Nummer: 12 Erschienen: 02.03.2012   Seiten: Innenillus: Preis:

Tod unter fremder Sonne
Marc A.Herren

Zyklus:  

NEO 2 - Expedition Wega - Hefte: 9 - 16 - Handlungszeit: 2036

Großzyklus:  NEO 01 - Epoche 1 / Hefte: 1 - 100 / Zyklen: 1 - 9 / Handlungszeit:
Örtlichkeiten: / / / / /
Zeitraum:
ISBN:
EAN 1:
EAN 2:
Ausstattung: 
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Rückseite"

SSpätsommer 2036: Nachdem ihr Raumschiff von den Topsidern abgeschossen worden ist, stranden Perry Rhodan und seine Begleiter auf dem Planeten Ferrol. Dort werden sie getrennt. Ein Teil der Gruppe kommt in ein Gefangenenlager der Topsider; dort müssen die Menschen ums Überleben kämpfen. Auf der Erde spitzt sich die Lage mittlerweile zu. Die fremdartigen Fantan drangsalieren die Menschen - sie entführen und stehlen, was sie interessiert, und nehmen keine Rücksicht. Widerstand gegen ihre überlegene Technik scheint zwecklos. Reginald Bull, Perry Rhodans bester Freund, wird ebenfalls verschleppt. Sein erster Ausflug ins All endet in einer mysteriösen Raumstation - dort scheint die lebenslange Gefangenschaft auf ihn und seine Gefährten zu warten …

 
Die Hauptpersonen

Allgemein
Titelbildzeichner: Dirk Schulz  Horst Gotta
Innenilluszeichner:  
 
Inhaltsangabe

Terra: Am 9. Juli 2036 erhält der Münchner Bernhard Frank unerwarteten Besuch von seiner Tochter Caroline. Sie erklärt, dass sie nach Terrania reisen und sich Perry Rhodan anschließen will. Sie eröffnet ihrem Vater, dass sie eine Mutantin ist. Sie kann erkennen, wenn jemand etwas (oder jemanden) verloren hat, und ist dann in der Lage, den verschwundenen Gegenstand oder die vermisste Person zu finden. Diese Gabe hat Caroline und ihrer Familie in der Vergangenheit gute Dienste geleistet, denn auf diese Weise hat ihr Vater vor einigen Jahren einen spektakulären Kriminalfall aufgeklärt. Kidnapper hatten den Sohn des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg entführt, und mit Franks Hilfe konnte der Junge befreit werden. Der dankbare Vater hatte Frank ein Aktienpaket geschenkt und ihn somit zum Multimillionär gemacht. Caroline hat ihre Mutantengabe in all den Jahren zwar genutzt, unter anderem bei ihrer Arbeit als Bundespolizistin, aber sie hat niemanden eingeweiht, denn sie hatte Angst, als Freak zu gelten. In Terrania wäre sie dagegen unter ihresgleichen. Schließlich machen sich Vater und Tochter gemeinsam auf die Reise nach China. Am 1. August kommen sie in Terrania an. Sie werden von John Marshall und Allan D. Mercant in Empfang genommen. Der Telepath hat Carolines Kräfte sofort erkannt, und sie kommen ihm gerade recht, denn Rico ist verschwunden. Rico ist mit Quiniu Soptor unterwegs im Golf von Bohai. Die Halb-Arkonidin hat sich ihrer Tarnung (künstliche Haut) entledigt und stellt ihren Aufklärer als Unterwasserfahrzeug für Ricos Suche zur Verfügung. Durch diese neue Aufgabe fühlt sie sich mit einer bislang nicht gekannten Lebendigkeit erfüllt. Der Roboter leidet noch immer unter Erinnerungsverlust, ahnt aber, dass sich sein Ziel irgendwo im Atlantik befindet. Am 2. August entdecken die beiden das Wrack eines halb im Meeresgrund versunkenen arkonidischen Schlachtschiffes und wenig später eine riesige Unterseekuppel. Die Anlage wird durch eine Positronik gesteuert, die Rico kennt und einlässt. Der Roboter gibt der Positronik den Befehl, mutierte Arkoniden-Abkömmlinge als ungefährlich zu betrachten, so dass Quiniu die Kuppel betreten kann. Ricos Erinnerungen kehren teilweise zurück. Er weiß, dass er am Ziel ist - aber sein Herr, nach dem er gesucht hat, ist nicht anwesend. Letzter bekannter Aufenthaltsort ist ein Raum, in dem eine Art Portal steht, dessen Funktionsweise weder Rico noch der Positronik bekannt ist. In der Zwischenzeit hat Caroline Frank Rico aufgespürt. Mit fünf U-Booten folgen Streitkräfte der Terranischen Union seiner Spur. Kommandant ist He Jian-Dong. Bei den U-Booten kommt erstmals chinesisch-arkonidische Hybridtechnik zum Einsatz. Die Soldaten sind mit neu konstruierten Energiestrahlern ausgerüstet. Allan D. Mercant und die Franks sind mit an Bord. Die Terraner entdecken den versunkenen Kugelraumer und die Kuppel. Die Kuppelpositronik gewährt den Menschen Zutritt, da sie sie für Nachkommen arkonidischer Kolonisten hält. Rico stellt sich den Eindringlingen entgegen. Es kommt zu einem heftigen Feuergefecht, bei dem einige Soldaten sterben. Caroline versucht Schlimmeres zu verhindern und behauptet, sie könne Rico bei der Suche nach seinem Herrn helfen. Der Roboter schnappt sich die Frau und will sich im Schutz seines Energieschirmes zurückziehen, hat aber nicht mit den neuen terranischen Energiewaffen gerechnet. Er wird schwer beschädigt. Caroline erleidet Verbrennungen, kann Quiniu aber mitteilen, dass Ricos Herr durch das Portal gegangen ist. Es gelingt der Halb-Arkonidin, das Portal zu aktivieren - es ist ein Transmitter. Quiniu durchschreitet das Portal mit Rico und zerstört den Transmitter mit einer Granate. Caroline und die anderen Terraner bleiben in der Kuppel zurück. Wega-System: Tako Kakutas Gruppe wird von den Topsidern auf einen Mond Ferrols deportiert. Es kommt zu Spannungen, weil Anne Sloane glaubt, Kakuta habe sich grundlos geweigert, seine Gefährten per Teleportation in Sicherheit zu bringen. Im Gefangenenlager herrscht das Recht des Stärkeren. Topsidische Wachen lassen sich nicht blicken. Rod Nyssen fordert den Anführer einer Bande, die die Menschen ausplündern will, zu einem Kampf auf Leben und Tod heraus. Mit telekinetischer Unterstützung durch Sloane gewinnt er die Oberhand, wird aber im letzten Moment mit einer vergifteten Waffe verwundet und stirbt. Sloane gibt Kakuta auch hieran die Schuld. Immerhin haben die Menschen jetzt den Respekt der Ferronen gewonnen und werden in Ruhe gelassen. Schließlich gelingt die Flucht doch noch. Die Menschen verstecken sich in einem Transportcontainer. Bestimmungsort ist Pigell, der sechste Planet des Wega-Systems. SREGAR-NAKUT: Sid González überlebt die Fehlteleportation und ist bald wieder auf dem Damm. Sue Mirafiore verkraftet die Transitionsschocks nicht, die mit dem Überlichtflug der SREGAR-NAKUT verbunden sind. Sie wird immer schwächer, bis feststeht, dass sie die nächste Transition nicht überleben wird. Skelir, der Sue als persönliches Besun betrachtet, holt Hilfe: Einen Humanoiden namens Fulkar. Auch er ist als Besun an Bord. Er ist Arzt und kann über die primitiven Behandlungsmethoden der Menschen nur den spitz zulaufenden Kopf schütteln. Er heilt das Mädchen mit Hilfe überlegener Technik und nimmt sich ihres verkrüppelten Armes an. Sid erkundet das Fantan-Schiff und entdeckt einige überlichtschnelle Beiboote. Eines davon soll zur Flucht genutzt werden und wird nach einem legendären Meisterdieb auf den Namen ARSENE LUPIN getauft. Sid holt Sue ab und ermöglicht es der ARSENE LUPIN, das Mutterschiff zu verlassen. Dieses hat allerdings seinen Bestimmungsort, den Planeten Myranmar, bereits erreicht. Dort gibt es eine riesige Raumstation und Unmengen von Raumschiffen, die die ARSENE LUPIN einkesseln. Durch ihre beinahe gelungene Flucht haben die Menschen in den Augen der Fantan einen höheren Besun-Status errungen. Sie werden in ein mit Energieschirmen gesichertes Gefängnis gebracht, in dem sie einem Leidensgenossen begegnen. Sid und Sue spüren sofort, dass dieses etwa einen Meter große, bepelzte Wesen Parafähigkeiten besitzt. Das Wesen erinnert an eine Mischung aus Maus und Biber. Es spricht die Menschen freundlich in englischer Sprache an - es nennt sich Gucky, Retter des Universums…

Rezension

Der Coup ist gelungen! Wenngleich ich gehofft hatte, die Neo-Serie werde Gucky-frei bleiben. Ein Multimutant in Rhodans Diensten könnte sich als wahrer Spannungs-Killer erweisen. Aber wer weiß, vielleicht sind seine Parafähigkeiten ja nicht so ausgeprägt wie die des Original-Gucky. Wenn doch, muss man sich fragen, wie es den Fantan gelungen ist, ihn zu schnappen. Immer vorausgesetzt natürlich, dass er unfreiwillig in die Hände der Fantan geraten ist. Woher kann er übrigens Englisch? War er schon einmal auf der Erde oder hatte er Kontakt mit jemandem, der ihm diese Sprache beigebracht hat? Einen Translator scheint er nicht zu nutzen. Fragen über Fragen. Es kommen gleich noch mehr. Weil sie sehr negativ klingen, sei vorab gesagt, dass mir der Roman durchaus gefallen hat, auch und gerade im Vergleich mit den letzten beiden Taschenheften, denn Marcs Stil gefällt mir. Er baut zahlreiche lustige Anspielungen ein (Ricola! Wer hat's erfunden? Die Arkoniden wohl nicht…), lässt ein bisschen Alltagstechnik des 21. Jahrhunderts einfließen (etwas weniger Zuckerberg-Lobpreisung wäre aber besser gewesen) und bemüht sich um tiefer gehende Charakterzeichnung. Ich muss aber gestehen, dass mich Anne Sloanes feindselige Haltung Tako Kakuta gegenüber nicht überzeugen konnte. Das kommt zu plötzlich, zumal gerade ihr klar sein müsste, dass der Teleporter gar nicht in der Lage gewesen wäre, seine Freunde in Sicherheit zu bringen. Wurde denn in den vergangenen Taschenheften nicht immer wieder betont, dass die Mutanten keine Supermenschen sind? Auch frage ich mich, wann Anne angefangen hat, sich in Rod Nyssen zu verlieben. Ich dachte, dass da eher etwas zwischen ihr und John Marshall geht? Mit Caroline Frank wird eine interessante neue Mutantin eingeführt, aber viel zu passend zur aktuellen Situation. Ohne sie wäre Rico niemals aufgestöbert worden. Wie praktisch, dass Caroline gerade jetzt aus dem Hut hervorgezaubert werden konnte, nicht wahr? Ihre Begabung gleicht übrigens Pete Moores Fähigkeit in Stephen Kings Roman Duddits - Dreamcatcher. Fulkars bissige Kommentare zur irdischen Medizin erinnern an Star Trek IV. Die Arkoniden wissen nicht, was ein Torbogentransmitter ist. In der Originalserie handelt es sich um lemurische Technik, also um Hinterlassenschaften eines Volkes, das einst auf der Erde gelebt und weite Teile der Milchstraße besiedelt hat. Das lemurische Sternenreich ist vor ca. 50.000 Jahren von Invasoren zerschlagen worden. Aus Überresten des Reiches fern der Erde haben sich die Arkoniden entwickelt. Die Menschen sind Nachkommen von Lemurern, die einen verheerenden Angriff der Invasoren auf die Erde überlebt haben. Die Ferronen gehören ebenfalls zu den Nachkommen der Lemurer. Wahrscheinlich ist das in der Neo-Serie genauso. Die Verwandtschaft wäre die Erklärung für die erstaunlichen anatomischen Übereinstimmungen der genannten Völker. Hat Atlan (wer sonst sollte wohl Ricos Herr sein?) den Transmitter in der Tiefsee gefunden oder ist womöglich die ganze Kuppel lemurischen Ursprungs? Wir erinnern uns: Rico selbst ist das Produkt einer Technik, die der arkonidischen überlegen ist. Auf welches Ziel mag der Transmitter programmiert sein? Ich tippe auf das Wega-System. Jetzt aber zu den Fragen. Zunächst mal ein paar Kleinigkeiten, die ich nicht näher ausführe: Woher weiß Bull, wie man Fantan-Raumschiffe steuert? Warum kann Quiniu einen Torbogentransmitter bedienen, obwohl diese Technik den Arkoniden völlig unbekannt ist? Seit wann ist Mercant Geheimdienstchef? Spricht Darja in topsidischer Sprache mit den Topsidern? Wann hat sie das gelernt? Wieso können Mercant und seinesgleichen nach Belieben schalten und walten, wenn doch alle möglichen Nationen Terrania-feindlich eingestellt sind und obendrein angeblich überall auf der Erde Unruhen ausgebrochen sind? Wie konnten also die U-Boote per Hubschrauber von China nach Portugal transportiert werden? Wo haben die Hubschrauber aufgetankt? Wer hat ihnen erlaubt, in den Luftraum der verschiedenen Länder entlang des Weges einzudringen? Wenn es niemand erlaubt hat, warum wurden sie dann nicht abgefangen? Warum darf He Jian-Dong den U-Boot-Einsatz leiten? Hat der gute Mann sich nicht gerade erst als gefährlicher Verräter entpuppt? Hat er nicht zu jenen gehört, die Terrania verlassen haben, oder irre ich mich da? Auf zwei Punkte will ich etwas näher eingehen. 1. Die chinesisch-arkonidische Hybridtechnik. Normalerweise machen mir Technik-Bugs in PR-Romanen nicht so viel aus. Ich habe keinen Taschenrechner und keine Datenblätter oder die Perrypedia dabei, wenn ich die Romane lese, so dass es mir meistens gar nicht auffällt, wenn die Autoren bei Geschwindigkeits-, Entfernungs- und Zeitangaben oder anderen "technischen" Details daneben liegen. Aber in sich schlüssig sollte das Ganze schon bleiben. Tja, und wenn die Terranische Union im August 2036 plötzlich über eine unbekannte Anzahl von Energiestrahlern, vier Supercopter und fünf U-Boote verfügt, wobei letztere Neukonstruktionen sind, zu deren Bau Arkonstahl verwendet wurde, dann frage ich mich doch, wie das möglich sein soll. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die NASA über Werkstoffe verfügt, die der Menschheit noch gar nicht bekannt sein dürften (vgl. PR Neo 7 und 8), d.h. dass womöglich schon seit längerer Zeit mit Arkonstahl gearbeitet wird, und selbst wenn die Baupläne für die U-Boote bereits fertig waren, so ist die kurze Bauzeit - es können nur wenige Wochen gewesen sein - doch extrem unglaubwürdig, um es mal vorsichtig auszudrücken. Terrania muss mit Klappspaten aus den Beständen der chinesischen Armee aufgebaut werden, weil die arkonidischen Roboter mangels Wartung ausfallen, und gleichzeitig werden gleich fünf Hochleistungs-U-Boote und Dutzende Strahlwaffen mit chinesisch-arkonidischer Hybridtechnik konstruiert? Wo haben die Terraner die hierfür benötigte umfassende industrielle Infrastruktur versteckt? Das passt doch alles nicht zusammen. 2. Ricos Dummheit. Bernhard Franks Pod - also ein Erzeugnis irdischer Primitivtechnik - ist schlau genug, Herrn Frank entgegen seiner Programmierung wegen eines Verkehrsstaus früher zu wecken, aber die arkonidische Kontrollpositronik in der Tiefseekuppel kann sich nicht über eine mündlich gegebene Anweisung Ricos hinwegsetzen, wenn die als harmlos bezeichneten Eindringlinge anfangen, wild in der Gegend herumzuballern? Gut, nehmen wir einfach mal als gegeben hin, dass irdische Technik eigenwilliger reagiert als arkonidische. Und dass Rico auf die Schnelle keine bessere Idee hatte, als einen leichtsinnigen Pauschal-Befehl zu erteilen. Aber warum zum Teufel ändert Rico den Befehl dann nicht? Warum tritt er den Menschen allein entgegen? Schließlich müssen irgendwelche Verteidigungsanlagen in die Kuppel eingebaut sein, sonst hätte die Positronik nicht angedroht, Quiniu zu eliminieren. Dann erkennt Rico nicht, dass die Menschen keineswegs nur normale Sturmgewehre dabeihaben - warum nicht? Lassen sich die Energiemagazine der Strahlwaffen nicht orten? Die Rechnung für diese unglaubliche Dummheit wird prompt präsentiert. Rico ist mal wieder Schrott, und die Terraner sind im Besitz der Tiefseekuppel. Sollte sich die Positronik nicht doch noch zu Abwehrmaßnahmen hinreißen lassen, so dürften die Terraner jetzt über einen unermesslichen Fundus an Supertechnik verfügen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die wieder verloren geht. Wäre ja nicht das erste Mal.

    
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