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PR-Heftserie

 Rubrik:

Raumschiffe

 Unterrubriken:

Chaotender

 Zugehörigkeiten:

Chaotarchen

 Zyklus

32 - Das Reich Tradom

  Eintragsdatum:

11.11.2005

 Letzte Änderung:

29.05.2006


ZENTAPHER

 

Was sich hinter ZENTAPHER genau verbirgt, wissen die Galaktiker noch nicht. Herausgefunden haben sie, daß das seltsame Gebilde auf dem Sperrplaneten Clurmertakh für zahlreiche hyperphysikalische Störungen des Clusters CLURMERTAKH verantwortlich zu sein scheint. Von »außen« handelt es sich um eine Kugel von 36 Kilometern Durchmesser, die sogenannte Dunkle Null. Betrachtet man ZENTAPHER jedoch von »innen<, sieht alles ganz anders aus. ZENTAPHER besteht aus einer Dimensionssphäte mit einem Innendurchmesser von 38 Kilometern. Die Innenfläche wirkt wie ein fließendes Wolkenfeld. In Wirklichkeit ist diese Wolkenkapsel das Medium, in das 612.000 »Mikrouniversen« eingebettet sind, die sogenannten Kabinette, die eine Eigenzeit haben können und in jedem Fall eine eigene Räumlichkeit besitzen. Ihre Ausdehnungen können zum Teil bis zu hundert Kilometern reichen. Die Kabinette sind ebenfalls durch eine Strangeness Barriere vom Innenraum ZENTAPHERS abgetrennt. ZENTAPHER ist für seine Bewohner die Welt, im Verhältnis zum Standarduniversum ein eigenes Universum, eingebettet in den umschließenden Kosmos. Abmessungen und Zeitabläufe im Inneren von ZENTAPHER sind nicht identisch mit denen im äußeren Kosmos, das Innere des zentaphischen Raums »beschützt« die Strangeness-Barriere

 

Quellen: Glossareintrag in PR 2085 Autor / Bearbeitung:  PR-Redaktion

 

Große Verheerung:

Was genau bei der Großen Verheerung passierte, wissen die Wesen nicht, die in ZENTAPHER leben. Sie wissen nur, dass von einer Sekunde zur anderen gewissermaßen eine flächendeckende Zerstörung eintrat, die zahlreiche Kabinette komplett zerstörte und die meisten anderen beschädigte.

Kintradims Höhe:

Die Hauptbefehlsstation des Architekten von ZENTAPHER besteht aus ineinander verschachtelten Plattformen, ist ein von außen extrem kompliziert wirkendes Gebilde. Über eine Grundfläche von etwa zehn Quadratkilometern bauen sich die insgesamt zwölf kreisrunden Plattformen von je 1550 Metern Durchmesser und 180 Metern Höhe auf fünf Ebenen auf. Das gesamte Gebilde ist somit insgesamt 900 Meter hoch. Rechnet man den 720 Meter hohen »Torbogen« hinzu, der sich auf der obersten Plattform erhebt, ergibt sich eine Gesamthöhe von 1620 Metern. Überall in Kintradims Höhe herrscht eine Schwerkraft von 1,09 Gravos. Das Baumaterial bei Kintradims Höhe ist ein mattgraues Metall, das auf Grund des Diffusor Effektes aus einiger Distanz von einem diesigen Schleier überlagert scheint und keine Einzelheiten oder scharfe Konturen erkennen lässt. Erst bei einer Annäherung auf etwa 500 Meter wird die Konstruktion klar erkennbar, ist nun allerdings wegen der Nähe nicht mehr in ihrer Gesamtheit zu übersehen. Die senkrechten Schmalseiten der Plattformen weisen eine arkadenartige Gestaltung auf: Je 36 Meter durchmessende und 72 Meter hohe Säulen begrenzen grob kreisförmige »Öffnungen«, die jeweils gut 144 Meter durchmessen. Der Transport zwischen den Plattformen und Plattformebenen erfolgt über Tunnelröhren für »gondelartige« Kapseln; Röhrenrampen und Antigravschächte. Hinzu kommen Transmitter, die teilweise in Wandnischen untergebracht sind. Hologramme zeigen bei diesen Transmittern das Ziel im voraus an. Das Plattforminnere ist jeweils ein, Hohlraum von 1150 Metern Durchmesser und 160 Metern lichter Höhe unterteilt in bis zu zwanzig autarke Sektionen, die lediglich durch eine Reihe von sechseckigen Sicherheitsschotten betreten und verlassen werden können. Die Sektionen sind mit großen Aggregat und Gebäudeblöcken angefüllt, von denen viele vom Boden bis zur Decke reichen, andere auch kleiner sind und sich in mehreren Etagen anordnen. Diese Blöcke sind nach einem kaum durchschaubaren Muster angeordnet, gruppieren sich zu größeren Einheiten, stehen einzeln oder sind durch Brücken, Rampen und Wendelschnecken miteinander verbunden. Fast alle Schotten und Einzelräumlichkeiten verfügen über eine Höhe von um die zehn Meter. Lediglich wenige Sektionen, in der Regel die Wohnsektionen der Besatzung, sind auf die Bedürfnisse kleinwüchsiger Wesen abgestimmt. Hier herrscht eine metallisch blaue Farbgebung vor, die indirekte Beleuchtung ist von einem kühlen Blauweiß. Häuser und Wohnblöcke können kahl und fensterlos sein oder entsprechen den Vollverglasungen von Hochhäusern. Hinzu kommen Balkone, Galerien und Arkadengänge. Darüber hinaus durchschneiden Laufbänder und Antigravschächte die gesamte fliegende Stadt; die meisten davon haben die Große Verheerung überstanden, so dass der Transfer innerhalb von Kintradims Höhe ein kleineres Problem darstellt.

Silbergondeln:

Mit diesen Gondeln bewegen sich die Frachtagenten von ZENTAPHER durch die Wolkenkapsel; sie sind den Ektapa vorbehalten

Zentralzylinder:

Die wichtigsten Einrichtungen in Kintradims Höhe, die auch für ZENTAPHER von größter Bedeutung sind, wurden in den Dreiecksprismen der fünften Plattform verbaut. Zentrum des Ganzen ist der 180 Meter hohe und 700 Meter durchmessende Zentralzylinder, der von acht Dreiecksprismen umgeben ist, so dass der Eindruck eines Riesenzahnrades entsteht. Die Dreiecksprismen sind ebenfalls jeweils 180 Meter hoch; die Basis direkt am Zylinder mißt 180 Meter, die Seitenlänge beträgt 270 Meter. In den riesigen Zentralsegmenten, die in den Zahnradprismen liegen, laufen über Spezialfunkgeräte die Fäden zusammen, über die auf sämtliche 612.000 Kabinette von ZENTAPHER Einfluss genommen werden kann. Jedes einzelne Kabinett ist mit einem Kabinettrechner ausgestattet, und die Kabinettrechner wiederum werden über den Zentralrechner der Station koordiniert. Der Zentralrechner, nach dem Redundanzprinzip verteilt über zwei der acht Zahnradprimen, funktioniert zur Handlungszeit (1304 NGZ) bestenfalls mangelhaft. Aufzeichnungen über die Zeit vor der Großen Verheerung sind nicht zugänglich oder vernichtet. Nur ein kleiner Teil jener automatischen Routinen, die ein Zentralrechner im Normalfall ausführt, sind tatsächlich verfügbar. In drei der acht Prismen befindet sich die Fernsteuerzentrale der fliegenden Stadt MORHANDRA: das MO'Rhyntra. In den verbleibenden drei Prismen sind der "Kommandostand" von Kintradim Crux, die Steuerung für den Torbogentransmitter sowie die Werkstätten der Alpha Ingenieure

 

Quellen: PR 2308 Autor / Bearbeitung: © Torsten Orth - CREST-Datei: http://www.crest-datei.de

 

ZENTAPHER ist der einzig bekannte Chaotender, der bisher erkundet werden konnte. Nach seiner Notlandung auf Clurmertakh wurde er auch als Dunkle Null bezeichnet.

Aufgaben
Die Chaotender haben im Namen der Chaotarchen drei wichtige Aufgaben zu erfüllen:

gegen alle zu kämpfen, die im Dienst der Kosmokraten stehen.

alle Informationen über das GESETZ und den Moralischen Kode zu sammeln.

mit Nekrophoren Leben zu vernichten.

Aufbau

Struktur
ZENTAPHER ist wie alle Chaotender äußerlich eine Kugel und besitzt einen Durchmesser von 36 Kilometern. Dabei besteht ZENTAPHER aus (mindestens) drei Schichten, die untereinander alle durch Strangeness-Felder getrennt sind:

Die äußerste Schicht enthält einen Teil des Elements der Finsternis, was zur tiefschwarzen Farbe führt. Außerdem ergibt sich so ein kaum zu überbietender Ortungsschutz.
In die zweite Schicht sind die 700.000 Kabinette eingelagert. Da es sich bei ihnen um Mikrouniversen handelt, ist jedes von ihnen mit einer Strangenesschicht umhüllt, womit auch die Größe der Kabinette kein Problem darstellt.
Die innerste Schicht wurde von Startac Schroeder als Wolkenkapsel bezeichnet. Sie durchmisst 38 Kilometer und ist von milchigem Dampf durchzogen. Man sieht auf der Wandung dieser Hohlkugel die Kabinette als Fraktale in ständiger, wenn auch langsamer Bewegung. In der Wolkenkapsel befinden sich auch die fliegenden Städte.
Die fliegenden Städte sind, mit Ausnahme der Entree-Station, nicht über den normalen Gondelverkehr der ZENTAPHER-Völker zu erreichen. Dies ist nur mit sog. Supergondeln und speziellen Schlüsseln möglich. Die fliegenden Städte wären:

Entree-Station: Wenn ein Besucher mittels eines hyperphysikalischen Vorgangs versucht, das Innere ZENTAPHERS zu erreichen, dann wird er automatisch zur Entree-Station umgeleitet. Sie sieht aus wie ein platt gedrücktes Ellipsoid von 50 m Höhe, 250 m Breite und 400 m Länge. Um die Entree-Station kreisen einige hundert murmel- bis kopfgroße Kugelgebilde, die durch nichts von ihrer Bahn abzubringen sind, sowie 233 Gondeln, welche das Verkehrsmittel innerhalb ZENTAPHERS darstellen. Der graue, abgenutzt wirkende Boden innerhalb der Entree-Station ist mit kleinen schwarzen Objekten übersäht, die aussehen wie Graphitspäne. Wenn man versucht, diese Späne aus der Entree-Station zu entfernen, reagieren sie mit extremer mechanischer Gewalt gegen jedes Behältnis, mit dem man sie zu transportieren versucht. Als Wächter der Entree-Station dient der weiblich wirkende Android Omuel. Er kann erkennen, ob ein Besucher auf Seite der Ordnungsmächte oder der Mächte des Chaos steht. Abgesehen von einer abweisenden und negativen Aura, besitzt er keine Möglichkeit, Besucher aufzuhalten.
MORHANDRA: Das Herzstück ZENTAPHERS ist die Zeitstadt MORHANDRA, welche in der Negasphäre gebaut wurde. Sie sieht aus wie eine 1,5 Kilometer durchmessende, silbrige Nebelblase, aus der Spitzen und Zacken herausragen. Unterhalb des silbrigen Geflechts sind die Zeitgeneratoren in 700.000 goldenen Kuppeln untergebracht. Über MORHANDRA werden die Zeitabläufe in allen 700.000 Kabinetten gesteuert, ebenso die Größe der Kabinette. MORHANDRA wurde unter direkter Mithilfe des Elements der Zeit konstruiert. Dabei besteht MORHANDRA aus einem Material, das sich angeblich in der Haltbarkeit mit Carit messen kann.
BOX-ZENTAPHER: Sie sieht aus wie eine 8 km lange, stahlgraue Schuhschachtel und stellt eine einzige, mehrere Kubikkilometer große Lagerhalle dar. In ihr sind die Nekrophoren eingelagert. Der Bestand wurde bei der Einweihung ZENTAPHERS übergeben und es ist nicht bekannt, wo (und ob überhaupt) weitere Lagerstätten existieren.

Kintradims Höhe: Das Repräsentativ- und Befehls-Zentrum ZENTAPHERS ist Kintradims Höhe. Die Station besteht aus zwölf Zylinderscheiben, die in fünf Lagen versetzt übereinander gestapelt sind. Die Scheiben besitzen einen Durchmesser von jeweils 1550 m und eine Dicke von 180 m. Auf der obersten Ebene befinden sich zwei Aufbauten. Eine davon ist ein parabelförmiges Transmittertor mit einer größten Ausdehnung von 900 Metern. Im Brennpunkt schwebt eine leuchtende Kugel von 350 m Durchmesser. Es handelt sich um keinen gewöhnlichen Transmitter, da man mit seiner Hilfe auch Orte jenseits des Standarduniversums kontaktieren kann. Der andere Aufbau ist ein Zylinder von 700 m Durchmesser und 180 m Höhe, der von acht Dreiecksprismen umgeben ist. Hier befindet sich MO'Rhyntra, die Fernsteuerzentrale MORHANDRAS.
In den Fraktalen der Wolkenkapsel befinden sich insgesamt 700.000 Kabinette, wobei jedoch nur 612.000 in Benutzung sind. Der Rest dient als Reserve. Jedes dieser Kabinette beherbergt ein eigenes Volk oder eine Volksgruppe und eine einem Planeten nachmodellierte Oberfläche von dutzenden Quadratkilometern Größe. Dabei gibt es Fabrik-Kabinette, Lager-Kabinette, Atmosphären-Kabinette, Hyperzapfer-Kabinette, vierundzwanzig Klon-Kabinette, ein Bibliotheks-Kabinett, Werft-Kabinette u.v.m. Für jedes Kabinett kann ein individueller Zeitablauf eingestellt werden. So kann man beispielsweise in einem Werftkabinett den relativen Zeitverlauf um den Faktor Tausend beschleunigen, während die Lagerkabinette verlangsamt werden.

Bevölkerung
Dabei hat jedes der 180.000 Völker eine ihm speziell zugewiesene Aufgabe zu erfüllen: Es gibt Bibliothekare, Genetiker (Pseutaren), Transporteure (Ektapa), Organisatoren (Keyrettler), Ingenieure (Alpha-Ingenieure), Krieger (Instinkt-Krieger)... Fast die gesamte Bevölkerung wird geklont, wobei es aber keine sozialen Spannungen zwischen in-vivo- und in-vitro-Geborenen gibt. Die Gesamt-Bevölkerungszahl ZENTAPHERS liegt bei mehreren Milliarden Lebewesen.

Die Alpha-Ingenieure, Abkömmlinge der Tessilaner, werden zum Beispiel ausschließlich geklont. Und dies seit den Tagen, als sie sich dem Element der Technik als ebenbürtig erwiesen. Bei den Instinkt-Kriegern gibt es vereinzelt auch natürliche Schwangerschaften, allerdings ohne besondere familiäre Bindungen.

Die erweiterten Offensivkapazitäten ZENTAPHERS stellen, neben den Waffensystemen, die Flotten der Instinkt-Krieger (ein Zweigvolk der Zyronen) dar. Sie verfügen über 14 kugelförmige Trägerschiffe von 8 km Durchmesser, namens KYR. An einem der Pole ist der Kommandodiskus von 2 km Durchmesser und 500 m Dicke angebracht. Um den Äquator befinden sich 4 bis 16 Pylone von jeweils 8 bis 12 km Länge. An diese Pylone sind pro Trägerschiff etwa 20.000 bis 30.000 Schlachtschiffe, Schlachtkreuzer u.ä. angedockt. Insgesamt verfügt ZENTAPHER also über fast 500.000 Kriegsschiffe. Es gilt als gesichert, dass alle Chaotender über derartige Trägerschiffe verfügen.

Infrastruktur
Die Infrastruktur ZENTAPHERS wird von den Ektapa am laufen gehalten. Sie sind für den Frachtverkehr innerhalb ZENTAPHERS zuständig, und koordinieren ihn sogar für wechselnde Zeitgeschwindigkeiten. Als Transportmittel verwenden sie hauptsächlich verbesserte Fiktiv-Transmitter, wobei sie nur Peilpole an der Fracht anbringen müssen.

Normalerweise reist man zwischen den Kabinetten ZENTAPHERS mit so genannten Gondeln. Es handelt sich dabei um ellipsoide, halboffene Fähren von etwa 20 m Länge. Für den Transport größerer Personenmengen werden die größeren Silbergondeln benutzt. Sie sind seltener und besitzen grundsätzlich eine höhere Sicherheitsstufe. Die Kanzeln in den Gondeln sind grundsätzlich offen, werden aber während des Flugs mit einem Prallfeld verschlossen.

Gondeln können nicht von Hand gesteuert werden, sondern nur per Autopilot. Im vorderen Bereich der Kanzel befindet sich eine halbmondförmige, schwebende Armatur, auf der sich Knöpfe der verschiedensten Formen befinden. Über diese Knöpfe gibt man einen Kode ein, woraufhin die Gondel automatisch das zugehörige Kabinett ansteuert.

Um eine Übersicht über alle (theoretisch) anfliegbaren Kabinette zu erhalten, benötigt man einen sog. Z-Atlas. Es handelt sich dabei um ein Speichermedium, gekoppelt mit einem Holoprojektor. Der Z-Atlas kann zu allen 612.000 Kabinetten eine kurze Beschreibung liefern. Z-Atlanten sind äußerst selten und nur in den wichtigsten Kabinetten vorhanden.

Um Kabinette höherer Sicherheitsstufen anfliegen zu können, benötigt man einen Z-Atlas und einen oder mehrere Permit-Schlüssel. Bei diesen Schlüsseln handelt es sich eine Art Zentronik-Chips, die an die Seite des Z-Atlanten angeflanscht werden müssen. Dann schalten sie im Z-Atlas die Zugangsberechtigung frei, welcher dann die entsprechende Erlaubnis an den Bordrechner der Gondel weitergibt. Es gibt 8 Sicherheitsstufen, wobei es vorkommen kann, dass man für besonders geschützte Zielorte mehrere Schlüssel unterschiedlicher Sicherheitsstufen braucht. Für den Anflug auf Kintradims Höhe beispielsweise benötigt man je einen Schlüssel aus jeder Sicherheitsstufe.

Allgemeines
Da ZENTAPHER ein energetisch geschlossenes System darstellt, ist das Hauptproblem, überschüssige Energien in den Hyperraum abzuleiten. Dieses Unvermögen der Chaotender-Konstruktion wurde ihr schließlich zum Verhängnis.

Kommandant des Ganzen ist der »Architekt«, der direkt dem Chaotarchen Xpomul unterstellt ist. Seine direkte Aufgabe ist es, mit einem speziellen Gefährt in ein Kosmonukleotid einzudringen, und dort mit einer Nekrophore alles Leben einer Galaxie in einer, für die Chaotarchen ungünstigen, potenziellen Zukunft auszulöschen bzw. um von dort aus alles intelligente Leben in einer realen Galaxie auszurotten. Im Fall von Kintradim Crux war dieses Transportmittel der Gleiter STERN aus dem Kabinett Squaridd.

Geschichte
Im Laufe der Erkundung ZENTAPHERs durch ein Landekommando der SOL nahm Mondra Diamond die Erinnerungen des Architekten Kintradim Crux und des Dieners der Materie Torr Samaho in sich auf, worauf sie die Geschichte dieses Chaotenders genau wiedergeben konnte.

Bau
Nachdem der 36.ZENTAPHER bei einer Schlacht in einer Nachbargalaxie Erranternohres unterging, beauftragte Zen-Skogo Kintradim Crux, den bereits vor 26.000 Jahren von Anin-An begonnenen Bau des 37. ZENTAPHER fertig zu stellen und zu lenken. (PR 2093)

Demnach wurde ZENTAPHER über Jahrtausende in der Galaxie G-Ayscham erschaffen, was die gesamten Ressourcen dieser Sterneninsel beanspruchte und nach der Fertigstellung nur noch Ruinen zurück ließ. Dabei war eine Flotte von 200.000 gigantischen Schürfraumern für die Rohstoffgewinnung zuständig. Nach der Fertigstellung ZENTAPHERS wurden diese Raumer in einem Kabinett eingelagert. Die beteiligten 15.000 Tender, darunter viele MASCHINEN, gingen zurück an die Hilfsvölker der Chaosmächte.

Im Dienst der Chaotarchen
Nach der Fertigstellung ZENTAPHERS wurden mit Hilfe des Elements der Technik noch diverse Anpassungen vorgenommen (z. B. die Entwicklung der Gondeln), bevor der Chaotender als voll einsatzklar galt. Schließlich begann Kintradim Crux damit, für die Chaotarchen Leben auszulöschen. Er tat dies nur bei als Feind deklarierten Galaxien, und war dabei vor allem im Bereich DORIFERS tätig. Er wurde zum Vater der DORIFER-Pest. In all den Jahrhunderttausenden kam eine gewisse Langeweile auf, die er dadurch bekämpfte, indem er nach Gusto die Zerstörungsarbeit seinen Instinkt-Kriegern überließ, in den Büchern der Bibliothek Saraogh stöberte oder sich um seine Lieblinge, die Ewigen "kümmerte", d.h. diese Biozid-Mutationen in ihren Biotanks quälte.

Ein bittersüßer Augenblick war es, als er für die Chaotarchen eine Dunkle Geburt fand. Einerseits war er stolz, für seine Auftraggeber etwas Herausragendes geleistet zu haben, andererseits war enttäuscht, kein Wort der Belobigung oder Aufklärung erhalten zu haben.

Etwa 2,8 Millionen Jahre vor Christus, als Kintradim Crux schon Jahrmillionen im Dienst der Chaosmächte stand, informierte ihn Zen-Skogo über einen bevorstehenden Kampf mit den Ordnungsmächten. In der Galaxie Kohagen-Pasmereix wurde demnach auf dem Planeten Dommrathi der Dom Dommrath als Heimstatt eines neuen Ordens der Ritter der Tiefe gebaut. Dies hätte einen bedeutenden Nachteil für die Chaosmächte in diesem Teil des Universums bedeutet, also wurden Späher entsandt, um einen militärischen Schlag gegen den noch unfertigen Dom vorzubereiten. Wenn man sich die folgenden Ereignisse vor Augen führt, kann einem der Verdacht kommen, die Kosmokraten hätten diesen Konflikt inszeniert, um gegen die Chaotender kämpfen zu können.

Die Schlacht von Kohagen-Pasmereix
Um den Dom Dommrath zu schützen, verlegten die Kosmokraten sämtliche Kosmischen Fabriken in die Galaxie Kohagen-Pasmereix. Als Antwort schickten die Chaotarchen alle neun Chaotender. Es gab kein langes hin und her mit Aufklärern und vorgetäuschten Flottenbewegungen, da beide Seiten glaubten, über alle nötigen Informationen zu verfügen. Die Schlacht entbrannte sofort damit, dass sich hunderttausende Kriegsschiffe gegeneinander warfen. ZENTAPHER hatte dazu KYR-1 bis KYR-8 ausgeschleust. Die Raumschlacht wogte tagelang mit unfassbarer Brutalität, ohne dass es einer der beiden Seiten gelang, einen nennenswerten Vorteil zu erringen. Die Situation änderte sich schlagartig als KYR-1 zu nahe an die Kosmische Fabrik KYMBRIUM kam, und von dieser vernichtet wurde. In blinder Wut stürzte sich Kintradim Crux mit ZENTAPHER auf KYMBRIUM, was schließlich zur heftigsten Schlacht seit Jahrmillionen führte.

Chaotender kämpften gegen Kosmische Fabriken. Beide Seiten setzten so schreckliche Waffen ein, dass ganze Sonnensysteme als Kollateralschaden vernichtet wurden. Dann versuchten die Diener der Materie mittels Ultimatem Stoff die Chaotender anzugreifen, was aber komplett misslang. Der Gegenschlag der Architekten mit dem Element der Finsternis zeigte auch praktisch keine Wirkung. Schließlich setzten die Diener der Materie ihre finale Strategie um: Mit Ultimatem Stoff manipulierten sie den aktuellen Messenger des lokalen Kosmonukleotids, woraufhin die Gravitationskonstante begann, extrem schnell chaotisch zu fluktuieren. Die Zeitstädte der Chaotender hatten Probleme die Strangenessfelder schnell genug anzupassen, was alle Chaotender zu zerstören drohte. Während in den Chaotendern die Notfallprogramme zu laufen begannen, zeigte sich, dass die Kosmischen Fabriken eigentlich noch viel schwerer betroffen waren: Es brachen ganze Stücke von der Carit-Panzerung ab.

MATERIA und NOKTUA nutzten die Verwirrung und griffen mit letzter Kraft, mit einer Art SHF-Intervallwaffe ZENTAPHER an. Die Waffenstrahlen durchschlugen die Schutzhüllen ZENTAPHERS, zerstörten einen Großteil der Kabinette und beschädigten unter anderem MORHANDRA. Dies wurde von den ZENTAPHER-Völkern aus Unkenntnis als die große Verheerung bezeichnet. Die Waffe der Fabriken versetzte das gesamte Innere ZENTAPHERS in hochfrequente mechanische Schwingungen und lud sogar die Hüllfelder mit dieser zerstörerischen Überschussenergie auf. Als Kintradim Crux sah, wie Zen-Skogo, ein Wesen der Negasphäre, durch die Wirkung der Waffe zerstört wurde, bekam er Panik und floh aus Kohagen-Pasmereix um ZENTAPHER vor dem manipulierten Messenger zu retten.

In der Nachbargalaxie Pooryga angekommen, entschied er sich, auf dem abgelegenen Planeten Clurmertakh notzulanden. Er hoffte, auf diese Weise die überschüssige Energie an den Planeten abgeben zu können. Sein Plan ging schief, da die Strangeness-Felder einen Energiefluss verhinderten. Um ZENTAPHER bis zum Abklingen der Schwingungen vor weiteren Zerstörungen zu bewahren, beschloss Kintradim Crux, die Not-Stasis per Zeitschaltung einzuleiten und auf Clurmertakh auf Rettung zu warten. Als er merkte, dass Entree-Station nicht funktionierte, wollte er sich mit dem Gleiter STERN in das Standard-Universum retten. Er wurde aber im Kabinett Squaridd von der Dunklen Geburt RICHTER abgefangen und wegen seiner Feigheit hingerichtet, da ohne ZENTAPHER die anderen Chaotender auf verlorenem Posten gestanden hatten und zerstört worden waren.

Kintradim Crux war nicht tot. Sein Geist wurde schwächer und schwächer und wäre erloschen, wenn nicht sein Unterbewusstsein seinen Körper ganz langsam in psionische Energie umgewandelt hätte, um den Geist am Leben zu erhalten.

Wiedererwachen
Dann, im Jahr 1304 NGZ, kam Torr Samaho nach Dommrath, ehemals Pooryga, und beschloss, das seltsame Objekt im Sektor CLURMERTAKH zu erkunden.

Nachdem er auf Irrismeet einen Großrechner angezapft hatte, flog er die Dunkle Null direkt an. Mit Hilfe seiner Kapsel gelang es ihm, die Wandung ZENTAPHERS zu durchdringen und in die Wolkenkapsel vorzustoßen. Wenige Tage später gelangte der Ritter von Dommrath Mohodeh Kascha durch denselben Dimensionstunnel in das Innere ZENTAPHERS. In der Wolkenkapsel untersuchte Torr Samaho als erstes die Fliegenden Städte. In Kintradims Höhe hob er aus Versehen die Notfall-Stasis der Kabinette auf. Mehrere Wochen lang untersuchte er verschiedene Kabinette, bis er auf Squaridd die Leiche des Architekten Kintradim Crux fand und unbedachterweise berührte.

Das Restbewusstsein von Kintradim Crux griff sofort mit aller Macht an, wurde jedoch durch das Menta sehr schnell zurück in die Defensive gedrängt. Als es sah, dass es nicht gewinnen konnte, kapselte es sich ein, bereit jederzeit wieder zuzuschlagen. Nach dem gewonnenen Kampf nahm Torr Samaho noch den Architektenstab an sich. Dies stellte sich als glückliche Fügung heraus, da er nun von den Keyrettlern und allen anderen Völkern ZENTAPHERS als Architekt anerkannt wurde. Wohlwissend auf welchen Schatz er mit ZENTAPHER gestoßen war, beschloss er, nach Erranternohre zu fliegen, um sich mit ihm als Geschenk zu rehabilitieren. Er begann sofort den Wiederaufbau zu leiten und zu organisieren. Etwa um diese Zeit herum wurde Mohodeh Kascha mittels Stasisprojektoren im Kabinett Kintradims Heim durch den dortigen Haushofmeister festgesetzt. Etwa 13 Jahre später betritt eine Expedition der SOL ZENTAPHER.

Diese Expedition wurde zusammengestellt, um Mohodeh Kascha zu suchen, und ihn zu seinem Wissen über die Pangalaktischen Statistiker zu befragen. Dabei bestand die Gruppe aus: Atlan, Icho Tolot, Myles Kantor, Dao-Lin-H'ay, Mondra Diamond, Startac Schroeder und Trim Marath. Nachdem sie mehrere Kabinette ziellos angeflogen haben, erfuhren sie im Kabinett Herkoven-Lu, dass Mohodeh Kascha nach Kintradims Heim vorgedrungen war, obwohl der Architekt schon seit Jahren keine Audienzen mehr gewährte. In Kintradims Heim retteten Mondra Diamond und Startac Schroeder Mohodeh Kascha aus dem Stasisfeld, während Trim Marath mit seinem Vibratorschwert den Haushofmeister in Notwehr tötete.

Mohodeh Kascha erklärte der SOL-Expedition, dass es sich bei ZENTAPHER um einen Chaotender handelt. Diese Gefahr müsse zum Schutz Dommraths beseitigt werden. Atlan und Mohodeh Kascha schlossen einen Pakt: Die Expedition hilft Mohodeh Kascha ZENTAPHER zu neutralisieren und bekommt danach alle verfügbaren Informationen über die Pangalaktischen Statistiker. Vom sterbenden Ektapa Parrim der Pelz erfuhren sie im Kabinett Ispargue, wo sich eine der letzten intakten Silbergondeln befand. Mit ihr flogen die Bündnispartner zu Kintradims Höhe. Die Galaktiker erschraken, als sie die Kapsel Torr Samahos entdeckten.

Kampf gegen Torr Samaho
Nachdem sie Mohodeh Kascha erklärt hatten, wer Torr Samaho ist, wurde ihnen klar, dass nun nicht nur Dommrath in Gefahr schwebte, sondern auch die Milchstraße. Immerhin musste Torr Samaho dort die größte Niederlage seines Millionen Jahre währenden Lebens einstecken. Als die Galaktiker und Mohodeh Kascha in Kintradims Höhe eintreffen, werden sie von Torr Samaho nicht geortet, da er sich gerade mit den Erinnerungen Kintradim Crux' beschäftigte. Als er jedoch aus seinem Tagtraum erwachte und die Eindringlinge bemerkte, schlug er geistig sofort los.

Die gesamte Gruppe brach unter Schmerzen gelähmt zusammen, kaum dass sie in Kintradims Höhe eingedrungen war. Schließlich erschien Torr Samaho persönlich, um sich am Tod seiner Opfer zu weiden. Trim Maraths Nebelkrieger griff an, wurde aber einfach zur Seite geschmettert. Schließlich stellte sich Icho Tolot Torr Samaho in den Weg, um ihn als Sandsack abzulenken. In den endlosen Minuten, die Icho Tolot sich verprügeln ließ, gelang es Mohodeh Kascha sein Xan-Katapult einsatzbereit zu machen und auf Torr Samaho abzufeuern. Die Wirkung war fatal.

Torr Samaho wurde, noch während sein Schutzschirm implodierte, ein Teil seines Bauches weggeschossen. Von dieser Wendung der Ereignisse geschockt trat er den Rückzug an. Wie sich herausstellte, wurden auch sein Anzug der Macht, sowie, in einer Rückkopplung, das Xan-Katapult zerstört. Ein zweiter Angriff, zusammen mit mehreren bewaffneten Keyrettlern schlug fehl, und diesmal wurde er von Trim Maraths Nebelkrieger sogar schwer verwundet. Sein rechter Arm wurde mehrfach gebrochen und sein Gesicht praktisch zerfleischt. Torr Samaho beschloss seinen Stolz zu vergessen und schon jetzt die Hohen Mächte zu rufen. Er nahm mit dem Spezialfunkgerät am Transmitter von Kintradims Höhe mit Erranternohre Kontakt auf, und schickte einen Notruf an Cairol III, in dem er von seiner Entdeckung berichtete. Währenddessen heckten die Galaktiker einen Plan aus, wie sie Torr Samaho endgültig würden töten können. Mondra Diamond verkleidete sich als Alpha-Ingenieur und sollte einen Beutel voll Handgranaten in Torr Samahos Nähe schmuggeln. Der Plan misslang, und Mondra wurde zu Torr Samahos Geisel.

Finale
Kurz darauf traf Cairol III mit einem Walzenschiff über den Transmitter ein und erklärte Torr Samaho, dass er nicht hier sei um ihn zu retten, sondern um den Chaotender zu vernichten. Torr Samaho war gebrochen und beschloss Selbstmord zu begehen und dabei die gesamte Galaxie Dommrath mitzunehmen. Unterdessen drang Cairol III in die Kommandozentrale vor und begann die Computerarchive zu sich zu überspielen. Als Atlan und Mohodeh Kascha vor ihn traten, erfuhren sie von seiner Absicht, ZENTAPHER und damit die Nekrophoren zu sprengen. Um Zeit für die Rettung Mondras zu gewinnen, verminten die Galaktiker daraufhin die Steuerschnittstelle MO-Rhyntra und erpressten Cairol III. Er gab ihnen drei Stunden. Außerdem versprach er, die gesamte Besatzung ZENTAPHERS zu evakuieren.

In BOX-ZENTAPHER zwang Torr Samaho Mondra Diamond, mit einem Spezialwerkzeug eine Nekrophore zu öffnen, sie konnte sich jedoch im letzten Augenblick gegen seinen Einfluss wehren, und schlug ihm mit dem Stab sein Auge ein. Von Schmerz und Resignation getroffen brach Torr Samaho sterbend zusammen, löschte vorher das tobende Restbewusstsein Kintradim Crux' aus. Durch die geistige Verbindung erfuhr Mondra Diamond so die Lebensgeschichten von Torr Samaho und Kintradim Crux. Als er starb hielt sie seine Pranke.

Kaum hatten sie Mondra von BOX-ZENTAPHER abgeholt, als sie sich schon auf den Weg zur Entreestation, und durch sie nach Clurmertakh machten. Dort kämpften sie sich durch die hyperphysikalischen Störungen während die Minuten verrannen. Irgendwann merkten sie, dass der Sturm schwächer wurde und ZENTAPHER Richtung Sonne flog. Unterwegs stieß ZENTAPHER alle 200.000 Schürfraumer mit Flüchtlingen an Bord aus, die sofort in ein benachbartes Sonnensystem flogen. Die Galaktiker und Mohodeh Kascha erreichten das Ritterschiff ATHA'KIMB ungefähr als ZENTAPHER in der Sonne explodierte. Die SOL und die ATHA'KIMB gelangten in den Hyperraum, Sekunden bevor die Plasmadruckwelle der Supernova sie erreichte.

Bekannte Kabinette
Saraogh (Bibliothek)
Rynkor (Klon-Fabrik)
11-KYR (Trägerschiff und Flottenkabinett)
Herkoven-Lu (Pilger- und Hotelkabinett, Zugang zu Kintradims Heim)
Kintradims Heim (Audienzsäle Kintradim Crux')
Ispargue (Container-Herstellung)
Bahnhof der Ektapa (Koordinierungszentrale des Frachtverkehrs)
Byrmesch (chemische Raffinerie)
Mon (Triebwerkskabinett)
Squaridd (besitzt Vorrichtung zur Verwendung von Nekrophoren)

 

Quellen: PR 2085 Autor / Bearbeitung: Perrypedia

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