Nummer: 2111 Erschienen: 05.02.2002   Kalenderwoche: 6 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,65 €

Die Malische Mole
Die SOL erreicht Wassermal - eine Begegnung am Rande der Galaxis
Arndt Ellmer     

Zyklus:  

32 - Das Reich Tradom - Hefte: 2100 - 2199 - Handlungszeit: 1311 - 1312 NGZ (4898 - 4899 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: SOL   Malische Mole            
Zeitraum: 1311 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4199124601654
EAN 2: 22111
Ausstattung:  Risszeichnung
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Seit die SOL zum ersten Mal in die Unendlichkeit aufgebrochen ist, hat das Hantelraumschiff geradezu unglaubliche Reisen durch Raum und Zeit zurückgelegt. Daran hat sich auch nichts geändert, nachdem Perry Rhodan »sein« Schiff aus den Händen Shabazzas befreien konnte.
Unter der Expeditionsleitung des Arkoniden Atlan wurde die SOL mit ihrer Besatzung zuletzt in die Galaxis Segafrendo verschlagen - und zugleich 18 Millionen Jahre in die Vergangenheit. In dieser Zeit wurden die Menschen an Bord des Raumschiffs Zeugen eines grauenvollen Krieges und der Geburt einer Superintelligenz.
Im Land Dommrath, in das die SOL anschließend durch einen Mega-Dom transportiert wurde, lernten Atlan und seine Begleiter eine Kultur kennen, die eine ganze Galaxis umspannt und sich dem Frieden verschrieben hat. Sie stießen auf die Dunkle Null und stellten fest, dass dieses seltsame Gebilde namens ZENTAPHER als Chaotender zu den mächtigen Waffen der Chaosmächte gehörte.
Nachdem die gigantische Bedrohung des Landes Dommrath und auch der Milchstraße abgewehrt werden konnte, steht eine neue Reise bevor: in die ferne Galaxis Wassermal und zu den Pangalaktischen Statistikern. Sie erreichen nach einigen Problemen und nach einer jahrelangen Reise die Galaxis und treffen dort auf DIE MALISCHE MOLE...

 
Die Hauptpersonen
Atlan Der Arkonide nimmt an der geimnisvollen LOTTERIE teil
Mohodeh Kascha Der letzte Kimbaner weiß mehr über Wassermal, als er preisgeben mag
Icho Tolot Der Haluter wird zum wichtigen Verbündeten bei der LOTTERIE
Sfonoci Der Graue Marlite ist für die Malische Mole verantwortlich

Allgemein
Titelbildzeichner: Ralph Voltz
Innenilluszeichner: Michael Wittmann   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Ankunft in Wassermal
PR-Kommunikation: 40 Jahre PR - Rainer Castor präsentiert - Abeneteuer Universum PR - Das Archiv II
Statistiken: Die Welt von PR - Einstiegshilfe / PR - 3.Auflage Heft 1514 / 1515
Witzrakete: Rebecca Böhm: Ein Rückblick
Leserbriefe: Horst Ziegler / Dr.Michael Paridon / Thomas Lutterodt / Anton Zinkl / Niels Koopmann / Josef Mickisch / Christian Rupp / Klaus Müller / Bernd C.Poppenheger / Dieter Schmitt
LKSgrafik: Rebecca Böhm: Ein Rückblick
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Chakra    Hyperinpotronik     Malische Mole    Ritter der Tiefe    SOL - Psionische Aura                                                   
Computerecke:
Preisauschreiben:
Tobias Marecek : Relais- und Ortungs-Space-Jet - Terranische Raumschiffe

Journal

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Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
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Innenillustrationen

Malische Mole - Trim Marath und Startac Schroeder (zwischen Atlan, Mohodeh Kascha und Rudimentsoldaten)
Zeichner:  Michael Wittmann  
Seite:29
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


In den zehn Zylindern fing die Nährlösung an zu brodeln. Startac schloss die Augen. Er lauschte auf die mentalen Empfindungen der Gehirne, die er mit Hilfe seiner Orterfähigkeit wahrnahm.


Zeichner:  
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Inhaltsangabe

Die Galaxis Wassermal ist fast erreicht, doch der Zugang zu den Pangalaktischen Statistikern erweist sich nicht gerade als trivial, wie man vielleicht vermutet hätte. Jeder Ankömmling, und deren gibt es Hunderte, wird zunächst zu einer Malischen Mole umgeleitet, einem riesigen Weltraumbahnhof. Dort müssen sich Besucher, die zu den Pangalaktischen Statistikern vorgelassen werden möchten, erst einer Prüfung, der so genannten LOTTERIE unterziehen. Die LOTTERIE ist nicht nur eine Prüfung, sondern auch, wie Atlan bald erkennt, ein Geschäft. Gebühren werden erhoben und Zahlungen geleistet, meist in Form von Warentransfers. Um die anfallenden Kosten zu begleichen, bietet Atlan einen Hypertrop an, ein Gerät mit dem man Energie in beliebiger Menge aus dem Hyperraum zapfen kann. Die Ware wird akzeptiert und die SOL zur LOTTERIE zugelassen.

Mohodeh Kascha ist ein alter Bekannter bei der LOTTERIE, hat der Kimbaner die Prüfung bereits schon in der Vergangenheit abgelegt, jedoch leider nicht bestanden. Das war der Hauptgrund, warum der Kimbaner bei seiner ersten Reise nach Wassermal nicht zu den Pangalaktischen Statistikern vorgedrungen ist. Auch wenn die Galaxis Wassermal absolut friedlich wirkt, so wacht über sie nach außen der Gute Geist von Wassermal, nach innen die Prinzenkrieger, eine Art militärische Schutztruppe der Galaxis. Ein unerlaubtes Vordringen ist somit mit einigen Risiken behaftet.

Eine weitere Gruppe von Wesen, die sich die Wissensmakler nennen, scheint ebenfalls von dem Geschäft der LOTTERIE profitieren zu wollen. Scheidet ein Team aus der LOTTERIE aus, so muss es entweder zwei Jahre warten und sein Glück erneut versuchen, oder es wendet sich vor dem Abflug an die Wissensmakler, die Wissen für Geld verkaufen. Die Wissensmakler nehmen für sich in Anspruch, über ebenso viel Wissen zu verfügen, wie die Pangalaktischen Statistiker. Die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus. Atlan, der den Dienst der Wissensmakler prüft, kommt zu dem Schluss, das der Fundus an Wissen den die Händler bieten eher begrenzt ist. Sie verfügen zwar über ein gewisses Grundwissen über die Zusammenhänge des Universums, jedoch eher rudimentär. Von zwei Testfragen konnten die Wissensmakler nur eine beantworten und selbst diese Antwort beinhaltete Lücken. Atlan beschließt deshalb diesen dubiosen Service nicht in Anspruch zu nehmen und zieht die Chance an Wissen zu gelangen über die LOTTERIE vor.

Sfonoci, ein so genannter grauer Marlite, ist für die Malische Mole verantwortlich und erkennt sehr früh den Status, den Atlan durch seine Ritteraura noch immer in sich trägt. Auch wenn die Aura "inaktiv" ist, sind Vertreter des Ritterordens, der Kosmokraten und der Chaotarchen nicht gern in Wassermal gesehen. Erst eine Rückfrage bei den Pangalaktischen Statistikern ergibt, das Atlan einer der beiden letzten Ritter der Tiefe ist und sich von den Kosmokraten losgesagt hat. Sfonoci, der Mohodeh Kascha großes Vertrauen entgegenbringt, gibt sich mit dieser Tatsache zufrieden und lässt Atlan, Kascha und Tolot für die LOTTERIE zu.

Die LOTTERIE gestaltet sich anders, als es sich die Teilnehmer vielleicht vorgestellt hatten. Auf einem virtuellen Spielfeld, einer stinkenden Sumpflandschaft, müssen die Teilnehmer ihre eigenen, holografischen Abbilder, gegen eine Vielzahl von Monstern und anderen Prüfungen antreten lassen. Das Team der SOL schlägt sich zunächst gut, jedoch scheiden nacheinander zuerst Kascha, dann Atlan und kurz vor Schluss auch noch Tolot aus. Nach den Regeln der LOTTERIE wäre damit der SOL der Einflug nach Wassermal verwehrt. Atlan war jedoch von vornherein entschlossen, mit oder ohne die offizielle Erlaubnis in die Galaxis einzufliegen. Doch so weit muss es am Ende nicht kommen, denn die SOL bekommt Hilfe von höherer Stelle. Der Gute Geist von Wassermal spricht sich für eine Umgehung der Regeln aus und eine Delegation der SOL, angeführt von Atlan, kann in der so genannten Malischen-Dschunke einsteigen. Dieses Raumfahrzeug bringt die Gewinner der LOTTERIE zu den Pangalaktischen Statistikern, während die SOL zurück bleibt und auf die Rückkehr ihrer Leute wartet

 
Rezension

Letztlich war die ganze Aktion mit der LOTTERIE total für die Katz! Hätte der Gute Geist nicht von Anfang an dafür sorgen können, daß die Galaktiker auch ohne das Auswahlverfahren zu den Statistikern dürfen?

Johannes Kreis  

   
Inhaltsangabe 2

Die SOL erreicht die Malische Mole GISTUNTEN-3, eine 21 Kilometer lange und 1,15 Kilometer durchmessende, annähernd zylinderförmige Station. Hunderte Schiffe, meist aus anderen Galaxien, warten schon in der Nähe der Malischen Mole. Alles ist friedlich, auch wenn Atlan nicht so recht glauben will, dass hier keine Bedrohung existieren soll. So viele große Schiffe auch angekommen sein mögen, die SOL ist wegen ihrer Größe und ihres symmetrischen, symbolträchtigen Aussehens eine Ausnahmeerscheinung. Der Führung von GISTUNTEN-3 ist klar, dass hier nicht gewöhnliche Besucher angekommen sind. Die SOL erregt Aufsehen und erweckt den Anschein, dass finanzkräftige Gäste angekommen sind.
 
Atlan, Trim Marath, Startac Schroeder und Mohodeh Kascha betreten die Station. Alles kostet hier etwas, wobei der Preis für die Versorgungsgüter von der Menge und Liegegebühren von der Größe des Schiffes abhängen. Nur diejenigen, die es sich leisten können, dürfen überhaupt direkt an der Mole andocken. Es gibt viele Reisende, die alles verloren und ihren letzten Besitz verkauft haben, um an der LOTTERIE teilzunehmen oder auch nur zu überleben. Auf der SOL kommt man überein, einen Hyperraumzapfer entbehren zu können. Er sollte alle Kosten mehr als abdecken. Als sich Atlan zur Mole begibt, um sich und seine Begleiter anzumelden und erste Informationen einzuholen, wird er anhand seiner Aura als Ritter der Tiefe identifiziert. Die Gesandten der Kosmokraten sind in Wassermal nicht gern gesehen. Der stellvertretende Kommandant der Mole, der Graue Marlite Sfonoci, löst stillen Alarm für GISTUNTEN-3 aus und ordnet an, die Kommandantin zu wecken, die nur in dringenden Notfällen gestört werden will. Mit dem Geheimwissen der Statistiker kann geklärt werden, dass die beiden letzten Ritter der Tiefe, Atlan und Perry Rhodan, sich von den Kosmokraten abgewandt haben und ihre Auren in Inaktivität versetzt wurden. So gibt die Kommandantin ihnen die gleiche Chance wie allen anderen Teilnehmern der LOTTERIE.
 
Inzwischen treffen immer mehr fremde Schiffe ein. Einige weisen Beschädigungen auf, aber keines durch Angriffe, sondern eher Maschinen- und Triebwerksschäden. Auf der SOL trifft der Gutachter der Mole ein, um den Wert des Hyperraumzapfers zu ermitteln, und ein weiteres Schiff taucht nahe der Mole auf. Es ist ein Schiff der Wissensmakler, einer Gruppe von Lebewesen, die an die Verlierer der LOTTERIE ihr mehr oder weniger exaktes Wissen verkaufen. Beim Besuch von Atlan können sie jedoch nicht all seine Testfragen richtig beantworten. Atlan entscheidet, dass sie die wirklich wichtigen Fragen nicht beantworten können, und verlässt mit seinen Begleitern das Schiff. Für den Fall, dass sie die LOTTERIE verlieren sollten, wollen sie allerdings trotzdem mit der SOL nach Wassermal vordringen. Ein Plan dafür wird ausgearbeitet.
 
Die LOTTERIE beginnt, und Atlan, Icho Tolot und Mohodeh Kascha werden für die Galaktiker teilnehmen. Lebewesen mit Parafähigkeiten sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die LOTTERIE entpuppt sich als Kampf, in dem die miniaturisierten, virtuellen Ebenbilder der Teilnehmer auf einem ebenso verkleinerten Schlachtfeld ums Überleben kämpfen. Die den Teilnehmer entgegentretenden Gegner sind immer überlegen, so dass es eine große Portion Glück benötigt, auch nur die erste Runde zu überstehen. Die drei von der SOL kommen gut voran, bis dann Mohodeh Kascha als Erster ausscheidet. Dann folgt ihm in der nächsten Runde Atlan. Icho Tolot hält bis zur finalen Runde durch, doch er wird kurz vor dem Ende der Runde von den computergesteuerten Häschern erwischt. Die Enttäuschung ist grenzenlos. Die Besatzung der SOL wird nicht nach Wassermal fliegen, und Mohodeh Kascha ist bereits zum zweiten Mal in seinem Leben ausgeschieden.
 
Doch dann geschieht das Unfassbare: Der Gute Geist von Wassermal gibt der Kommandantin von GISTUNTEN-3 die Anweisung, sieben Galaktikern die Passage mit der Malischen Dschunke ADSCHA-ZABOROO zu ermöglichen. Fünf Tage wird die Passage zu den Pangalaktischen Statistikern dauern. So etwas ist ohne Beispiel, doch wird der Befehl sofort ausgeführt. Atlan, Myles Kantor, Icho Tolot, Trim Marath, Startac Schroeder, Mohodeh Kascha und Mondra Diamond brechen auf ins Innere von Wassermal.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Ankunft in Wassermal

Um das selbst gesteckte Ziel, die Galaxie der Pangalaktischen Statistiker, die etwa 680 Millionen Lichtjahre von Dommrath und rund 700 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist, überhaupt erreichen zu können, waren an Bord der SOL neben der logistischen Herausforderung auch und nicht zuletzt technische Probleme aus dem Weg zu räumen. Die Hypertakt-Triebwerke im SOL-Mittelteil sowie den SOLZellen haben sich zwar bewährt, dennoch ist als Damoklesschwert weiterhin die völlig unbekannte Maximalreichweite anzusehen, weil niemand an Bord zu sagen vermag, ob es nicht über kurz oder lang zu einem Totalausfall kommt. Allerdings waren die beim Flug nach Wassermal auftretenden Probleme (vorläufig) weniger mit den Hypertakt-Triebwerken an sich verbunden, sondern vielmehr Folge der mit dem Dauerbetrieb verbundenen extremen Belastung des Permanentzapfers, der ihre Energieversorgung sicherzustellen hat. Die SOL-Besatzung war deshalb gezwungen, Redundanzaggregate für das zunächst nur im SOL-Mittelteil vorhandene Aggregat zu bauen.
 
Mit Mohodeh Kaschas Hilfe und seinem Wissen über die Rittertechnik gelang das Vorhaben, so dass seit Ende 1306 NGZ je zwei Permanentzapfer pro SOL-Einheit zur Verfügung stehen und im gekoppelten Zustand der SOL eine SechsfachRedundanz gegeben ist. Im Spitzenbelastungsbereich können nun bis zu 861 Milliarden Megawatt beziehungsweise 8,61 mal 1017 Watt bereitgestellt werden (beispielsweise zur Verstärkung der Schutzschirme), zu denen noch die 137,5 Milliarden Megawatt von NUG-Schwarzschildreaktoren, normalen Hypertrop-Zapfern und den Gravitraf-Speichern hinzuzurechnen sind. Insgesamt also beachtliche 9,985 mal 1017 Watt, was im Vergleich dennoch wiederum nicht so viel ist. Die Anlagen der LEIF ERIKSSON liefern immerhin eine Leistung von 1 mal 1019 Watt! In den zurückliegenden Jahren des Fluges konnte dank der Mom'Serimer der Bereich des SOL-Zelle-2-Flansches fast zu fünfzig Prozent aufgeräumt oder rekonstruiert und begehbar gemacht werden, während es beim SZ-1-Flansch immerhin auch schon etwa zwanzig Prozent sind. Sämtliche Mom'Serimer - inzwischen auf rund 110.000 angewachsen!-sind von der provisorischen Unterkunft in der SZ-2 in die Scherbenstadtdes SZ-2-Flansches umgesiedelt, die einen Durchmesser von rund 1000 Metern und eine Höhe über viele Decks von etwa 200 Metern erreicht hat. Von der so genannten Lordklause aus führt Lord Carampo sein Amt als Oberster der Mom'Serimer - und es kann längst kein Zweifel mehr darüber bestehen, dass die quirligen, kurzlebigen Mom'Serimer der neuen Generation, genau wie die meisten menschlichen Besatzungsmitglieder, die SOL als ihre Heimat betrachten.
 
Die Meinungen über den Pioniergeist der jungen Mom'Serimer gehen allerdings auseinander. Übel wollende Stimmen vergleichen die Scherbenstadt mit einem »Geschwür«, das sich in die Trümmerzone frisst und noch die größten Schwierigkeiten bereiten wird. Freundliche Stimmen sprechen dagegen von einem Vorposten der Zivilisation in einem im Grunde fremden Gebiet. Die Galaktiker haben einen eigenen Spitznamen für die Stadt geprägt; die Scherbenstadt ist für sie Schutt-City. Allen Aufräumarbeiten zum Trotz bewahren die verbliebenen Trümmerzonen der Flansche ihre Geheimnisse. Fest steht allerdings, dass die SOL nach wie vor in die nach dem ersten Mega-Dom-Durchgang von Tangens dem Falken festgestellte psionische Aura gehüllt ist. Das Phänomen lässt sich nicht präzisieren, weil sich die schwache psionische Strahlung an der Grenze des Messbaren im ultrahochfrequenten Bereich befindet. Ihre Amplitude wächst allerdings, je höher sie im Hyperspektrum angesiedelt ist. Eine Messung über die Schwelle von acht mal 10 '7 Kalup hinaus ist nicht möglich, es gilt aber als sicher, dass der größte Teil der Strahlung in dem nicht messbaren Spektralbereich liegt. Exakt ortbare Quellen gibt es nicht, was offensichtlich nichts anderes heißt, als dass die SOL als Ganzes strahlt und in diese Aura eingebettet ist. Ob auch hier die SOL-Flansche oder ihre unbekannten Inhalte eine Rolle spielen, kann derzeit nicht beantwortet werden. Wie das Auffinden von Sershan Contagi Peiragon bewies, müssen wir wohl noch mit einigen Überraschungen rechnen.
 
Als »Krieger der Kosmokraten« war er seinerzeit in die Galaxie Kohagen-Pasmereix entsandt worden, als dort ein neuer Orden der Ritter der Tiefe gegründet werden sollte - ein Ritterorden, der offensichtlich weniger dem Frieden verpflichtet war, sondern den Kosmokraten als »Schwertarm« hatte dienen sollen. Peiragon war als der erste Ritter dieses Ordens vorgesehen gewesen, aber schon lange des Krieges und der Vernichtungsschlachten müde geworden. Weil er den Kosmokraten die Gefolgschaft verweigerte, bestraften sie seinen Ungehorsam, indem sie ihn in Stasis versetzten und in einen transparenten Sarg sperrten. Über den Umweg MATERIA gelangte er dann auf die SOL … Wassermal oder Akhimzabar ist Teil einer Galaxiengruppe, die - ähnlich wie das Reich Tradom, von dem man aber an Bord der SOL nichts weiß - auf der Erde zu einer »Hickson Compact Group« gerechnet wird. Am irdischen Himmel befindet sich die Konstellation von HCG 55 im Sternbild Draco (Drache), die fünf Einzelgalaxien scheinen wie auf einer Perlenkette aufgereiht und die Distanz beträgtzwischen 674 und knapp 700 Millionen Lichtjahren. Hierbei ist HCG 55C der Erde am nächsten, eine Balkenspirale vom Typ SBa mit einem Durchmesser von 110.000 Lichtjahren und dem Eigennamen llaneon, gefolgt von HCG 55B alias Salthi und HCG 55E oder Amionnotharab. Wassermal ist HCG 55A, eine Spiralgalaxie vomTyp Sa mit200 Milliarden Sonnenmassen und einem Durchmesser von 90.000 Lichtjahren. Die direkt benachbarte kleine Sterneninsel HCG 55D, Eigenname Zagadra, befindet sich nur 45.000 Lichtjahre »unterhalb« von Wassermal, wobei sich beide Sterneninseln gegenseitig beeinflussen.

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Die SOL und ihre Besatzung haben die Galaxis Wassermal erreicht. Hier erhoffen sich Atlan und seine Begleiter dringende Antworten auf ihre Fragen, die unter anderem den Charakter der verschiedenen Thoregons betreffen.
Mit einem dieser anderen Thoregons beschäftigt sich der PERRY RHODAN-Roman der nächsten Woche. Uwe Anton liefert eine Innenansicht des Reiches Tradom, dessen Machthaber derzeit nach der Milchstraße greifen - sein Roman erscheint unter folgendem Titel:
 
VERSCHOLLEN IN TRADOM

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