Nochmals: der Paros-Schattenschirm


Kommentarnummer: 1498

Heftnummer: 2374

Erschienen: 01.01.1970

Betrifft die Begriffe:

   

   

Autor:

Rainer Castor

Erster Teil:

Weitere Teile:

            



Nach dem erfolgreichen Ersteinsatz bei Quinto-Center wares mehrals nur naheliegend, dass das Paros-Prinzip unter Hochdruck für die Verwendung an Bord von Raumschiffen modifiziert wurde. Als entscheidend für die rasche Umsetzung erwies sich hierbei, dass die eigentliche »Ergänzung« des vorhandenen Schutz-feld-Projektor- und -Generator-Systems - genauer. der Projektorendstufe der Paratronkonverter - eher klein ausfällt und durch die Hilfe derAlgorrian die Feinjustierung der Wandler und Projektoren kein Problem mehr darstellt. Bei einem 2500-Meter-Raumer wie der LEIF ERIKSSON II betrifft es insgesamt fünfzehn, bei den ENTDECKERN Typ II acht Paratronkonverter. Die sogenannten Paros-Wandler stellen die Kernstücke der Ergänzung dar - vergleichsweise kleine Aggregatblöcke, die in die Projektorendstufen integriert sind und mit ihren »Filtern« aus HS-Howalgonium für die spezifische Emissionsänderung sorgen und den Paros-Effekt entstehen lassen.
 
Hierbei kommt es zur Teilentmaterialisation des feldumschlossenen Objekts durch den erweiterten Aufriss der Dimensionstransmitter-Funktion bei gleichzeitigerAusprägungeiner modifizierten Paratronblase im Sinne eines nur bis zu einem gewissen Grad eigen-ständigen Miniaturuniversums, ohne dass dieses komplett aus dem Standarduniversum verschwindet. Die hier wirkenden Kräfte, konventionellen Waffenwirkungen und dergleichen haben auf den »höhergeordneten Zwischenzustand« und damit das feldumschlossene Raumschiff nur bedingt oder gar keinen Einfluss mehr, welches somit für Hyper-Ortung und -Tastung quasi »unsichtbar« wird. Die Eigenemissionen werden über Mikro-Aufrisse der modifizierten Paratronblase in den Hyperraum abgeleitet und dringen somit nicht über die Ausdehnung des Schattenschirms hinaus, sodass die Passivortung von Feindraumern nichts empfangen kann. Aktive Tasterimpulse werden deflektorgleich umgeleitet und liefern somit ebenfalls keine Ergebnisse. Unter dem Strich kommt dies einem extrem wirkungsvollen Ortungsschutz gleich, wenngleich auf geringe Distanz im normaloptischen Bereich natürlich der »substanzlose Schatten« zu erkennen ist.
 
Dieser Schatten-Modus, wie der Einsatz im Schutz von Paros-Schattenschirmen genannt wird, hat jedoch buchstäblich seine »Schatten-Seiten«. Mit jeder Sekunde wird extrem kostbares, schwer herstellbares HS-Howalgonium im wahrsten Sinn des Wortes verbrannt!
In Quinto-Center war das kein Problem, dort wird HS-Howalgonium bekanntlich mithilfe von HWG-02 direkt produziert. Raumschiffe dagegen führen HS-Howalgonium nur als begrenztes Ladegut mit und können verbrauchtes Material im Einsatznicht ersetzen. Jeder Einsatz des Paros-Schattenschirms will also gut durchdacht sein! Vorerst kann sich niemand leisten, den Schatten-Modus länger als für kurze Zeit einzusetzen  etwa aufVerdacht, aus Sicherheitsgründen oder dergleichen. Ende 1345 NGZ liegt der »Verbrauch« an HS-Howalgonium bei rund 0,017 Gramm pro Schiff pro Sekunde aktiviertem Paros-Schattenschirm - unter starker Belastung kann der Verbrauch jedoch deutlich nach oben schnellen …
 
Beim »Normalverbrauch« ergibt das zwar»nur« rund ein Gramm pro Einsatzminute oder rund 61 Gramm pro Einsatzstunde, doch wenn man bedenkt, dass aus einem Kilogramm unbehandeltem Howalgonium im aufwändigen Verfahren des Prozesses der Hyperladungsstabilisation nur 560 Gramm stabiles HS-Howalgonium gewonnen werden können, sieht die Angelegenheit schon von dieser Seite her anders aus. Zudem wird HS-Howalgonium ja in vieler anderen Geräten und Aggregaten unbedingt benötigt und ist eigentlich fürs »Verbrennen« viel zu wertvoll. Möglich, dass diese Modalitäten irgendwann geändert werden können, dass sich der Betrieb der Schattenschirme optimieren lässt, sodass auch sehr viel mehr Einheiten damit ausgerüstet werden können als die wenigen Experimentalschiffe, die derzeit im Einsatz sind. Doch das gilt es abzuwarten.
 
Erste Erfahrungswerte hinsichtlich der Belastbarkeit des Paros-Schattenschirms zeigen, dass die Potenzialkanonen der Terminalen Kolonne TRAITOR weitgehend wirkungslos bleiben, doch die anderen Waffen der Traitanks und sonstigen TRAITOR-Einheiten führen zur Überlastung, sofern zehn und mehr Raumer gleichzeitig angreifen und ihre Waffen für mindestens zehn Sekunden im Punktbeschuss synchronisieren können. Dass hyperphysikalisch wirksame Waffen wie beispielsweise' Intervallstrahler und dergleichen den Paros-Schattenschirm überlasten können, ist insofern nichts Neues, als sie »auf gleichem Niveau« ansetzen - und das gilt in gleicher Weise für HÜ- und Paratronschirme


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