse-Wirkung), 2 leichte
Intervall-Kanonen
1 dreifach gestaffeltes PARATRON-Schirmfeld, 1 zweifach gestaffeltes
HÜ-Schrmfeld, 1 Parllschirm optional: 1 VIRTUAL-IMAGER-Tarnfeldgenerator,
Syntronischwe Zielerfassungs-Systeme
Besatzung: 1-55 Personen (Standard 3-5)
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