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Inhalt
Der Nukleus hat sich erholt und spricht zu den auf der Isla
Bartolomé versammelten Terranern. Er macht ihnen klar, dass es nur einen
Weg gibt, TRAITOR wieder loszuwerden. Die Entstehung der Negasphäre muss
verhindert oder rückgängig gemacht werden. Dann wird die Terminale
Kolonne das Interesse an der Lokalen Gruppe verlieren und abziehen. Der
Nukleus selbst weiß nicht, wie dieser Plan verwirklicht werden soll. Er
hat vor einiger Zeit sogar bei den Pangalaktischen Statistikern
vergeblich nachgefragt. Aber es gibt jemanden, der selbst an einer
solchen Retroversion beteiligt war: ARCHETIM, die tote Superintelligenz,
deren Korpus in der Sonne Sol ruht. Möglicherweise kennen einige der
„Inkarnationen“ im Clateaux der Zeiten auf dem Planeten Oaghonyr,
ARCHETIMS Sitz, die Antwort. Allerdings gibt es zwei Probleme: Niemand
weiß, wo Oaghonyr sich befindet, und die Inkarnationen geben ihre
Erinnerungen nur an gleichartige Wesen weiter.
Alaska Saedelaere richtet eine Suchanfrage an NATHAN, aber auch das
Mondgehirn kennt die Position Oaghonyrs nicht. NATHAN meint jedoch, die
gesuchten Informationen könnten bei den Báalols zu finden sein, denn die
so genannten Antis sind bekannt dafür, dass sie seit Jahrtausenden alle
möglichen alten Mythen, Legenden und Informationen sammeln und
archivieren. Das zweite Problem kann leicht gelöst werden, denn auf
Terra leben ja viele Schohaaken. Allerdings gibt es im Clateaux der
Zeiten bekanntlich auch die versteinerte Version eines Algorrian – und
wenn jemand wirklich Bescheid wissen kann, wie eine Retroversion
einzuleiten ist, dann ein Potenzial-Architekt. Also machen Alaska
Saedelaere, Kantiran und der Schohaake Mengo Soffix sich mit der
OREON-Kapsel zunächst auf den Weg ins Devolter-System, wo sie den alten
Stinkstiefel Curcaryen Varantir einsammeln. Als Gegenleistung wird
seiner Frau Le Anyante, die mit dem inzwischen auf 10 Kinder
angewachsenen Nachwuchs auf Devolter II zurückbleibt, Zugriff auf die
technischen Einrichtungen des Friedensfahrer-Bahnhofs gewährt.
Dann erkaufen Alaska und Kantiran sich mit einigen Hyperkristallen eine
Passage auf einem Springerschiff nach Trakarat. Dort herrscht eine
angespannte Situation vor, denn ein Kolonnen-Fort ist im Aptut-System
stationiert und einige Familien Koda Ariel sind auf der Zentralwelt der
Antis tätig. Als Alaska und Kantiran ankommen, wird das Cappin-Fragment
des Maskenträgers plötzlich zu heftiger Aktivität angeregt. Grund dafür
sind Experimente einer Gruppe von Báalols um Amba Vatony. Diese Gruppe
besitzt einige mit dem geheimnisvollen IPEV-Psikolon durchzogene Anzüge,
die die Psi-Kräfte der Antis enorm verstärken. Amba Vatony hat
hochfliegende Pläne. Er glaubt, die Antis seien im Psi-Block stark
genug, ganze Einheiten der Terminalen Kolonne zu übernehmen oder zu
vernichten. Er will diese Dienste allen galaktischen Völkern anbieten
und die Milchstraße auf diese Weise von der Terminalen Kolonne befreien.
Während Alaska und Kantiran die Erlaubnis erhalten, die Archive zu
durchsuchen, und dabei tatsächlich einen Hinweis auf die galaktische
Position Oaghonyrs finden, schicken 20 Báalols sich an, die Besatzung
eines Traitanks unter ihre mentale Kontrolle zu bringen.
Anfangs haben Amba Vatonys Leute tatsächlich Erfolg. Es gelingt ihnen,
den Traitank zu betreten und ihn zum Kolonnen-Fort zu steuern. Sie
wollen das Fort mit den Waffen des Traitanks vernichten. Doch dann
erliegen die Báalols selbst einem Psi-Angriff. Möglicherweise werden sie
durch einen Kolonnen-Motivator außer Gefecht gesetzt. Das Kolonnen-Fort
schießt den Traitank ab. Ein zweiter Traitank nimmt den Bezirk Trakarats
unter Feuer, an dem das andere Schiff gekapert worden ist – und genau
dort befinden sich gerade Alaska und Kantiran. Rhodans Sohn entkommt,
aber Alaska scheint von den Flammen eingeholt zu werden. Gleichzeitig
spielt das Cappin-Fragment wieder verrückt. Alaska hat den Eindruck, als
würde es sein Gesicht zerfressen…
Kommentar:
Ich weiß nicht – irgendwie kann ich mich mit diesem Roman nicht recht
anfreunden. Ob es daran liegt, dass der Text mit vielen Fehlern,
fehlenden Worten und ähnlichem gespickt ist? Oder stört mich die an
manchen Stellen irgendwie holprig wirkende Erzählweise? Vielleicht ist
auch der teils infantil-simple Schreibstil schuld daran. Die Lektüre war
jedenfalls kein besonders großes Vergnügen, spannend war die Geschichte
auch nicht gerade. Der Cliffhanger ist überflüssig, denn dass Alaska
nicht gerade jetzt sterben wird, dürfte wohl klar sein. Wenigstens
kommen die eigenwilligen Algorrian, meine Lieblings-Nebenfiguren,
endlich mal wieder vor. Und sie benehmen sich auch gleich wieder so
ruppig, wie ich es mag.
Übrigens: Hat schon jemals ein PR-Roman nicht mit „ENDE“, sondern mit
„FORTSETZUNG FOLGT“ aufgehört? Kann mich nicht erinnern. Vielleicht ist
das ja eine Premiere.
Der Nukleus spricht das aus, was ich schon vermutet habe. TRAITOR kann
nicht besiegt werden. Ein Kampf gegen die Terminale Kolonne, der die
Vertreibung oder Vernichtung dieses Feindes zum Ziel hat, ist zum
Scheitern verurteilt. Nein, die Milchstraßenbewohner müssen sich
klarmachen, dass ihre Position in den Plänen TRAITORS nicht so bedeutend
ist, wie sie vielleicht dachten. Die Milchstraße ist nur eine
Ressourcengalaxie von vielen – TRAITORS wahre Ziele liegen woanders.
Priorität hat die Erzeugung der Negasphäre in Hangay. Wenn dieses Ziel
nicht mehr erreicht werden kann, dann werden auch die Ressourcengalaxien
nicht mehr benötigt. Bleibt zu hoffen, dass die Terminale Kolonne dann
auch wirklich einfach so abziehen wird, ohne sich an den Galaktikern zu
rächen. Immer vorausgesetzt natürlich, dass es gelingt, eine
Retroversion einzuleiten. Und dass diese Retroversion dann auch
endgültig ist, d.h. dass es dann definitiv nie wieder zur Entstehung
einer Negasphäre kommen kann.
J. Kreis, 23.07.2006
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