Nummer: 2885 Erschienen: 02.12.2016   Kalenderwoche: Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 2,10 €

Der Leidbringer
Offenbarungen des Kalyptischen Katalogs - auf der Spur der Maschinisten
Robert Corvus     

Zyklus:  

40 - Sternengruft - Hefte: 2875 - 2899 - Handlungszeit: 31.12.1519 NGZ bis 28.12.1522 NGZ - Handlungsebene: Orpleyd

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten: Tiu               
Zeitraum: September 1522 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 62885
EAN 2: 4199124602101
Ausstattung:  Clubnachrichten Nr.529
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Im Jahr 1522 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ) befindet sich Perry Rhodan fernab der heimatlichen Milchstraße in der Galaxis Orpleyd. Dort liegt die Ursprungswelt der Tiu­phoren, eines Volkes, das unendliches Leid über viele Welten gebracht hat, ehe der ominöse »Ruf der Sammlung« sie dorthin zurückbeorderte.
 
In Orpleyd muss Perry Rhodan erkennen, dass die Galaxis seltsamen, nicht vorhersehbaren Zeitabläufen unterliegt – manchmal vergeht die Zeit innerhalb der Sterneninsel langsamer als im restlichen Universum. Zudem herrschen dort die Gyanli, eine despotische Spezies, nicht nur über die Tiuphoren – sie arbeiten auch auf ein nebelhaftes Ziel hin.
 
Allmählich kristallisiert sich für Rhodan die Vermutung heraus, dass aus Orpleyd eine Materiesenke entstehen soll – eine Entwicklungsstufe, von der gemeinhin angenommen wird, sie liege zwischen jener der Superintelligenzen und der der Chaotarchen. Ein Name taucht dabei auf: KOSH, das Lot.
 
Perry Rhodan will versuchen, den Lauf der Ereignisse aufzuhalten und begibt sich nach Tiu, der Heimatwelt der Tiuphoren. Dort hofft er, mehr Informationen zu erhalten – und wird DER LEIDBRINGER …

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Terraner will Gefangene machen.
Attilar Leccore Der Gestaltwandler blickt auf seinen Urgrund.
Mixandrac Der Tiuphore will seinen Bruder retten.
Lutoo Die Gyanli begegnet einem Gestaltwandler.

Allgemein
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenilluszeichner: Dirk Schulz   Horst Gotta
Kommentar / Computer: :
PR-Kommunikation: Die Galanacht des futuristischen Schüttelreims
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Johannes Marx / Lothar Szych / Hermann Schubert / Frank Losch / Michael Köllisch
LKSgrafik: Robert Straumann: Verlassene Bastion bei Vollmond
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Desintegrator    Gyanli militärische Ränge    Gyanli Raumschiffe   Gyanli Regierung   Municipium    Paralysator                                               
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal

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Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
Clubdaten: Nummer: 529 / Seiten: 4
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Veranstaltungen:
Sonstiges:

Report

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Innenillustrationen

Impressionen
Zeichner:  Dirk Schulz   Horst Gotta
Seite:25
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Der von Perry Rhodan erbeutete Neurokrill wurde von Lutoo so präpariert, dass er Peilsignale aussendet. Das ist den Wuutuloxo nicht verborgen geblieben, so dass der Nachteil in einen Vorteil umgewandelt werden kann. Mit den Mitteln der aufgerüsteten ODYSSEUS ist es kein Problem, die Verfolger zu täuschen, die Vernichtung der Yacht zu simulieren und unbemerkt bei der an das Gyanli-Municipium Gothud grenzenden Tiuphorenstadt Baxrotas auf Tiu zu landen. Rhodan begibt sich mit Mixandrac in die Stadt und stellt fest, dass sich die Zustände auf Tiu seit seiner "Geistreise" nicht verbessert haben - im Gegenteil! Diesmal nimmt er die als Tiuphorin maskierte Larin Pey-Ceyan mit zur Erkundung. Er selbst nutzt wieder die Ethofolie, die ihm das Erscheinungsbild eines Gyanli verleiht. Aus den Gedanken einer Tiuphorin, die von vier Schlägern bedroht und von Rhodan gerettet wird, erfährt die Lebenslichte, dass Mixandracs in Baxrotas lebender Bruder Jellroc von der Restriktion festgenommen wurde. Seine Befreiung ist Rhodans erstes Ziel. Er spricht beim zuständigen OrthOpt Omriaut vor und benimmt sich so selbstbewusst, dass Omriaut glaubt, er habe es mit einem Geheimdienstler zu tun. Der von Pey-Ceyan ausgehende und auf alle Humanoiden wirkende Einfluss trägt das Seine dazu bei, dass der OrthOpt Jellroc laufen lässt.
 
Mixandrac möchte nun zur Stadt Oullaxa weiterreisen, wo der vom Orakel Tzacuu Sozz einberufene Konvent der Katalogiker stattfinden soll. Ziel ist die Zusammensetzung des Kalyptischen Katalogs. Rhodan erfährt, dass der Katalog kein Dokument oder dergleichen ist. Es handelt sich vielmehr um mündliche Überlieferungen. Jeder Katalogiker kennt nur einen kleinen Teil davon, aber allen ist bekannt, dass das Leid gleichbedeutend mit dem Ruf zur Erlösung ist. Die Katalogiker glauben, dass die Qual der Tiuphoren ein Übermaß erreichen muss. Dann, so meinen sie, werde ihnen Hilfe zuteil - genau so, wie es vor 2000 Jahren bereits geschehen sei, als der größte Teil des Volkes den Planeten verlassen und das Unbegrenzte Imperium gegründet habe. Aus diesem Grund streben viele Tiuphoren, insbesondere Rebellen, zu denen auch Jellroc gehört, keine Verbesserung der Lebensverhältnisse ihres Volkes an, sondern eine Zunahme des Leids. Prompt geraten Rhodan, Pey-Ceyan und die Brüder mitten in einen Anschlag der Rebellen hinein. Die Angreifer gehen mit rücksichtsloser Härte vor und töten auch Zivilisten, was von Jellroc damit erklärt wird, dass die Rebellen vom Pavvat "abgehärtet" wurden.
 
Rhodan greift ein, als der Anführer der Rebellen den Gyanli in die Hände fällt. Er führt hundert Rebellen zur ODYSSEUS. Weitere Tiuphoren kommen später hinzu. Der Terraner beabsichtigt diese Streitmacht für seine Zwecke einzusetzen und stattet sie mit Waffen aus. Als er mit Attilar Leccore über den Katalog spricht und erwähnt, dass die unbekannten Helfer, denen die Tiuphoren ihre (nach Milchstraßen-Zeitrechnung) 20 Millionen Jahre zurückliegende Erlösung von der planetengebundenen Existenz verdanken, als Faktoten des Pavvat bezeichnet werden, sieht der TLD-Chef eine begriffliche Parallele zu den drei Maschinisten des Pavvat, von denen einer den Namen Pushaitis trägt und in der Maske des Gyanli Klavtaud in Orpleyd unterwegs ist. Dieses Wesen muss mehr über KOSH sowie die in Entstehung begriffene Materiesenke wissen und soll gefangen genommen werden. Rhodan nutzt den Neurokrill, um Klavtaud in einen Hinterhalt zu locken.
 
Lutoo glaubt nicht an die Mär von der Vernichtung der ODYSSEUS. Sie ergreift alle erdenklichen Maßnahmen zum Schutze Klavtauds, der sich auf Tiu umsehen und auch mit dem gefangenen Rebellenführer sprechen will. Als das Neurokrill-Peilsignal wieder aufgefangen wird, sind sich Lutoo und Klavtaud darüber im Klaren, dass ihnen eine Falle gestellt wird. Klavtaud geht sehenden Auges hinein. Es kommt zu einem heftigen Kampf der Gyanli-Kampftruppen gegen mehrere hundert tiuphorische Rebellen, die von den Wuutuloxo unterstützt werden. Die Tiuphoren verfallen in einen Kampfrausch. Jellroc ignoriert Rhodans Funkbefehle, in denen er zur Mäßigung aufgefordert wird. Rhodan, Pey-Ceyan und Jurukao fliegen zu Jellrocs Standort, werden aber unterwegs abgeschossen. Die Zweitmechanikerin wird lebensgefährlich verwundet. Ausgerechnet in dieser Situation erscheint eine Landefähre, in der sich, wie Rhodan zu Recht annimmt, Klavtaud befindet. Der Terraner muss zwischen dem Angriff auf dieses Gefährt und der Rettung Jurukaos wählen. Er entscheidet sich für ersteres. Bevor Jurukao stirbt, händigt sie der Larin ihre "Handhabe" (ihre persönlichen Werkzeuge) aus. An Klavtaud kommt Rhodan dennoch nicht heran, denn Lutoo fordert Orbitalbeschuss von der SHADRUUS an. Kollateralschäden nimmt sie in Kauf, und so sind nicht nur die Rebellen betroffen, sondern auch die Stadtbevölkerung - worüber sich Jellroc natürlich freut, denn im Gegensatz zur Hauptfigur einer Legende aus dem Kalyptischen Katalog, die einen OrthOp provoziert und somit großes Leid über die Tiuphoren gebracht hat, dann aber zu Kreuze gekrochen ist, schätzt Jellroc Rhodan als einen echten Leidbringer ein, der nicht aufhören wird, bis die Qual ihr Maximum erreicht hat.
 
Nachdem beide Seiten ihre Wunden geleckt haben, werden neue Pläne geschmiedet. Diesmal wird Leccore aktiv. Es gelingt ihm, bis zu Lutoo vorzudringen und ein Templat von ihr anzufertigen, aber die erfahrene Sicherheitsoffizierin riecht den Braten. Klavtaud will den Gestaltwandler unbedingt in seine Hände bekommen und begibt sich auch in die zweite Falle. Diesmal wurde eine Müllsammelanlage im Municipium entsprechend präpariert. Rhodan geht davon aus, dass Lutoo sich hüten wird, die Schiffsgeschütze der SHADRUUS einzusetzen, wenn Gyanli gefährdet sein könnten. Wieder kommt es aufgrund des selbstmörderischen Vorgehens der Tiuphoren zu hohen Verlusten. Pey-Ceyan wird verwundet.
 
Dann stehen sich Leccore und Klavtaud/Pushaitis gegenüber, allerdings unter anderen Vorzeichen als bei der ersten Begegnung. Pushaitis ist vorbereitet und überwindet Leccores mentale Verteidigung mit einem Schlag, dringt tief in den Geist des Gestaltwandlers vor, zerstört alle Template und greift sogar nach Leccores Ur-Ich. Doch das ist nicht der wahre Wesenskern des Koda Aratier. Leccore hatte diesen quasi vor sich selbst versteckt. Er wird jetzt von Pushaitis freigelegt. Angesichts der Erinnerungen Leccores an die Terminale Kolonne TRAITOR ist Pushaitis kurz abgelenkt, so dass Leccore einen geistigen Gegenschlag führen kann. Er nimmt zersplitterte Erinnerungen oder Erinnerungen an eine Zersplitterung sowie eine gewaltige namenlose Gier wahr. Pushaitis empfindet sich selbst als weiblich. Sie ist eine Pashukan, eine von drei Maschinisten des Pavvat, die einen gigantischen Schiffbruch überstanden haben. Leccore erkennt, dass Pushaitis kein Lebewesen ist. Ihre Gedanken werden von einer sechsdimensionalen Spule erzeugt.
 
Klavtaud/Pushaitis zieht sich aus Leccores Geist zurück. Eine Pattsituation entsteht. Die Rebellen könnten Klavtaud unter Feuer nehmen, doch dann wäre ihr eigenes Schicksal (sowie das Perry Rhodans, Leccores und Pey-Ceyans) besiegelt. Rhodan handelt mit Lutoo, die den Terraner als würdigen Gegner respektiert, freien Abzug aus. Anschließend vernichtet er den Fluidbehälter.
 
Zwei Tage später kommt Leccore in der ODYSSEUS wieder zu sich - in seiner terranischen Gestalt. Offenbar hat Klavtaud dieses Templat doch nicht zerstört. Man schreibt inzwischen den 16. September 1522 NGZ. Pey-Ceyan ist wieder wohlauf. Mixandrac und Jellroc wurden nach Oullaxa gebracht. Im Lichfahnesystem führen tiuphorische Raumschiffe immer noch einen aussichtslosen Kampf gegen gyane Einheiten. Als Leccore von seinen Erkenntnissen berichtet, sagt Rhodan, er sei schon einmal einem Wesen mit künstlichem Bewusstsein wie Pushaitis begegnet. Er meint Homunk, den Diener der Superintelligenz ES.
 
Ein Raumschiff löst sich aus dem Ortungsschutz der Sonne Lichfahne A. Es ist die RAS TSCHUBAI.

Johannes Kreis

 
Rezension

Wird ja auch Zeit, dass unsere Helden zusammenfinden. Mit der RAS TSCHUBAI und der mit Upgrades vollgestopften ODYSSEUS dürfte es doch kein Problem mehr sein, den Gyanli ein wenig auf die Finger zu klopfen, oder? Wer weiß, welche Wunderdinge die Wuutuloxo am Omniträger vollbringen können?!?
 
Ich kann meinen Kommentar von letzter Woche nur wiederholen. Es hat wirklich Spaß gemacht, den Roman zu lesen, wenn ich auch auf die zahleichen Kämpfe hätte verzichten können. In einem Film kann so etwas für Spannung und Dynamik sorgen. Bei einem Roman führen solche Schilderungen bei mir eher zur Ermüdung. Wie schon im Roman der Vorwoche werden einige interessante Informationen geliefert, die möglicherweise meine Spekulation (siehe Kommentar zu PR 2884) stützen. Die Maschinisten des Pavvat sind mit ziemlicher Sicherheit typische Superintelligenzen-Diener, aber es stellt sich die Frage, ob sie noch im Auftrag oder auch nur im Sinne von KOSH handeln. Vielleicht hatten sie ursprünglich eine ganz andere Mission, konnten diese aufgrund des Schiffbruchs aber nicht mehr erfüllen. Will sich KOSH eventuell gar nicht in eine Materiesenke verwandeln und wurde von den eigenen Dienern in Schlaf versetzt, damit er/sie sich nicht wehren kann? Zu meiner großen Freude stelle ich fest, dass ich endlich mal wieder gespannt darauf bin, wie es weitergeht. Das war im Zyklus "Die Jenzeitigen Lande" zuletzt nicht mehr so.
 
Rhodan verhält sich untypisch, wie Pey-Ceyan zu Recht kritisch anmerkt. Eine so rigorose Vorgehensweise, wie er sie hier an den Tag legt, hätte ich eher dem pragmatischen Haudegen Atlan zugetraut. Rhodan pokert hoch und setzt auf volles Risiko, indem er Jellrocs Suicide-Squad zum zweiten Mal einsetzt, wohl wissend, dass sich diese Tiuphoren nicht kontrollieren lassen werden und womöglich gar nicht gewinnen, sondern unter Erduldung maximalen Leids untergehen wollen. Zugegeben, er nimmt an, dass ganz Orpleyd in Gefahr ist. In vergleichbaren früheren Situationen hat er aber nicht einfach mal so eben ein paar hundert Leben für das höhere Ziel geopfert. Zumal seine Aktionen, wie ich finde, sogar ziemlich fragwürdig sind. Was glaubte er denn erreichen zu können? Hätte ihm nicht klar sein müssen, dass weder er noch Leccore gegen Klavtaud ankommen können? Die verquere Weltanschauung Jellrocs ist ziemlich starker Tobak. Unverständlich ist für mich geblieben, welchen Vorteil sich die Tiuphoren von der Zusammensetzung des Katalogs erhoffen. Es müsste sich schon um mehr als nur eine Legendensammlung handeln, damit man etwas damit anfangen kann.
 
Apropos Leccore: Er wird praktisch auf Null zurückgesetzt. Alle Template wurden zerstört, das heißt, seine Identitätskrise dürfte damit erledigt sein. Schade eigentlich!

Johannes Kreis  02.12.2016

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer



   
NATHAN

 

    
Vorschau

Mit der RAS TSCHUBAI erhält Perry Rhodan endlich Unterstützung aus der Heimat – doch was kann ein einzelnes Raumschiff gegen die vermutliche Entstehung einer Materiesenke ausrichten?
 
Mit Band 2886 lesen wir von Michael Marcus Thurner den ersten Teil der »Tschubai-Chroniken«. Der Roman erscheint am 9. Dezember 2016 im Handel und trägt folgenden Titel:
 
DER SCHWARZE STERNENSTURM

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