Nummer: 2027 Erschienen: 27.06.2000   Kalenderwoche: 26 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Schwanengesang
Zwischen Hoffnung und Tod - Die GILGAMESCH in der Klemme
Uwe Anton     

Zyklus:  

31 - Die Solare Residenz - Hefte: 2000 - 2099 - Handlungszeit: Mai 1303 - Mai 1304 NGZ (4890 - 4891 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Thantur-Lok               
Zeitraum: August/September 1303 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 02027
Ausstattung:  Risszeichnung
Anmerkungen: 
Enthalten in Edition Terrania Band 7
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Die Milchstraße des Jahres 1303 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - das entspricht dem Jahr 4890 alter Zeit - scheint am Vorabend eines großen galaktischen Krieges stehen. Zwei ehemals verbündete Mächte belauern sich, und es ist offenbar nur eine Frage der Zeit, bis das Kristallimperium der Arkoniden zum Großangriff auf die Liga Freier Terraner ansetzt.
In den letzten Monaten besetzten die Arkoniden den Hayok-Sternenarchipel und das kleine Imperium der Topsider in direkter Nähe Terras, es kam sogar zu einem gescheiterten Angriff auf Olymp. Zuletzt jedoch konnte vor allem die Neue USO dem Kristallimperium einige Nadelstiche versetzen und unter anderem den entführten Reginald Bull befreien.
Das allerdings sind nicht alle Probleme, denen sich Perry Rhodan und die Menschheit stellen muß. Irgendwo in der Milchstraße treibt die mysteriöse Geistesmacht Morkhero Seelenquell ihr Unwesen, von der noch keiner weiß, welche Pläne sie genau verfolgt.
Im Zentrum des Kristallimperiums werden derzeit große Pläne vorbereitet, wie die Einsätze von USO-Agenten bewiesen haben. Die Arkoniden wollen ihr Flottenzentralkommando verlegen, und sie bereiten die noch mysteriöse Operation Stiller Riese vor. Dafür ist die GILGAMESCH von großer Bedeutung - für sie beginnt der SCHWANENGESANG ...

 
Die Hauptpersonen
Him Asnas Ein betagter USO-Spezialist geht in seinen wohl letzten Einsatz
Corty Reiser Hims Freund begleitet ihn ins Zentrum des Kristallimperiums
Lar Mamiak Der zalitische Syntron-Spezialist fühlt sich diskriminiert und schlecht behandelt
Keuzon da Stilva Der neue Kommandant der GILGAMESCH will rasch Erfolge sehen
Monkey Der USO-Kommandant äußert schwere Bedenken

Allgemein
Titelbildzeichner: Ralph Voltz
Innenilluszeichner: Harry Messerschmidt   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Die GILGAMESCH (II)
PR-Kommunikation: Dragon - Die Söhne von Atlantis
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Rudolf Spanuth / Ulrich Bernewski / Matthias Stahlhofen / Michael Helmling / Matthias Peick / Florian Doerschug / Heike Osterkamp / Rüdiger Behrhof / Jacqueline Barth / Jens Gruschwitz / Marcus Bullerjahn / Christopher Kirschberg / Alf Heyer
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Abteilung Null    Gwalon I.     Hayok-Sternenarchipel    Mini-Space-Jets    Neo-Korvette    PROTON WIFE    USO-Flotte    Zalit                                       
Computerecke:
Preisauschreiben:
Christoph Anczykowski : ALVAREZ - Terranische Raumschiffe

Journal

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Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
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Innenillustrationen

Impressionen - Zerklüftete Oberfläche
Zeichner:  Harry Messerschmidt  
Seite:9
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


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Inhaltsangabe

Him Asnas und Corty Reiser sind zwei betagte USO Spezialisten und gelten als die einzigen Agenten, die qualifiziert genug sind, die Syntronik der GILGAMESCH für die geplante Sprengung der an Bord versteckten Bomben umzuprogrammieren. Die Möglichkeit, das die beiden Agenten überhaupt in die Mannschaftsliste der GILGAMESCH aufgenommen und für Arbeiten an der Bordsyntronik von den Arkoniden rekrutiert werden, wurde von Yonkine Kineda geschaffen, ein weiterer USO Agent im Flottenzentralkommando der Arkoniden. Nachdem die beiden USO-Agenten in den Systemen der Arkoniden als wichtige Besatzungsmitglieder geführt und von ihrer fingierten Residenz auf einer Randwelt abgeholt werden, gelangen Asnas und Reiser ohne Umwege an Bord der GILGAMESCH wo sie nach der Ankunft den üblichen Sicherheitstests unterzogen werden.....
 
Noch bevor die beiden USO-Agenten in den Einsatz gingen, wurden sie von Monkey persönlich vorbereitet. Sie kennen alle Details über den Plan der Arkoniden, die GILGAMESCH zu einem Schlachtschiff für besondere Verwendung umzurüsten. 12 überschwere Transformkanonen, normalerweise Kaliber für bodengestützte Abwehrforts, sind bereits an Bord installiert worden. Ein kritischer Punkt ist die Abstammung der beiden Agenten, denn sie sind Terraner. Him Asnas und Corty Reiser als Arkoniden zu tarnen ist es kein Problem. Die äußeren Merkmale zu verändern, wie etwa die Haare oder Augen, ist für die Spezialisten der USO Routine. Schwieriger ist es die Knochenplatte vorzutäuschen, welche Arkoniden statt Rippen besitzen. Wegen dem extremen Zeitdruck der Aktion, kann keine Operation durchgeführt und eine künstliche Brustplatte eingesetzt werden. Das heißt die beiden Agenten dürfen auf keinen Fall in die Obhut eines arkonidischen Arztes gelangen, der eine genauere Untersuchung vornimmt. Schon ein einfaches Röntgenbild könnte die beiden als Terraner entlarven. Lar Mamiak, Zaliter und der direkte Vorgesetzte von Him Asnas und Corty Reiser an Bord der GILGAMESCH, verhehlt keine Sekunde seine Ablehnung gegen die beiden, vermeintlichen, greisen Arkoniden. Bei der Sicherheitsüberprüfung haben die beiden Agenten in der Gegenwart des kommandierenden Offiziers mehrmals eine verbale Abfuhr gegen Mamiak erteilt, eine Schmach, die den Zaliter gegen sie aufgebracht hat. So hat er den beiden USO Spezialisten eine Kabine zugewiesen, die normalerweise niederen Bediensteten zusteht, aber keinesfalls Arkoniden. Lar Mamiak hasste die beiden Greise bereits, noch bevor  sie ihren Dienst richtig angetreten hatten und schwor sich, jede Schwäche die er fand gegen sie zu verwenden.
 
Trotz ständiger Hindernisse, die ihnen Lar Mamiak in den Weg legt, können die beiden Spezialisten ihre Auftrag durchführen und das Zündprogramm für die Selbstvernichtung umprogrammieren. Als Zündzeitpunkt wählen die beiden Spezialisten den 5. September 1303. Ein Datum an dem sie nach dem Einsatzplan das Schiff bereits verlassen haben sollten und das den Tag markiert, an dem die Arkoniden die "Operation Stiller Riese" durchführen wollen.  Zuvor nehmen sich die beiden Spezialisten vor, einem weiteren Hinweis nachgehen, der ihnen bei der Arbeit an der Bordsyntronik in die Hände gefallen ist. Sie wollen erkunden was es mit "Omir-Gos" auf sich hat. Die Bezeichnung steht für ein neuartiges Waffensystem, das mit Transformkanonen verschossen werden kann. Beide Agenten sind bereit große Risiken einzugehen, um vor Ort die neue Waffe zu untersuchen. Sie finden heraus das es sich bei Omir-Gos um neuartige Bomben handelt, die als  Intervallbombe bezeichnet werden können.
 
Doch zuletzt wendet sich das Glück gegen die beiden Agenten. Die Arkoniden, ihnen voran Lar Mamiak, kommen den beiden Agenten auf die Schliche. Es kommt zum Kampf und zu einem verzweifelten Plan die GILGAMESCH mit Hilfe einer Omir-Gos Bombe durch manuelle Zündung zu sprengen. Him Asnas betätigt in letzter Sekunde den Zündimpuls und sprengt das Schiff. Beide USO-Agenten haben ihr Leben für die Mission geopfert.
 
Cistolo Khan, der die Explosion der GILGAMESCH von Mirkandol aus beobachtet, wird sofort zu Bostich zitiert. Der Imperator macht die LFT für den Anschlag verantwortlich und droht den Terranern schwerste Konsequenzen an. Khan ist sich bewusst, das Bostich Aussage faktisch mit einer Kriegserklärung gegen Terra gleichgesetzt werden kann.

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Him Asnas und Corty Reiser, zwei ergraute USO-Spezialisten von über 150 Jahren, leben als Kolonial-Arkoniden auf der Agrarwelt Yeuni-Lerigo, dem vierten Planeten von Yeunis Stern am Rande Thantur-Loks. Nur sie gelten als qualifiziert genug, die Syntronik der GILGAMESCH für die geplante Sprengung der an Bord versteckten Bomben umzuprogrammieren. Inoffiziell erfahren sie dies nicht von ihrer Kontaktstelle zur USO, sondern von Monkey, der sie heimlich besucht. Offiziell werden sie vom Ark'Thektran reaktiviert, um auf der GILGAMESCH ihren Dienst zu verrichten. Schon am 30. August 1303 NGZ erreichen sie ihren neuen Wirkungsort über Mirkandol. Zuvor wurden sie den üblichen Sicherheitstests unterzogen, was kein Problem ist, solange sie nicht medizinisch versorgt werden müssen. Sie tragen schließlich keine für Arkoniden typische Brustplatte.
 
Probleme tauchen sogleich mit dem Zaliter Lar Mamiak auf. Er ist ihr direkter Vorgesetzter auf der GILGAMESCH und verhehlt nicht seine Ablehnung gegenüber den beiden alten Männern. Doch Keuzon da Stilva, der neue Kommandant des Schiffes, vertraut ihnen und weist sie an, bis zum 19. Prago des Tartor 21.422 da Ark (5. September) ihre Arbeiten zu beenden, nämlich die Schiffssyntronik gegen KorraVir zu schützen.
 
Trotz der ständigen Hindernisse, die der Zaliter ihnen in den Weg legt, gehen ihre offiziellen und inoffiziellen Arbeiten voran. Am 5. September wollen sie einen Kernbrand auslösen, der die GILGAMESCH zerstören wird, der Besatzung aber genug Zeit zur Flucht lassen wird.
 
Überraschend stoßen sie auf ein weiteres Geheimnis. Das ehemalige Schiff der Cameloter hat nicht nur Transformkanonen an Bord, sondern auch ein neues Waffensystem, Omir-Gos genannt. Sie werden wie normale Fusionsgeschosse von der Transformkanone abgefeuert, können aber als Intervallbomben bezeichnet werden.
 
Zum Schluss wendet sich das Glück der beiden Alten. Mamiak kommt ihnen auf die Schliche, und die Sprengung der GILGAMESCH droht zu scheitern. Asnas und Reiser beschließen, ihr Leben zu opfern, und zünden eine Omir-Gos-Bombe. So vergeht die GILGAMESCH am 4. September mitsamt ihrer Besatzung.
 
In Mirkandol beobachtet Cistolo Khan das Ende des Schiffes. Er wird wenig später zu Imperator Bostich I. zitiert. Der Tai Moas macht die LFT für den Anschlag verantwortlich und droht mit schwersten Konsequenzen. Dies kommt faktisch einer Kriegserklärung gleich.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Die GILGAMESCH (II)

Rückwirkend betrachtet blieb das Schicksal der GILGAMESCH fast zwangsläufig mit dem von Camelot verknüpft: Unabhängig von der in ihr realisierten, teilweise völlig neu entwickelten »Camelot-Technik« und ihrer Leistungsfähigkeit war dieses ungewöhnliche Raumschiff stets derart eng an das Projekt der Zellaktivatorträger gebunden, daß darin schon eine gewisse Tragik zu sehen ist. Die lange Abwesenheit der Unsterblichen im Zuge der Coma-Expeditionen zur Großen Leere hatte ihrem Ansehen ebenso geschadet wie die Ereignisse parallel dazu; Spindelwesen und Imprint-Sucht seien als zwei Stichworte genannt. Als am 4. Oktober 1222 NGZ die BASIS wieder das Solsystem erreichte und einen Schirmfeldprojektor aus Hirdobaan mitbrachte, der die Milliarden Imprint-Süchtigen nach kurzem Aufenthalt im Schirmfeldsektor heilte, wurde es Rhodan & Co. nicht gedankt - das Klima in der Öffentlichkeit wandte sich verstärkt gegen die Unsterblichen.
 
Im Sommer 1233 NGZ besichtigten die Zellaktivatorträger deshalb zum ersten Mal die ehemalige Freifahrerwelt Phönix im Kugelsternhaufen M 30 - Michael Rhodan hatte sich an diesen Planeten erinnert, der fortan als Insel des Friedens und der Vernunft dienen sollte und in Form des Projekts Camelot langsam Gestalt annahm. Am 1. Mai 1235 NGZ folgte die Grundsteinlegung von Port Arthur. Nicht alle Aktivatorträger beteiligten sich im selben Maß an Camelot; Rhodan, Bull und Atlan trugen den größten Teil der Last. Von besonderer Bedeutung war Homer G. Adams' Arbeit - mit seiner Organisation Taxit beschaffte er die für Camelot benötigten Finanzmittel. Nachdem sich Perry Rhodan am 1. August 1240 NGZ von dem Maler Johnny verabschiedet hatte, verließen die Aktivatorträger endgültig die galaktische Bühne. Über die Camelot-Büros auf Terra, Olymp und anderen wichtigen Welten rekrutierte man hochqualifizierte Mitarbeiter, und in der Folgezeit wurde Camelot in der Milchstraße allmählich zu einem Mythos. Auf dem umbenannten zweiten Planeten der Sonne Ceres beschlossen die Unsterblichen und ihre Helfer den Bau eines völlig neuartigen Raumschiffs: Im Juli 1262 NGZ wurde der Entwurf der GILGAMESCH genehmigt und mit dem Bau begonnen (Technische Daten siehe PR-Kommentar 2025).
 
Das Grundkonzept hierbei war, einen Raumer zu konstruieren, der den Unsterblichen als Gesamtgruppe ebenso als Flaggschiff dienen wie jedem einzelnen von ihnen auch Bewegungsfreiheit ermöglichen konnte. Auf diese Weise kam es zu der Zuordnung der zwölf Einzelmodule, die an das Zentralmodul MERLIN gekoppelt waren. MOORGA hatte Perry Rhodan sein Modul genannt, nach der Sonne des Planeten Sabhal. Die RICO war Atlans Modul, benannt nach seinem Robotbetreuer aus der Zeit seiner Larsaf-Verbannung. Die SIELA erhielt ihren Namen nach Siela Correl, von der Reginald Bull überzeugt war, daß sie eine Tochter sei. Homer G. Adams bezog sich mit der Bezeichnung ROSTOCK auf einem der ehemaligen Kosmischen Basare. Julian Tifflors TALOSH verwies auf den fünften Schritt der Upanishad und bedeutete »Meditation über den Sinn des Lebens und den Dritten Weg«.
 
Die MERKOSH Michael Rhodans war nach dem Gläsernen benannt, dem Rhodans Sohn auf dem Saturnmond Titan begegnete. Alaska Saedelaere wählte mit KYTOMA den Namen seiner querionischen Freundin, Ronald Tekener gedachte mit KENNON seines langjährigen USO-Partners Sinclair Marout Kennon, und Gucky leistete seiner zerstörten Heimatwelt Tribut, indem er das Modul TRAMP nannte. Dao-Lin-H'ays VINAU hieß so nach der Ursprungswelt der Kartanin in Hangay, Myler Kantor taufte die ENZA nach seiner Mutter Enza Mansoor, und die Vandemar-Zwillinge bezogen sich mit SAIRA ebenfalls auf ihre Mutter und die gleichnamige Welt, auf der sie aufwuchsen. Mit Blick auf den Rückzug nach Camelot hatte die Idee eines modular aufgebauten Schiffes durchaus etwas Bestechendes, doch sie krankte von Beginn an gleich in mehrfacher Hinsicht. Schon lange vor der Fertigstellung hatten sich Ronald Tekener und Dao-Lin-H'ay nach M 33 und Hangay zurückgezogen, und Julian Tifflor und Michael Rhodan waren im Jahr 1238 NGZ bei einer Geheimmission in Fornax spurlos verschwunden. Homer G. Adams kümmerte sich bevorzugt um Taxit, und Myles Kantor lebte in erster Linie im Forschungszentrum Titan. Somit besaßen gleich sechs Module der GILGAMESCH keine »Kommandanten« aus den Reihen der Unsterblichen. Hinzu kam der Umstand, daß die volle Schlagkraft des Raumers eigentlich nur im kompletten Zustand gewährleistet war - ein Abdocken der Einzelmodule also eher im taktischen Rahmen und kurzfristigen Einsatz zu sehen war...
 
Erstmals sorgte die fertiggestellte GILGAMESCH am 22. Oktober 1286 NGZ für Aufsehen, als sie im Schutz eines hochwirksamen Virtuellbildners ein Dutzend arkonidische Kreuzer in die Flucht schlug, die den Bergbau-Asteroiden Gruvtrav einnehmen wollten. Seinen offiziellen Auftritt hatte das Schiff dann am 12. Oktober 1288 NGZ - fast gleichzeitig mit der Auflösung des Zeitraffer-Felds von Trokan erschien Perry Rhodan mit der GILGAMESCH an den Grenzen des Solsystems. Die GILGAMESCH war fortan als das Flaggschiff der Zellaktivatorträger bekannt, erwies sich vor allem in den Kämpfen gegen die Flotten der Tolkander als sehr feuerstark und leistete auch in Chearth hervorragende Dienste. Mit der Bekanntgabe der Camelot-Koordinaten jedoch war im Grunde schon das »Ende« besiegelt. Sicher hätte die GILGAMESCH als Komplettraumer wertvolle Dienste leisten können, sogar nach dem »Abkommen« mit Bostich; im Dienst des Galaktikums stehend, wäre das dem Camelot-Gedanken durchaus adäquat gewesen - hätte der Imperator nicht von vornherein falsches Spiel betrieben...
 
Der Namenspatron Gilgamesch, halb Mensch, halb Gott, war ein Sucher der Unsterblichkeit gewesen, der, wie das gleichnamige Epos schildert, letztlich scheiterte - nomen est omen?

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Bostichs Drohungen gegenüber Cistolo Khan dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Der Imperator der Arkoniden läßt nicht mit sich spaßen und nimmt die jüngste Attacke der Neuen USO als Vorwand für neue Aktivitäten seinerseits. Das Kristallimperium macht nun auf ganz besondere Weise mobil - eine große Aktion läuft an.
 
Die Vorbereitungen der Arkoniden und die Verwirklichung ihres großen Plans schildert Rainer Castor in seinem PERRY RHODAN-Roman, der in der nächsten Woche erscheint und den folgenden, fast schon programmatischen Titel trägt:
 
OPERATION STILLER RIESE

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