|
ZENTAPHER ist der einzig
bekannte Chaotender, der bisher erkundet werden konnte. Nach seiner
Notlandung auf Clurmertakh wurde er auch als Dunkle Null bezeichnet.
Aufgaben
Die Chaotender haben im Namen der Chaotarchen drei wichtige Aufgaben zu
erfüllen:
gegen alle zu kämpfen, die im Dienst der Kosmokraten stehen.
alle Informationen über das GESETZ und den Moralischen Kode zu sammeln.
mit Nekrophoren Leben zu vernichten.
Aufbau
Struktur
ZENTAPHER ist wie alle Chaotender äußerlich eine Kugel und besitzt einen
Durchmesser von 36 Kilometern. Dabei besteht ZENTAPHER aus (mindestens)
drei Schichten, die untereinander alle durch Strangeness-Felder getrennt
sind:
Die äußerste Schicht enthält einen Teil des Elements der Finsternis, was
zur tiefschwarzen Farbe führt. Außerdem ergibt sich so ein kaum zu
überbietender Ortungsschutz.
In die zweite Schicht sind die 700.000 Kabinette eingelagert. Da es sich
bei ihnen um Mikrouniversen handelt, ist jedes von ihnen mit einer
Strangenesschicht umhüllt, womit auch die Größe der Kabinette kein
Problem darstellt.
Die innerste Schicht wurde von Startac Schroeder als Wolkenkapsel
bezeichnet. Sie durchmisst 38 Kilometer und ist von milchigem Dampf
durchzogen. Man sieht auf der Wandung dieser Hohlkugel die Kabinette als
Fraktale in ständiger, wenn auch langsamer Bewegung. In der Wolkenkapsel
befinden sich auch die fliegenden Städte.
Die fliegenden Städte sind, mit Ausnahme der Entree-Station, nicht über
den normalen Gondelverkehr der ZENTAPHER-Völker zu erreichen. Dies ist
nur mit sog. Supergondeln und speziellen Schlüsseln möglich. Die
fliegenden Städte wären:
Entree-Station: Wenn ein Besucher mittels eines
hyperphysikalischen Vorgangs versucht, das Innere ZENTAPHERS zu
erreichen, dann wird er automatisch zur Entree-Station umgeleitet. Sie
sieht aus wie ein platt gedrücktes Ellipsoid von 50 m Höhe, 250 m Breite
und 400 m Länge. Um die Entree-Station kreisen einige hundert murmel-
bis kopfgroße Kugelgebilde, die durch nichts von ihrer Bahn abzubringen
sind, sowie 233 Gondeln, welche das Verkehrsmittel innerhalb ZENTAPHERS
darstellen. Der graue, abgenutzt wirkende Boden innerhalb der
Entree-Station ist mit kleinen schwarzen Objekten übersäht, die aussehen
wie Graphitspäne. Wenn man versucht, diese Späne aus der Entree-Station
zu entfernen, reagieren sie mit extremer mechanischer Gewalt gegen jedes
Behältnis, mit dem man sie zu transportieren versucht. Als Wächter der
Entree-Station dient der weiblich wirkende Android Omuel. Er kann
erkennen, ob ein Besucher auf Seite der Ordnungsmächte oder der Mächte
des Chaos steht. Abgesehen von einer abweisenden und negativen Aura,
besitzt er keine Möglichkeit, Besucher aufzuhalten.
MORHANDRA: Das Herzstück ZENTAPHERS ist die Zeitstadt MORHANDRA, welche
in der Negasphäre gebaut wurde. Sie sieht aus wie eine 1,5 Kilometer
durchmessende, silbrige Nebelblase, aus der Spitzen und Zacken
herausragen. Unterhalb des silbrigen Geflechts sind die Zeitgeneratoren
in 700.000 goldenen Kuppeln untergebracht. Über MORHANDRA werden die
Zeitabläufe in allen 700.000 Kabinetten gesteuert, ebenso die Größe der
Kabinette. MORHANDRA wurde unter direkter Mithilfe des Elements der Zeit
konstruiert. Dabei besteht MORHANDRA aus einem Material, das sich
angeblich in der Haltbarkeit mit Carit messen kann.
BOX-ZENTAPHER: Sie sieht aus wie eine 8 km lange, stahlgraue
Schuhschachtel und stellt eine einzige, mehrere Kubikkilometer große
Lagerhalle dar. In ihr sind die Nekrophoren eingelagert. Der Bestand
wurde bei der Einweihung ZENTAPHERS übergeben und es ist nicht bekannt,
wo (und ob überhaupt) weitere Lagerstätten existieren.
Kintradims Höhe: Das Repräsentativ- und Befehls-Zentrum
ZENTAPHERS ist Kintradims Höhe. Die Station besteht aus zwölf
Zylinderscheiben, die in fünf Lagen versetzt übereinander gestapelt
sind. Die Scheiben besitzen einen Durchmesser von jeweils 1550 m und
eine Dicke von 180 m. Auf der obersten Ebene befinden sich zwei
Aufbauten. Eine davon ist ein parabelförmiges Transmittertor mit einer
größten Ausdehnung von 900 Metern. Im Brennpunkt schwebt eine leuchtende
Kugel von 350 m Durchmesser. Es handelt sich um keinen gewöhnlichen
Transmitter, da man mit seiner Hilfe auch Orte jenseits des
Standarduniversums kontaktieren kann. Der andere Aufbau ist ein Zylinder
von 700 m Durchmesser und 180 m Höhe, der von acht Dreiecksprismen
umgeben ist. Hier befindet sich MO'Rhyntra, die Fernsteuerzentrale
MORHANDRAS.
In den Fraktalen der Wolkenkapsel befinden sich insgesamt 700.000
Kabinette, wobei jedoch nur 612.000 in Benutzung sind. Der Rest dient
als Reserve. Jedes dieser Kabinette beherbergt ein eigenes Volk oder
eine Volksgruppe und eine einem Planeten nachmodellierte Oberfläche von
dutzenden Quadratkilometern Größe. Dabei gibt es Fabrik-Kabinette,
Lager-Kabinette, Atmosphären-Kabinette, Hyperzapfer-Kabinette,
vierundzwanzig Klon-Kabinette, ein Bibliotheks-Kabinett, Werft-Kabinette
u.v.m. Für jedes Kabinett kann ein individueller Zeitablauf eingestellt
werden. So kann man beispielsweise in einem Werftkabinett den relativen
Zeitverlauf um den Faktor Tausend beschleunigen, während die
Lagerkabinette verlangsamt werden.
Bevölkerung
Dabei hat jedes der 180.000 Völker eine ihm speziell zugewiesene Aufgabe
zu erfüllen: Es gibt Bibliothekare, Genetiker (Pseutaren), Transporteure
(Ektapa), Organisatoren (Keyrettler), Ingenieure (Alpha-Ingenieure),
Krieger (Instinkt-Krieger)... Fast die gesamte Bevölkerung wird geklont,
wobei es aber keine sozialen Spannungen zwischen in-vivo- und
in-vitro-Geborenen gibt. Die Gesamt-Bevölkerungszahl ZENTAPHERS liegt
bei mehreren Milliarden Lebewesen.
Die Alpha-Ingenieure, Abkömmlinge der Tessilaner, werden zum Beispiel
ausschließlich geklont. Und dies seit den Tagen, als sie sich dem
Element der Technik als ebenbürtig erwiesen. Bei den Instinkt-Kriegern
gibt es vereinzelt auch natürliche Schwangerschaften, allerdings ohne
besondere familiäre Bindungen.
Die erweiterten Offensivkapazitäten ZENTAPHERS stellen, neben den
Waffensystemen, die Flotten der Instinkt-Krieger (ein Zweigvolk der
Zyronen) dar. Sie verfügen über 14 kugelförmige Trägerschiffe von 8 km
Durchmesser, namens KYR. An einem der Pole ist der Kommandodiskus von 2
km Durchmesser und 500 m Dicke angebracht. Um den Äquator befinden sich
4 bis 16 Pylone von jeweils 8 bis 12 km Länge. An diese Pylone sind pro
Trägerschiff etwa 20.000 bis 30.000 Schlachtschiffe, Schlachtkreuzer
u.ä. angedockt. Insgesamt verfügt ZENTAPHER also über fast 500.000
Kriegsschiffe. Es gilt als gesichert, dass alle Chaotender über
derartige Trägerschiffe verfügen.
Infrastruktur
Die Infrastruktur ZENTAPHERS wird von den Ektapa am laufen gehalten. Sie
sind für den Frachtverkehr innerhalb ZENTAPHERS zuständig, und
koordinieren ihn sogar für wechselnde Zeitgeschwindigkeiten. Als
Transportmittel verwenden sie hauptsächlich verbesserte
Fiktiv-Transmitter, wobei sie nur Peilpole an der Fracht anbringen
müssen.
Normalerweise reist man zwischen den Kabinetten ZENTAPHERS mit so
genannten Gondeln. Es handelt sich dabei um ellipsoide, halboffene
Fähren von etwa 20 m Länge. Für den Transport größerer Personenmengen
werden die größeren Silbergondeln benutzt. Sie sind seltener und
besitzen grundsätzlich eine höhere Sicherheitsstufe. Die Kanzeln in den
Gondeln sind grundsätzlich offen, werden aber während des Flugs mit
einem Prallfeld verschlossen.
Gondeln können nicht von Hand gesteuert werden, sondern nur per
Autopilot. Im vorderen Bereich der Kanzel befindet sich eine
halbmondförmige, schwebende Armatur, auf der sich Knöpfe der
verschiedensten Formen befinden. Über diese Knöpfe gibt man einen Kode
ein, woraufhin die Gondel automatisch das zugehörige Kabinett ansteuert.
Um eine Übersicht über alle (theoretisch) anfliegbaren Kabinette zu
erhalten, benötigt man einen sog. Z-Atlas. Es handelt sich dabei um ein
Speichermedium, gekoppelt mit einem Holoprojektor. Der Z-Atlas kann zu
allen 612.000 Kabinetten eine kurze Beschreibung liefern. Z-Atlanten
sind äußerst selten und nur in den wichtigsten Kabinetten vorhanden.
Um Kabinette höherer Sicherheitsstufen anfliegen zu können, benötigt man
einen Z-Atlas und einen oder mehrere Permit-Schlüssel. Bei diesen
Schlüsseln handelt es sich eine Art Zentronik-Chips, die an die Seite
des Z-Atlanten angeflanscht werden müssen. Dann schalten sie im Z-Atlas
die Zugangsberechtigung frei, welcher dann die entsprechende Erlaubnis
an den Bordrechner der Gondel weitergibt. Es gibt 8 Sicherheitsstufen,
wobei es vorkommen kann, dass man für besonders geschützte Zielorte
mehrere Schlüssel unterschiedlicher Sicherheitsstufen braucht. Für den
Anflug auf Kintradims Höhe beispielsweise benötigt man je einen
Schlüssel aus jeder Sicherheitsstufe.
Allgemeines
Da ZENTAPHER ein energetisch geschlossenes System darstellt, ist das
Hauptproblem, überschüssige Energien in den Hyperraum abzuleiten. Dieses
Unvermögen der Chaotender-Konstruktion wurde ihr schließlich zum
Verhängnis.
Kommandant des Ganzen ist der »Architekt«, der direkt dem Chaotarchen
Xpomul unterstellt ist. Seine direkte Aufgabe ist es, mit einem
speziellen Gefährt in ein Kosmonukleotid einzudringen, und dort mit
einer Nekrophore alles Leben einer Galaxie in einer, für die Chaotarchen
ungünstigen, potenziellen Zukunft auszulöschen bzw. um von dort aus
alles intelligente Leben in einer realen Galaxie auszurotten. Im Fall
von Kintradim Crux war dieses Transportmittel der Gleiter STERN aus dem
Kabinett Squaridd.
Geschichte
Im Laufe der Erkundung ZENTAPHERs durch ein Landekommando der SOL nahm
Mondra Diamond die Erinnerungen des Architekten Kintradim Crux und des
Dieners der Materie Torr Samaho in sich auf, worauf sie die Geschichte
dieses Chaotenders genau wiedergeben konnte.
Bau
Nachdem der 36.ZENTAPHER bei einer Schlacht in einer Nachbargalaxie
Erranternohres unterging, beauftragte Zen-Skogo Kintradim Crux, den
bereits vor 26.000 Jahren von Anin-An begonnenen Bau des 37. ZENTAPHER
fertig zu stellen und zu lenken. (PR 2093)
Demnach wurde ZENTAPHER über Jahrtausende in der Galaxie G-Ayscham
erschaffen, was die gesamten Ressourcen dieser Sterneninsel beanspruchte
und nach der Fertigstellung nur noch Ruinen zurück ließ. Dabei war eine
Flotte von 200.000 gigantischen Schürfraumern für die Rohstoffgewinnung
zuständig. Nach der Fertigstellung ZENTAPHERS wurden diese Raumer in
einem Kabinett eingelagert. Die beteiligten 15.000 Tender, darunter
viele MASCHINEN, gingen zurück an die Hilfsvölker der Chaosmächte.
Im Dienst der Chaotarchen
Nach der Fertigstellung ZENTAPHERS wurden mit Hilfe des Elements der
Technik noch diverse Anpassungen vorgenommen (z. B. die Entwicklung der
Gondeln), bevor der Chaotender als voll einsatzklar galt. Schließlich
begann Kintradim Crux damit, für die Chaotarchen Leben auszulöschen. Er
tat dies nur bei als Feind deklarierten Galaxien, und war dabei vor
allem im Bereich DORIFERS tätig. Er wurde zum Vater der DORIFER-Pest. In
all den Jahrhunderttausenden kam eine gewisse Langeweile auf, die er
dadurch bekämpfte, indem er nach Gusto die Zerstörungsarbeit seinen
Instinkt-Kriegern überließ, in den Büchern der Bibliothek Saraogh
stöberte oder sich um seine Lieblinge, die Ewigen "kümmerte", d.h. diese
Biozid-Mutationen in ihren Biotanks quälte.
Ein bittersüßer Augenblick war es, als er für die Chaotarchen eine
Dunkle Geburt fand. Einerseits war er stolz, für seine Auftraggeber
etwas Herausragendes geleistet zu haben, andererseits war enttäuscht,
kein Wort der Belobigung oder Aufklärung erhalten zu haben.
Etwa 2,8 Millionen Jahre vor Christus, als Kintradim Crux schon
Jahrmillionen im Dienst der Chaosmächte stand, informierte ihn Zen-Skogo
über einen bevorstehenden Kampf mit den Ordnungsmächten. In der Galaxie
Kohagen-Pasmereix wurde demnach auf dem Planeten Dommrathi der Dom
Dommrath als Heimstatt eines neuen Ordens der Ritter der Tiefe gebaut.
Dies hätte einen bedeutenden Nachteil für die Chaosmächte in diesem Teil
des Universums bedeutet, also wurden Späher entsandt, um einen
militärischen Schlag gegen den noch unfertigen Dom vorzubereiten. Wenn
man sich die folgenden Ereignisse vor Augen führt, kann einem der
Verdacht kommen, die Kosmokraten hätten diesen Konflikt inszeniert, um
gegen die Chaotender kämpfen zu können.
Die Schlacht von Kohagen-Pasmereix
Um den Dom Dommrath zu schützen, verlegten die Kosmokraten sämtliche
Kosmischen Fabriken in die Galaxie Kohagen-Pasmereix. Als Antwort
schickten die Chaotarchen alle neun Chaotender. Es gab kein langes hin
und her mit Aufklärern und vorgetäuschten Flottenbewegungen, da beide
Seiten glaubten, über alle nötigen Informationen zu verfügen. Die
Schlacht entbrannte sofort damit, dass sich hunderttausende
Kriegsschiffe gegeneinander warfen. ZENTAPHER hatte dazu KYR-1 bis KYR-8
ausgeschleust. Die Raumschlacht wogte tagelang mit unfassbarer
Brutalität, ohne dass es einer der beiden Seiten gelang, einen
nennenswerten Vorteil zu erringen. Die Situation änderte sich
schlagartig als KYR-1 zu nahe an die Kosmische Fabrik KYMBRIUM kam, und
von dieser vernichtet wurde. In blinder Wut stürzte sich Kintradim Crux
mit ZENTAPHER auf KYMBRIUM, was schließlich zur heftigsten Schlacht seit
Jahrmillionen führte.
Chaotender kämpften gegen Kosmische Fabriken. Beide Seiten setzten so
schreckliche Waffen ein, dass ganze Sonnensysteme als Kollateralschaden
vernichtet wurden. Dann versuchten die Diener der Materie mittels
Ultimatem Stoff die Chaotender anzugreifen, was aber komplett misslang.
Der Gegenschlag der Architekten mit dem Element der Finsternis zeigte
auch praktisch keine Wirkung. Schließlich setzten die Diener der Materie
ihre finale Strategie um: Mit Ultimatem Stoff manipulierten sie den
aktuellen Messenger des lokalen Kosmonukleotids, woraufhin die
Gravitationskonstante begann, extrem schnell chaotisch zu fluktuieren.
Die Zeitstädte der Chaotender hatten Probleme die Strangenessfelder
schnell genug anzupassen, was alle Chaotender zu zerstören drohte.
Während in den Chaotendern die Notfallprogramme zu laufen begannen,
zeigte sich, dass die Kosmischen Fabriken eigentlich noch viel schwerer
betroffen waren: Es brachen ganze Stücke von der Carit-Panzerung ab.
MATERIA und NOKTUA nutzten die Verwirrung und griffen mit letzter Kraft,
mit einer Art SHF-Intervallwaffe ZENTAPHER an. Die Waffenstrahlen
durchschlugen die Schutzhüllen ZENTAPHERS, zerstörten einen Großteil der
Kabinette und beschädigten unter anderem MORHANDRA. Dies wurde von den
ZENTAPHER-Völkern aus Unkenntnis als die große Verheerung bezeichnet.
Die Waffe der Fabriken versetzte das gesamte Innere ZENTAPHERS in
hochfrequente mechanische Schwingungen und lud sogar die Hüllfelder mit
dieser zerstörerischen Überschussenergie auf. Als Kintradim Crux sah,
wie Zen-Skogo, ein Wesen der Negasphäre, durch die Wirkung der Waffe
zerstört wurde, bekam er Panik und floh aus Kohagen-Pasmereix um
ZENTAPHER vor dem manipulierten Messenger zu retten.
In der Nachbargalaxie Pooryga angekommen, entschied er sich, auf dem
abgelegenen Planeten Clurmertakh notzulanden. Er hoffte, auf diese Weise
die überschüssige Energie an den Planeten abgeben zu können. Sein Plan
ging schief, da die Strangeness-Felder einen Energiefluss verhinderten.
Um ZENTAPHER bis zum Abklingen der Schwingungen vor weiteren
Zerstörungen zu bewahren, beschloss Kintradim Crux, die Not-Stasis per
Zeitschaltung einzuleiten und auf Clurmertakh auf Rettung zu warten. Als
er merkte, dass Entree-Station nicht funktionierte, wollte er sich mit
dem Gleiter STERN in das Standard-Universum retten. Er wurde aber im
Kabinett Squaridd von der Dunklen Geburt RICHTER abgefangen und wegen
seiner Feigheit hingerichtet, da ohne ZENTAPHER die anderen Chaotender
auf verlorenem Posten gestanden hatten und zerstört worden waren.
Kintradim Crux war nicht tot. Sein Geist wurde schwächer und schwächer
und wäre erloschen, wenn nicht sein Unterbewusstsein seinen Körper ganz
langsam in psionische Energie umgewandelt hätte, um den Geist am Leben
zu erhalten.
Wiedererwachen
Dann, im Jahr 1304 NGZ, kam Torr Samaho nach Dommrath, ehemals Pooryga,
und beschloss, das seltsame Objekt im Sektor CLURMERTAKH zu erkunden.
Nachdem er auf Irrismeet einen Großrechner angezapft hatte, flog er die
Dunkle Null direkt an. Mit Hilfe seiner Kapsel gelang es ihm, die
Wandung ZENTAPHERS zu durchdringen und in die Wolkenkapsel vorzustoßen.
Wenige Tage später gelangte der Ritter von Dommrath Mohodeh Kascha durch
denselben Dimensionstunnel in das Innere ZENTAPHERS. In der Wolkenkapsel
untersuchte Torr Samaho als erstes die Fliegenden Städte. In Kintradims
Höhe hob er aus Versehen die Notfall-Stasis der Kabinette auf. Mehrere
Wochen lang untersuchte er verschiedene Kabinette, bis er auf Squaridd
die Leiche des Architekten Kintradim Crux fand und unbedachterweise
berührte.
Das Restbewusstsein von Kintradim Crux griff sofort mit aller Macht an,
wurde jedoch durch das Menta sehr schnell zurück in die Defensive
gedrängt. Als es sah, dass es nicht gewinnen konnte, kapselte es sich
ein, bereit jederzeit wieder zuzuschlagen. Nach dem gewonnenen Kampf
nahm Torr Samaho noch den Architektenstab an sich. Dies stellte sich als
glückliche Fügung heraus, da er nun von den Keyrettlern und allen
anderen Völkern ZENTAPHERS als Architekt anerkannt wurde. Wohlwissend
auf welchen Schatz er mit ZENTAPHER gestoßen war, beschloss er, nach
Erranternohre zu fliegen, um sich mit ihm als Geschenk zu
rehabilitieren. Er begann sofort den Wiederaufbau zu leiten und zu
organisieren. Etwa um diese Zeit herum wurde Mohodeh Kascha mittels
Stasisprojektoren im Kabinett Kintradims Heim durch den dortigen
Haushofmeister festgesetzt. Etwa 13 Jahre später betritt eine Expedition
der SOL ZENTAPHER.
Diese Expedition wurde zusammengestellt, um Mohodeh Kascha zu suchen,
und ihn zu seinem Wissen über die Pangalaktischen Statistiker zu
befragen. Dabei bestand die Gruppe aus: Atlan, Icho Tolot, Myles Kantor,
Dao-Lin-H'ay, Mondra Diamond, Startac Schroeder und Trim Marath. Nachdem
sie mehrere Kabinette ziellos angeflogen haben, erfuhren sie im Kabinett
Herkoven-Lu, dass Mohodeh Kascha nach Kintradims Heim vorgedrungen war,
obwohl der Architekt schon seit Jahren keine Audienzen mehr gewährte. In
Kintradims Heim retteten Mondra Diamond und Startac Schroeder Mohodeh
Kascha aus dem Stasisfeld, während Trim Marath mit seinem
Vibratorschwert den Haushofmeister in Notwehr tötete.
Mohodeh Kascha erklärte der SOL-Expedition, dass es sich bei ZENTAPHER
um einen Chaotender handelt. Diese Gefahr müsse zum Schutz Dommraths
beseitigt werden. Atlan und Mohodeh Kascha schlossen einen Pakt: Die
Expedition hilft Mohodeh Kascha ZENTAPHER zu neutralisieren und bekommt
danach alle verfügbaren Informationen über die Pangalaktischen
Statistiker. Vom sterbenden Ektapa Parrim der Pelz erfuhren sie im
Kabinett Ispargue, wo sich eine der letzten intakten Silbergondeln
befand. Mit ihr flogen die Bündnispartner zu Kintradims Höhe. Die
Galaktiker erschraken, als sie die Kapsel Torr Samahos entdeckten.
Kampf gegen Torr Samaho
Nachdem sie Mohodeh Kascha erklärt hatten, wer Torr Samaho ist, wurde
ihnen klar, dass nun nicht nur Dommrath in Gefahr schwebte, sondern auch
die Milchstraße. Immerhin musste Torr Samaho dort die größte Niederlage
seines Millionen Jahre währenden Lebens einstecken. Als die Galaktiker
und Mohodeh Kascha in Kintradims Höhe eintreffen, werden sie von Torr
Samaho nicht geortet, da er sich gerade mit den Erinnerungen Kintradim
Crux' beschäftigte. Als er jedoch aus seinem Tagtraum erwachte und die
Eindringlinge bemerkte, schlug er geistig sofort los.
Die gesamte Gruppe brach unter Schmerzen gelähmt zusammen, kaum dass sie
in Kintradims Höhe eingedrungen war. Schließlich erschien Torr Samaho
persönlich, um sich am Tod seiner Opfer zu weiden. Trim Maraths
Nebelkrieger griff an, wurde aber einfach zur Seite geschmettert.
Schließlich stellte sich Icho Tolot Torr Samaho in den Weg, um ihn als
Sandsack abzulenken. In den endlosen Minuten, die Icho Tolot sich
verprügeln ließ, gelang es Mohodeh Kascha sein Xan-Katapult
einsatzbereit zu machen und auf Torr Samaho abzufeuern. Die Wirkung war
fatal.
Torr Samaho wurde, noch während sein Schutzschirm implodierte, ein Teil
seines Bauches weggeschossen. Von dieser Wendung der Ereignisse
geschockt trat er den Rückzug an. Wie sich herausstellte, wurden auch
sein Anzug der Macht, sowie, in einer Rückkopplung, das Xan-Katapult
zerstört. Ein zweiter Angriff, zusammen mit mehreren bewaffneten
Keyrettlern schlug fehl, und diesmal wurde er von Trim Maraths
Nebelkrieger sogar schwer verwundet. Sein rechter Arm wurde mehrfach
gebrochen und sein Gesicht praktisch zerfleischt. Torr Samaho beschloss
seinen Stolz zu vergessen und schon jetzt die Hohen Mächte zu rufen. Er
nahm mit dem Spezialfunkgerät am Transmitter von Kintradims Höhe mit
Erranternohre Kontakt auf, und schickte einen Notruf an Cairol III, in
dem er von seiner Entdeckung berichtete. Währenddessen heckten die
Galaktiker einen Plan aus, wie sie Torr Samaho endgültig würden töten
können. Mondra Diamond verkleidete sich als Alpha-Ingenieur und sollte
einen Beutel voll Handgranaten in Torr Samahos Nähe schmuggeln. Der Plan
misslang, und Mondra wurde zu Torr Samahos Geisel.
Finale
Kurz darauf traf Cairol III mit einem Walzenschiff über den Transmitter
ein und erklärte Torr Samaho, dass er nicht hier sei um ihn zu retten,
sondern um den Chaotender zu vernichten. Torr Samaho war gebrochen und
beschloss Selbstmord zu begehen und dabei die gesamte Galaxie Dommrath
mitzunehmen. Unterdessen drang Cairol III in die Kommandozentrale vor
und begann die Computerarchive zu sich zu überspielen. Als Atlan und
Mohodeh Kascha vor ihn traten, erfuhren sie von seiner Absicht,
ZENTAPHER und damit die Nekrophoren zu sprengen. Um Zeit für die Rettung
Mondras zu gewinnen, verminten die Galaktiker daraufhin die
Steuerschnittstelle MO-Rhyntra und erpressten Cairol III. Er gab ihnen
drei Stunden. Außerdem versprach er, die gesamte Besatzung ZENTAPHERS zu
evakuieren.
In BOX-ZENTAPHER zwang Torr Samaho Mondra Diamond, mit einem
Spezialwerkzeug eine Nekrophore zu öffnen, sie konnte sich jedoch im
letzten Augenblick gegen seinen Einfluss wehren, und schlug ihm mit dem
Stab sein Auge ein. Von Schmerz und Resignation getroffen brach Torr
Samaho sterbend zusammen, löschte vorher das tobende Restbewusstsein
Kintradim Crux' aus. Durch die geistige Verbindung erfuhr Mondra Diamond
so die Lebensgeschichten von Torr Samaho und Kintradim Crux. Als er
starb hielt sie seine Pranke.
Kaum hatten sie Mondra von BOX-ZENTAPHER abgeholt, als sie sich schon
auf den Weg zur Entreestation, und durch sie nach Clurmertakh machten.
Dort kämpften sie sich durch die hyperphysikalischen Störungen während
die Minuten verrannen. Irgendwann merkten sie, dass der Sturm schwächer
wurde und ZENTAPHER Richtung Sonne flog. Unterwegs stieß ZENTAPHER alle
200.000 Schürfraumer mit Flüchtlingen an Bord aus, die sofort in ein
benachbartes Sonnensystem flogen. Die Galaktiker und Mohodeh Kascha
erreichten das Ritterschiff ATHA'KIMB ungefähr als ZENTAPHER in der
Sonne explodierte. Die SOL und die ATHA'KIMB gelangten in den Hyperraum,
Sekunden bevor die Plasmadruckwelle der Supernova sie erreichte.
Bekannte Kabinette
Saraogh (Bibliothek)
Rynkor (Klon-Fabrik)
11-KYR (Trägerschiff und Flottenkabinett)
Herkoven-Lu (Pilger- und Hotelkabinett, Zugang zu Kintradims Heim)
Kintradims Heim (Audienzsäle Kintradim Crux')
Ispargue (Container-Herstellung)
Bahnhof der Ektapa (Koordinierungszentrale des Frachtverkehrs)
Byrmesch (chemische Raffinerie)
Mon (Triebwerkskabinett)
Squaridd (besitzt Vorrichtung zur Verwendung von Nekrophoren)
|