Nummer: 2498 Erschienen: 03.07.2009   Kalenderwoche: 27 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,85 €

Die Duale Metropole
Rhodan stellt sich der Herausforderung - Einsatz gegen KOLTOROC
Uwe Anton

Zyklus:  

35 - Die Negasphäre - Hefte: 2400 - 2499 - Handlungszeit: 1346 - 1347 NGZ (4933 - 4934 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  09 - Die Friedensfahrer / Hefte: 2200 - 2499 / Zyklen: 33 - 35 / Handlungszeit: 1331 NGZ (4918 n.Chr.) - 1347 NGZ (4934 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Solsystem   Duale Metropole            
Zeitraum: 20. - 21.November 1347 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4199124601852
EAN 2: 92498
Ausstattung:  Stellaris Folge 12 »Eine Frage des Glücks« von Roman Schleifer
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Über dreieinhalb Jahre währte der verzweifelte Abwehrkampf der Milchstraße gegen die wohl größte Gefahr, der sich die Lokale Gruppe der Galaxien, ein wesentlicher Teil der Mächtigkeitsballung von ES, jemals ausgesetzt sah: die Entstehung einer Negasphäre in Hangay, einer Brutstätte des Chaos.
Dank einer Reise über 20 Millionen Jahre hinweg konnte Perry Rhodan in Erfahrung bringen, wie eine Retroversion durchzuführen ist, die Umkehrung der brisanten Entwicklung. Mithilfe der Terraner, zahlreicher anderer Freunde der heimatlichen wie der umliegenden Galaxien, der Organisation der Friedensfahrer und nicht zuletzt des Nukleus gelang es letztlich, den Prozess zu stoppen und den Kosmischen Messengern Zugang nach Hangay zu verschaffen: Diese führten wieder einen kosmologischen Normalzustand herbei, sodass dort nie wieder eine Negasphäre wird entstehen können.
Allerdings ist die Gefahr für Terra damit nicht beseitigt. Der Heerführer der Chaosmächte, die duale, negative Superintelligenz KOLTOROC, erinnert sich an Perry Rhodan als Schlüsselfigur seiner Niederlage und fordert den Terraner zum Duell. Dessen Schauplatz ist DIE DUALE METROPOLE …

PR-Redaktion

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Um die Menschheit zu retten, begibt er sich in die Fänge von KOLTOROC
KOLTOROC Der Chaopressor will mehr als nur Rache und hat ein unmoralisches Angebot für Perry Rhodan
Mondra Diamond Perry Rhodans Gefährtin lässt sich nicht abweisen
Inkadye Die Sorgorin wendet sich gegen ihr Geschöpf

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Showdown bei der Hundertsonnenwelt
PR-Kommunikation: GarchingCon 8
Statistiken: Die Welt von PR - Einstiegshilfe / PR - 5.Auflage Heft 1396 / 1397 / Atlan-Monolith / Villa Galactica im Video
Witzrakete:
Leserbriefe: Peter Lau / Eckhard Siegert / Frieder Mechlinsky / Rudi Reimann / Stephan Dämgen
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Alashan    Ambriador  (IC 5112)    Berg der Schöpfung    Hohe Mächte  des Kosmos                                                      
Computerecke:
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Innenillustrationen

Die Duale Metropole
Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:27
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Als sie näher kamen, verblassten die Lebewesen, aber dafür erschien etwas anderes: Genau über dem Mittelpunktder virtuellen Stadt hing etwas am Himmel, eine einzige frei sichtbare Struktur, ein gewaltiges, hochkant gestelltes diskusförmiges Gebilde, das Rhodan an eine riesige Münze erinnerte. Es schwebte dort, ohne Bodenkontakt im Himmel verankert, aber das konnte ihn nicht verblüffen.
Auf Terra hatten sie etwas Ähnliches mit der Solaren Residenz geschaffen, und das ohne Hilfe von übergeordneten Entitäten.
Die SERUN-Positronik spielte erste Daten ein. Die Münze durchmaß etwa 800 Meter bei einer Dicke von etwa 75. Aber das war im Prinzip nebensächlich, wusste Rhodan. Wichtig war in erster Linie, was sie darstellte.
Die eine Seite glänzte im Licht der Zentrumssterne silberfarben wie poliertes Metall, die andere hingegen wies eine tiefschwarze, wie eloxierte Färbung auf.
Die Teleoptik des SERUNS zeigte, dass aus beiden Seiten der Münze Gebäude seitwärts auskragten, als gelte für sie jeweils ein eigener Schwerkraftvektor. Etliche dieser Türme erreichten 200 und mehr Meter Höhe oder Länge. Das Bild war kaum weniger verwirrend als das der virtuellen Stadt, aber abrupt wurde Rhodan klar, womit er es hier zu tun hatte.
Zwei Seiten. Eine in Silber, eine in Tiefschwarz.
Das ist die Duale Metropole!, dachte er


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Inhaltsangabe

KOLTOROC macht seine Drohung wahr: Am 21. November 1347 NGZ erscheint VULTAPHER, begleitet von 533 Chaos-Geschwadern, vor dem TERRANOVA-Schirm. Verteidigungsminister Bull denkt gar nicht erst daran, dieser unüberwindlichen Streitmacht mit PRAETORIA und der Heimatflotte entgegenzutreten, sondern gibt Vollalarm für alle Tankstellen. Der systemumspannende Schirm ist nach wie vor das einzige wirksame Abwehrmittel gegen den Feind. Als unzählige weitere Schiffe auftauchen, ist Bull zunächst entsetzt, aber die Furcht verwandelt sich in Freude, als sich zeigt, dass es sich um Flotten des Neuen Galaktikums handelt. Es sind vor allem arkonidische Einheiten, aber auch Schiffe anderer Völker sowie die TRAJAN sind mit dabei. Die Neuankömmlinge durchqueren eilig den Schirm. Das Flaggschiff des Imperators Bostich geht hoch über der Systemebene auf Beobachtungsposition. Bull ist sich jedoch darüber im Klaren, dass VULTAPHER selbst mit dieser Verstärkung nicht aufgehalten werden kann.
 
Am gleichen Tag lässt Perry Rhodan sich in Hangay von Alomendris zum Kontaktwald 126 versetzen, um sich KOLTOROC stellen zu können. Er war bereit, allein zu gehen, hat aber zwei Begleiterinnen akzeptiert: Inkadye ist als "Mutter" der Superintelligenz die logischste Wahl, Mondra Diamond dagegen hat ihm klar gemacht, dass sie ihm notfalls auch auf eigene Faust und gegen seinen Willen folgen würde. Neben SERUNS und diversen Waffen statten die Gefährten sich mit unterschiedlichen speziellen Gegenständen aus. Die Sorgorin nimmt einige von Ekatus Atimoss gewobene Parapolarisatoren mit, Mondra hat mehrere befruchtete Eier der Tarnii KOLTOROC dabei, und Rhodan führt zwei Objekte mit sich, die er als "Degrader" bezeichnet. Er hat insgeheim einen Plan zur Vernichtung der Superintelligenz ausgearbeitet, der ihm nicht ganz aussichtslos zu sein scheint. Er verrät seinen Gefährtinnen aber auch nach dem Aufbruch nichts davon.
 
String-Legaten nehmen die Menschen und die Sorgorin in Empfang, sobald diese im Kontaktwald 126 materialisieren. Die Insektoiden "durchleuchten" die drei Gefährten, so dass KOLTOROC über alles im Bilde ist, was sie mitgebracht haben. Anscheinend nehmen die String-Legaten Rhodans "Degrader" aber nicht wahr. Die Gefährten werden an den Rand des Kontaktwaldes geleitet und sind überwältigt vom Anblick, der sich ihnen bietet: Die Duale Metropole liegt in einer weiten Ebene und besteht größtenteils aus virtuellen, aus der Ferne unsichtbaren Gebäuden, durch die sich absolut lebendig wirkende Spiegelungen aller Lebewesen bewegen, die jemals für KOLTOROC von Bedeutung waren. Nur wenn man sich einem der Gebäude nähert, wird es sichtbar und materiell. Entfernt man sich davon, verschwindet es wieder. Im Zentrum dieser Stadt schwebt ein diskusförmiges, hochkant stehendes Gebilde mit einem Durchmesser von 800 Metern und 75 Metern Dicke, in dem erneut das für KOLTOROC so wichtige duale Prinzip zum Ausdruck kommt: Eine Seite ist silberfarben, die andere tiefschwarz. Mehrere ca. 200 Meter lange Gebäude entspringen beiden Seiten der gewaltigen Scheibe. Sie wird von einem rotierenden Ring eingefasst, an dem ein Turm mit einer 100 Meter durchmessenden Gondel angebracht ist.
 
Die String-Legaten geleiten die Gefährten in diese Gondel und zeigen ihnen mit ihren Körperspiegeln mehrere Szenen, unter anderem auch das von VULTAPHER belagerte Solsystem. In einem Abschnitt der Gondel, die einem paradiesischen Garten gleicht, stehen mehrere Torbogentransmitter. Durch einen davon schreitet ein vier bis fünf Meter großes duales Wesen, wie Rhodan es noch nie zuvor gesehen hat. Eine Hälfte wird aus dem Idealbild eines Humanoiden gebildet, die andere besteht aus einer Wolke durcheinander wirbelnder Insekten. Hunderttausende oder Millionen dieser winzigen Wesen versuchen, die humanoide Gestalt der anderen Hälfte nachzubilden, was ihnen aber nur ansatzweise gelingt. Dies ist KOLTOROCS Avatar. Die überwältigende mentale Präsenz des Chaopressors lässt keinen Zweifel daran, dass er tatsächlich persönlich erschienen ist. KOLTOROC spielt den freundlichen Gastgeber und Perry Rhodan hat keine Wahl, als mitzuspielen - er begreift die Launen der Superintelligenz zwar nicht, kann aber nicht riskieren, sie zu verärgern.
 
Nachdem KOLTOROC sich ein wenig mit Rhodan über die Ordnungs- und Chaosmächte sowie die Stellung der Terraner zu beiden unterhalten hat, kommt die Superintelligenz auf den Grund für das Ultimatum zu sprechen. KOLTOROC räumt ein, dass der Terminalen Kolonne durchaus auch Fehler unterlaufen. Perry Rhodan soll auf die Seite der Chaotarchen überwechseln und dabei helfen, genau solche Fehler, wie sie jetzt zur Niederlage TRAITORS in Hangay geführt haben, künftig zu vermeiden. KOLTOROC hat mehr zu bieten, als nur das Versprechen, die Terraner zu verschonen. Perry Rhodan soll außerdem verständliche Antworten auf alle Fragen erhalten, bei denen die Kosmokraten und deren Diener sich bisher stets in Schweigen gehüllt haben. Als Rhodan das Angebot ablehnt, lässt KOLTOROC endlich die Katze aus dem Sack. Es gibt noch etwas anderes, mit dem Rhodan sich und die Terraner freikaufen könnte: KOLTOROC will sich die Aura eines Ritters der Tiefe aneignen, die Rhodan noch immer anhaftet. Rhodan erkennt, dass dies der eigentliche Grund für seine "Vorladung" und KOLTOROCS scheinbare Freundlichkeit ist. Die Superintelligenz gibt zu, dass eine Übertragung der Aura nur auf freiwilliger Basis vollzogen werden kann. Natürlich kann Rhodan auch dieser Forderung nicht nachkommen, und so erteilt KOLTOROC dem Chaotender den Feuerbefehl.
 
Zunächst hält der TERRANOVA-Schirm stand, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Globisten, die unter der extremen Belastung reihenweise ausfallen, endgültig versagen werden. Außerdem hat VULTAPHER, wie Reginald Bull argwöhnt, noch längst nicht Ernst gemacht. In der Dualen Metropole überschlagen sich derweil die Ereignisse. Inkadye zündet alle Parapolarisatoren gleichzeitig und entfesselt einen verheerenden Psi-Sturm, den sie auf KOLTOROC richtet. Doch KOLTOROC hat diesen Angriff erwartet und lenkt die verheerenden Energien auf die Sorgorin um, so dass von ihr nur ein Häufchen Asche bleibt. KOLTOROC ist durch den Tod seiner "Mutter" so sehr abgelenkt, dass Rhodan und Mondra durch einen Transmitter fliehen können.
 
 

Johannes Kreis

 
Rezension

Tja, was soll ich sagen? Bis jetzt entwickeln die Dinge sich im Wesentlichen so, wie ich sie immer vorhergesagt habe. Große Überraschungen bleiben aus, aber wenigstens gibt es zwei kleine, nämlich KOLTOROCS durchaus logische Angebote bzw. Forderungen. Dass Rhodan auf das Ultimatum eingeht, mag leichtsinnig erscheinen, aber man kann es akzeptieren. Er hat einfach keine andere Wahl und steht darüber hinaus unter Zeitdruck.
 
Beim ersten Angebot kam mir der Gedanke, dass das eigentlich ein ziemlich reizvolles Szenario wäre: Perry Rhodan, aus Angst um seine Terraner, die von KOLTOROC als Geiseln gehalten werden, in den Dienst der Chaotarchen übergewechselt... als Streiter für das Chaos wider Willen zum schlimmsten Feind aller positiven Mächte geworden... Das Angebot, im Gegenzug die Antworten auf alle Fragen nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest zu erhalten, kann Rhodan aber selbstverständlich schon deshalb nicht annehmen, weil die Geheimniskrämerei der Hohen Mächte ein inhärenter Bestandteil des Perryversums ist.
 
Aber im Ernst: KOLTOROC hat schon in gewisser Weise Recht. Ordnung und Chaos sowie der immerwährende Kampf dieser beiden Mächte scheinen unverzichtbare Voraussetzungen für die Entwicklung des Multiversums zu sein. Behielte die Ordnung die Oberhand, würde alles erstarren, während bei einem Sieg des Chaos alles zerfallen würde. Eine moralische Bewertung der beiden Seiten wäre unzulässig, beide sind weder "gut" noch "böse" - warum also sollte Rhodan nicht für die Chaotarchen kämpfen? Wäre es nicht sogar unmoralisch, den Dritten Weg zu verfolgen? Behindern jene, die neutral bleiben wollen, nicht sogar die "kosmische Evolution"? Dass Rhodan sich natürlich trotzdem nicht für das Chaos entscheiden kann, liegt daran, dass die Chaotarchen in der PR-Serie eben doch für "das Böse" stehen. Oft genug wurde ja alles, was mit ihnen zu tun hat, von den Autoren als "widernatürlich", "hässlich", "ekelerregend", "böse", "dunkel" usw. beschrieben. Wie wäre Rhodans Entscheidung wohl ausgefallen, wenn KOLTOROC ihn aufgefordert hätte, wieder in den Dienst der Kosmokraten zu treten? Niemand weiß, was die wahren Ziele der Chaotarchen (oder auch der Kosmokraten) sind, aber man weiß, welcher Mittel sie sich bedienen. Und das ist ein nachvollziehbarer Grund für Rhodan, KOLTOROCS erstes Angebot auszuschlagen.
 
Das zweite Angebot ist sogar noch besser. Wenn man erst einmal die etwas merkwürdige Behauptung geschluckt hat, dass Ritterauren übertragbar sind (warum ist dann übrigens das ganze Brimborium mit der Weihe im Dom Kesdschan erforderlich?), und das auch nur auf freiwilliger Basis, dann wird KOLTOROCS Ultimatum plausibel. Allerdings muss man sich dann fragen, was zuvor das ganze Gerede von "Rache" sollte. Angesichts der vielen Beispiele für die anhaltende Nützlichkeit der Ritteraura (Rhodan und Atlan verdanken ihren Auren unzählige, oft unerwartete Erfolge) kann man sich gut vorstellen, was KOLTOROC wohl alles damit anstellen könnte. Damit könnte er die in Hangay erlittene Schlappe bei seinen "Vorgesetzten" sicher mehr als gutmachen. Und das ist natürlich ein nachvollziehbarer Grund für Rhodan, auch KOLTOROCS zweites Angebot auszuschlagen.
 
Ansonsten enthält der Roman recht viele gute Einblicke in Perry Rhodans Gedankenwelt und die Beschreibung eines faszinierenden neuen Schauplatzes. Der aber sicherlich leider schon bald keine Rolle mehr spielen wird. Inkadyes Attacke war zwar erfolglos und somit wurde (nach Kirmizz) eine weitere wichtige Nebenfigur eliminiert, aber Rhodan hat ja noch seinen "Degrader" in petto. Was das wohl sein mag? Vielleicht Biophore? Die kann er ja von Nuskoginus erhalten haben. Aber welchen Schaden sollten ein paar On- und Noon-Quanten der Superintelligenz zufügen?
 
Was mir noch erwähnenswert erscheint, ist neben der noblen Geste Bostichs (die möglicherweise noch Auswirkungen auf den nächsten Zyklus haben wird) die Frage, wie so ein Chaotender überhaupt funktioniert. Erst recht, wenn er noch gar kein richtiger Chaotender ist, sondern nur ein Konglomerat aus energetischen Feldern. Womit greift VULTAPHER den TERRANOVA-Schirm eigentlich an? Besteht die Stärke eines Chaotenders nicht eher darin, dass er ganze Völker enthält, die quasi im Zeitraffer neue Technologien entwickeln können, mit denen der Chaotender sich den Waffen eines Feindes anpassen kann? Davon kann bei VULTAPHER ja wohl noch nicht die Rede sein. Was also verwendet das Ding als Waffe? Ich habe keine Ahnung, und ich befürchte, die Autoren haben auch keine. Ist aber auch egal.
 

Johannes Kreis  11.07.2009

   
Inhaltsangabe 2

Am 20. November 1347 NGZ liegt Perry Rhodan nachts wach und wälzt bange Fragen: Wie kann er KOLTOROC und seiner Drohung entgegentreten? Wie kann er die Menschheit beschützen? Was wäre er persönlich bereit zu opfern? Seine Freunde Reginald Bull, Gucky, Atlan...? Mondra? Seine Unsterblichkeit? Seine Ritteraura?
 
Am 21. November 1347 NGZ um 10:12 Uhr materialisieren am Rand des Solsystems VULTAPHER und 533 Traitank-Chaosgeschwader, 257.972 Kriegsschiffe. Eine zweite Belagerung beginnt, obwohl TRAITOR in der Lokalen Gruppe keine Aufträge mehr besitzt. Reginald Bull kann nur hoffen, dass der TERRANOVA-Schirm auch gegen VULTAPHER standhält. Die Traitanks beginnen mit dem Beschuss.
 
Etwa zur selben Zeit beginnen Perry Rhodan, Mondra Diamond und Inkadye mit ihren Vorbereitungen: Diese drei werden zu KOLTOROC gehen. Perry Rhodan konnte seine Freunde überzeugen, dass alles andere zu gefährlich wäre. Mondra packt Eier der Tarnii KOLTOROC ein, Inkadye ein paar Parapolarisatoren von Ekatus Atimoss. Perry Rhodan packt eine Geheimwaffe ein, zwei kleine Gegenstände...
 
Mit Hilfe von Alomendris gelangen sie in den Kontaktwald 126 und damit in KOLTOROCS direkte Nähe. Sie werden von String-Legaten erwartet und geleitet. Als sie den Kontaktwald verlassen, stoßen sie auf eine virtuelle Stadt, in die KOLTOROC offenbar Bewusstseine als Konzepte ausgelagert hat. Sie durchqueren sie, vorbei an unsichtbaren Gebäuden, und kommen zur Dualen Metropole: Eine senkrechtstehende Scheibe, die eine Seite silbern, die Andere schwarz.
 
Um diese Zeit materialisiert eine gewaltige Flotte der Galaktiker, hauptsächlich Arkoniden, angeführt von Imperator Bostich I., am Rand des Solsystems. Sie schleusen in das Solsystem ein, um die Verteidiger zu unterstützen, bis auf Bostich, der mit seiner Thronflotte außerhalb der Schusslinie bleibt. TRAITOR ignoriert diese Schiffe absichtlich.
 
Perry Rhodan, Mondra Diamond und Inkadye werden in das Innere der Dualen Metropole geleitet. Dort treffen sie in einem Garten auf KOLTOROC: Er hat sich einen vier Meter großen Projektionskörper nach Art eines Duals geschaffen und erscheint durch einen Transmitter. Seine linke Körperhälfte ist ein perfekter, ästethischer humanoider Körper, während die rechte Hälfte ein Schwarm winziger aggressiver Insekten ist.
 
KOLTOROC entschuldigt sich voller Charme und Höflichkeit dafür, dass er Perry Rhodan zwingen musste zu ihm zu kommen. Durch den Angriff des Nukleus wäre er noch zu geschwächt für eine Reise. Er macht Perry Rhodan ein Angebot: Er soll auf die Seite der Chaosmächte wechseln. KOLTOROC gibt den charmanten Gastgeber und unterhält sich mit den Dreien über die Hohen Mächte, um Perry Rhodan zu überzeugen. Ohne Vorbehalte diskutiert er über die Kosmokraten, aber dass Perry Rhodan für das Leben an sich eintritt, erfüllt ihn mit verständnisloser Wut. Wie könne irgendjemand für so etwas Abstraktes und Heuchlerisches wie das Leben an sich eintreten?
 
Perry Rhodan weigert sich, den Chaosmächten beizutreten, und KOLTOROC schlägt ihm einen anderen Handel vor: Die Schonung des Solsystems und der Milchstraße im Austausch gegen die Ritteraura Perry Rhodans. KOLTOROC erklärt ihm, er könne sie ihm nicht einfach wegnehmen, denn Rhodan müsse dem Transfer zustimmen. Rhodan muss erkennen, dass eine Ritteraura in Händen der Chaosmächte eine unvergleichliche Geheimwaffe wäre. Wie leicht könnte KOLTOROC damit Vertrauen erschleichen und die Kontrolle über Artefakte der Kosmokraten erlangen.
 
Rhodan weigert sich, und KOLTOROC befiehlt non-chalant VULTAPHER den Angriff.
 
Die Traitanks um das Solsystem stellen das Feuer ein, während VULTAPHER ein unbekanntes Waffensystem aktiviert. Der TERRANOVA-Schirm wird plötzlich von einer dunklen Schicht umgeben, die ihn schwächt.
 
KOLTOROC, Perry Rhodan und Mondra Diamond starren auf die Darstellung im Spiegel eines String-Legaten, als Inkadye die Parapolarisatoren herausholt, sie zündet und einen Psi-Sturm auf KOLTOROCS Körper schleudert. Er fängt ihn lachend ab, schleudert ihn zurück und tötet so die Sorgorin. Während KOLTOROC so abgelenkt ist, fliehen Rhodan und Mondra durch den Transmitter in einen anderen Bereich der Dualen Metropole. Rhodan konnte einfach nicht nahe genug an KOLTOROC heran, um seine Geheimwaffe einzusetzen…

Perrypedia


Kommentar / Computer

Showdown bei der Hundertsonnenwelt

Am 19.November 1347 NGZ erreichte der Traitank DARK GHOUL, offiziell Registereinheit 1.199.188, wieder die Hundertsonnenwelt. Roi Danton und seine Leute wollten vor Ort nachsehen, wie es um den Bau des Chaotenders VULTAPHER bestellt war. Beim ersten Besuch hatte Danton den Eindruck gewonnen, dass die Posbis »undercover« gegen die Besatzer der Terminalen Kolonne TRAITOR arbeiteten - seither waren fünfeinhalb Monate verstrichen, und es fragte sich, wie weit das Zentralplasma und die Posbis in dieser Zeit gekommen waren. Die Hyperinpotronik gab an, sie habe mittlerweile ihre Strategie der Kybernetischen Konspiration weiterentwickelt - quasi zur Kybernetischen Konspiration, Version II. Sie benötige keine Psi-Effekte mehr, um Zugriff auf die Supratroniken der Kolonnen-Einheiten zu erreichen, sondern aus so direkter Nähe, nach so lange währenden Zugriffsgelegenheiten, könne sie auch so in gewissem Maß Einfluss ausüben.
 
Viele der Kolonnen-Einheiten rings um den Bauplatz könnten im Notfall also über ihre Supratroniken gestört werden - zumindest zeitweise. Darüber hinaus habe die Hyperinpotronik mittlerweile wieder, ohne dass die Streitkräfte der Terminalen Kolonne dies wüssten, das volle Kommando über sämtliche 300.000 Fragmentraumer. Damit nicht genug - es wurden undercover Waffensysteme neu entworfen und auf zahlreichen BOXEN installiert, sodass die Posbis durchaus bis zu einem gewissen Grad kampffähig seien ... Unterdessen erhielt der Pilot Kirmizz in MINATERG, dem Herzen VULTAPHERS, unerwarteten Besuch in Gestalt eines Insektoiden von etwa viereinhalb Metern Größe. Ein String-Legat KOLTOROCS - einer der Späher der negativen Superintelligenz. Und KOLTOROC übermittelte dem Piloten als Folge der Retroversion der Proto-Negasphäre Hangay neue Weisungen. Zunächst geschah an der Baustelle Hundertsonnenwelt nichts. Dann aber wurden all die Objekte aktiv, die rings um MINATERG kreisten. UHF-Strahlung mit geradezu »explodierenden« Peaks, die Vorgänge rings um das vorgesehene Herz VULTAPHERS waren ortungstechnisch kaum noch erfassbar - so als finde in einer Art Schnelldurchlauf die Integration weiterer Kabinette in den entstehenden Chaotender statt.
 
Strangeness-Werte mit starken, »flatternden« Spitzen wurden in der DARK GHOUL angemessen - weil im Inneren des Objektes rasend schnelle interuniverselle Bewegungen ausgeführt wurden, alle Teil eines Kalibrierungsprozesses, so als würden die verfügbaren Kabinette im »Krawallverfahren« zusammengefügt. Und tatsächlich. VULTAPHER hatte den Befehl, das Solsystem in der Milchstraße anzugreifen - ein Befehl, der vom Chaopressor KOLTOROC direkt stammte. Danton war klar, dass ein Chaotender VULTAPHER auch mit »nur« etwas mehr als zweitausend Kabinetten schon unerhört gefährlich sein würde - selbst wenn diese gar nicht einmal vollständig in das Gefüge des Chaotenders integriert waren. Kirmizz musste deshalb aufgehalten werden. Danton kontaktierte unverzüglich das Zentralplasma - und identifi ziertesichmit voller Identität. Auch sein Ziel nannte Rhodans Sohn. die Tötung des Piloten Kirmizz, sollte dieser das Gelände bei der Hyperinpotronik wieder betreten.
 
Nach dem Startschuss befanden sich die Kolonnen-Einheiten, die den Bauplatz umringten, in hellem Aufruhr. Kirmizz wurde besiegt und starb, auch die Kybernetische Konspiration war keineswegs wirkungslos - aber auf der anderen Seite nicht annähernd wirksam genug, um den Fragmentraumern zum Sieg zu verhelfen. Insgesamt wurden knapp tausend Traitanks vernichtet, eine erstaunliche Zahl, aber eben nicht genug. Die Posbis dagegen verloren schockierende 90 Prozent! VULTAPHER selbst, auf den ersten Blick so gut wie fertiggestellt, schien von dem Schlag in keiner Weise berührt. Damit war der Punkt erreicht, an dem es keinen Sinn mehr hatte, weiter zu kämpfen. Roi Danton erteilte den Befehl zum Rückzug. Alle noch existierenden BOXEN (zu diesem Zeitpunkt klägliche 28.000 von 300.000!) traten synchron die Flucht in den Leerraum an, allesamt auf unterschiedlichen Kursen. Und von den 28.000 entkamen nur rund 21.000! Unter ihnen BOX-9912 mit Roi Danton, Senego Trainz und seiner Armee der Mikro-Bestien sowie der Mannschaft der DARK GHOUL an Bord. Aus wenigen Lichtjahren Distanz wurde dann der Start VULTAPHERS beobachtet. Wer immer das Kommando im Chaotender übernommen haben mochte, Kirmizz’ Tod hatte ihn nicht gehindert. Das, was Danton & Co. realistisch hatten tun können, wurde getan, aber es war vergebens …

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

KOLTOROC gegen Perry Rhodan – es geht um das Lebenswerk des Terraners. Hat der Unsterbliche überhaupt eine Chance in diesem ungleichen Duell?
Uwe Anton beendet den laufenden Zyklus »Negasphäre« mit seinem Abschlussroman.
Band 2499 erscheint nächste Woche überall im Zeitschriftenhandel unter folgendem Titel:
 
DAS OPFER

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