Nummer: 2297 Erschienen: 26.08.2005   Kalenderwoche: 34 Seiten: 60 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,75 €

Unter dem Kondensator-Dom
Entscheidung im Heiligtum - der letzte Kampf des Specters
Leo Lukas

Zyklus:  

33 - Der Sternenozean - Hefte: 2200 - 2299 - Handlungszeit: 1331 - 1333 NGZ (4918 - 4920 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  09 - Die Friedensfahrer / Hefte: 2200 - 2499 / Zyklen: 33 - 35 / Handlungszeit: 1331 NGZ (4918 n.Chr.) - 1347 NGZ (4934 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Sternenozean von Jamondi               
Zeitraum: 1333 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4199124601753
EAN 2: 52297
Ausstattung:  Clubnachrichten Nr.383
Anmerkungen: 
Hörspiel »Sternenozean« Teil 38 und Teil 39
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Die Bewohner der Erde leben unter der Herrschaft des angeblichen Gottes Gon-O, der aus der Verbindung eines wahnsinnigen Nocturnenstocks mit einem unsterblichen Kunstgeschöpf entstanden ist. In einer Verzweiflungstat opfern Myles Kantor und sein Wissenschaftler-Team ihr Leben, um den drohenden Untergang des gesamten Solsystems aufzuhalten. In der Zwischenzeit operiert im Sternenozean von Jamondi erfolgreich die »Allianz der Moral« unter der Stellaren Majestät Zephyda. Doch auch die Verbündeten müssen letztlich unterliegen, wenn Gon-Os Plan gelingt. Die letzte Hoffnung der Verbündeten ist deshalb, jene geheimnisvolle Waffe zu finden, vor der sogar der verräterische Schutzherr Tagg Kharzani scheinbar jahrtausendelang Angst hatte. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zieht eine Einsatzgruppe los, um das Geheimnis zu lüften. Ihr Weg führt die Beteiligten auf den Planeten Tan-Eis. Dort entscheidet sich das Schicksal der Allianz und der Menschen UNTER DEM KONDENSATOR-DOM ...

PR-Redaktion

 
Die Hauptpersonen
Filana Karonadse Die Positronikerin bekommt einen »Untermieter« …
Das Specter ... welcher/welches sich nicht immer formvollendet zu benehmen weiß
Cende Terken Die Einzelkämpferin verteidigt ihre Heimat gegen widerliche Invasoren …
Gorm Goya ... die sich doch nur um Völkerverständigung bemühen
Jallon Hypt ... die sich doch nur um Völkerverständigung bemühen
Hajmo Siderip ... die sich doch nur um Völkerverständigung bemühen
Iant Letoxx Der Kybb-Trake wechselt die Fronten so schnell …
Atlan ... dass selbst der Arkonide nicht immer durchblickt

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Gut gemeint …
PR-Kommunikation: Signierstunde mit Uwe Anton
Statistiken: Die 5.Duisburger Sternenacht / "Karl" für Leo / Signierstunde mit Uwe Anton / Diese Woche am Kiosk: Das neue Atlan-Heft / PR - 3.Auflage Heft 1700 - 1701
Witzrakete:
Leserbriefe: Andreas Lamprecht / Daniel Coumes / Michael Reich / Alexander Siebergs
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Letoxx, Iant    Tan-Jamondi-System                                                                
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal

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Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
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Innenillustrationen

Die Delegation (begleitet von Shifts)
Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:19
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Vierzehn Shifts begleiteten die Plattform der Delegation. Je drei der Kampfpanzer flogen links, rechts, über und unter dem Antigrav-Oval, je einer davor und dahinter. Gorm Goya begrüßte das. Die Aufstockung der Einsatztruppe war rasch besprochen gewesen. Nicht einmal Hajmo Siderip hatte sich länger als ein paar Minuten gegen Jallon Hypts Vorschlag gewehrt. Im Wesentlichen blieb ihr Auftreten ohnehin unverändert: Der Kulturattaché der Motana von Jamondi und sein Gefolge unternahmen, unverdrossen von den Anschlägen des Vortags, eine weitere Goodwill-Tour im Sinne der Völkerverständigung. Ihr ungewöhnliches, mit bunten Fahnen und Transparenten geschmücktes Fluggerät sowie die wallenden Kostüme waren der Darstellung einer Motana-Abordnung aus der Zeit vor den Kybernetischen Nächten nachempfunden.
 


Zeichner:  
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Inhaltsangabe

Filana Karonadse hat über ihre Schnittstellen-Implantate Kontakt mit dem Specter erhalten. Dieser „Geist in der Maschine“, der aus der Verschmelzung der ÜBSEF-Konstante von Maykie Molinas mit Teilen einer Biopositronik hervorgegangen ist und sich bisher im Rechnerverbund der RICHARD BURTON befunden hatte, ist mit dem Bionischen Kreuzer GRÜNER MOND zurück in die Milchstraße gelangt, um Gucky zu folgen. Allerdings ist ihm unterwegs quasi der Strom ausgegangen und jetzt steht es vor der Auslöschung. Filana versorgt das Specter mit neuer Energie und trägt die Teile des Rechnerverbunds, in dem der „Seelenanker“ des Specter sich befindet, fortan in einem Ranzen mit sich herum. Das Specter zeigt sich erkenntlich, indem es Filanas Implantate verbessert und ihr hilft, besser mit der Schnittstelle umzugehen. Beide stehen in permanenter Verbindung. Sie erforschen die Daten, die aus den Rechnern der Kybernetischen Universität von Whocain geborgen werden konnten, und schleusen sich erneut in ein trakisches Computernetzwerk ein.
 
So werden die ersten echten Hinweise auf die geheimnisvolle Anti-Titanen-Waffe entdeckt. Seit der Erhöhung der Hyperimpedanz ist nämlich der aus Motana-Genmasse bestehende Biodim-Blockverbund der Grund für die unglaublichen Beschleunigungs- und Manövrierfähigkeiten der Kybb-Titanen - und diesen Biodim-Antrieb kann man offenbar auf die gleiche Weise außer Gefecht setzen wie die Motana: Mit Kyber-Neutros! Dummerweise wurden aber alle Kyber-Neutros bei der Schlacht um Tan-Jamondi vernichtet und der einzige Kybb, der mehr über diese Waffe weiß (Iant Letoxx), hat sich ja leider abgesetzt. Genau genommen steht er bereits in Verbindung mit der trakischen Widerstandsorganisation TRAKTAT. Letoxx soll den Terroristen als Symbol- und Identifikationsfigur dienen. Das Specter entdeckt jedoch den Aufenthaltsort von Letoxx, so dass ein terranisches Einsatzkommando ihn „befreien“ kann. Bereitwillig schließt der Opportunist sich den Terranern an, als Atlan ihm ein fernflugtaugliches Raumschiff anbietet, mit dem er den Sternenozean verlassen könnte.
 
Gemeinsam erforscht man die Tiefenstadt von Taukirk, wo Letoxx seinerzeit die Kyber-Neutros gefunden hatte. Das Lager ist natürlich völlig leergeräumt worden, aber Filana/das Specter stoßen auf Hinweise, denen zufolge es 500 weitere Kyber-Neutros geben muss. Geront Detrakk, ein legendärer Feldherr der Traken, hat sie vor langer Zeit beiseite geschafft. Dann bricht die gesamte unterirdische Anlage zusammen, nur mit knapper Not und mit der Hilfe durch einen Kreuzer kann das Team fliehen. Die Terraner können die Hinterlassenschaften Detrakks nicht ohne weiteres durchsuchen, denn diese befinden sich unter dem größten Heiligtum der Kybb: Dem Kondensator-Dom. Würden Fremde dieses Heiligtum betreten, würde das gesamte Volk der Kybb diese Entweihung fanatisch rächen. Deshalb schickt Atlan nur Letoxx, Filana und den Oxtorner Gorm Goya in den Einsatz, letztere verwenden Deflektoren. Das Specter schleust sich in die Computernetzwerke ein. Pech für Filana und Gorm: Die Terroristenführer von TRAKTAT erwarten sie schon. Sie haben das Computernetzwerk von Tan-Eis dazu gebracht, sich zu einer echten KI zu entwickeln. Dieses soll mit Hilfe der 500 im All gelagerten Kyber-Neutros eine Psi-Schockwelle aussenden, die alle Nicht-Kybb im Tan-Jamondi-System töten oder lähmen würde. Das soll der erste Schritt zur Rückeroberung des Sternenozeans sein.
 
Während das Specter „von innen“ gegen die KI kämpft, opfert Gorm Goya sich, um so viele Rechner des Netzwerkkerns zu vernichten wie möglich. Letoxx, dem die Armprothesen abgenommen worden sind, und Filana können mit den Daten über das Versteck der Kyber-Neutros entkommen. Atlan lässt die Geräte bergen, Filana und Letoxx verlassen das System gemeinsam in dem Raumschiff, das Letoxx versprochen worden war. Der „reaktivierte“ Lotho Keraete trifft bei Atlan ein. Er berichtet, der Graue Autonom habe Mykronoer verlassen und sei jetzt bereit, die Allianz der Moral aktiv zu unterstützen.

Johannes Kreis

 
Rezension

Über den Roman selbst gibt es nicht viel zu sagen. Richtig spannend ist die Geschichte eigentlich nicht, es kommt aber auch keine Langeweile auf. Es schleichen sich auch wieder einmal einige Austriazismen ein… Mir kommt der zweite Teil des Doppelband wie eine Kopie des ersten-vor - genau der gleiche Handlungsablauf, wenn auch mit anderem Ende. Warum musste es überhaupt ein Doppelroman sein? Ein Heft hätte völlig ausgereicht, zumal der „Showdown“ recht überstürzt kommt. Der Schilderung trakischer Eigenheiten wird weit mehr Raum eingeräumt. Der Versuch, den Kybb auf diese Weise mehr „Leben“ einzuhauchen, ist ja lobenswert, aber er kommt (wie ich schon sagte) viel zu spät. Es sei denn, die Kybb würden auch im nächsten Zyklus noch eine Rolle spielen, aber das glaube ich nicht. Ich nehme eher an, dass sie nach PR 2299 abserviert sein we-den - wie allzu viele Widersacher vor ihnen. Ansonsten konzentriert der Roman sich natürlich auf das Specter und Filana. Ich muss sagen: So nahe am Zyklusende hätte ich mir mehr „Futter“ gewünscht. Insbesondere wüsste ich gern, wo die Kybb-Titanen denn nun eigentlich herkommen. Ich glaube nämlich nach wie vor nicht, dass die Kybb sie selbst konstruiert haben.
 
Über das Schicksal des Specter könnte man trefflich spekulieren. Filanas Rucksack, in dem sich die „Seelenanker“ befunden haben, wurde zerstört. Es wurde stets behauptet, die verbliebenen Gehirnfragmente Moles seien darin enthalten und ohne die wiederum darin befindliche ÜBSEF-Konstante könne das Specter nicht existieren. Zum fraglichen Zeitpunkt hat das Specter sich allerdings schon in der TRAKTAT-KI befunden, diese hatte ihm eine Verschmelzung angeboten. Im letzten Moment ist aber eine Leuchterscheinung von den KI-Rechnern auf Filana übergesprungen. Also ist das Specter entweder tot, oder es lebt im Netzwerk von Tan-Eis weiter oder aber es befindet sich jetzt in Filanas Implantaten. Für die letzte Alternative spricht die Tatsache, dass Filana sich bei der Flucht in einen Kybb-Traken „verwandelt“. Das dürfte ihr nur durch die besonderen Fähigkeiten des Specter möglich gewesen sein. Vielleicht kann das Specter ja auch ohne seine Seelenanker weiterexistieren, wenn ein anderes Lebe-esen - in dem Fall F-lana - als Seelenanker dient? Wenn ich Leo Lukas richtig einschätze, wird er es so machen wie H.G. Ewers es seinerzeit mit seinen berüchtigten Eigenkreationen angestellt hat: Er wird das Specter durch irgendeine Hintertür irgendwann wieder in die Handlung bringen.
 
Darauf, dass es sich ausgerechnet bei den Kyber-Neutros um die gesuchte Anti-Titanen-Waffe gehandelt hat, hätte ich eigentlich selbst kommen können. Schließlich wurden die Parallelen zwischen Motana-Technik (ich nenne die Bionischen Kreuzer und die psionische Raumfahrt jetzt einfach mal so) und Kybb-Technik (Biodim-Antrieb, Kyber-Neutros usw.) ja schon früh im Zyklus erwähnt. Nette Idee, dem Leser die Lösung praktisch vor den Augen herumzusch-enken - jedenfalls sind mir solche Entwicklungen viel lieber als irgendwelche Superwaffen (z.B. die Dissonanzgeschütze), die im letzten Moment aus dem Hut hervorgezaubert werden

Johannes Kreis  

   
Inhaltsangabe 2

Kurzzusammenfassung:
Auf der LEIF ERIKSSON meldet sich das Specter bei Filana Karonadse, es ist mit der GRÜNER MOND aus der Großen Magellanschen Wolke gekommen. Zusammen schaffen es die beiden, Filanas Implantate etwas stabiler zu machen, und der Kommandotrupp startet erneut nach Tan-Eis, dort findet das Specter mehr über TRAKTAT heraus, und endlich gelingt es, 500 Kyber-Neutros sicherzustellen, die Waffe nicht nur gegen die Bionischen Kreuzer, sondern auch gegen die Biodim-Triebwerke der Kybb-Titanen. Dies alles gelingt auch dank der Hilfe von Iant Letoxx, und dafür überlässt ihm Atlan tatsächlich eine Space-Jet und freies Geleit. Mit auf die Reise gehen auch Filana Karonadse und das Specter. Mittlerweile schreibt man den 26. Mai 1333 NGZ, und die Hoffnung, dass noch Rettung für Sol kommt, wird immer geringer.
 
Handlung:
Die Stimme, die Filana Karonadse hört, stellt sich als das Specter heraus. Die »elektronische Inkarnation« Mayk(ie) Molinas' hat mit der GRÜNER MOND die RICHARD BURTON verlassen, um seinem Freund Gucky zu Hilfe zu eilen. In der Biotronik liefert es sich einen Kampf mit den Wächterprogrammen, so dass es ihm erst im Tan-Jamondi-System gelingt, den Bionischen Kreuzer wieder zu verlassen. Unterschlupf findet das Specter in den Implantaten Filana Karonadses, wo ihm allerdings langsam aber sicher der Saft ausgeht. Filana löst das Problem durch Zufuhr neuer Energie. Die für das Specter überlebenswichtigen Aggregate verfrachtet sie in einen Rucksack, den sie fortan immer mit sich trägt. Als Gegenleistung verbessert das Specter ihre Implantate.
 
Zusammen durchstöbern sie die von den Kybb erbeuteten Daten und finden eine erstaunliche Anweisung, die den Einsatz von Kyber-Neutros in der Nähe von Kybb-Titanen verbietet. Die logische Schlussfolgerung ist klar: Die K/Neutros sind die gesuchte Geheimwaffe. Nun steht man vor einem Problem: Alle Kyber-Neutros wurden in der Schlacht um Tan-Jamondi vernichtet. Einzig und allein Iant Letoxx kann weiterhelfen. Der jedoch ist seit dem Anschlag im Museum verschollen.
 
Iant Letoxx befindet sich in der Gewalt der Terrororganisation TRAKTAT, die von Cende Terken, einer früheren Affäre Letoxx', geleitet wird. TRAKTAT will Letoxx als Aushängeschild nutzen, um mehr Kybb gegen die Terraner aufzuwiegeln. Letoxx wird von der Organisation gebraucht, aber nicht wirklich anerkannt. Mit dieser Situation ist er nicht so recht glücklich.
 
Derweil besucht die »Delegation für kulturellen Austausch« eine Schule der Kybb-Traken. Dort entdecken sie einen alten Rechner mit der Aufschrift TRAKTAT. Filana und dem Specter gelingt es, sich ins alte Hybrid-Netzwerk einzuschleusen und Informationen über TRAKTAT und den Aufenthaltsort von Iant Letoxx zu erhalten. Außerdem findet es heraus, wieso die Kybb-Titanen sich nicht mit den Kyber-Neutros vertragen: Die K/Neutros setzen den Biodim-Blockverbund, der nach der Hyperimpedanz den Hauptantrieb der Titanen darstellt, außer Betrieb, da dieser aus Motana-Genmasse besteht.
 
TRAKTAT bildet mittlerweile ein gewaltiges Netzwerk. Immer mehr alte Rechneranlagen werden aktiviert. Der Quantensprung steht kurz bevor. Einem terranischen Einsatzkommando gelingt es, Iant Letoxx aus der Gewalt TRAKTATS zu befreien. Der Kybb-Trake zeigt sich erstaunlich kooperativ. Der im Großen und Ganzen gelungene Einsatz hinterlässt jedoch auch einen Wermutstropfen: Führende TRAKTAT-Mitglieder können entkommen, da hilft es auch nichts, dass Letoxx ihre Namen zu benennen weiß.
 
Zusammen mit Letoxx begibt sich das terranische Einsatzkommando unter Führung Hajmo Siderips in die Tiefenstadt, in der Iant Letoxx seinerzeit die Kyber-Neutros entdeckt hat. Als es in das dortige Netzwerk eindringt, findet das Specter nicht nur Informationen, dass weitere 500 K/Neutros existieren, sondern erlebt auch, wie sich das Netzwerk erweitert und sich immer mehr Computer einverleibt. Damit wachsen auch die Abwehrmöglichkeiten des Netzwerkes, das sich als TRAKTAT bezeichnet und offensichtlich den Namenspatron für die Terror-Organisation darstellt, die nun seine Ressourcen nutzt. Nur knapp kann das Specter einem tödlichen Angriff entgehen. TRAKTAT beschränkt sich jedoch nicht auf die „digitale“ Verteidigung, sondern lässt auch die Tiefenstadt einstürzen. Nur knapp können die Terraner und Iant Letoxx entkommen.
 
Die Daten, die das Specter, das seine Identität immer noch geheim hält, weshalb Filana alle Informationen preisgeben muss, aus dem Netzwerk entnehmen konnte, geben das nächste Ziel für die Terraner vor. Geront Detrakk, ein legendärer Feldherr der Kybb, zeichnet für die Verlegung der 500 gesuchten Kyber-Neutros verantwortlich. Es liegt also nahe, in seinen Hinterlassenschaften nach einer Spur zu suchen. Jedoch gibt es dabei ein Problem: Die Hinterlassenschaften Detrakks befinden sich unterhalb des Kondensator-Doms. Die Vorstellung, fremde Intelligenzen in ihr Heiligtum eindringen zu lassen, in dem jeder junge Kybb-Trake seine Arm-Prothesen erhält, ist jedoch jedem Kybb zuwider und würde alle diplomatischen Versuche der Verständigung zunichte machen. Selbst Iant Letoxx ist der Gedanke, dass Fremde in den Dom eindringen, so zuwider, dass er sich zunächst weigert, den Terranern zu helfen. Mit dem Angebot Atlans, ihm eine unbeschädigte Space-Jet zur Verfügung zu stellen, lässt er sich jedoch umstimmen. Im Schutz von Deflektoren huschen Filana Karonadse und Gorm Goya hinter Iant Letoxx, der für alle sichtbar den Dom betritt, ins Heiligtum der Traken.
 
Unter dem Dom entdecken sie einen Geheimgang. Ein Scanner verhindert ein weiteres Vordringen mit Deflektoren, daher legen sie die Geräte ab und folgen dem Gang. An dessen Ende befindet sich das Sonnengeflecht, ein zentraler Knotenpunkt TRAKTATS. Die ungebetenen Besucher werden schon von den Widerstandskämpfern um Cende Terken erwartet, die gleich befiehlt, Iant Letoxx als Strafe für seinen Verrat die Arme zu amputieren. Während Letoxx die Prothesen abgenommen werden, schlägt sich das Specter im Netzwerk mit dem Sonnengeflecht von TRAKTAT herum. Das Netzwerk versteht sich als digitale Intelligenz und fordert das Specter zu einer Fusion auf, um das zu erhalten, was ihm fehlt: eine Seele. Die Alternative für das Specter ist überaus unschön: die Vernichtung.
 
Dass es nicht dazu kommt, verdankt das Specter dem beherzten Eingreifen Gorm Goyas, der die amputierten Prothesen Letoxx' als Waffen benutzt und damit auf die Widerstandskämpfer losgeht. Während Goya im Kampf sein Leben lässt, können Iant Letoxx und Filana Karonadse, die zumindest zum Teil vom Specter übernommen wurde, flüchten. TRAKTAT kann vernichtet werden.
 
Filana überbringt Atlan die Positionsdaten der 500 Kyber-Neutros, die in einer Raumstation über Whocain gelagert werden. Während die Kyber-Neutros geborgen werden, bittet Filana/Spex Atlan darum, zusammen mit Iant Letoxx an Bord der Space-Jet das Tan-Jamondi-System verlassen zu dürfen. Atlan gewährt ihr den Wunsch.
 
Kurz darauf trifft ein Bionischer Kreuzer von Mykronoer ein. An Bord befindet sich Lotho Keraete. Der Bote von ES bringt gute Neuigkeiten: Es ist ihm gelungen, den Grauen Autonom zum aktiven Kampf gegen Gon-O zu überreden. Ka Than hat Mykronoer verlassen.
 
Dennoch stehen Atlan und die Terraner vor einem Problem: Keines ihrer Schiffe ist schnell genug, um die 500 K/Neutros schnell genug ins Solsystem zu fliegen. Atlan begibt sich nach Tan-Jamondi, um ein Gespräch mit Zephyda zu führen.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Gut gemeint …

Der Volksmund sagt durchaus zu Recht. »Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.«
 
6.999.268 vor Christus kam es nach 898 Jahren Krieg zwischen den Superintelligenzen ES und STROWWAN. zur Entscheidungsschlacht um die Kunstwelt Wanderer. Gut gemeint, bis zu einem gewissen Grad sogar »gut« im Sinne von erfolgreich war zweifellos das Eingreifen der beiden Notturnen stocke Satrugar und Antallin, wenngleich wohl auch von ziemlicher Verzweiflung motiviert. Sie nahmen jedenfalls ihre Anfälligkeit gegen ultrahochfrequente Hyperstrahlung in Kauf und wurden prompt .von »geheimnisvollen Waffen« der. Helfer STROWWANS attackiert, ehe es gelang, die feindlichen Horden in die Fluchtau schlagen. Wanderer war gerettet und kehrte in den Hyperraum zurück. Aber während sich die flüchtenden Truppenteile STROWWANS zerstreuten, waren als wichtige potenzielle Ziele die Schutzherren-Dome von Tan-Jamondi ll und Parrakh von ihrer Verteidigung entblößt. Antallin und Satrugar beschlossen ebenfalls gut gemeint; aber bereits »angeschlagen« -, die dortigen Verteidiger gegen eventuelle Übergriffe zu verstärken. Beide Stöcke hatten in den Kampfhandlungen schwerere Schäden erlitten als anfangs bemerkt. Antallin stürzte auf Baikhal Cain ab, wo sich die mächtige Psi-Komponente vom Körper löste und später zum Grauen Autonomen Ka Than wurde; während Satrugars Absturz auf Parrakh noch deutlicher machte, dass »gut gemeint« eben nicht ausreicht zumal sich der gegenteilige Effekt durch die Handlungsweise des Schutzherrn Gon-Orbhon noch weiter aufschaukelte.
 
Das humanoide Kunstgeschöpf hatte außer seinem Namen keine weiteren Angaben zu. seiner Person machen können, als es von der Schildwache Lyressea in einer Rettungskapsel treibend ohne Gedächtnis im Leerraum zwischen der Milchstraße und der Großen Magellanschen Wolke aufgefunden worden war. Inzwischen wissen wir, dass es in der XIX. Kosmität ausgebildet worden war, um gegebenenfalls als Kommandant eines Sporenschiffes für den Fall ersatzweise einspringen zu können, sollte einer der sieben Mächtigen versagen oder durch andere Umstände ausfallen. Doch statt an der Finalen Prüfung teilzunehmen, floh Gon-Orbhon vor einer möglichen Ablehnung - und verlor das in der Kosmität gewonnene Wissen und die damit verbundenen persönlichen Erinnerungen; Gon-Orbhon hatte sich trotz seiner ungeklärten Herkunft als moralisch hoch stehend und überaus fähig erwiesen, so dass er binnen kürzester Zeit im Orden der Schutzherren Karriere machte. Beigetragen hatte dazu zweifellos die Gabe der Mental-Dislokation, die ihm gestattete, sein Bewusstsein vom Körper zu trennen und fremde Bewusstseine zu übernehmen. Diese Fähigkeit war jedoch nicht, nur auf ein Bewusstsein beschränkt, sondern Gon-Orbhon, konnte seinen Geist in beliebigviele und kleine Aktionsquanten aufspalten. Je kleiner diese Aktionsquanten waren, desto geringer war folglich die Kraft, die sie ausübten, so dass ab einem gewissen Punkt eine weitere Aufsplitterung nicht mehr sinnvoll war.
 
Diese Gabe nutzte der Schutzherr - er dislozierte sein Bewusstsein in so viele Aktionsquanten wie noch nie zuvor, brannte dabei aber psychisch mehr und mehr aus und verlor sich buchstäblich in dem Nocturnenstock. 6.999.265 vor Christus war der »gut gemeinte« Rettungsplan fehlgeschlagen, Gon-Orbhon in der zweifellos wahnsinnigen Satrugar-Komponente aufgegangen. Um nie wiedet in eine derart akute Lebensgefahr zu geraten, wollte das »Wir« aus Satrugar und Gon-Orbhon mächtiger als alles werden, was sie bedrohen konnte und das hieß nichts anderes; als eine Superintelligenz werden zu wollen. Aus dem verhinderten Sporenschiffskommandanten ohne Erinnerung und dem (größen-)wahnsinnigen Nocturnenstock war der »Gott Gon-O« geworden …
 
Bald begann Gon-0, Splitter aus dem Leib Satrugars mit Raumschiffen auszusenden, an entferntere Orte, wohin seine mentale Potenz nicht gereicht hatte. Die bis zu einer Tonne schweren Quarzbrocken dienten ihm als paranormales Relais. Durch sie verstärkt, übte er seine Macht der Mental-Dislokation ebenso präzise und unerbittlich aus, als wäre er selbst an jenen Orten zugegen. Eine starke Basis entstand, ein Imperium, in dem Gon-O als Gott und Heilsbringer verehrt wurde. (PR-Roman 2267) Damit nicht genug. Ein Abgesandter der Chaotarchen machte Gon-O mit Hinweis auf den geschwächten Zustand von ES auf den Psi-Korpus der versterbenen Superintelligenz ARCHETIM aufmerksam, das »sechsdimensionäl funkelnde Juwel« in der Sonne des Planeten Talan, heute Terra - und ein Geschehen begann, dessen Folgen nun ihrem Höhepunkt entgegenstreben ...

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Die Entscheidung scheint auf dem Planeten Tan-Eis gefallen zu sein. Die Gefahr für das Solsystem aber ist nach wie vor nicht gebannt. Mehr dazu im PERRY RHODAN-Roman der nächsten Woche. Dieser wurde von Uwe Anton geschrieben und erscheint unter folgendem Titel:
 
BERICHT EINES TOTEN

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