Nummer: 2274 Erschienen: 18.03.2005   Kalenderwoche: 11 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,75 €

Motoklon Hundertneun
Zwei extrem unterschiedliche Lebewesen - ihr Einsatz soll die Entscheidung bringen
Michael Marcus Thurner     

Zyklus:  

33 - Der Sternenozean - Hefte: 2200 - 2299 - Handlungszeit: 1331 - 1333 NGZ (4918 - 4920 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  09 - Die Friedensfahrer / Hefte: 2200 - 2499 / Zyklen: 33 - 35 / Handlungszeit: 1331 NGZ (4918 n.Chr.) - 1347 NGZ (4934 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Kherzesch               
Zeitraum: 1332 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4199124601753
EAN 2: 52274
Ausstattung:  Journal Nr.84
Anmerkungen: 
Hörspiel »Sternenozean« Teil 29 und Teil 42
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Im Arphonie-Sternhaufen haben sich im Oktober 1332 Neuer Galaktischer Zeitrechnung einschneidende Veränderungen vollzogen: Unter Führung von Perry Rhodan, dem Terraner, und Atlan, dem Arkoniden, hat es die so genannte Allianz der Moral geschafft, den Planeten Graugischt zu verteidigen. Der Heimatplanet der Schutzherrin Carya Andaxi ist gerettet, die Truppen Tagg Kharzanis sind geschlagen. Zum ersten Mal seit Jahrtausenden können die Bewohner des Sternhaufens darauf hoffen, dass die Tyrannei der Kybb auf ihren Heimatplaneten enden wird. Doch Tagg Kharzani selbst ist nicht ausgeschaltet. Der Feind im Schatten wohnt auf Schloss Kherzesch; in seinem Besitz befinden sich Machtmittel, die noch manche Überraschung mit sich bringen können. Perry Rhodan und Atlan schmieden einen Plan, und ein geheimnisvoller Einsatz beginnt. Wichtiger Teilnehmer bei diesem Einsatz ist der MOTOKLON HUNDERTNEUN ...

PR-Redaktion

 
Die Hauptpersonen
Lyressea Die Mediale Schildwache bekommt einen ungewöhnlichen Partner
Hundertneun Der Motoklon verdummt auf besondere Art und Weise
Julcen Ein Dunkler Polizist jagt zwei außergewöhnliche Gegner
Perry Rhodan Der Terraner sorgt sich um die Erde
Atlan Der Arkonide muss einen herben Rückschlag hinnehmen

Allgemein
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenilluszeichner: Michael Wittmann   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Vernetzer
PR-Kommunikation: SOL - Das Magazin der Perry Rhodan-FanZentrale
Statistiken: Arndt Ellmer: Ganz privat mit Michael Marcus Thurner / Die Welt von PR - Einstiegshilfe / PR - 5.Auflage Heft 1172 / 1173
Witzrakete:
Leserbriefe: Bernhard Kletzenbauer / Cengiz Selina / Barometer und Internetbewertung zu PR 2263 & 2264
LKSgrafik: Foto: Michael Marcus Thurner
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Dunkle Polizisten    Kher-Diamant     Kherzesch    Schloss Kherzesch    Tagg Kharzani - Aussehen                                                  
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal

Journaldaten: Nummer: 84 / Seite: 11
Journalgrafik: ?: im Theater der wahren Gefühle
Journaltitel: Harmut Kasper: Journal-Intro / Dr.Monika Niehaus-Osterloh: Eine kurze Reise ins Gehirn (2) / Dr.Jörg Weigand: Der Traum vom ewigen Leben
Journalnews: Dr. Rüdiger Vaas: Auslöser für Tychos Supernova / Die fernste Urgalaxie

Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
Clubdaten: Nummer:  / Seiten:
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Nachrichten:
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Magazine:
Fan-Romane:
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Sonstiges:

Report

Titelbild:


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Reportriss:


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Innenillustrationen

Die Zirkulare Kapelle
Zeichner:  Michael Wittmann  
Seite:47
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Dreihundert Trommler, fünfhundert Trompeter, einhundertsechzig Harfenisten, eintausendachthundert Streichgeiger, zweitausend Gogelisten, siebenhundert Ampludigerzen und weitere vierzehntausend mechanische Musiker marschierten unermüdlich rund um das Schloss Kherzesch, begleitet von einer Schar an Claqueuren, Animateuren, Rad schlagenden Artisten, Stelzengehern, Einradfahrern, Clowns, Schattenboxern, Flugwürmlingen, Vergissmeinnicht-Zwergen, bärtigen Märchenprinzessinnen, Liliput-Einhörnern und vielerlei Gestalten, die Lyressea nicht einzuordnen wusste. Sie alle sangen mit, mit wunderschönen Stimmen, zu einer Musik, die absolut synchron zu ihnen herüberschallte, trotz der Länge des Zuges.


Zeichner:  
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Inhaltsangabe

Das Paragonkreuz prüft Perry Rhodan und Atlan auf ihre Eignung und hat danach eine gute und eine schlechte Nachricht: Beide wären durchaus würdig, die Schutzherrenweihe zu empfangen, aber leider kann das Paragonkreuz ihre Ritteraura nicht modifizieren. Würde es die Weihe dennoch vornehmen, so würde das mit hoher Wahrscheinlichkeit Rhodans und Atlans Tod bedeuten…   
 
Zwei Tage später infiltrieren Lyressea und der Motoklon Hundertneun Schloss Kherzesch. Hundertneun lässt sich von Kybb-Truppen aus einem der vielen Wracks „retten“, die nach der Schlacht um Graugischt durchs All treiben und behauptet, seine Gefangene (Lyressea) müsse sofort Tagg Kharzani vorgeführt werden. Da Motoklone in der Hierarchie der Kybb eine hohe Position haben, werden Hundertneuns Anweisungen nicht in Frage gestellt. Auf Kherzesch sorgt Hundertneun für Ablenkung, indem er den Motoschock auslöst und das Schiff, mit dem er und Lyressea gekommen sind, vernichtet. Dann machen die beiden sich auf zu ihrem Ziel: Sie wollen eine der Kontrollstationen für die BLENDE-Forts, mit denen Korridore durch die Staubmassen des ansonsten undurchdringlichen Kher-Diamanten geschaffen werden können, unter ihre Kontrolle bringen, um Zephydas Streitkräften den Einflug ins Kher-System zu ermöglichen. Sie müssen direkt durch die Glut des explodierten Schiffs gehen - dabei wird Hundertneun beschädigt.   
 
Natürlich bleiben diese Aktivitäten den Dunklen Polizisten nicht verborgen. Da Tagg Kharzanis Leibgardisten mindestens genauso paranoid sind wie ihr Herr, vermuten sie zunächst, dass Kharzani selbst das Ziel der Eindringlinge sei und suchen deshalb an der falschen Stelle nach ihnen. Gezielte Ablenkungsmanöver Hundertneuns sorgen für weitere Verwirrung. Als die Dunklen Polizisten versuchen, Hundertneuns Programmierung mit Überrang-Befehlscodes wieder „umzudrehen“ und zu diesem Zweck eines seiner Redundanz-Systeme fernsteuern, haben sie Pech: Hundertneuns Beschädigungen waren so schwer, dass einige seiner dezentralen Gehirne ausfallen, und eines davon ist ausgerechnet jenes, das auf die Überrangscodes angesprochen hat. Weitere Attacken dieser Art schlagen fehl, denn jetzt ist Hundertneun gewarnt.   
 
Der Ausfall seiner Redundanzsysteme bedeutet für den Motoklon mehr als nur eine Einschränkung seiner Kampfkraft. Da er nach und nach seine maschinenhafte Fähigkeit zur Datenanalyse verliert, muss er sich mehr auf eigene Gedankengänge und vor allem auf so etwas wie Gefühle verlassen, zu denen er mit seinem Androidenbewusstsein fähig ist. So entwickelt Hundertneun sich zu einem Wesen, das in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen, unabhängig von jeder Programmierung. Hundertneun stellt sich die Frage, worin Tagg Kharzani und die Allianz der Moral sich eigentlich unterscheiden. Gehen nicht beide rücksichtslos vor und töten so viele ihrer Gegner wie möglich, um zu gewinnen? Erst als Lyressea dem Motoklon, den sie von Anfang an verabscheut hat, seine früheren Untaten verzeiht und bereit ist, in ihm ein denkendes, fühlendes Wesen zu seh-n - wozu ein Kybb nie fähig gewesen wä-e - begreift Hundertneun, wofür es sich zu kämpfen lohnt, oder besser: zu sterben. Als die beiden nämlich die Schaltzentrale BLENDE NULL erobern und die BLENDE-Forts so steuern, dass riesige Lücken im Kher-Diamanten entstehen, rücken die Dunklen Polizisten mit einer Übermacht von 43 Motoklonen an. Während Lyressea ihre Fähigkeit der Para-Modulation nutzt, um in der Gestalt eines Kybb-Kommandanten zu fliehen, bringt Hundertneun das Fusionskraftwerk von BLENDE NULL zur Explosion. Er opfert sich nicht für die Allianz der Moral, sondern für Lyressea.   
 
Lyressea versteckt sich in einer Lagerhütte und wartet auf die Ankunft der bereits in Marsch gesetzten Truppen ihrer Freunde…

Johannes Kreis

 
Rezension

In diesem Roman wird das Potential, das in einem „Wesen“ wie Hundertneun steckt, ordentlich ausgeschöpft. So muss man einen derart überlegenen Kämpfer wie den Motoklon darstellen! Thurner macht aber mehr als nur das: Hundertneun erhält eine eigene Persönlichkeit und wird so zum Leben erweckt, und das ist schon mehr, als viele Autoren zuwege bringen, selbst wenn sie über Hauptpersonen wie Rhodan und Atlan schreiben. Thurner schildert Hundertneuns „Innenwelt“ und seine Wandlung so überzeugend, dass ich mir schon gar nicht mehr die Frage stelle, was Motoklone denn nun eigentlich sind: Roboter? Dann könnten sie niemals Emotionen haben, egal wie sehr sie „verblöden“. Oder, wie der Name vermuten lässt, organisch-kybernetische Mischwesen? Warum werden sie dann als Androiden bezeichnet und nicht als Cyborgs? Wie gesagt: Solche Überlegungen vernachlässigt man gern (ebenso wie man gern bereit ist, über die zahlreichen Schreibfehler hinwegzusehen), wenn ein Roman so gut geschrieben ist wie dieser. Hundertneun und Lyressea sind ein gutes Team, nur schade, dass der Motoklon schon nach so kurzer Zeit wieder abtreten musste.   
 
Lyressea, die in den letzten Romanen eigentlich nur noch schmückendes Beiwerk war, bekommt endlich mal eine richtig gute Rolle und auch sie wird sehr einfühlsam charakterisiert. Selbst eine Nebenperson wie der Dunkle Polizist Julcen, der nur in ganz wenigen kurzen Kapiteln auftritt, wird sehr effektvoll vorgestellt. Übrigens kann ich mir die bizarre Welt Kherzesch mit all ihren von einem geisteskranken Herrn ersonnenen Seltsamkeiten jetzt besser vorstellen als bisher. Interessant zu wissen, dass es so etwas wie eine Widerstandsbewegung im Untergrund gibt. Aber das ist ja auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass wohl niemand freiwillig auf Kherzesch lebt…   
 
Wie immer, wenn ein paar Helden im Alleingang solche Aktionen durchziehen wie in diesem Heft Hundertneun und Lyressea, bleibt natürlich ein etwas fader Beigeschmack zurück. So einfach geht das? Warum ist es dann nicht schon viel früher gemacht worden? Mussten da erst solche Typen wie Rhodan und Atlan aufkreuzen, um eine derartige Entwicklung in Gang zu setzen? Aber wir wollen nicht zu kritisch sein, schließlich muss es ja mit der Handlung mal weitergehen und nach einer langen Durststrecke sieht es ja jetzt so aus, als würde der Zyklus endlich einen Zahn zulegen. Jedenfalls ist das schon der dritte richtig gute Roman in Folge. So macht die Perry-Rhodan - Serie wieder Spaß!

Johannes Kreis  

   
Inhaltsangabe 2

Die Schlacht um Graugischt ist beendet, auf beiden Seiten sind unzählige Tote zu beklagen. Der Zylinderdiskus INTUUL ist auf Schleichfahrt in der Nähe des Demyrtle-Systems unterwegs, um das Schlachtfeld zu sondieren.
 
Plötzlich empfängt der Kybb-Raumer, unter dem Kommando des Eins-Plan Binne Mandel, einen Notruf. Zuerst will der Kybb-Giraxx diesen ignorieren, doch es ist ein Notruf in einem Hochrangcode von einem Motoklon. Darüber kann sich der Eins-Plan natürlich nicht hinwegsetzen.
 
Motoklon Hundertneun bringt auch noch eine wichtige Gefangene mit, es ist Lyressea. Er duldet keinen Aufschub und möchte direkt ins Kher-System gebracht werden. Der Eins-Plan steckt in einer Zwickmühle, natürlich kann er einem Motoklon nicht widersprechen, seinen eigentlichen Auftrag darf er jedoch auch nicht vergessen. Aber Hundertneun duldet keinen Widerspruch, also nimmt die INTUUL Kurs auf Kher-Diamant. Durch die Überrangcodes des Motoklons gelangt der Raumer bis nach Kherzesch.
 
Als der Zylinderdiskus auf Kherzesch gelandet ist, ruft Hundertneun den Kommandanten in die Zelle seiner Gefangenen. Als dieser dort eintrifft, tötet der Motoklon den Eins-Plan. Lyressea übernimmt Binne Mandels Gestalt durch ihre Fähigkeit der Para-Modulation und verlässt das Schiff. Sie nutzt einen Gleiter, um Distanz zwischen sich und den Raumer zu bekommen, denn der weitere Plan sieht vor, dass Hundertneun einen Motoschock auslöst und dann das Schiff vernichtet. Genau so geschieht es, die Mediale Schildwache schafft es gerade so, in einer alten Lagerhalle Unterschlupf zu finden, bevor sie ihre Kräfte verlassen.
 
Der Motoklon manipuliert die Energiegeneratoren des Schiffes und verlässt es – zurück lässt er eine tote Besatzung, an Angst und Schrecken gestorben. Dann begibt er sich in die Lagerhalle, die die Schildwache bereits aufgesucht hat. Die Halle wurde durch die mächtigen Explosionen in Mitleidenschaft gezogen und ist zum Teil zusammengebrochen und in Flammen aufgegangen. Die bewusstlose Lyressea wurde von herabstürzenden Teilen getroffen, aber nur leicht verletzt.
 
Um in den Untergrund zu kommen, wohin sich die beiden Eindringlinge vorarbeiten wollen, müssen glutflüssige Teile aus dem Weg geräumt werden. Der Motoklon erledigt dies, verliert dabei allerdings einiges an Körpersubstanz, außerdem verbraucht er sehr viel Energie. Das ungleiche Paar schafft es trotz dieser Mühen, in einen absteigenden Schacht zu gelangen, danach brauchen sie allerdings beide eine Pause.
 
*
Auf der SCHWERT macht man sich für den Abflug bereit. Zephyda und Perry Rhodan werden mit dem Bionischen Kreuzer zum Kher-System fliegen, um dort zu beobachten, ob die Schildwache und er Motoklon Erfolg haben. Atlan wird auf Graugischt zurückbleiben, um mit den Hyperdimos auf die Erfolgsmeldung zu warten und dann einzugreifen.
 
*
Auf Kherzesch kämpfen sich die beiden ungleichen Wesen voran, durch die endlosen Tunnel des Schlosses Kherzesch, wohl wissend, dass die Dunklen Polizisten ihre Witterung aufgenommen haben. Julcen, der Gagaothe und einer der zehn führenden Dunklen Polizisten, hat die Suche eingeleitet. Es ist klar, dass der Motoklon nicht alleine agiert, doch noch ist unklar, um welchen Motoklon es sich handelt. Deshalb werden alle Motoklone auf Kherzesch zuerst einem Check unterzogen.
 
*
Hundertneun eröffnet Lyressea, dass er seinen Substanzverlust wohl nicht mehr umkehren kann, er wird wohl sterben, seine Redundanzsysteme werden nach und nach ausfallen. Ein positiver Effekt ist dabei, dass Hundertneun dadurch so etwas wie Gefühle aufbaut, da er nicht mehr alles genau berechnen kann, sondern zum Abschätzen und Simplifizieren gezwungen ist.
 
Lyressea eröffnet ihm dagegen ihr wahres Angriffsziel: Es ist nicht das Palais des Lebendigen, sondern BLENDE-Null, das Steuerzentrum der BLENDE-Forts. Der Motoklon nimmt es emotionslos auf, er steht ja erst seit kurzer Zeit auf Seiten der Allianz der Moral.
 
*
Zwei Tage vor dem Einsatz lässt Lyressea die beiden potenziellen Schutzherren, Perry und Atlan, vom Paragonkreuz auf ihre Tauglichkeit prüfen – ein finaler Test sozusagen, da eine Weihe ohne die anderen Schildwachen nicht möglich ist. Atlan wird etwa eine halbe Stunde vom Bewusstseinssplitter ES' getestet, Rhodan sogar eineinhalb Stunden. Die Ergebnisse fallen für beide Ritter der Tiefe positiv aus, allerdings mit einem kleinen Haken: Das Paragonkreuz sieht sich nicht in der Lage, die Auren der beiden Galaktiker zu modifizieren, ohne den Träger mit einer fast absoluten Sicherheit zu töten.
 
Die Mediale Schildwache ist entsetzt, doch Perry macht ihr Mut, er will es eventuell trotzdem wagen.
 
*
Die Dunklen Polizisten machen ihre Arbeit, es stellt sich heraus, dass nur drei Motoklone als Verräter in Frage kommen. Der wahrscheinlichste Kandidat ist Hundertneun. Und auch das Ziel des Angriffs steht für die paranoiden Wächter fest: Es muss das Stellare Spital sein. Also verlagern sie praktisch all ihre Truppen dorthin.
 
*
Die Schildwache und der Motoklon sprechen sich unterwegs aus, sie gibt ihm gegenüber zu, dass sie ihn hasst, wegen seiner Taten, doch er gibt ihr auch zu denken. Er möchte erkennen, warum die einen die Guten sind und die anderen die Bösen. Der Höhepunkt ihrer Annäherung ist ein Tanz, der Flagore, in luftiger Höhe der Statue Tagg Kharzanis.
 
*
Die SCHWERT hat das Kher-System erreicht und wartet.
 
*
Die Dunklen Polizisten erhalten von Tagg Kharzani einen Überrangbefehl, der Hundertneun wieder umdrehen soll. Dieser Versuch scheitert allein aus dem Grund, dass das angegriffene Redundanzsystem ausfällt, bevor sich der Virus auf die anderen Knoten ausbreiten kann – ein schwerer Schlag für Julcen und Glück für die Allianz.
 
Die beiden ungleichen Wesen schaffen es, in BLENDE-Null einzudringen, wieder erledigen sie die Besatzung mittels eines Motoschocks, dort lassen sie neue Eingänge durch die schützende Staubschicht des Systems entstehen. Als die Zeit eng wird, schickt Hundertneun die Schildwache weg, sein Weg ist hier zu Ende. Die Schildwache versucht ihn umzustimmen, doch der Motoklon hat alles erreicht, er hat sich sogar selbst entscheiden können, und er hat sich für die Schildwache entschieden und gegen die Kybb, denn Lyressea konnte vergeben, die Kybb können dies nicht!
 
*
Während Lyressea mittels einer Para-Modulation zum Kybb-Giraxx wird und flüchten kann, sprengt der Motoklon Hundertneun BLENDE-Null, viele Motoklone und zwei Anführer der Dunklen Polizisten in die Luft.
 
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Außerhalb des Systems erkennen die Systeme der SCHWERT, was geschieht, und rufen die Flotte unter dem Befehl von Atlan. Der Angriff auf das Kher-System steht bevor.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Vernetzer

Als auf Shoz der Bionische Kreuzer gefunden wurde, stellte er für die Motana in jeder Hinsicht Neuland dar. Funktionen und Bedienung mussten erlernt werden, ebenso die mit diesen Schiffen verbundenen Rätsel entschlüsselt. Ein Problem stellten beispielsweise die Todbringer und ihre gesellschaftliche Akzeptanz dar. Ein anderes war, dass die Biotronik Echophage zwar noch über ihre Basisprogrammierung verfügte, sämtliche weiter gehenden Daten, beispielsweise über die Blutnacht von Barinx, jedoch gelöscht waren. Sehr vage blieb deshalb die unbesetzte Funktion eines Vernetzers, der laut Auskunft von Echophage kein Motana war. Vernetzer dienen auch keineswegs nur der Koordination zwischen der eigentlichen Schiffsführung und den »singenden« Motana, die das Schiff bewegen, wie man an Bord der SCHWERT zunächst glaubte. Was von Echophage damals als »Kanalisierung der Parakräfte« beschrieben wurde, ist weit bedeutender als gedacht. Ein Vernetzer der Bauweise, wie sie Carya Andaxi zu bieten hat, bindet sich in den Strom der paraphysikalischen Kräfte, die einen Bionischen Kreuzer bewegen, als korrektive Instanz ein - und erhöht den Wirkungsgrad der eingesetzten Energien auf einen Wert von theoretisch nahezu 95 Prozent.
 
Dazu passt dann auch, dass Echophage bestätigte, dass im Normalfall die SCHWERT Geschwindigkeiten bis zu einem Überlichtfaktor von 176 Millionen erreichen könnte, unter dem Kommando einer talentierten Epha-Motana vielleicht sogar auch mehr. Die von Graugischt stammenden Vernetzer haben Körper, die an stark verkleinerte Motoklone erinnern. Bei einer Größe von rund einem Meter liegt das Gewicht bei nur fünf Kilogramm. Es sind Züchtungen, die lange vor Ausbruch des Krieges von den Kybb für die Motana entwickelt wurden. Das wiederum bedeutet allerdings auch, dass niemand über die Vernetzer der Bionischen Kreuzer besser Bescheid weiß als eben die Kybb. Der Hintergrund ist natürlich, dass alle beteiligten Gruppen, die heute Todfeinde sind, vor dem entsetzlichen Krieg, bei dem die Dome von Jamondi und Parrakh getrennt wurden, mit ähnlichen oder identischen Technologien arbeiteten - schließlich gehörten sie damals alle zum Orden der Schutzherren. Der Nachteil ist nun allerdings, dass die Vernetzer potenziell jederzeit von den Kybb ferngesteuert werden können. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Kybernetischen Zivilisationen dieses Wissen heute noch haben. In elf- bis zwölftausend Jahren gerät vieles in Vergessenheit, doch kann man sich darauf verlassen? Das Risiko scheint Carya Andaxi eigentlich inakzeptabel - aber es gibt kaum eine andere Wahl, um die mit den Bionischen Kreuzern verbundenen Möglichkeiten vollständig zu nutzen.
 
Der »Arbeitsplatz« der Vernetzer im Bionischen Kreuzer ist die Zentrale von Level 3 auf Deck 4. In dem Augenblick, da man den Vernetzer vor seinem Arbeitsplatz platziert, erwacht das Geschöpf »zum Leben«- der Vernetzer setzt sich in Bewegung, tritt in die transparente Kugel und setzt sich ans Hufeisenpult. Durch diese Aktivierung schließt sich die Kugel, ihre Innenseite überzieht sich mit einer Holoprojektion und vermittelt den Eindruck, direkt im freien Raum zu schweben - oder wo immer sich der Bionische Kreuzer befindet. Holo-Icons gestatten den Zugriff auf Funktionen wie Ortung, Funk und dergleichen. Und fortan befindet sich der Bionische Kreuzer im Verhetzer-Modus. Auffallend ist zunächst die deutliche Verbesserung der Sublichtbeschleunigung. Statt der bisherigen nur 50 erreicht der aktuelle neue Wert 350 Kilometer pro Sekundenquadrat. Vergleichbares gilt für die Überlichtgeschwindigkeit. Statt eines ÜL Faktors von rund 75.000 wird ein Wert von etwa einer Million erreicht, wenngleich das weit von den genannten 176 Millionen entfernt ist.
 
Darüber hinaus wirkt sich der Vernetzer-Modus auch auf die Stärke der Schutzschirme und die der Waffen aus. Der Todbringer kann seine Kanonen fortan mit einer Präzision, Feuerfolge und Durchschlagskraft bedienen, die durch den Einfluss des Vernetzers um ein Mehrfaches gesteigert ist. Paramag-Strahl wie auch Paramag-Torpedo erreichen nun Kernschussweiten von 500.000 und einer Million Kilometern; die hyperphysikalische Schockwelle pulverisiert bei Maximal-Aufladung des Torpedofeldes alles in einem Radius von bis zu fünf Kilometern. Allerdings. Auch die Zusammenarbeit mit einem Vernetzer will gelernt und trainiert sein. Was sonst noch durch ihn möglich ist, wird also die Zeit erweisen. Durchaus möglich, dass trotz erhöhter Hyperimpedanz frühere Werte erreicht werden können

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Die Ereignisse im Arphonie-Sternhaufen treiben ihrem Höhepunkt entgegen. In seiner Verzweiflung greift Tagg Kharzani zu seinen letzten Machtmitteln - während sich gleichzeitig kosmische Konstanten zu verändern scheinen ...
Mehr darüber im PERRY RHODAN-Band der nächsten Woche. Geschrieben wurde der Roman von Hubert Haensel, und er erscheint unter folgendem Titel:
 
FINALE FÜR ARPHONIE

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