Nummer: 2052 Erschienen: 19.12.2000   Kalenderwoche: 51 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Verkünder des Imperators
Nach der Machtübernahme - auf Arkon beginnt der Widerstand
Arndt Ellmer

Zyklus:  

31 - Die Solare Residenz - Hefte: 2000 - 2099 - Handlungszeit: Mai 1303 - Mai 1304 NGZ (4890 - 4891 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Thantur-Lok   Solsystem            
Zeitraum: Dezember 1303 NGZ bis Januar 1304 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 02052
Ausstattung:  Report Nr.323
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Gegen Ende des Jahres 1303 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das dem Jahr 4890 alter Zeit entspricht, steht die Bevölkerung der Milchstraße in einer ganz entscheidenden Phase ihrer Geschichte - ohne daß der »normale Mensch« bislang etwas mitbekommen hat. Diese Phase ist Resultat einer Entwicklung, die letztlich damit begann, daß sich die Liga Freier Terraner der Koalition Thoregon angeschlossen hat, einem Zusammenschluß von Völkern aus sechs Galaxien, und daß Perry Rhodan zum Sechsten Boten von Thoregon ernannt worden ist.
Das Kristallimperium der Arkoniden unter dem machtgierigen Imperator Bostich I. hat sich in den letzten Tagen des Jahres 1303 NGZ umgewandelt: Als Göttliches Imperium wird es nun versuchen, seine Macht über die Milchstraße auszudehnen. Es ist absehbar, daß Arkon bald seine Hand nach der Erde ausstrecken wird.
Perry Rhodan versucht seit langem, den großen galaktischen Krieg zu vermeiden. Jetzt aber sieht er sich einer noch größeren Bedrohung ausgesetzt. Aus den Bewußtseinen von 35.000 terranischen Monochrom-Mutanten und dem mit dem Anzug der Phantome ausgerüsteten Wrehemo Seelenquell entstand auf Arkon eine neue Wesenheit: die Superintelligenz SEELENQUELL. Rhodan wurde Zeuge dieser Entstehung, und ihm gelang die Flucht aus dem Arkon-System. Jetzt aber muß der Terraner reagieren. Wobei Arkon nach wie vor das Zentrum des Geschehens ist: Dort erscheint der VERKÜNDER DES IMPERATORS ...

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Terranische Resident schmiedet Pläne gegen das "Göttliche Imperium"
Bré Tsinga Die Kosmopsychologin geht auf eine heikle Mission
Cistolo Khan Der ehemalige LFT-Kommissar wird einer besonderen Behandlung unterzogen
Morkhero Seelenquell Das Wesen aus dem Land Dommrath ringt ums Überleben
Julian Tifflor Der Galaktische Rat der Terraner wirkt als "Hand" der Superintelligenz

Allgemein
Titelbildzeichner: Ralph Voltz
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Das Galaktikum
PR-Kommunikation: Die PR-Fan-Edition
Statistiken:
Witzrakete: Harry M.: Kontakt-Knilch - Tierische Vorfahren (im Report)
Leserbriefe: Jens Jung / Götz Piesbergen / Wolfgang Miesch / Hans-Joachim Wulff / Bernd Rinnerthaler / Oliver Naujoks
LKSgrafik: Juerg Schmidt: Milchstrasse Anno 1303 NGZ
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Akonen    Antis     Brücke in die Unendlichkeit    Crest Spaceport    Necrem                                                   
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal

Journaldaten: Nummer: / Seite:
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Journalnews:

Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
Clubdaten: Nummer:  / Seiten:
Clubgrafik:
Nachrichten:
Fanzines:
Magazine:
Fan-Romane:
Internet:
Veranstaltungen:
Sonstiges:

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nummer: 323 - Seiten: 11
Cartoon : Rüsselmops - der Außerirdische (Folge 195) / Harry M.: Kontakt-Knilch - Tierische Vorfahren
Reporttitel: Report-Intro (Hubert Haensel) / Michael Thiesen: Der Mythor das Angesicht gab ... Nikolai Lutohin (1932-2000) / Klaus N.Frick: Bebilderte Welten 7 / Hubert Haensel: Reginald Bull - Der Werkstattbericht zur Kosmos-Chronik Band 1 / Fotos: 2. Preis: Roger Jeschke; 3. Preis: Yannick Weiß
Reportgrafik: Dieter Bohn: Foto: 1. Preis im PR-Modellbau-Fotowettbewerb Thema MARCO POLO
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau: Verlagspublikationen Januar 2001
Reportriss: :

Innenillustrationen

Impressionen - Perry Rhodan und die Brücke in die Unendlichkeit
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:11
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Rhodan kann über Traversan und verschiedene Transmitterstationen nach Terra zurückkehren, wo er von Bully persönlich empfangen wird. Die Nachricht über die Wiederherstellung der Dreierkonstellation der Arkonplaneten und Fertigstellung des fliegenden Flottenzentralkommandos haben bereits für Aufregung gesorgt. Die Nachricht über die Entstehung der negativen Superintelligenz jedoch löst tiefe Betroffenheit und Sorge aus. Wie Rhodan selbst bestätigt besteht die Gefahr, die Mächtigkeitsballung von ES an eine andere, negative Entität zu verlieren. Rhodan hält es unter diesen Vorraussetzungen für unerlässlich über die Brücke zu gehen und die anderen Thoregon Völker um Hilfe zu bitten. Als er jedoch den Pilzdom auf Trokan betritt, muss der Sechste Bote feststellen, das die Brücke nicht begehbar ist. Der Bohlensteg, der sicherlich nur als Symbol für etwas steht, das die Menschen nicht vollständig begreifen können, weißt große Lücken auf und scheint teilweise zerstört. Auch das Passantum kann keine Antwort geben, wer oder was die Brücke in diesen Zustand versetzt hat, so muss Rhodan unverrichteter Dinge nach Trokan zurück kehren.
 
Bei seinem Weg zurück stellt der Resident fest, das die Entfernung auf dem Steg zurück zum Pilzdom sich von seinem Eintritt unterscheidet. Auf Trokan angekommen erkennt Rhodan, das es zu einer Zeitverschiebung von mehreren Stunden gekommen ist, obwohl er nur wenige Minuten auf der Brücke verweilte. Die Brücke stellt also nicht nur einen Weg durch den Raum sondern auch durch die Zeit dar. Etwas das man sicherlich mehr als bisher berücksichtigen muss, denn solche Zeitphänomene stellen eine potentielle Gefahr dar. Arkon I: Cistolo Khan hat längst bemerkt das am Verhalten Tifflors etwas nicht stimmt. Tifflor bewegt sich ungewöhnlich offen und frei auf Arkon I, und das obwohl der arkonidische Geheimdienst ihn auf seiner Liste als unerwünschte Person führt. Cistolo beginnt sich Gedanken zu machen und beobachtet Tifflor  argwöhnisch. Als er sich schließlich sein Verhalten nicht mehr rational erklären kann, stellt er den Terraner in seinem Büro zur Rede. Doch Tifflor hat Khan's Besuch bereits erwartet und paralysiert ihn kurzerhand. Bei vollem Bewusstsein, jedoch unfähig sich zu wehren muss Khan mit Entsetzen zusehen, wie Tifflor sein PsIso-Netz gegen ein arkonidisches KrIso-Netz austauscht. Fast augenblicklich spürt er die mentalen Impulse und Befehle des SEELENQUELL. Cistolo Khan wird zur »Hand« des SEELENQUELL. Auf Terra beginnt man ebenfalls die Geschehnisse auf Arkon I zu beobachten und zu analysieren.
 
Die Neue USO, im Gegensatz zum TLD mit Agenten auf Arkon I vertreten, beobachtet die Schritte der neuen Entität und zeichnet alle Veränderungen auf. Aus einem Gespräch mit Monkey, der Rhodan zahlreiche Informationen liefert, muss der Resident schließen, das bereits Angehörige der LFT Vertretung unter dem Einfluss der negativen Entität stehen. Rhodan zieht an Hand des Verhaltens der Arkoniden die Schlussfolgerung, das die KrIso-Netze wirkungslos gegenüber den Mentalbefehlen des SEELENQUELL sind und entsendet Bré Tsinga die Botschaftsangehörigen unauffällig zu untersuchen. Auf Arkon I angelangt, nimmt Bré ihre Untersuchungen sofort auf und kann Cistolo Khan alsbald entlarven. Die Kosmopsychologin kann den Terraner überwältigen, ihm das wirkungslose KrIso-Netz abnehmen und durch ein Netz terranischer Bauart ersetzen. Als Cistolo Khan wieder Herr seiner eigenen Sinne ist, berichtet er Bré Tsinga von der Unterwerfung Tifflors. Bré Tsinga übermittelt die neuen Informationen umgehend nach Terra. Und noch ein Schicksal erfüllt sich. Morkhero Seelenquell, der ehemalige Schüler Wrehemo's ist nicht tot! Das körperlich schwache Wesen, das über keinen Silberträger mehr verfügt, schleppt sich über das Landefeld von Arkon I und ist dem Erschöpfungstod nahe. Dann erinnert sich SEELENQUELL an ihn. Die neue Entität lässt Morkhero am Leben und macht ihn zu seinem Verkünder. Es stellt ihm sogar einen neuen Träger zur Verfügung..... Die Überprüfung der LFT-Vertretung ist abgeschlossen, einzig Tifflor bleibt unauffindbar.
 
Bei einer Sitzung des Galaktikums müssen die Terraner feststellen, das bereits ein großer Prozentsatz der Galaktischen Räte unter dem Einfluss des SEELENQUELL steht. Als sich Imperator Bostich als unabkömmlich entschuldigen lässt und seinen neuen Vertreter entsendet, geht ein Raunen durch den Tagungssaal. Der neue Sprecher ist niemand anderes als Morkhero Seelenquell. Sein neuer Träger ist zum großen Entsetzen der terranischen Delegation auch kein Unbekannter, es handelt sich um Julian Tifflor! Tifflor bringt Rhodan und die Terraner vor dem Galaktikum in Misskredit und bezeichnet die von den Terranern verbreiteten Informationen über SEELENQUELL als Lügen und Fälschungen. Tifflor, der in der ganzen Galaxis als Mann der Wahrheit bekannt ist, kann selbst Räte überzeugen, die bisher auf der Seite Terra's standen. Unter dem Zwang seines Reiters sagt sich Tifflor von Terra los und gibt an, von nun an als Träger des Verkünders für Arkon zu wirken. Rhodan, der all diese Informationen von Bré Tsinga erhält, ist schockiert. Er lässt die terranische Vertretung vorerst ruhen und beordert aller Vertreter nach Terra zurück. Er weiß, das SEELENQUELL vorerst nicht direkt gegen Terra vorgehen wird. Die junge Entität muss erst Kräfte sammeln und wird sich auf eine Politik der Nadelstiche beschränken. Aus diesem Grund beschließt Rhodan zunächst dem Hilferuf von Ertrus zu folgen. Die ehemalige LFT Welt liegt noch immer unter der Besatzung der Arkoniden. Rhodan schwört sich ebenfalls, das er Tifflor so schnell wie möglich aus den Klauen des SEELENQUELL befreien wird.

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Ohne zu begreifen, was geschehen ist, erwacht Cistolo Khan am 27. Dezember 1303 NGZ in Mirkandol aus der Bewusstlosigkeit, in die ihn die Entstehung SEELENQUELLS stürzte. Julian Tifflors Stellvertreter vermutet, dass Arkon eine geheime Truppe aus Monochrom-Mutanten aufgestellt hat, die während der Feierlichkeiten zur Gründung des Huhany'Tussan außer Kontrolle geriet. Die Lässigkeit Tifflors auf das Geschehen, der sowieso seit Santanz auffällig agiert, macht Khan misstrauisch, zumal der Zellaktivatorträger spurlos verschwindet.
 
Khan stellt fest, dass von Tifflor in letzter Zeit wiederholt Detailinformationen über das Verteidigungssystem der LFT aus dem Botschaftssyntron abgerufen wurden. Inzwischen ist der 3. Januar des neuen Jahres angebrochen, und Khan erfährt gerüchteweise, Tifflor habe den Jahreswechsel zusammen mit Blues im Kristallpalast verbracht. Als er den Zellaktivatorträger zur Rede stellt, reißt dieser ihm sein PsIso-Netz vom Kopf und ersetzt es durch ein KrIso-Netz. Khan wird sofort von SEELENQUELL unterjocht.
 
Morkhero Seelenquell wird halbtot von Arkoniden gefunden. Sie stehen im Bann der jungen Superintelligenz und bringen ihn nach Arkon III. SEELENQUELL sieht in Morkhero ein lebendes Abbild seines einstigen Volkes und schenkt ihm das Leben. Er soll sein Verkünder sein und erhält Tifflor als neuen Träger.
 
Von Traversan kommend, erreichen Perry Rhodan und Zheobitt über Transmitter Terra. Kurz darauf informiert der Erste Terraner Maurenzi Curtiz die Bürger der LFT über das, was Rhodan auf Arkon erlebte. Anschließend werden die anderen galaktischen Völker verständigt und Moharion Mawrey, die die Ereignisse von Para-City überstanden hat, bekommt den Auftrag, die verbliebenen Monochrom-Mutanten dem Zugriff SEELENQUELLS zu entziehen.
 
Auf der Suche nach Hilfe betritt Rhodan die Brücke in die Unendlichkeit über den Pilzdom von Trokan. Bestürzt stellt er fest, dass sie so stark beschädigt ist, dass er sie nicht benutzen kann. Das Passantum kann sich die Zerstörungen nicht erklären, vermutet aber, dass die Brücke eines Tages wieder benutzbar sein wird. Der Resident kehrt nach Terra zurück, wo inzwischen 32 Stunden vergangen sind.
 
Von Quinto-Center meldet sich Monkey über Hyperfunk und teilt mit, dass sich SEELENQUELL auf Arkon III niedergelassen habe. Des Weiteren haben die Ertruser erneut um Hilfe gebeten, und die arkonidischen KrIso-Netze scheinen nutzlos zu sein. Rhodan entsendet Bré Tsinga mit dem Diplomatenkreuzer KIRKEN nach Arkon. Sie soll sich über den Zustand der terranischen Diplomaten informieren.
 
Über GALORS spricht Rhodan anschließend Warnungen an alle Völker bezüglich der negativen Superintelligenz aus. Er bietet allen Galaktikern PsIso-Netze an und rät, sich von Arkon fern zu halten, um SEELENQUELL zu isolieren. Wenige Stunden später dementiert Imperator Bostich I. alle Aussagen des Terraners und begründet Rhodans Lügen mit dem Neid der LFT auf das Huhany'Tussan.
 
In Mirkandol angekommen, spricht Tsinga zuerst mit einigen Solmothen, wie Sontramagi und Werlenquest. Danach sucht sie die terranische Botschaft auf und stellt fest, dass Khan ein KrIso-Netz trägt. Tsinga macht das rückgängig, und Khan gewinnt unter großen Qualen seine Freiheit zurück. Ohne die Kosmopsychologin fliegt die KIRKEN zurück nach Terra.
 
In Mirkandol wird eine Sondersitzung des Galaktikums einberufen, und vor den 30.000 Delegierten bezeichnet Praden-Thol, Galaktischer Rat der Akonen, die mit Arkon ein Stillhalteabkommen geschlossen haben, den terranischen Residenten als verrückt. Khan hält eine zornige Gegenrede, und Gravonizorte Furunadde, der Cheborparner, macht zurückhaltend seine Skepsis gegenüber Rhodan deutlich. Ebenso reagieren weitere Delegierte, die Tsinga größtenteils für noch nicht abhängig hält.
 
Zum Abschluss der Sitzung zeigt sich Imperator Bostich I. über Bildschirm den Delegierten. Er präsentiert dem überraschten Galaktikum Morkhero als seinen neuen Verkünder und Tifflor, dessen Träger, erklärt, Rhodans Lügen seien der Grund, warum er sich von der LFT losgesagt hätte. Die Delegierten wenden sich jetzt endgültig gegen die LFT.
 
Mit seiner LEIF ERIKSSON landet Rhodan am 7. Januar auf Arkon I. Alle terranischen Delegierten verlassen Mirkandol und das Arkon-System, das das Schiff ungehindert wieder verlassen darf.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Das Galaktikum

Wenn wir die galaktische Geschichte seit dem Auftreten der Terraner auf dieser Bühne einmal Revue passieren lassen, fällt leider auf, daß Zeiten, in denen mehr oder weniger funktionierende »gesamtgalaktische Strukturen« existiert haben, schon recht lange vorbei sind.
Einen ersten und für rund 200 Jahre durchaus erfolgreichen Versuch gab es mit der Galaktischen Allianz und dem Vereinten Imperium, entstanden als Reaktion auf die Bedrohung durch Posbis und Laurins. In jene Zeit fiel auch die Gründung der alten USO am 1. Juli 2115, einer damals ebenso anerkannten wie respektierten, wenngleich vielleicht von dem einen oder anderen nicht ganz so gerne gesehenen Organisation. Mit dem Zerfall von Galaktischer Allianz und Vereintem Imperium begann dann aber ein Prozeß, der eher in Rivalität und Kleinstaaterei mündete: Im vormals arkonidischen Einflußbereich entstanden Tausende rivalisierender Duodezmonarchien, die Akonen köchelten an ihrem eigenen Süppchen, und Terra bekam ebenfalls Probleme mit seinen Abkömmlingen, wie schon das Beispiel von Iratio Hondros Plophosern zeigte.
 
Spätestens nach dem Großangriff der Dolans auf das Solsystem und den sich daraus ergebenden Folgen wurde auch hinsichtlich des Solaren Imperiums eher von einem »Sterbenden Imperium« gesprochen. Aus abgefallenen Kolonien gingen neue Konstellationen wie Carsualscher Bund, Imperium Dabrifa und Zentralgalaktische Union hervor. Sicher, das Solare Imperium blieb eine starke Großmacht. Aber die übrige Galaxis zeigte sich um so zerrissener, nicht zuletzt auch, wenn wir an die als »Bruderkriege« titulierten Auseinandersetzungen zwischen den Blues-Völkern nach dem Ende der Gataser-Hegemonie denken. Hinzu kamen dann Katastrophen wie die Schwarm-Verdummung: Angesichts der wahren Dimensionen dieser Zäsur, die eigentlich jeden Verstand überfordert, verwundert es nicht einmal, daß hier Verdrängungsmechanismen und »Verharmlosung« folgten. Aber man stelle sich konkret vor: Eine ganze Galaxis mit Billionen Lebewesen wird auf prätechnisches Niveau zurückgeworfen! Niemand hat die Abermilliarden Opfer gezählt, aber es gab sie...
 
Und die nächste Zäsur folgte schnell mit dem Hetos der Sieben. In jene Zeit fiel dann auch der zunächst eher belächelte zweite Versuch zur Schaffung gesamtgalaktischer Strukturen: Galaktische Völkerwürde-Koalition, in der Kurzform GAVÖK, war die von Atlan gewählte Bezeichnung für die im Dezember 3580 neugegründete Allianz der galaktischen Völker, deren oberstes Ziel darin bestand, die Invasoren des Hetos der Sieben mit vereinten Kräften wieder aus der Milchstraße zu vertreiben. Die Vereinigung umfaßte zunächst nur die wirtschaftliche und militärische Macht der Beteiligten und war ein Völkerbündnis auf freiwilliger Basis. Die politischen und weltanschaulichen Vorstellungen ließen sich ungleich schwerer auf einen gemeinsamen Nenner bringen, doch infolge der allen galaktischen Völkern drohenden Gefahr durch das Konzil wurden sie notgedrungen weit in den Hintergrund gestellt. Das GAVÖK-Forum als oberstes Gremium bestand aus Vertretern aller 381 Mitgliedsvölker; die Posbis hatten einen ständigen Vertreter im Forum, ohne selbst Vollmitglied zu sein, die Haluter hielten sich zurück.
 
Die modifizierte Satzung der GAVÖK, seit 127 NGZ in Kraft, beinhaltete folgende Punkte:
 
Die GAVÖK-Partner verpflichteten sich, untereinander Frieden zu wahren
Eine Einmischung in interne Probleme eines Volkes durch die GAVÖK war unzulässig.
Die GAVÖK-Partner verpflichteten sich zur gegenseitigen Hilfeleistung gegen jeden Feind oder Angreifer, wenn der Angegriffene durch Antrag um Hilfe ersuchte und das Forum dem Antrag mit mindestens Vierfünftelmehrheit zustimmte. Vorher war zu prüfen, ob die Bedrohung nicht mit diplomatischen Mitteln beseitigt werden konnte.
Die GAVÖK verfügte über keine eigene Kampfflotte, sondern die Flotten blieben in der ausschließlichen Hoheit der Mitgliedsvölker, obwohl im Ernstfall das Forum die von den Mitgliedern abgestellten Verbände führte.
 
Im Jahr 429 NGZ ging aus der GAVÖK das Galaktikum als eine Art Galaktisches Parlament hervor, in dem alle Milchstraßenbewohner vertreten sein sollten. Bei seiner Gründung bestand es aus insgesamt 383 Mitgliedsvölkern, von denen die meisten allerdings von den großen Nationen - Blues, Arkoniden, Terraner - abstammten. Das oberste Prinzip des Galaktikums war der Konsens: Keine Entscheidung durfte die lebenswichtigen Interessen eines Mitgliedsvolkes verletzen - was im Extrem auf Selbstblockade hinauslaufen konnte, ja mußte, wenn es hart auf hart kam. Ziel des Galaktikums war, neben der Förderung des weiteren Zusammenwachsens der galaktischen Zivilisationen einen der Kosmischen Hanse ebenbürtigen Machtfaktor in der Milchstraße zu bilden. Auf dem Papier war das Galaktikum zuständig für Außenpolitik, Verteidigung, Beziehungen zur Kosmischen Hanse und alle sonstigen Fragen, die die gesamte Milchstraße betrafen: Währung, galaktisches Recht und dergleichen. Im Jahr 445 NGZ betrug die Zahl der im Galaktikum vereinten Milchstraßenvölker genau 400.
 
Während der Monos-Diktatur war das Galaktikum nur eine Farce, danach wurde es neu errichtet, geriet nach kurzem Aufschwung aber immer mehr in die Interessenkonflikte der galaktischen Großmächte. Tagungsort war anfangs das im Verlauf der Tolkander-Invasion zerstörte Humanidrom im Orbit von Lokvorth; seit 1290 NGZ ist es Mirkandol auf Arkon I. Sicher kann (und muß!) man über Erfolg oder Mißerfolg beziehungsweise Versagen des Galaktikums, vor allem seit seiner Ansiedlung auf der Kristallwelt, trefflich streiten. Stets ist bei einer solchen Betrachtung aber zu berücksichtigen, daß Strukturen und Organisationen wie das Galaktikum nur so viel wert sein können, wie ihnen von den Mitgliedern beigemessen wird. Und in dieser Hinsicht lag und liegt vieles im argen..

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Die neue Superintelligenz SEELENQUELL ist bestrebt, ihren Einfluß langsam und eher heimlich auszubauen. Der Griff zur kompletten Macht über die Milchstraße wird erst nach und nach kommen - davon gehen die Analytiker der Terraner aus. Aus diesem Grund können Perry Rhodan und seine Mitstreiter mit Gegenaktionen beginnen. Als erstes Ziel wird Ertrus ausgewählt … Mehr über diese Aktionen berichtet Hubert Haensel in seinem PERRY RHODAN-Roman, der in der nächsten Woche erscheint und folgenden Titel trägt:
 
DER NEUE TATO

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