|
|
|
| Perry Rhodan | - |
| Kiriaade | - |
| K'UHGAR | - |
| Titelzeichner: | Oliver Scholl |
| Glossar: | Evoesa / INSHARAM / Mundänen / Segafrendo / S-Zentrant |
|
Perry
Rhodan leidet noch sehr unter den Folgen der Verletzungen, die Takegath
ihm zugefügt hat – noch mehr aber macht ihm neben dem erneuten
Verlust von Kiriaade die Hoffnungslosigkeit der Situation in Andromeda
zu schaffen: Der vom Monochromen-Charandiden-Nukleus aufgebaute Schutz
um den Sektor Jessytop ist zusammengebrochen, zwölf S-Zentranten nähern
sich dem Attorua-System zusammen mit einer Gorthazi-Flotte und der große
Gegner, mit dem man es zu tun hat, ist eine uralte Superintelligenz. Wer
würde es dem Residenten verdenken, daß er da gern einfach alles
hinschmeißen würde? Aber soweit kommt es natürlich nicht, denn
unerwarteterweise manifestiert Kiriaade nochmals in der Zentrale der
Journee. Diesmal vereint sie in sich 300.000 Bewußtseine, zahlreiche
davon aus dem im Nukleus aufgegangenen Volk der Charandiden (welche ja
äußerst sinnesfrohe Zeitgenossen sind...), was sich u.a. darin äußert,
daß sie in jedem zweiten Satz „Oh Mann“ sagt. Sie ist eine eigenständige
Persönlichkeit, die völlig unabhängig vom Rest des Nukleus agieren
kann und ist sich ihres (neuen) Körpers weit mehr bewußt als zuvor,
wovon Perry sich später in seiner Privatkabine auf äußerst angenehme
Weise überzeugen kann. Während der Nukleus sich nach dem Schock, den
er durch den Zusammenbruch des von ihm erzeugten mentalen Schutzfelds
erlitten hat, nochmal zusammenrappelt und wenigstens das Attorua-System
aus dem Schattenspiegel ausblendet, übernimmt Kiriaade einmal mehr den
Schutz der JOURNEE. Perry Rhodan, der nach Kiriaades Erscheinen seine
alte Tatkraft und Selbstsicherheit wiedergefunden hat, will sich zum
zweiten Mal in die Höhle des Löwen wagen: Nach Taupan. Man bricht sofort nach Taupan auf, denn die Zeit drängt. Der Nukleus wird trotz der Verstärkung durch die Charandiden nur noch wenige Tage dem wachsenden Druck widerstehen können, den der Gelbe Meister auf ihn ausübt. Unterwegs zum Machtzentrum des Gegners sprechen PR und Kiriaade sich aus. Nun ist es amtlich: PR liebt Kiriaade, Kiriaade liebt PR. Genauer gesagt: Für Rhodan ist Kiriaade alles, was er sich je erträumt hat, sie vereinigt die Eigenschaften aller Frauen in sich, die er je geliebt hat. Beiden ist natürlich klar, daß diese Beziehung keine Zukunft haben kann, aber das hindert sie nicht daran, eine Liebesnacht in Perrys Kabine zu zelebrieren. Taupan
ist beinahe komplett mit Rüstungsanlagen zugepflastert, außerdem
stehen hier die Zeittürme, von denen die temporale Barriere rings um Andromeda
erzeugt wird. Nur am Nordpol gibt es ein freies Gebiet mit zehn
Kilometern Durchmesser – dort befindet sich die Zeitstadt des Gelben
Meisters. Als die JOURNEE sich dieser Region nähert, gehen starke
Schockwellen im ultrahochfrequenten Bereichs des hyperenergetischen
Spektrums von der Zeitstadt aus und fegen in drei Wellen über den
Planeten hinweg. Gleichzeitig reduziert sich das gesamte
Energieaufkommen Taupans auf ein Zehntel des ursprünglichen Wertes,
alle Gorthazi erstarren dort, wo sie gerade stehen. Zuerst tobt ein
Sturm durch die Gorthazi-Einrichtungen, dem zahlreiche dieser Wesen zum
Opfer fallen, dann fällt schwarzer Schnee, der kurz darauf zu
verschmoren beginnt und großflächige Zerstörungen anrichtet. Zuletzt
erscheint eine leblose Vegetation aus einem Material, das wie dünnes,
rostiges Metall aussieht, sich überall ausbreitet und im nächsten
Moment schon wieder zerfällt – nur um gleich darauf neu zu entstehen.
Berechnungen der Wissenschaftler zufolge werden diese Phänomene in
sechs bis acht Stunden den ganzen Planeten erfaßt haben. Man nimmt an,
daß die Gorthazi danach wieder zu sich kommen werden und der jetzt
stillgelegte Rüstungsbetrieb auf Taupan wieder aufgenommen werden wird.
PR, Kiriaade, Benjameen da Jacinta und Tess Qumisha wollen diese Frist
nutzen, um in die Zeitstadt einzudringen. Kiriaade geht davon aus, daß
der Gelbe Meister jetzt alle Kräfte sammelt, um endgültig zu erwachen,
und daß er nur noch während dieses Prozesses (wenn überhaupt)
angreifbar sein wird. Die
JOURNEE setzt die kleine Gruppe ab und versteckt sich dann tief im Ozean
unter einer schwimmenden Fabrik. Kiriaade hält den Kontakt über das
Lasky-Baty-Fanhemd des Maahks Grek-665 ½. Solange der Kontakt besteht,
singt nämlich der auf dem Hemd abgebildete Lasky Baty verschiedene
Lieder... PR und seine Begleiter nähern sich der Zeitstadt zu Fuß,
weil auch der Schwerelose Zug nicht mehr fährt. Sie betreten eine Zone
hyperphysikalischer Instabilität, in der lt. Kiriaade alle Fäden des
Schattenspiegels zusammenlaufen. Die Zone sieht nach außen hin wie eine
Nebelburg aus: Ein
kegelstumpfförmiges Gebilde mit 10 km Basisdurchmesser und 10 km Höhe,
mit Wänden, die aus rotierenden Nebelschwaden zu bestehen scheinen. Im
Inneren finden sie eine Art Observatorium, bei dem es sich vermutlich um
den sichtbar gemachten Schattenspiegel handelt. In tieferen Etagen des
ansonsten völlig leeren und unbemannten Gebildes, das innen größer zu
sein scheint, als es nach außen hin aussieht, stoßen sie auf eine
weite, wüstenartige Ebene. Alles, auch der Bahnhof des Schwerelosen
Zuges, erweckt den Eindruck unfaßbaren Alters, selbst die Luft riecht
ALT. Kiriaade meint, daß diese Landschaft bereits ein Teil des Gelben
Meisters ist – d.h. man befindet sich in seinem Inneren,
aber noch nicht in seinem Innersten.
Als nächstes erreichen die vier eine Stadt, in der alle denkbaren
Architekturstile aller denkbaren Zeitalter zusammengewürfelt sind. Die
Gebäude wirken seltsam zweidimensional, als seien sie nur als Staffage
gedacht. Vor dem Stadttor steht die steinerne Statue eines Mundänen.
Genauer gesagt: Es ist ein versteinerter Un-Toter aus diesem Volk, der
in einem endlosen Traum (in den Ben, von Kiriaade unterstützt, per
Zerotraum eindringen kann) gefangen ist. Mit diesem Traum berichtet er
einen Teil des Zyklus der Ewigen,
die Chronik der Superintelligenz K’UHGAR. Weitere Statuen von Wesen
aus anderen Völkern stehen im Inneren der Stadt. Wir haben es hier mit
den schon bekannten Totenstädten von K’u zu tun. Jede Statue repräsentiert
einen Heroen aus den verschiedenen Hilfsvölkern K’UHGARS. Jeder hat
einen Teil des Zyklus der Ewigen zu berichten und jeder stärkt die
Superintelligenz mit seiner Mentalsubstanz. Den gesamten Zyklus der
Ewigen bekommt nur derjenige zu hören, der den Ersten,
d.h. die älteste aller Statuen findet. Auf
der Suche nach dem Sitz der Superintelligenz kommen die Vier zunächst
nicht weiter, bis sie die Pyhrn entdecken. Diese sehen aus wie rollende
Wüstenbüsche und man muß sich schon genau auf sie konzentrieren, um
sie wahrnehmen zu können, da sie die Aufmerksamkeit eines Beobachters
durch einen hypnosuggestiven Einfluß ablenken. Sie bewachen ein
scheinbar besonders wichtiges Bauwerk, das wie ein Stadion aussieht. PR
nimmt Kontakt mit ihnen auf und gibt sich als Beauftragter der
Kosmokraten aus. Er behauptet, er sei berechtigt, zum Gelben Meister
vorgelassen zu werden. Die Pyhrn wollen die Eindringlinge jedoch zunächst
prüfen, diese Prüfungen finden in dem Stadion statt. Ben muß einen
Kampf gegen ein vielarmiges Wesen austragen, der darin besteht, daß man
sich gegenseitig mit Handgranaten bewirft. Ben unterliegt natürlich, da
der Kampf aber nur in seinem Kopf stattgefunden hat und nicht real war,
geschieht ihm nichts. Es ist auch nicht schlimm, daß er nicht gewonnen
hat, denn bei der Prüfung ist es nur auf den Beweis von Kampfgeist
angekommen. Die Prüfung war für Ben erfolgreich und zur Belohnung
verraten die Pyhrn ihm, welche Statue der Erste
ist. Auch Tess, PR und Kiriaade werden später geprüft. Tess durchlebt
im Geiste Jahre des Studiums an der sogenannten Heroischen
Universität, kann sich hinterher aber an nichts von dem mehr
erinnern, was sie dort gelernt hat. PR und Kiriaade werden scheinbar in
eine paradiesische Umwelt versetzt, wo sie von selbst darauf kommen müssen,
daß nichts davon echt ist. Ben
klinkt sich in den Zyklus der
Ewigen ein und erfährt so die Geschichte des Gelben Meisters, die
zugleich die Geschichte von Aufstieg und Fall der Superintelligenz
K’UHGAR ist. K’UHGAR ist vor vielen Millionen Jahren in der Galaxis
Dubensys aus dem letzten körperlich geborenen Wesen aus dem Volk der
K’amaroa hervorgegangen und hatte ursprünglich den Namen Ugar
getragen. Die K’amaroa sind Insektoide, die den kollektiven Übergang
zu einer körperlosen Existenzform anstreben, den sie Aufeol nennen.
Durch Ugars Geburt wurde dieser Prozeß unterbrochen. Schnell wird klar,
daß Ugar alle negativen Eigenschaften besitzt, die die friedlichen
K’amaroa eigentlich schon hinter sich gelassen haben und daß er darüber
hinaus einen bösartigen, aggressiven Charakter hat. Prägend für ihn
und für die Superintelligenz, zu der er später wird, ist eine
besondere Eigenart Ugars: Er tötet mit Vorliebe Lebewesen, um ihre dann
freiwerdenden Seelen zu
verschlingen und dadurch seine eigenen Geisteskräfte zu steigern. So
macht er es dann auch mit seinem eigenen Vater. Den anderen K’amaroa
gaukelt er vor, durch diesen Akt des Kannibalismus sei er geläutert
worden und er sei jetzt bereit für das Aufeol. Als die gutgläubigen
Artgenossen das Aufeol-Ritual einleiten und ihre Bewußtseine von den Körpern
trennen, verschlingt Ugar jedoch auch sie. Er vereinigt somit das
gesamte Volk der K’amaroa in sich, wird unsterblich und verfügt über
gigantische mentale Kräfte, ist aber noch keine vollwertige
Superintelligenz. Er ist zum Gelben Meister geworden. Sein erstes
Hilfsvolk sind die kriegerischen Kyntassen, bei denen er einen
Heldenkult einführt, der später auch bei allen anderen Hilfsvölkern
(die jeweils bevorzugten Völker wechseln immer wieder) zum bestimmenden
kulturellen Faktor wird – wir kennen das von den Mundänen, denen
Atlan seinerzeit in Segafrendo begegnet ist. Der Gelbe Meister
unterwirft zunächst die ganze Galaxis Dubensys und verschlingt auch ein
Geisteswesen (Ayamee genannt, evtl. eine Superintelligenz), das bisher
dort beheimatet war. Den
nächsten Schritt, d.h. die Verwandlung in eine Superintelligenz, macht
der Gelbe Meister im INSHARAM, wo er alles andere als feinfühlig
vorgeht. Er saugt nicht nur die gesamte Psi-Materie auf, die
Superintelligenzen dort zur Verfügung steht, sondern auch die Bewußtseinsinhalte
von einem Drittel aller Evoesa. Jetzt ist er nicht mehr der Gelbe
Meister, sondern eine echte SI: K’UHGAR. K’UHGAR rekrutiert in den
Jahrhunderten, Jahrtausenden und Jahrmillionen seit ihrer Entstehung ein
Haupt-Hilfsvolk nach dem anderen. Alle sind leidenschaftliche Krieger,
bis auf die Pyhrn, welche als Strategen und Statistiker der SI gelten
und ihr z.B. die Errichtung der Totenstädte von K’u empfehlen, und
die Faii, welche dem Mentaldepot der Superintelligenz die Seelen
gefallener Heroen zuführen und die aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten
allgemein Seelenfresser
genannt werden. K’UHGAR
schickt sich an, die Mächtigkeitsballungen anderer Superintelligenzen
anzugreifen. Dadurch werden die Kosmokraten auf ihn aufmerksam, die ihn
mehrmals warnen, nicht zu weit zu gehen, weil sie sonst Gegenmaßnahmen
einleiten würden. Als K’UHGAR in Segafrendo einmarschiert und ESTARTU
vernichtend schlägt, haben die Kosmokraten allerdings nichts dagegen,
denn ESTARTU hat ja ein Thoregon gegründet und dagegen haben die
Kosmokraten bekanntlich etwas einzuwenden. Deshalb leisten sie dem
Aggressor sogar Hilfe. Als K’UHGAR sich jedoch gegen eine weitere
Superintelligenz (VACCERE) wendet, deren Mächtigkeitsballung direkt an
diejenige K’UHGARS grenzt, greifen die Kosmokraten zu Gunsten von
VACCERE ein. Dutzende von kosmokratischen Walzenschiffen nehmen an einer
Entscheidungsschlacht zwischen riesigen Flotten beider
Superintelligenzen teil und reiben K’UHGARs Streitmacht auf.
Gleichzeitig verändern sie den Gencode der Mundänen, die dadurch nicht
nur ihre Kampfeslust, sondern auch ihren Fortpflanzungstrieb verlieren.
Die einstmals besten Kämpfer von Dubensys degenerieren mehr und mehr zu
Waschlappen und werden mit der Zeit von den Gorthazi abgelöst, deren
Qualitäten jedoch bei weitem nicht ausreichend sind, um in K’UHGARS Mächtigkeitsballung
für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Gegen K’UHGAR selbst wird so etwas
wie ein DEVOLATOR eingesetzt, welcher der SI große Teile der
angesammelten Bewußtseinsinhalte und der Psi-Materie aus dem INSHARAM
entreißt. Im Rahmen dieser Devolution wird aus der Superintelligenz
wieder der (immer noch mächtige) Gelbe Meister. In
der Zeit des Niedergangs von K’UHGAR kommt es zu schweren Unruhen in
Dubensys. Mundänenaufstände binden die Kräfte der Gorthazi, der
Nachschub an Raumschiffen und anderem Material versiegt allmählich. Am
Ende gibt es praktisch keine Mundänen mehr und dem Gelben Meister
bleiben nur noch zwölf S-Zentranten, die er aus allen Konflikten
heraushält, um sie nicht auch noch zu verlieren. In dieser Zeit
entdeckt einer aus dem Volk der Faii ein seltsames, kegelförmiges
Raumschiff, das im All treibt und bis auf einen mumifizierten Raumfahrer
völlig verwaist ist. Die Spitze des zehn Kilometer langen Schiffes muß
abgesprengt werden, damit man sich Zutritt verschaffen kann. Das Schiff
wird zum Planeten Taupan gebracht und dort verankert – alsbald verlegt
der Gelbe Meister die Ewigen Totenstädte von K’u in dieses Schiff. Es
wird somit zum Sitz des Gelben Meisters. Taupan wird in der Folge
zusammen mit 250.000 Gorthazi-Schiffen (Kastuns) und Faii-Kreuzkeulen völlig
vom Rest der Galaxis abgeschottet. Um sich dem Zugriff der Kosmokraten
zu entziehen, hüllt der Gelbe Meister den Planeten in ein Zeitfeld, in
dem ein stark verlangsamter Zeitablauf herrscht. Nur ab und zu stoßen
Gorthazi-Einheiten nach draußen vor, um dort Kriegsspiele zu
organisieren, damit die Faii anschließend wieder Helden-Seelen aufnehmen und zum Gelben Meister bringen können, der
auf diese Weise nach und nach genug Mentalenergie aufnehmen will, um
irgendwann einmal wieder den Status einer Superintelligenz zu erlangen.
Mit Hilfe des Schattenspiegels sucht er nach anderen Orten im Kosmos, wo
er in Ruhe weiter an seinem Wiederaufstieg arbeiten kann. Der
Schattenspiegel ist nichts anderes als das Ortungs- und
Beobachtungssystem des kegelförmigen Schiffes, das in Dubensys entdeckt
worden war. Bei seiner Suche stößt der Gelbe Meister auf die Mächtigkeitsballung
von ES, die ja verwaist ist, seit sich die Superintelligenzen in den
PULS zurückgezogen haben. Da die Völker der Milchstraße ihm zu stark
erscheinen, leitet der Gelbe Meister die Transition des gesamten
Planeten Taupan und der Flotte nach Andromeda ein. Die Energie, die er für
den Aufbau des Schattenspiegels und der temporalen Barriere benötigt,
bezieht er aus den Nachwirkungen der Vernichtung des
Sonnensechseck-Transmitters (wir erinnern uns an den MdI-Zyklus) und
durch die gezielte Einleitung weiterer Supernovae. Alles verläuft nach
Plan: Andromeda wird abgeschottet, die Kastuns erobern die besiedelten
Planeten und organisieren Kampfspiele, die Faii führen dem Mentaldepot
die Bewußtseinsinhalte der bei diesen Spielen getöteten Kämpfer zu.
Der Gelbe Meister muß sich nur noch von den Folgen seine Jahrmillionen
währenden Dahindämmerns erholen… Da
müssen unsere Helden natürlich einschreiten. Tess erinnert sich zu
guter Letzt doch noch an etwas, das sie in der Heroischen Universität
gehört hat und weiß jetzt, wo sich der Zugang zum Gelben
Himmel – dem Innersten des Gelben Meisters – befindet. Da alle
vier die Prüfungen der Pyhrn bestanden haben, gestatten diese ihnen den
Zugang zum Allerheiligsten. Allerdings können nur PR und Kiriaade es
betreten; Ben und Tess müssen versuchen, einige Millionen Faii
aufzuhalten, die sich (zweifellos mit Seelen beladen) den Totenstädten
nähern. Würden die Faii ihre Seelen-Last beim Meister abliefern, könnte
das der letzte Kick sein, den Ugar noch zum Erwachen braucht. Ben und
Tess können die Ankunft der Faii nur ein wenig verzögern, dann stellen
PR und Kiriaade fest, daß sich die Lücken im Mentaldepot zu schließen
beginnen. Die beiden erreichen eine Art Altarraum, wo Ugars immer noch
existierender und unzerstörbar wirkender Körper aufgebahrt ist. Rhodan
ist hier machtlos, nur Kiriaade kann dem Gelben Meister schaden, indem
sie mit geballter mentaler Macht zuschlägt. Da dies gleichbedeutend mit
ihrem Ende ist, macht sie Rhodan ein Angebot: Ihre Mentalsubstanz wird
wahrscheinlich in den Nukleus zurückkehren. Wenn Rhodan für immer mit
ihr zusammenbleiben will, soll er seinen Körper aufgeben und ihr
dorthin folgen. Machen wir es kurz: Dazu ist good old Perry nun doch
noch nicht bereit. Kiriaade schlägt zu, Ugars schlafender Körper
verliert seine Unverwundbarkeit – und den Rest besorgt Rhodan mit bloßen
Händen. Durch die Vernichtung von Ugars Körper werden die Bewußtseine
der K’amaroa, Ugars wichtigste Kraftquelle, von ihrer Bindung an Ugar
befreit und lösen sich von ihm – das ist gleichbedeutend mit dem
vollständigen Ende des Gelben Meisters. Nach seinem Ende wird ein
Selbstzerstörungsmechanismus in Gang gesetzt, der die Zeitstadt, alle
anderen Einrichtungen auf Taupan, den Schwerelosen Zug, sämtliche
Gorthazi-Schiffe und S-Zentranten sowie alle Statuen des Gelben Meisters
erfaßt. PUFF! Kastuns und S-Zentranten explodieren, die ganze Bedrohung
löst sich in Nichts auf. PR,
Ben und Tess werden von der JOURNEE aus dem Chaos gerettet, das in der
Zeitstadt ausbricht. Perry, allein in seiner Kabine und mit seinen
selbstquälerischen Gedanken, erhält ein letztes Mal – vielleicht nur
auf mentaler Ebene – Besuch von Kiriaade. Sie übermittelt ihm einen
Gruß der befreiten K’amaroa, die nun doch noch zu dem Geisteswesen
geworden sind, das sie immer sein wollten. Sie versprechen, fortan nur
noch Gutes zu tun, um die Schuld zu tilgen, die der Gelbe Meister auf
sich und sie geladen hat. Nach der Zeitrechnung, die hinter der sich
auflösenden temporalen Barriere gilt, schreibt man den 3. Mai 1312 NGZ. Am
20. März 1312 NGZ nach Milchstraßen-Zeitrechnung hebt die JOURNEE von
Attorua ab und verläßt Andromeda, ohne noch auf den geringsten
Widerstand zu stoßen. Das Zeitfeld existiert nicht mehr. Die Flüchtlingslager
auf Attorua werden aufgelöst, Tefroder und Maahks beschließen, beim
Wiederaufbau der Galaxis zusammenzuarbeiten. Der
Monochromen-Charandiden-Nukleus verschwindet ohne ein Wort des Abschieds
ins Unbekannte. Am 29. März 1312 NGZ erreicht die JOURNEE wieder das
Sternenfenster. Mit an Bord sind zwei neue Besatzungsmitglieder: Die
Tefroderin Raye Corona und der Maahk Grek-665 ½ Meine Meinung: Hm.
Irgendwie hinterläßt der Abschluß des Spin-Off-Minizyklus einen
leicht schalen Nachgeschmack. Liegt es daran, daß der finale Roman mir
ein bißchen zusammengestoppelt vorkam? Oder daran, daß der große
Feind am Ende ein bißchen sang- und klanglos überwunden wurde, ohne
großen Showdown? Oder daran, daß man fast nichts über das weitere
Schicksal von Andromeda und den doch recht arg gebeutelten Tefrodern und
Maahks erfährt? Ernst
Vlcek hat nur Teile dieses Romans selbst verfaßt, der Rest ist von Leo
Lukas. Ehrlich gesagt kann ich nicht entscheiden, welche Teile jetzt von
Vlcek sind und welche von Lukas, aber aufgefallen ist mir wieder einmal,
daß immer wieder diese flapsige Umgangssprache verwendet wird – und
zwar unabhängig davon, ob ein solcher Ton gerade zur Situation bzw. zu
der jeweiligen Person paßt oder nicht. Gut – daß Kiriaade alle zwei
Minuten „Oh Mann“ sagt, soll ausdrücken, daß der charandidische
Anteil ihrer Persönlichkeit recht groß ist. Aber ein- oder zweimal wäre
wirklich genug gewesen. Und das ist ja auch nur ein Beispiel von vielen.
Muß man sich auf diese Weise bei einer vermeintlich jüngeren
Zielgruppe anbiedern? Wenn die Kids sich generell nicht für PR
interessieren, werden sie mit Sicherheit auch nicht durch sowas
angelockt, Altleser werden durch diesen Ton eher irritiert. Aber
egal, insgesamt war ich auch mit dem letzten Band zufrieden, hätte mir
allerdings einen größeren Umfang gewünscht. Oder halt einen siebten
Band! Dann hätte man sich mehr Zeit für die Auflösung der Geschichte
nehmen können. Oder für einen Ausblick darüber, was in Andromeda nach
dem Ende des gelben Meisters passiert.
|
|
Seite © Schroty's PR-Materiequelle 2008 |