Nummer: 2831 Erschienen: 20.11.2015   Kalenderwoche: Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 2,10 €

Der Pensor
Überraschende Einblicke in den Kosmos - der Endkampf um die ATLANC steht bevor
Marc A.Herren     

Zyklus:  

39 - Die Jenzeitigen Lande - Hefte: 2800 - 2874 - Handlungszeit: 17.11.1517 NGZ bis Januar 1519 NGZ (mit Reisen in Bereiche jenseits der Zeit sowie Abstechern in die Jahre 20.103.191 v. Chr., 99.781 v. Chr., 8050 v. Chr., 971 NGZ und 2577 NGZ) - Handlungsebene: Die Reise der ATLANC

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten: Andrabasch   WEYD'SHAN            
Zeitraum: 7.Februar 2271 NGZ (ATLANC-Bordzeit)
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 52831
EAN 2: 4199124602101
Ausstattung:  Risszeichnung
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1518 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ). Die Menschen haben mit der Liga Freier Terraner ein großes Sternenreich in der Milchstraße errichtet; sie leben in Frieden mit den meisten bekannten Zivilisationen.
 
Doch wirklich frei ist niemand. Die Milchstraße wird vom Atopischen Tribunal kontrolliert. Dessen Vertreter behaupten, nur seine Herrschaft verhindere den Untergang – den Weltenbrand – der gesamten Galaxis.
 
Atlan, der unsterbliche Arkonide, will dem Tribunal in dessen Machtzentrum gegenübertreten, um die Wahrheit zu erfahren. Bis zur Passagewelt Andrabasch ist er bereits vorgestoßen, doch ohne besondere Berechtigung endet sein Weg dort. Seine einzige Chance ist die Hilfe eines anderen Piloten: DER PENSOR …

 
Die Hauptpersonen
Atlan Der Arkonide wird in ein Gespräch über Türme und Schächte verwickelt.
Shukard Ziellos Der Genifer erhält unverhoffte Hilfe.
Veyqen Der Tesqire trifft seine Wahl.
Gosgad Hehrer von Trynn Die beiden Technoscouts aus dem Volk der Cüünen schlagen sich tapfer.
Amtum Hehre von Orbagosd Die beiden Technoscouts aus dem Volk der Cüünen schlagen sich tapfer.
Guineva Sternenwaag Die Sprecherin riskiert alles, um die ATLANC zu retten.

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
Kommentar / Computer: :
PR-Kommunikation: Austria Con 2016
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Uwe Heinzmann / Stefan Peschl / Markus Kiesel / Dr. Jürgen Henk / Sascha Schwarz / Mario Bartolovic
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Cherrenped'shan    Cüünen Zeitrechnung    Sternenwaag, Guineva    Inklusorium Technoklause   Schlauch                                                   
Computerecke:
Preisauschreiben:
Gregor Sedlag : 500-Meter-Wohmodul der RAS TSCHUBAI - Terranische Technik

Journal

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Innenillustrationen

Impressionen
Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:25
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Atlan und seine Begleiter durchwandern die alternativen Versionen der WEYD'SHAN. Dabei begegnen sie immer wieder den Cherrenped'shan. Von manchen werden sie angegriffen, von anderen wird ihnen geholfen, nachdem sie wertvolle Hilfe bei Reparaturarbeiten geleistet haben. Atlan wird zu einem Atopischen Synaptor geführt, in dem er Kontakt mit einem Fauthen erhält, oder zumindest mit einem Überrest eines dieser unbegreiflichen Wesen. Unter der Voraussetzung, dass er den Balg zerstört, der sich als Bedrohung für das Atopenschiff erwiesen hat, erhält Atlan die mit einer Warnung verbundene Erlaubnis, einen Zellaktivator aus der WEYD'SHAN mitzunehmen. Die hiesigen Aktivatoren sehen aus wie sechs Zentimeter lange Sanduhren. Eine enthält blaue Kügelchen, die andere rote. Atlan muss seine Wahl weise treffen, denn nur eines der Geräte erfüllt die für den Flug durch die Zehrzone möglicherweise benötigte Funktion. Das andere spendet kein Leben, sondern raubt Vitalenergie.
 
Diesen Umstand nutzt Atlan, um Veyqen auszutricksen, der plötzlich erscheint und Shukard Ziellos als Geisel nimmt. Atlan gibt die Warnung des Fauthen mit abgewandeltem Wortlaut wieder, so dass sich Veyqen für den Zellaktivator mit roten Kügelchen entscheidet. Prompt zerfällt er zu Staub. Atlan nimmt den mit blauen Kügelchen gefüllten Zellaktivator an sich und macht sich unter der Führung eines Cherrenped'shan auf den Weg zum Pensor. Shukard, Gosgad Hehrer von Trynn und Amtum Hehre von Orbagosd bleiben zurück. Als sie wieder einmal von Cherrenped'shan angegriffen werden und in Todesgefahr geraten, meldet sich der besiegt geglaubte Balg bei Shukard. Das Wesen bietet dem Transterraner seine Hilfe an. Shukard lässt zu, dass sich der Balg mit seinem Körper verbindet. Durch die Fähigkeiten des Balgs wird Shukard zu einem unüberwindlichen Kämpfer. Er gerät in einen Tötungsrausch und metzelt alle Stelzenwürmer nieder. Anschließend muss er feststellen, dass er den Balg nicht wieder loswird. Das Wesen verfolgt eigene Ziele ...
 
In der Zentrale der WEYD'SHAN steht Atlan endlich dem Pensor gegenüber, einem über drei Meter großen Humanoiden, der einen klobigen schwarzgrauen und mit hellblau leuchtenden Hieroglyphen übersäten Anzug trägt. Das unter einer transparenten Helmblase erkennbare Gesicht wirkt puppenhaft. Der Pensor erkennt, dass Atlan jenseits der Materiequellen war, und ist bereit, ihn anzuhören. Als Atlan erklärt, er müsse mit Thez sprechen, erhält er vom Pensor eine Lehrstunde in Kosmologie. Dem Pensor zufolge ist das Universum ein achtdimensionales Gefäß, dessen achte Dimension es ihm ermöglicht, sich selbst zu enthalten. Vereinfacht ausgedrückt sind die Materiequellen und -senken für jemanden wie Atlan dasselbe, was ein Turm und ein Schacht für die Bewohner einer zweidimensionalen Welt wären. Die 2D-Wesen könnten zwar den Umfang des Turmes ermitteln, aber sie wären nicht in der Lage, seine Höhe zu erkennen. Die Ausdehnung eines Objekts im dreidimensionalen Raum, der immer da ist, den sie aber nicht wahrnehmen können, ist für sie rein hypothetisch. Die Superintelligenzen wären die Fundamente solcher Türme und die Kosmokraten/Chaotarchen sowohl ihre Eingeborenen als auch ihre Hausmeister. Sie sind die Türme, haben sich aber von ihnen gelöst und können durch den für die 2D-Wesen unbegreiflichen 3D-Raum reisen. Das heißt: Die Kosmokraten stellen eine Weiterentwicklung der Materiequellen dar und sind daran interessiert, sie zu erhalten oder gar zu vergrößern. Die Kosmokraten/Chaotarchen sind bei weitem nicht der Endpunkt derartiger Entwicklungen. Thez hat sich schon weiterentwickelt - er ist dem Horizont des GESETZES ein gutes Stück näher. Der Pensor scheint sich schon darauf zu freuen, Atlans Wunsch zu erfüllen. Die WEYD'SHAN wird für alle Zukunft den Cherrenped'shan übergeben. Ein Wagen wird bereit gemacht, der den Pensor, Atlan und dessen Begleiter in die ATLANC bringen soll.
 
Doch dort stehen die Dinge nicht zum Besten. Da der Toloceste Vor der Atomwacht nur Lua Virtanen und Vogel Ziellos mit in Sektor T genommen hat, von wo aus die Reise ins wahre Innere der Synkavernen weitergehen soll, muss sich Guineva Sternenwaag allein mit den radikalen Pionieren befassen. Beim Kampf gegen diese Infininauten wird Guinevas geliebter Schlitten zerstört. Die fast schon zum Bestandteil ihres Körpers gewordene Hightech-Rüstung wird schwer beschädigt. Guineva muss feststellen, dass selbst erfahrene CyboGen-Transterraner wie Tabea Sehnsuchtsquell auf der Seite der Infininauten stehen, obwohl deren Machenschaften bereits zu katastrophalen Veränderungen in den Introversen Gefilden geführt haben. Sie begegnet den Sudpurun Anh und Bahr. Die beiden sprechen von der "Geborenen des ANC", die möglicherweise alles wieder ins Lot bringen kann. Da die Geborene des ANC noch nicht eingetroffen ist, führen die Sudpurun Guineva zu den Klonfabriken der Pioniere, in denen auch ihre "Schwester" Morgaine erschaffen wurde. Dort ist inzwischen eine ganze Armee optimierter Klone entstanden. Hinter alldem steckt Guinevas tot geglaubter Elter Arthemia Sternenwaag, dem sie jetzt gegenübersteht.

Johannes Kreis

 
Rezension

Endlich ein Lichtblick nach dreiwöchiger Durststrecke! Marc lässt die Katze allerdings erst am Ende des Romans aus dem Sack, zuvor müssen wir durch das etwas langwierige Hin und Her mit den mal freundlichen, mal feindlichen Cherrenped'shan hindurch. Langeweile stellt sich dabei jedoch nicht ein, denn immer wenn es sich zu ziehen beginnt, wird in die ATLANC umgeblendet, wo Guineva Sternenwaag auf sich allein gestellt gegen die Infininauten vorgehen muss. Anscheinend waren ihre bisherigen Bemühungen (siehe PR 2821) doch nicht so erfolgreich wie gedacht. Man muss übrigens bedenken, dass seitdem auch schon wieder zwei Jahre Handlungszeit vergangen sind. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass nur Bruchteile der Synkavernen erforscht wurden, so ist es kein Wunder, dass da jemand unbemerkt alle möglichen Vorbereitungen treffen und die ATLANC an den Rand des Abgrunds bringen konnte. Die Motivation dieser Leute wurde ja schon ausreichend erklärt.
 
Da wird Atlan aber gucken, wenn er zurückkommt - jetzt hat er jemanden mit der Legitimation zum Weiterflug dabei, möglicherweise aber kein Schiff mehr! Doch zunächst einmal ist da ja noch der Balg. Sein vermeintliches Ende ist mir gleich verdächtig vorgekommen, denn dass diese Dinger nicht so leicht zu vernichten sind, wissen wir seit PR 2703. Der Balg hat von Matan Addaru Dannoer den Auftrag erhalten, Atlan unter allen Umständen aufzuhalten. Sicherlich wird der Kampf gegen diese Kreatur Thema des nächsten Romans sein - der Titel lässt darauf schließen. Ich vermute, dass der Pensor dabei ein Wörtchen mitzureden haben wird. Noch wissen wir nicht, über welche Machtmittel er verfügt. Ich war überrascht, wie schnell der Pensor bereit war, mit Atlan zu gehen und ihn womöglich sogar in die Jenzeitigen Lande zu bringen. Warum sollte er das tun? Aus reiner Abenteuerlust? Hier müsste eine Erklärung nachgereicht werden.
 
Atlans Lehrstunde in Kosmologie bringt im Grunde keine neuen Erkenntnisse, liefert aber ein sehr schönes und anschaulich formuliertes Sinnbild für die Entwicklung des Lebens im Perryversum, also eine Ergänzung des Zwiebelschalenmodells oder vielmehr eine alternative Version desselben, die die Erkenntnismöglichkeiten der Wesen in den jeweiligen Zwiebelschalen berücksichtigt. Besonders interessant ist dabei natürlich die Behauptung, dass sich die Kosmokraten/Chaotarchen immer noch weiterentwickeln. Somit wäre Thez (also ein Vogt der Ländereien von Thez?) ein ehemaliger Kosmokrat (oder Chaotarch), der zuvor eine Materiequelle war, welche sich aus einer Superintelligenz entwickelt hat, die die Bewusstseinsinhalte unzähliger intelligenter Lebewesen in sich vereinigt. Und selbst Thez ist noch nicht der Endpunkt. Es gibt einen "Horizont des GESETZES", zu dem hin sich alles Leben entwickelt. Ist das GESETZ somit die letzte Grenze dessen, was aus dem Leben in diesem Universum werden kann? Und was kommt jenseits des GESETZES? Gott? Wenn dem so wäre, dann wäre dies die Antwort auf die Dritte Ultimate Frage: Gott hat das GESETZ initiiert und es bewirkt, dass es keine anderen Götter geben kann.

Johannes Kreis  22.11.2015

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer



   
NATHAN

 

    
Vorschau

Rätselhafte Erklärungen zur Kosmologie waren nicht unbedingt das, was Atlan zu finden hoffte. Sein vordringlichstes Interesse war praktischer Natur: zum Pensor zu gelangen. Nun muss Atlan von der WEYD'SHAN zur ATLANC zurückkehren. Er ahnt nicht, wie dramatisch die Lage dort an Bord ist.
Marc A. Herren verfasste auch den Anschlussband 2832, der in einer Woche unter folgendem Titel im Zeitschriftenhandel erhältlich sein wird:
 
DER GEGNER IN MIR

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