Nummer: 2073 Erschienen: 15.05.2001   Kalenderwoche: 20 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Welt der Kralasenen
Der Pakt gegen SEELENQUELL - Rhodan geht in die Offensive
Ernst Vlcek     

Zyklus:  

31 - Die Solare Residenz - Hefte: 2000 - 2099 - Handlungszeit: Mai 1303 - Mai 1304 NGZ (4890 - 4891 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Milchstraße   Trumschvaar            
Zeitraum: Februar 1304 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 12073
Ausstattung:  Clubnachrichten Nr.330
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Am 24. Januar 1304 Neuer Galaktischer Zeitrechnung wird das Grauenvolle zur Wahrheit: Mit einer kampfstarken Flotte von rund 380.000 Raumschiffen greifen die Arkoniden das Solsystem an. Sie stehen unter dem Einfluß der negativen Superintelligenz SEELENQUELL, die seit einiger Zeit in der Milchstraße ihre Macht ausweitet.
Die Posbis, die treuen Verbündeten der Menschheit, entpuppen sich als Verräter. Als die Roboter mit ihren Fragmentraumern, die eigentlich die besiedelten Planeten schützen sollten, auf die Raumschiffe der Terraner schießen, wird den Verantwortlichen klar, daß SEELENQUELL auch auf der Hundertsonnenwelt aktiv geworden ist.
Zuletzt bleibt Perry Rhodan nichts anderes übrig, als die Flucht anzuordnen. Die terranische Flotte zieht sich unter erheblichen Verlusten aus dem Solsystem zurück, und die Heimat der Menschheit wird von den Arkoniden erobert.
Nun müssen die Terraner ganz anders vorgehen. Rhodan entwickelt unpopuläre Pläne - er arbeitet künftig mit dem Ex-Imperator Bostich zusammen. Rhodans »Pakt mit dem Teufel« findet keine große Zustimmung bei den Raumfahrern, auch wenn er insgesamt sinnvoll erscheint.
Gemeinsam einigen sich Rhodan und Bostich auf ein neues Ziel - dabei handelt es sich um die WELT DER KRALASENEN ...

 
Die Hauptpersonen
Der Bekümmerte Kucurrt Den Drahanen treibt der Kummer um den Tod seines Herrschers fast in den Verrat
Perry Rhodan Im Kampf gegen SEELENQUELL muß der Terraner mit seinen bisherigen Feinden zusammenarbeiten
Bostich I. Bei allen Problemen entwickelt sich der ehemalige Imperator zum wichtigen Verbündeten
Reginald Bull Rhodans ältester Freund warnt vor zuviel Vertrauen
Mooruut Das wohl seltsamste Wesen auf dem Planeten Trumschvaar

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Die "Bluthunde des Imperators"
PR-Kommunikation: Perry Rhodan-Con 2001
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Manfred Blumenthal / Herbert Welt / Werner Ölscher / Bernhard Kletzenbauer / Gerhard Börnsen / Stefan Mahler / Günther K.Heini / Thorsten Resener / Saul Bloem / Monika Rösch / Wolfgang Scheurer
LKSgrafik: Hermann Zink: ?
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: De-Keon'athor    Dryhan     Gorians Planet    Sektor Morgenrot    Sol    Thantan    Trumsch    Trumschvaar    Zwotter                                   
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal

Journaldaten: Nummer: / Seite:
Journalgrafik:
Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
Clubdaten: Nummer: 330 / Seiten: 4
Clubgrafik: Lutz Buchholz: Titelbild von Solar Tales 1
Nachrichten: SF-Treff Darmstadt - Roger Murmann / Aix-tragalaktisch - Matthias Pätzhold
Fanzines: Star Solution - Markus Müller / Alien Contact 40 - Edition Avalon / Exterra 20 - Claudia Höfs / PR-FanEdition - Space Shop / Rißzeichnungsjournal 113 - Georg Joergens / Fantastik News 104 - Uwe Schnabel / Solar-X 135 - Wilko Müller jr.
Magazine: Treffer 18 - Thomas Schmitt Verlag / Space View - Heel Verlag
Fan-Romane: Die letzte Chronik - Johannes Ruthenberg / Ein paradisischer Diebstahl - Hary Production
Internet: www.sf-fan.de / www.prbcbs.de / www.irc.at/~mib/fm/fmhtml
Veranstaltungen:
Sonstiges:

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nummer: - Seiten:
Cartoon :
Reporttitel:
Reportgrafik:
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau:
Reportriss: :

Innenillustrationen

Trumschvaar - Tin Tissmany
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:17
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Burg Tin Tissmany stand auf dem Gipfel eines tausend Meter hohen Felsens, der wie ein Anachronismus aus dem ihn umgebenden Grün des Dschungels ragte. Die Festung hatte annähernd die Form eines fünfhundert Meter hohen Trichterbaues, der durch eine Reihe von verschieden hohen Türmen, durch zinnenähnliche Aufbauten und sich weit über den Fels erstreckende Anbauten verfremdet worden war.
Auch der Trichterhof war bis auf eine Höhe von dreihundert Metern voll ausgebaut. Aus ihm ragte mit insgesamt tausend Metern der höchste Turm der Festung, der an der Basis 150 Meter durchmaß, sich nach oben jedoch bis auf eine Dicke von sechzig Metern verjüngte. Und in den drei obersten Etagen dieses Turmes befanden sich die Gemächer des Imperators.


Zeichner:  
Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



Zeichner:
Seite:
� Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



Zeichner:
Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



Zeichner:
Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



Zeichner:
Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



Zeicher:
Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


 

 
 
 
Inhaltsangabe

Der Residenzfunk, der seit dem Rückzug der terranischen Heimatflotte aus dem Sol-System die freien Völker der Milchstraße mit aktuellen Informationen versorgt, strahlt eine Sondersendung aus. Perry Rhodan, Resident der LFT und Imperator Bostich schließen einen Pakt gegen SEELENQUELL und unterzeichnen einen Staatsvertrag. Somit ist die Zusammenarbeit öffentlich besiegelt. Hinter den Kulissen sieht das Verhältnis Rhodans und Bostichs freilich nicht so harmonisch aus. Für die engen Freunde Rhodans, allen voran Bully und Gucky, ist das ganze bestenfalls eine schlecht inszenierte Farce. Sie vertrauen Bostich in keiner Weise und führen seine letzten Zugeständnisse einzig auf die Gier nach der Unsterblichkeit zurück. Seit Rhodans Versprechen, sich bei ES für einen Zellaktivators einzusetzen, ist es zumindest zu einer bedingten Zusammenarbeit gekommen.
 
So konnte die Thronflotte des Imperators gekapert werden und zwar direkt vor den Augen der Arkoniden und somit SEELENQUELLS. Ein Problem stellen jedoch die Besatzungen der arkonidischen Schiffe dar. Da man annehmen muss, das sich unter ihnen zahlreiche Hände SEELENQUELLS befinden, besteht die Gefahr der Ortung. Auch ist es bisher nicht so einfach, die »Hände« von dem unheilvollen Einfluss SEELENQUELLS zu befreien, da bei Abnahme der KrIso Netze Gefahr für Leib und Leben der Träger besteht. Abhilfe schafft erst ein neues Medikament aus den Labors des Ara Zheobitt. Das Medikament, von Zheobitt »Multi-Zheosin« genannt, bekämpft alle tödlichen Nebenwirkungen die bei der Befreiung übernommener Personen auftreten können. Wie zu erwarten war, lässt sich der Ara die Massenherstellung des Medikamentes von den Terranern bezahlen. Außerdem deutet Zheobitt erhebliche Fortschritte bei der Forschung nach einer Heilungsmethode gegen den Gen-Tod der Monochrom-Mutanten an. Alles in allem also gute Nachrichten. Mit Hilfe des neuen Medikaments gelingt es den Terranern die Hände SEELENQUELLS zu entlarven.
 
Imperator Bostich kann daraufhin die arkonidische Besatzung der Thronflotte erneut auf sich einzuschwören. Doch der Imperator will noch mehr in den Kampf gegen SEELENQUELL einbringen. Bostich begibt sich mit Rhodans Hilfe, ständig eskortiert von den beiden KATSUGOS TOMCAT und SHECAT, zum Planeten Trumschvaar, der Zentrale der Kralasenen. Über eine geheime Transmitterverbindung gelangt Bostich in seine Privatgemächer in der Burg Tin Tissmany, dem Hauptquartier der Elitetruppe. Doch auch auf Trumschvaar hat SEELENQUELL bereits seine »Hände« unter den kommandierenden Offizieren. Der Quartiermeister des Imperators, genannt »Der Bekümmerte Kucurrt«, hat längst erkannt, das die Informationen des Residenzfunks über SEELENQUELL der Wahrheit entsprechen. Der Quartiermeister gehört zum Volke der Dryhanen und ist mit speziellen Sinnen ausgestattet. Zudem gelten die Dryhanen dem Imperator als bedingungslos treu ergeben. Mit Hilfe des Dryhanen kann Bostich die »Hände« SEELENQUELLS entmachten und die Kralasenen als Verstärkung im Kampf gegen die negative Superintelligenz gewinnen. Nach der Rückkehr Bostichs wird jedoch klar, dass es noch mehr Aktionen Bedarf um gegen SEELENQUELL vorzugehen, denn nicht ein einziges Volk der Galaxis hat sich dem Aufruf des Residenzfunks angeschlossen. Die Gründe liegen in Angst vor Repressalien, oder weil bereits wichtige Positionen auf den jeweiligen Planeten in der Hand des SEELENQUELL sind.

 
Rezension

-

 

   
Inhaltsangabe 2

Am 10. Februar 1304 NGZ meldet der terranische Residenzfunk in einer Sondersendung, dass zwischen dem Terranischen Residenten Perry Rhodan und dem arkonidischen Imperator Bostich I. ein Staatsvertrag geschlossen wurde. Er bezieht sich in der Hauptsache auf die Bekämpfung der jungen negativen Superintelligenz SEELENQUELL, die sich auf Arkon eingenistet hat. Alle freiheitsliebenden Völker der Milchstraße werden aufgerufen, sich diesem Pakt anzuschließen.
 
Burg Tin Tissmany – Der Bekümmerte Kucurrt
Auf Trumschvaar, dem Planeten der Kralasenen, bahnen sich große Ereignisse an. Der Bekümmerte Kucurrt kann mit seinem Dryhanensinn die mentalen Impulse des Drachen, der unter der Burg Tin Tissmany hausen soll, nicht mehr wahrnehmen. Einen Versuch, den stellvertretenden Kommandanten Vogas ter Morgar darauf hinzuweisen, nimmt dieser nicht ernst und tut die Existenz des Drachen als Aberglauben ab.
 
Dabei bemerkt der Dryhane, dass Vogus ter Morgar echte Begeisterung für den neuen Imperator Bostich II., empfindet. Empfindungen, die für ter Morgar, nach den Kenntnissen des Dryhanen, fremd sein müssten.
 
Kucurrt verkraftet es nur schwer, dass er nun einem neuen Tai Moas dienen soll, nämlich Bostich II. Das Verhalten von Vogus ter Morgar und die Inhalte des Residenzfunks, den er abhören kann, schüren seine Zweifel an den offiziellen Meldungen von Arkon.
 
Kalups Pforte – Bostich und sein Nachfolger
Reginald Bull, der mit einer Korvette zum System Kalups Pforte gekommen ist, und Gucky versuchen, Perry Rhodan vor den Tücken von Bostich I. zu warnen. Der gefangene Imperator des arkonidischen Imperiums wird von den beiden Wild Cats-Robotern begleitet und bewacht. Perry Rhodan lässt Bostich zu einer Konferenz bringen und präsentiert ihm dort seine gekaperte Thronflotte ARK'IMPERION und den bei der Kaperung vernichteten Roboter, den SEELENQUELL als seinen Nachfolger einsetzte. Doch Bostich ist nicht bereit, mit den Terranern zusammenzuarbeiten, solange seine Forderungen – die Instandsetzung der Thronflotte unter seinem Kommando – nicht erfüllt sind. Rhodan kann dies nicht zusagen, solange sich noch Hände SEELENQUELLS unter den 11.000 Mann Besatzung befinden. Um diese zweifelsfrei zu erkennen und vom Einfluss der jungen Superintelligenz befreien zu können, arbeitet Zheobitt, der Aramediziner, an diesem Problem.
 
Am 15. Februar 1304 NGZ ruft Zheobitt aus seinem Schiff ZENTRIFUGE II Perry Rhodan an. Er eröffnet ihm, dass er ein Mittel, er nennt es Multi-Zheosin, gefunden hat, den Herztod von befreiten Händen SEELENQUELLS zu verhindern. Zusammen mit neuen PsIso-Netzen verkauft Zheobitt das Mittel für einen hohen Preis an die Terraner.
 
Burg Tin Tissmany – Der Drache erwacht
Auf der Burg Tin Tissmany treibt es den Bekümmerten Kucurrt umher. In der Welt der Kralasenen ist er ein Fremder, der respektiert, aber nicht geachtet wird. Hart und unbarmherzig werden die Bluthunde des Imperators in den Trainingsgründen von Trumschvaar geschult. Als demütiger Diener für den Imperator, der nur sehr selten in seine Gemächer kommt, ist er genau das Gegenteil. Nachdem er sich auch beim Kommandanten der Burg, Colteyn on Jartis, eine Abfuhr eingehandelt hat, versucht er wieder, den Drachen unter der Burg zu kontaktieren – ;und es gelingt ihm zu seiner Überraschung. Dieser gibt sich als Mooruut zu erkennen. Gerade während dieser Unterhaltung schrillen die Alarmsirenen durch die Burg. In der Ortungszentrale wurde dies als psionische Schockwelle angemessen, die der Mooruut ausgesandt hat. Ein Anruf vom stellvertretenden Kommandanten, Vogus ter Morgar, befiehlt ihm, den Ortungschef Nedor Vetenis aufzusuchen, um ihm bei der Bekämpfung des Drachen zur Verfügung zu stehen. Mit seinem Dryhanensinn erkennt der Kucurrt, dass auch der Ortungschef diese seltsame Verehrung zu Bostich II. hat. Er sieht sich von lauter Feinden seines Tai Moas umgeben und ist bereit, mithilfe des Drachen diese Feinde zu bekämpfen.
 
Sektor Morgenrot – Befreiung der Thronflotte
Am 17. Februar starten die Tenderflotte, die die arkonidische Thronflotte auf ihren Plattformen verankert hat, und die LEIF ERIKSSON zu einem Treffpunkt im Sektor Morgenrot. Auch Bull fliegt mit der VASCO DA GAMA und der DAVID LIVINGSTONE zu diesem Treffpunkt. Mit Hilfe der neuen PsIso-Netze und des Multi-Zheosins versuchen die Terraner mit Bostichs Unterstützung, die Besatzungen der Thronflotte vom Einfluss SEELENQUELLS zu befreien und von der Echtheit des Imperators zu überzeugen. Zuerst wird bei Vereáhor, dem Kommandanten der ZHYM'RANTON, unter Protest das KrIso-Netz gegen das neue PsIso-Netz ausgetauscht. Mit einer Injektion Multi-Zheosin kann auch der Herztod des Kommandanten verhindert werden. Bis zum nächsten Morgen ist die Aktion Seelensturz abgeschlossen und die Besatzung der Thronflotte vom Einfluss SEELENQUELLS befreit.
 
Burg Tin Tissmany – Intrigen auf Trumschvaar
Der Bekümmerte Kucurrt kennt die Geheimtransmitter der Burg und begibt sich über einen solchen in die Privatgemächern von Calteyn on Jartis. Als er mit seinen Dryhanensinn im Nebenraum einen Mord erlauscht, glaubt er, dass der Keon'athor on Jartis von drei Händen SEELENQUELLS ermordet wurde. Er ruft den Stellvertreter Vogus ter Morgar an, um von ihm Instruktionen zu erhalten, wie er sich bei der Bekämpfung des Drachen zu verhalten hat. Sein Plan ist jedoch, mithilfe des Drachen die Burg zu zerstören, da sie in den Händen von Feinden seines Imperators ist.
 
Sektor Morgenrot/Trumsch – Die Befreiung der Kralasenen
Nachdem Bostich durch die Aktivierung der Thronflotte auch die letzten Zweifler unter der Besatzung von seiner wahren Identität überzeugt hat, starten die ZHYM'RANTON und die LEIF ERIKSSON zur Sonne Trumsch im Randgebiet des galaktischen Zentrums. Der Imperator hat die Koordinaten der Welt der Kralasenen offenbart. In einer Entfernung von zwei Lichtjahren gehen die beiden Raumschiffe in den Ortungsschutz einer kleinen roten Sonne. Mit einen Geheimtransmitter lässt sich Bostich I. mit den zwei Wild-Cat-Robotern in seine Privatgemächer auf Tin Tissmany abstrahlen.
 
Er erscheint in dem Augenblick, in dem der Bekümmerte Kucurrt den Drachen durch falsche Angaben dazu bewegen will, die Burg zu zerstören. Mit seinen untrüglichen Dryhanensinn erkennt er Bostich als seinen rechtmäßigen Herrn. Den Drachen lenkt er kurzentschlossen in die Falle, in der ihn die Kralasenen vernichten können.
 
Doch auch nachdem Kucurrt den Kralasenen verkündet hat, dass Bostich I. noch lebt, bekämpft ihn eine große Anzahl, geführt von den Händen SEELENQUELLS. Geschützt und begleitet von TOMCAT und SHECAT, versucht der Imperator, eine Ausweichzentrale zu erreichen. Unterwegs begegnen Sie Vogus ter Morgar, dessen Attentat auf Bostich durch TOMCAT verhindert wird.
 
Bei seinem Rundgang durch die Burg kann der Dryhane viele Kralasenen wieder für Bostich I. zurückgewinnen. Aber er erfährt auch, dass der De-Keon'athor Colteyn on Jartis, den er für tot hielt, lebt und die Geschicke der Burg Tin Tissmany steuert.
 
Als Bostich I. die Ausweichzentrale erreicht hat, um die Steuerung der Burg zu übernehmen, erscheint ein Hologramm des Zweiten Festungskommandanten, der in der Hauptzentrale sitzt, und bedroht ihn. Zur selben Zeit erreicht der Bekümmerte Kucurrt die Hauptzentrale und erschießt Colteyn on Jartis, so dass die Gefahr für Bostich I. gebannt ist.
 
Mit Hilfe der PsIso-Netze können alle Kralasenen vom Einfluss SEELENQUELLS befreit werden.
 
Am nächsten Tag kehren die LEIF ERIKKSSON und die ZHYM'RANTON zum gemeinsamen Treffpunkt zurück. Die Hoffnungen, die Perry Rhodan in den Aufruf an die Milchstraßenvölker gesetzt hat, werden nicht erfüllt. Kein Volk hat sich dem Pakt gegen SEELENQUELL angeschlossen.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Die "Bluthunde des Imperators"

Seit der Entstehung SEELENQUELLS haben sich die Ereignisse förmlich überschlagen. Daß Bostichs Entführung von Ertrus Reaktionen hervorrufen würde, war allen Beteiligten klar. Doch ob man wirklich damit gerechnet hat, daß es auf eine solche Eskalation hinausläuft, ist eine andere Frage. Zwar waren die entsprechenden Planungen für Gegenmaßnahmen vorhanden, aber als entscheidender Unsicherheitsfaktor erwies sich die negative Superintelligenz. Mit der Inthronisierung des Roboters »Enzon da Bostich« als neuer Imperator Bostich II. wurde ein aus dem Zugriff SEELENQUELLS befreiter und an der Seite der Terraner auftretender Bostich I. für die Öffentlichkeit »unglaubwürdig«. Die fingierte Ermordung des Imperators diente sogar als »Grund« für die Kriegserklärung und den Angriff auf das Solsystem selbst. Es kann angesichts der Geschwindigkeit dieser Aktion - der Aufmarsch im Orion-Delta-System begann schließlich vor der Kriegserklärung und basierte zweifellos auf genauen logistischen Planungen - davon ausgegangen werden, daß es sich um die Umsetzung eines Szenarios handelte, das Bostich I. schon vor SEELENQUELLS Entstehung ausarbeiten ließ. Eher unwahrscheinlich ist allerdings, daß es für die nahe Zukunft konkret zur Ausführung gelangt wäre, denn Bostich verfolgte im Gegensatz zu SEELENQUELL die »Salamitaktik« der kleinen Schritte.
 
Am 10. Februar 1304 NGZ verkünden nun Perry Rhodan und Bostich gemeinsam den »Pakt gegen SEELENQUELL«, weil sich die negative Superintelligenz nur bei breitester Unterstützung besiegen lassen wird - wenn überhaupt. Daß Bostich zu dieser Zusammenarbeit überhaupt bereit ist und bei erfolgreichem Vorgehen sogar den Abzug der kristallimperialistischen Verbände aus dem Solsystem zugesagt hat, läßt sich ausschließlich durch den für ihn »in Aussicht« gestellten Zellaktivator erklären. Immerhin war die relative Unsterblichkeit seit jeher sein geheimer Traum. Aber ein unsterblicher Bostich? Für viele dürfte das zu Recht eine grauenvolle Vorstellung sein! Bis auf weiteres ist man allerdings auf den Arkoniden angewiesen - und ob Lotho Keraete die unverschämte Forderung überhaupt erfüllen wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. Bis dahin kommt es also zu einer Zusammenarbeit, selbst wenn diese dem altterranischen Ausspruch »den Teufel mit dem Beelzebub bekämpfen« ziemlich nahe kommen dürfte.
 
Bostich war für lange Zeit als Herrscher auf dem Kristallthron eine Marionette - und nachdem er sich »freigeschwommen« hatte, behielt er sein grundsätzliches Mißtrauen und traf entsprechende Vorkehrungen. SEELENQUELL mag viele Hände haben, die offiziellen Zugriffs- und Berechtigungs-Kodes werden inzwischen geändert sein - nicht aber jene Dinge, die ausschließlich Bostich allein bekannt sind. Die Hoffnung ist hierbei, daß für SEELENQUELL dieses Wissen mit Bostichs Befreiung ebenfalls verlorenging oder erst gar nicht im Detail erfaßt wurde. Erster Ansatzpunkt für Bostich ist die Truppe der Kralasenen, mit deren Hilfe er bereits sein Marionetten-Dasein überwunden hatte: 1277 NGZ starb der alte Leiter der Tu-Ra-Cel, die zur Dachorganisation der Celista-Geheimdienste geworden war, eines unnatürlichen, auf Machtkämpfe zurückgehenden Todes. Damals wagte es Bostich erstmals offen, die Empfehlungen seiner »Ratgeber« und damit letztlich auch den Willen der Khasurnmeisterin Dimeria Ta-Senkara zu ignorieren.
 
Niemand widersprach, als er in eigener Herrlichkeit Sargor da Progeron zum neuen Leiter berief. Dieser hatte sich in Geheimgesprächen, in Erinnerung an die gemeinsame ARK SUMMIA-Zeit, aber auch aus persönlichem Ehrgeiz, von vornherein auf Bostichs Seite gestellt - war er doch inzwischen der mächtige und gefürchtete Anführer der Kralasenen geworden, die anfangs »nur« seine persönliche Garde stellten, ab etwa 1295 NGZ aber zu den »Bluthunden des Imperators« wurden, von denen sogar abgebrühte Celistas hinter vorgehaltener Hand sprachen. Wer sich mit der arkonidischen Geschichte beschäftigt, weiß, daß die Kralasenen eine lange und durchaus wechselvolle »Tradition« haben. Ihre eigentlichen Ursprünge reichen bis in die Epoche der Archaischen Perioden zurück, als zwischen etwa 3000 und 3760 da Ark (entspricht etwa 16.885 bis 15.986 vor Christus) galaxisweite, aus dem galaktischen Zentrum hervorbrechende Hyperstürme nahezu die gesamte Hypertechnik lahmlegten und die Kontakte zwischen den Welten des Tai Ark'Tussan unterbanden.
 
Auch auf Gos'Rantons selbst, der Kristallwelt, die damals noch nicht ins System der Drei Welten umgruppiert war, herrschten nach dem Zusammenbruch der interstellaren Raumfahrt katastrophale Zustände. Die Chroniken zahlreicher Khasurn berichteten von Essoya-Aufständen, Speicher-Besatzern, Hungerkarawanen, Adel-Massakern, marodierenden Söldnertrupps und Plünderbanden jeglicher Coleur. Vor allem jene als »Kralasenen« bezeichneten Horden galten als die Schlimmsten - sie hatten ihren Namen von Kralas abgeleitet, der für Sturm und Stärke stehenden Inkarnation des She'Huhan-Wettergottes Tormana da Bargk. In den folgenden Jahrhunderten und Jahrtausenden gab es immer wieder Arkoniden, die sich auf diese Kralasenen beriefen. Ihren eigentlichen »Ruf« erhielten sie allerdings, als in Atlans Jugendzeit einer der Mörder seines Vaters, der frühere Oberschaffungsmeister und spätere Blinde Sofgart, aus ihnen eine »Elitetruppe« machte, deren Hauptwelt Trumschvaar war (siehe ATLAN 18).
 
Auch spätere Imperatoren griffen auf diese Truppe zurück, gründeten sie neu, gliederten sie in die Celista-Geheimdienste ein oder verboten sie aus mannigfaltigen Gründen. Unter Sargor da Progeron und Bostich I. erlangten sie abermals Bedeutung - und wie die Ereignisse auf Trumschvaar zeigen, gelten sie weiterhin nicht umsonst als die Treuesten der Treuen

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Beim Kampf um die Freiheit für die Milchstraße können die Kralasenen wichtige Verbündete sein - ausgerechnet die Bluthunde des Imperators, mit die gefährlichsten Feinde, die Terra in den letzten Jahren hatte.
 
Doch Perry Rhodan muß mit dem bisherigen Feind paktieren, um den gemeinsamen Gegner aller intelligenten Lebewesen in der Menschheitsgalaxis bekämpfen zu können.
 
Die bisherigen Feinde starten eine kombinierte Aktion - diesmal im Zentrum der Macht.
 
Darüber berichtet Hans Kneifel. Sein PERRY RHODAN-Gastroman ist der zweite, den der Altmeister der Serie in diesem Zyklus schreibt, und er erscheint unter folgendem Titel:
 
NEUN TAGE DES ZITTERNS

Alle Seiten, Datenbanken und Scripte ©  PR & Atlan Materiequelle (1997 - 2019)