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Nachdem er die Dunklen Obelisken zu allen
wichtigen Welten der Milchstraße entsandt hat, beruft Zerberoff eine
Versammlung aller Kommandanten der Kolonnen-Forts ein. Sie findet auf
dem Fort TRAICOON 0106 statt, das sich in der Nähe von Halut befindet.
Zerberoff, der das ranghöchste Wesen TRAITORS in der Milchstraße ist,
beansprucht den Oberbefehl über die Terminale Kolonne, da deren
Anführer, die Progress-Wahrer, noch immer nicht eingetroffen sind. Er
will die nächste Phase der Eroberung starten: Die Ausbeutung aller
Ressourcen der Galaxis. Natürlich erntet er vor allem Widerspruch, doch
da erscheint ein Terminaler Herold mit einer Dunkelkapsel.
Das mächtige, aber fragile Wesen, eine riesige geflügelte Kreatur, die
lähmende Kälte ausstrahlt, ist den Progress-Wahrern direkt unterstellt.
Seiner Autorität hat auch Zerberoff sich zu beugen. Gerüchten zufolge
entstammen die Terminalen Herolde einem so genannten protochaotischen
Universum. Der Herold befürwortet Zerberoffs Alleingang und gibt ihm
Entscheidungsvollmacht. Zerberoff darf den Feldzug der Kolonne auf der
nächsten Stufe fortführen. Der Befehlshaber von TRAICOON 0106,
Vizekapitän Malicadi (ein Duales Wesen wie Zerberoff), wird ihm als
Berater – in Wirklichkeit wohl eher als Beobachter – an die Seite
gestellt. Bevor er das Fort verlässt, verkündet der Herold, eine Famile
Koda Arrel sei im Solsystem als Beobachter ausgesetzt worden.
Inzwischen ist Icho Tolot mit einem Kantor-Sextanten auf seiner
Heimatwelt Halut eingetroffen. Bei der Übermittlungen seiner Nachrichten
über die Terminale Kolonne lässt er äußerste Vorsicht walten, da er
einerseits annimmt, dass sich Spione auf Halut befinden könnten, und da
er andererseits zu Recht befürchtet, die Haluter könnten unter dem
Einfluss der Drangwäsche auf die selbstmörderische Idee kommen, das
Kolonnen-Fort anzugreifen, dessen Standort mit dem Sextanten ermittelt
werden kann. Tolot beruft eine Versammlung der Haluter ein und schlägt
den Exodus seines Volkes vor. Die Mehrheit stimmt zu. Da es auf Halut
nämlich praktisch keine Rohstoffe oder andere Ressourcen gibt, die von
der Terminalen Kolonne ausgebeutet werden könnten, nehmen die Haluter
an, sie selbst seien für TRAITOR interessant.
Da sie lieber sterben würden, als sich in die Terminale Kolonne
eingliedern zu lassen, fliehen alle Haluter am 11.10.1344 NGZ mit ihren
zu Modulraumern umgebauten Kugelschiffen zu geheimen Sammelpunkten. Ihre
Flucht wird durch eine Gruppe von Halutern gedeckt, die mitten in der
Drangwäsche stecken und sich, angeführt von Tolot selbst, todesmutig zur
Ablenkung auf das von einem Chaos-Geschwader geschützte Kolonnen-Fort
stürzen. Der Angriff auf das Fort bleibt natürlich wirkungslos. Alle
angreifenden Haluterschiffe werden vernichtet, Tolot entkommt nur knapp.
Die Ablenkung jedoch hat Erfolg, „nur“ 112 Schiffe der fliehenden
Haluterflotte werden abgeschossen.
Kommentar
Wieder so ein seltsamer Begriff, der einfach mal in den Raum geworfen
wird: Koda Arrel – ich nehme an, dass wir im nächsten Roman mehr darüber
erfahren werden. Mit manchem anderem Begriff oder mit den diversen
Völkern und Einrichtungen der Kolonne ist das anders. Es kommt mir so
vor, als würden immer wieder mal Dinge am Rande erwähnt werden, die den
Leser aufhorchen lassen sollen, die aber nie näher erklärt werden. Oder
darf man noch darauf hoffen zu erfahren, was der Ricodin-Verbundstoff
eigentlich ist? Oder wie die Dunklen Ermittler, die Kolonnen-Motivatoren
usw. aussehen? Oder warum in der Terminalen Kolonne mindestens zwei
Völker mit dabei sind, die den Halutern bzw. den Bestien ähneln?
Ich muss sagen, dass auch dieser Roman, wie schon PR 2317, mich relativ
kalt lässt. Ebenso wie Arkons Fall vollzieht sich auch der Exodus der
Haluter so undramatisch, dass er irgendwie den Charakter einer
Nebensache hat, die man mal so eben beiläufig erwähnt, die aber sonst
nicht weiter von Bedeutung ist. Ich finde das schade, denn die Haluter
gehören zu meinen Favoriten unter den Völkern des Perryversums. Zuviel
Wert wird erneut auf Zerberoff gelegt, eine Figur, die ich einfach
völlig uninteressant finde. Die Autoren scheinen zu denken, er sei ein
faszinierender Charakter, nur weil er aus zwei Körperhälften besteht.
Leider machen sie daraus aber viel zu wenig. Von „verschenktem
Potential“ hatte ich ja schon mehrmals im Zusammenhang mit Romanen des
neuen Zyklus gesprochen…
J. Kreis 12.02.2006
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