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Die Tolkander sind ein
Völkerbündnis, das nur dazu dient, der großen Mutter Goedda zu dienen.
Sie sind genetisch nicht miteinander verwandt, stammen aber alle von ihr
ab. Benannt haben sich die Tolkander nach der Galaxie Tolkandir, die sie
vor der Milchstraße angegriffen haben.
Die einzelnen Völker
Die Völker sind nach aufsteigender hierarchischer Bedeutung geordnet. In
dieser Reihenfolge steigt auch die Reifedauer der Larven. Ob Philosophen
auch aus Vivoc geboren werden, ist unklar.
Neezer
Sie waren die Späher. Es war ihre Aufgabe, nach Bund (Intelligenzwesen
passender Mentalstruktur) zu suchen und diese mit dem Tangle-Scan
gefügig zu machen.
Die Neezer stammten von Echsen ab. Ihre Hautfarbe war grün, sie besaßen
sechs Gliedmaßen und waren etwa 1,50m groß. Ihre Köpfe ähnelten denen
von Nashornvipern. Im Mund befanden sich viele spitze, kleine Zähne,
aber keine Zunge. Der Körper besaß keine Skelettstruktur, sondern nur
ein stützendes Knorpelgewebe direkt unter der Haut. Die Neezer verfügten
über einen plumpen rundlichen Körper, aus dem ein langes Armpaar, ein
kurzes Armpaar und ein Beinpaar ragten. Anstelle von Händen und Fingern
besaßen die Neezer große, flache Hautlappen, mit denen sie sehr sensibel
greifen konnten.
Außerhalb ihrer Raumschiffe traten sie meist in Fliegendern Eiern auf.
Es handelte sich dabei um überschwere Exoskelett-Anzüge von 3m Größe,
die flugfähig und mit Desintegratoren bewaffnet waren.
Ihre Igelschiffe waren 450 m lang, 120 m breit und bohnenförmig
gekrümmt.
Gazkar
Sie waren die Krieger. Es war ihre Aufgabe, die eroberten Planeten zu
beschützen und Wachflotten aus zu erobernden Sonnensystemen zu
vertreiben. Dabei waren sie aber immer darauf bedacht, nicht zu viel
Bund zu töten.
Die Gazkar stammten von Insekten ab. Ihr Chitinpanzer war schwarz, und
ihre Facettenaugen schimmerten in Regenbogenfarben. Sie erreichten eine
Körpergröße von etwa 1,60 m. Auf dem Kopf besaßen die Gazkar von Geburt
an 17 Chitinstacheln. Wenn ein Gazka nun befördert wurde, so wurde ihm
ein Stachel abgebrannt. Wenn etwas passierte, das zu einer Degradierung
geführt hätte, dann wurde der ehrenvolle Selbstmord des Betroffenen
erwartet. Als Kleidung besaßen die Gazkar nur verschiedene Gürtel, mit
denen sie ihre Strahlenwaffen transportierten. Außerdem besaßen sie noch
eine selbstentfaltende Rettungskapsel, falls sie ihr Raumschiff schnell
verlassen mussten.
Im Kampf verließen sich die Gazkar auf zwei Sinne: Zunächst wäre da der
Geruchssinn, mit dem sie den Pheromonnetzen folgten, die die Neezer in
ihren Fliegenden Eiern ausgesprüht hatten. Zum anderen wäre da ein
telepathisch-optischer Sinn, durch den sie Bund dunkler sehen als die
Umgebung.
Ihre Igelschiffe waren 600 m lang, schlank und schwer bewaffnet. Durch
den 5-D-Vektor-Shredder waren sie außerdem sehr schwer zu treffen.
Alazar
Sie waren die Mechaniker. Wenn es auf den eroberten Welten irgendein
technisches Problem gab, so war es an ihnen, es zu lösen.
Die Alazar stammten vermutlich von einer insektenartigen Rasse ab. Ihr
Chitinpanzer war bunt gefärbt und sie erreichten eine Körpergröße von
etwa 1,80 m. Ihre Köpfe ähnelten denen von Pferden. Darunter lag ein
dünner Korpus, aus dem die vier Tentakelarme ragten. Darunter folgte ein
kegelförmiger, rockartiger Unterleib, aus dessen Rand viele kleine
Tentakelfüßchen sprossen.
Praktisch jeder Alazar führte einen Stab mit sich, der eine modifizierte
Tangle-Strahlung aussandte. Wenn man damit ein Opfer berührte, dann
stellte sich eine beruhigende und keine verwirrende Wirkung ein.
Ihre Igelschiffe waren etwa 700 m lang und keilförmig.
Eloundar
Sie waren die Bewahrer des Vivoc. Es war ihre Aufgabe die Larven auf die
eroberten Welten zu bringen und dort deren Umsorgung zu organisieren.
Die Eloundar stammten von im Wasser lebenden Weichtieren ab. Ihr Haut
war weißlich und mit einem feinen blauen Flaum bedeckt. Sie erreichten
eine Körpergröße von etwa 1,80 m. Der Kopf war rundlich und besaß vorne
einen kegelförmigen Rüssel von etwa 30cm Länge und gleichem Durchmesser.
Seitlich am Kopf besaßen die Eloundar faustgroße, goldfarbene
Facettenaugen. Der Körper war birnenförmig. Die Eloundar besaßen ein
langes Armpaar, ein kurzes Armpaar und ein Beinpaar. Anstelle von Händen
und Fingern besaßen sie bewegliche Flossenfortsätze. Auf der Spitze
ihres Kopf besaßen sie einen aufstellbaren Flossenkamm, mit dem sie den
Bund wahrnehmen konnten.
Ihre Igelschiffe waren 800 m lang, ellipsoid und verfügten am Heck über
vier dreieckige Flossen.
Physander
Sie waren die Techniker. Es war ihre Aufgabe eine reibungslose
industrielle Produktion zu gewährleisten. Außerdem mussten sie
sicherstellen, dass die Waffen der Tolkander immer schlagkräftig genug
waren, verglichen mit ihren Gegnern.
Die Physander stammten von Insekten ab. Ihre Chitinpanzer schimmerten
bronzefarben und ihre Facettenaugen waren dunkelbraun. Sie erreichten
eine Körpergröße von etwa 2,50 m. Man sah jedoch meist nichts vom
natürlichen Äußeren eines Physanders, da sie sich an jedem
Quadratzentimeter mit Werkzeugen und ähnlichem behängten. So stülpten
sie sich Mikroskope oder UV-Licht-Sensoren über die Augen. Ihre Arme
hüllten sie entweder in enganliegende Schutzschirme zum Schutz gegen
harte Strahlung, oder sie ersetzten sie ganz durch kybernetische
Modelle. Um ihre Brust trugen sie einen dicken Metallpanzer, in den
allerlei technische Spielereien eingelassen waren.
Die Physander hielten sich in den Gliederschiffen auf.
Chaeroder
Sie waren die Planer. Es war ihre Aufgabe, den Heerwurm aus bis zu
200.000 Schiffen und die Eroberung der aktuellen, wie auch der nächsten
Galaxie zu organisieren. Darüberhinaus waren sie das strategische
Oberkommando.
Die Chaeroder stammen von Insekten ab. Ihr Chitinpanzer war hellbraun
und ihre Facettenaugen bernsteinfarben. Sie wurden etwa 3 m groß. Der
Kopf war eine Röhre von etwa 10 cm Dicke und 30 cm Länge. Der Körper
bestand aus sieben knotenartigen Gliedern. Die sechs Arme und Beine
waren alle etwa gleich lang. Das Verhalten der Chaeroder kann man leicht
als unkonzentriert missdeuten, da ihre Arme permanent in hektischer
Bewegung sind. Jeder Chaeroder trägt irgendwo am Körper eine kleinen
Computer namens Inkazz, der wie ein Geschwür geformt ist. Sie bedienen
ihn mittels einer winzigen Tastatur und Hologrammen.
Die Chaeroder sind die Kommandanten der Gliederschiffe.
Philosophen
Sie waren die ureigensten Kinder Goeddas. Sie waren es, die für die
große Mutter den Brutkosmos errichteten und ihr geistige Energie durch
die hypnotisierten Anhänger zuführten.
Die Philosophen stammten von keiner Rasse ab, sondern wurden von Goedda
aus dem Nichts entworfen. Im Einstein-Universum sehen sie aus wie ein
zehn Meter durchmessender Luftwirbel, in dem es blinkt und spiegelt. In
der Pararealität die den Brutkosmos umgibt, besitzen sie einen
Geisteszwilling. Dieser führt die aufgenommene geistige Energie an
Goedda weiter.
Die Jenseits-Philosophen besitzen Körper und sind normalerweise etwa 2 m
groß, sie können aber auch urplötzlich mehrere hundert Meter groß
werden. Ihre Haut ist grasgrün und glatt wie Plastik. Sie besitzen einen
Kopf, zwei Arme und vier Beine. Der Kopf besitzt vier Gesichter (je
eines vorne, hinten und an den Seiten), die alle gleich aussehen: Ein
geschlossenes Auge, eine Nase mit vier Nasenlöchern und ein o-förmiger
Mund. Die Hände enden in Fingern mit Krallen. Da der Körper des
Jenseits-Philosophen keine Gelenke besitzt, sieht er puppenhaft
unbeweglich aus. Wie sich beim Kampf von Jenseits-Dreur gegen Alaska
Saedelaere zeigt, ist das Muskelgewebe eines Jenseits-Philosophen
spröde, porös, weiß und wässrig.
Geschichte
Suuvar
Die Tolkander wurden als Kriegersklaven erschaffen und sollten für die
Bruderschaft der Insedder in der Galaxie Suuvar kämpfen. Dabei wurden
sechs inseddische Völker ausgewählt, die die genetische Grundstruktur
der Vivocs bilden sollten. Um eine genetische Vermischung durch
Fortpflanzung zu verhindern und eine Ausgrenzung zu ermöglichen,
erhielten die Vivocs ein leicht anderes Aussehen, muskulösere Körper und
sie waren von Geburt an steril.
Die Vivocs übernahmen von nun an die Hauptlast im Kampf gegen die
Allianz der Viniden. In sich trugen sie jedoch eine Urerinnerung an ihre
Mutter Goedda. Sie kämpften nur deswegen für die Insedder, weil Goedda
es so wollte.
Nach langem Krieg hatten Goedda und die Philosophen die Viniden und die
Insedder praktisch ausgerottet. Bevor Goedda jedoch ihren Kindern
Erholung gönnen konnte, tauchten die Nonggo auf und sperrten sie ein.
Für Jahrzehntausende lag Goedda im Koma, von der Aussenwelt
abgeschlossen. Da ihre Kinder unfruchtbar waren, starben sie nach
wenigen Jahrzehnten aus.
Tolkandir
Nach Goeddas Befreiung durch Shabazza, wurde ihr der Auftrag erteilt,
zunächst die Galaxie Tolkandir zu entvölkern, quasi als Probelauf für
die Milchstraße.
Da es keine erwachsenen Vivocs mehr gab, mussten die Kleinkinder von den
Effourern betreut werden. Diese waren ein Hilfsvolk Shabazzas. Nach
wenigen Jahren brachen die Vivocs mit ihren Glieder- und Igelschiffen
nach Tolkandir auf. Die Eroberung Tolkandirs erwies sich dank der
Technologie der Igelschiffe, dem Überraschungsmoment und dem Einfluss
der Philosophen als relativ leicht.
Die Generationen an Vivoc, die in Tolkandir geboren wurden bezeichneten
sich erstmals als Tolkander. Während des Tolkanderfeldzugs wurden
außerdem die Völkerhierarchie, die Arbeitsteilung, die Organisationsform
und die Infrastruktur (Gliederschiffe) etabliert.
Milchstraße
Ende des Jahres 1288 NGZ kamen die ersten Igelschiffe in die
Milchstraße. Der Planet Lafayette wurde ihr erstes Opfer. In der Folge
eroberten die Tolkander noch etwa 60 weitere Planeten. Obwohl es den
Galaktikern mehrmals gelang die Tolkander in Kämpfe zu verwickeln,
konnten sie dennoch keine Kriegsgefangenen machen, da sie sich immer
durch Selbstmord der Gefangennahme entzogen. Bei den Dutzenden
Raumschlachten und Kommandoaktionen gelang es nur zwei Tolkander
gefangenzunehmen. Zum einen wäre da der Gazka Gem-Ba-Am-Vech-Ist-Kir-Tol
(kurz: Gemba) der auf Lafayette von Joseph Broussard jr.
Gefangengenommen wurde, und zum anderen ein Alaza der von einem
Unither-Enterkommando gefangengenommen wurde und von dem man
Informationen über die Lagerung von Vivoc im Humanidrom erhielt.
Die Tolkander folgten dem einstudierten Schema: Sie eroberten Planeten,
versuchten aber gleichzeitig sowenige Intelligenzwesen wie möglich zu
töten, damit die Vivoc-Larven in ihrer Nähe reifen konnten.
Zunächst lief alles nach Plan. Paneten wurden erobert, Philosophen
geboren und Goedda nistete sich in einem Brutkosmos in der Michstraße
ein. Doch dann starb Goedda. Ein Kommando der Galaktiker hatte eines der
Gliederschiffe in ihrem Brutkosmos gesprengt und die Explosion hatte
Goedda zerrissen. Doch die Tolkander gaben nicht auf. Mit großer
Dickköpfigkeit reparierten sie ihre Flotten und stellten Nahrung für
Goedda her, als wäre nichts geschehen. Nur die Chaeroder wussten, dass
die Philosophen auch zu neuen Kleinen Müttern werden konnten.
Schließich gelang fast allen Philosophen die Verwandlung und die
Tolkander beschützten und versorgten die Kleinen Mütter mit ihren
Flotten. Als die Galaktiker beim Schwarzen Loch Dengejaa Uveso mit der
Operation Wunderkerze begannen, verließen die Kleinen Mütter die
Sicherheit der Flotten und fanden sich dort ein.
An einem Ort zusammengeführt, begannen die Kleinen Mütter miteinander zu
verschmelzen und Goedda wurde wiedergeboren. Die Hyperstrahlung in der
Nähe des Schwarzen Lochs machte Goedda jedoch krank und so rief sie ihre
Kinder um Hilfe. Alle Tolkander folgten dem Ruf und flogen mit ihren
Schiffen in den Brutkosmos ein, um ihrer Großen Mutter nahe zu sein.
Durch die zusätzliche Masse wurde Goedda schließlich in das Schwarze
Loch gezogen, und sie und alle Tolkander starben
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Quellen: PR 1808 / PR
1809 PR 1812 PR 1817 - PR 1821 / PR 1829 - PR 1832 PR
1836 / PR 1838 - PR 1842, PR 1846 - PR 1851, PR 1855 -
PR 1862, PR 1866 - PR 1870 |
Autor / Bearbeitung:
Perrypedia |
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